Transistor
Es kommt nicht oft vor, dass ich mir die Mühe mache, alle Achievements zu holen, aber...
Es ist das genaue Gegenteil von Bastion, was ich eher etwas mittelmäßig fand. Die Kämpfe in Transistor sind dagegen genial. Man kann Functions mit anderen Functions upgraden oder sie auch passiv einsetzen. Ich möchte nicht ausrechnen, wieviele Kombinationsmöglichkeiten man dadurch hat. Dazu sind die Kämpfe auch fordernd. SInnloses Gekloppe bringt nichts, und die Turn Funktion muss sehr oft genutzt werden. Ich habe sofort den zweiten Durchgang gestartet und habe dort auch alle Challenges und sonstigen Kram gemacht, und dabei immer neue Strategien ausprobiert. Mit Abstand am schwersten war das Risk Achievement: 5 Kämpfe mit allen 10 Limitern überstehen. Danach wirkte der Rest wie ein Kinderspiel.
Einziger Nachteil an diesem komplexen System ist die Einführung. Es gibt nämlich keine... Man wird direkt ins kalte Wasser geworfen und weiß gar nicht was man da eigentlich anstellt, oder wo man sich befindet, oder gegen was für Viecher man da eigentlich kämpft. Ich fand die ersten paar Stunden sehr verwirrend, und dann ist das Spiel auch schon fast vorbei. Daher meine Empfehlung: Transistor erst einmal durchspielen und den Soundtrack genießen, ohne sich um Challenges, Limiters, Story, usw. Gedanken zu machen. Danach ist man besser mit dem Spiel vertraut und hat auch verstanden, wofür die einzelnen Functions gut sind. Anschließend kann man sich im NewGame+ um alles kümmern und auch Charakter Infos lesen, um ein wenig mehr abzutauchen.
Leider ist der "Erzähler" auch das Gegenteil von Bastion. Hier wurde er zu Navi degradiert und ging mir ziemlich auf die Nerven. Er hält einfach nie den Mund und muss jeden Mist kommentieren. Aber der Erzähler hat in Bastion auch nonstop geredet. Wo ist also der Unterschied? In Bastion hat man durch ihn mehr über die Welt und die Charaktere erfahren, und er hat seine Zeilen immer mit seiner typischen Coolness rübergebracht. In Transistor... Ich verstehe ja, dass er depressiv klingen soll, aber meine Güte! Es gibt einen Unterschied zwischen depressiv und monoton. Er erinnert mich an Peter Dinklage in Destiny. Was für eine Verschwendung! Viele Sätze werden nicht zu Ende gesprochen oder bestehen nur aus zwei, drei Wörtern, die von komischen Pausen unterbrochen werden. Und was er sagt ist zu 95% uninteressant.
Ich weiß, das mag pingelig erscheinen. Aber das Problem ist, dass er das gesamte Spiel über dabei ist. Und da Red stumm ist und selten auf andere Leute trifft, stellt er (neben optionalen Text) die einzige Verbindung zur Welt und den Charakteren dar - vor allem Red.
Ich möchte ein Nachrichtenterminal lesen. Bevor ich den ersten Satz zu Ende gelesen habe, kommt von ihm schon ein dummer Kommentar dazu, und ich weiß noch gar nicht, worum es überhaupt geht.
Die Kämpfe von Transistor + Erzähler von Bastion =
Achja: Story ist gut. Das Ende ist kitschig.
Dicker hat geschrieben:Spacechem:
Über Weihnachten angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Sehr geiles Game, das schnell recht komplex wird und am Anfang ein paar Sachen imo klarer erklären müsste. Noch komme ich klar, aber der Schwierigkeitsgrad zieht schon spürbar an. Sehr cool finde ich, dass es Online Highscores gibt, bei denen ich aber fast immer recht schlecht abschneide
Brauche für ein Level z.B. 50 Symbole, die besten schaffen es mit 11 und ich hab absolut keine Ahnung, wie sowas gehen soll. Hier wären am Anfang z.B. die Ideallösung nach Beendigung eines Levels hilfreich, um eigene "Fehler" oder Schwächen in der Konstruktion schneller erkennen zu können.
Du wirst noch viele kleine Tricks lernen. Später guckst du dir deine Lösungen in den ersten Welten an, und wunderst dich, wie du die so umständlich gestalten konntest. Außerdem kann man schlecht alles gleichzeitig erreichen. Wenn man versucht, so wenig Symbole wie möglich zu benutzen, leidet darunter oft die Anzahl der Zyklen, und umgekehrt.
Und ja, es wird hart, aber auch interessant! Warst du schon in dem Level, wo man mit Verstopfung zu kämpfen hat? Daran hatte ich lange gesessen.