Dragons Dogma
So, gestern Abend fiel nun der Vorhang, langsam wurde es aber auch Zeit, denn so viel wie in Gransis war ich schon lange in keinem Spiel mehr unterwegs. Hier mal ne kleine Auflistung der Dinge die mir gefallen und die mich gestört haben:
+ große, stimmige Spielwelt
+ tolles, motivierendes Echtzeit-Kampfsystem (hab so gut wie keinen Kampf ausgelassen, einfach weils mir Spaß gemacht hat die Gegner zu verkloppen

).
+ beeindruckende und teils auch ziemlich schwere (je nachdem wie stark man aufgelevelt war) Zwischen- und Endbosse
+ große Vielfalt an Items und Materialien und die Möglichkeit die zu kombinieren und in seiner Ausrüstung bzw. den Waffen zu verarbeiten um sie so stärker zu machen, bessere Heilmittel herzustellen usw.
+ das Vasallensystem mit der Möglichkeit immer wieder neue Kämpfer zu rekrutieren
+ die verschiedenen Klassen mit den zum Teil deutlichen Veränderungen in der daraus resultierenden Kampftaktik. Als Bogenschütze hat man echte Vorteile gegen fliegende und weit entfernte Gegner, bei den Bossgegnern hab ich mit dem aber nur wenig Schaden verursacht. Kämpfer sind gute Allrounder, allerdings mit Schwächen gegen fliegende Feinde und Zauberer machen gut Schaden, brauchen jedoch ziemlich lange um nen Spruch zu wirken was bei flinken Gegnern (ich erinnere mich mit Grausen an die Höllenhunde

) echt ein Problem werden kann. So kann man fröhlich rumexperimentieren was einem am besten liegt, ich hab ehrlich gesagt am liebsten mit dem Bogenschützen gespielt, wechselte aber für das Ende dann zum Erzmagier um mehr gegen die Bossgegner ausrichten zu können.
Wo Licht, da immer auch Schatten, so auch bei DD die da währen:
- Teils lange, und ich meine wirklich laaaaange Laufwege. Da wären ein, zwei Zielkristalle mehr wirklich kein Beinbruch gewesen
- das Speichersystem mit nur einem Spielstand welcher auch noch automatisch überschrieben wird . Das hat mir viel von meiner Experimentierfreude genommen da man immer Angst hat was falsches zu machen, durch nen Autosavepoint zu latschen und dann nicht mehr zurück zu können. Ich versteh nicht wieso man nicht zwei oder drei unterschiedliche Speicherplätze anbieten kann, sowas ist echt Spielspaßhemmend
- regelmäßig auftauchende Zeilenverschiebungen und Slowdowns
- stummer Held. Was bei einem Zelda noch angehen mag nimmt hier doch viel von der Atmosphäre, zumal alle anderen Personen im Spiel reden können...
- was mich gleich zu den Vasallen bringt, welche wirklich ständig am plappern sind, da hat man es definitiv übertrieben. Auch laufen die einem ständig vor den Füßen rum, was vor allem in engen Gängen echt nerven kann.
- die Story an sich war jetzt nicht der Oberhammer, auch hab ich einiges nicht ganz kapiert wie z.B. warum jetzt der Herzog so rapiede gealtert ist nachdem ich den Drachen besiegt habe oder was das bedeutete was er da zu seiner Frau sagte als ich bei ihr in der Kammer war und er ihr an die Gurgel ging
Im großen und ganzen war es aber ein echtes Erlebnis, vor allem wegen der tollen, ja fast idyllischen Spielwelt, den spaßigen und oft fordernden Kämpfen und den tollen Bossgegnern. Wenn sie bei einem evtl. Nachfolger noch ne bessere Story bringen, dem Helden den Knebel aus dem Mund nehmen, ein zeitgemäßes Speichersystem einbauen, technische Probleme ausbügeln und etwas mehr Teleportationsmöglichkeiten anbieten, könnte es ein ganz großer Hit werden. So bleibt zwar ein wirklich tolles Spiel, welchem ich aber wegen der doch teils groben Schnitzer eine 90%+ Wertung verwehren muss. So bleiben aber immer noch sehr gute 87% meinerseits und eine Empfehlung an alle RPG Fans die keine Scheu haben sich die Hacken wundzulaufen

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