Wenn man Spelunky mit Zelda und Metroid kreuzt und dazu kryptische Rätsel einbaut, hat man schon eine gute Vorstellung von La-Mulana. Das Spiel schenkt einem gar nichts...
Ich habe jetzt zwei Bosse besiegt, wobei ich nicht weiß, ob der zweite auch der zweite sein soll oder vielleicht schon der vierte. Die Dungeons sind nicht nummeriert, und die Welt ist nach allen Richtungen hin ziemlich offen. Die meisten Rätsel lassen sich lösen, indem man die wagen Hinweise auf den Steintafeln richtig deutet. Bisher sind sie auch überraschend abwechslungsreich. Es gibt immer einen neuen Trick. Aber es ist so schwer, auf die richtige Lösung zu kommen... Ich irre ziellos umher, beende verwirrt das Spiel, und stolpere am nächsten Tag über einen völlig unerwarteten Mechanismus. Anschließend ist es immer offensichtlich, was die Hinweise bedeuten sollten. Und der Ton, der bei der richtigen Lösung abgespielt wird, wirkt daher sehr befriedigend.
Und
Alien: Isolation
Hier habe ich gerade die berühmte Stelle, wo man zum ersten Mal mit dem Alien allein gelassen wird, hinter mir. Das Spiel ist hardcore! Und das ist Fakt, denn die Entwickler haben im Menü extra den Hard Mode empfohlen. Ich verstehe nun, warum das Spiel von manchen eine recht niedrige Wertung bekommt. Es gibt kein Austricksen, kein Savescumming, keinen Win-Button, man wird nicht an die Hand genommen. Es ist ein Stealth FPS, bei dem man Geduld mitbringen muss. Belohnt wird man mit einer dichten und stimmigen Atmosphäre. Amnesia musste ich auf halbem Wege aufgeben, weil ich mir in die Hosen gemacht habe. Alien setzt dagegen mehr auf Spannung als Horror. Wenn der nächste Speicherpunkt noch 10 Räume weit entfernt ist und die schnellen Schritte des Alien immer lauter werden, gerät man ins Schwitzen. Und dann noch unter (eingebildetem?) Zeitdruck einen Code eingeben oder ein Schloss knacken... Es wird einfach kompromislos diese Schiene gefahren, und das gefällt mir. Sowas sieht man heutzutage nicht oft.
Nur eine Kleinigkeit, die mich zumindest anfangs sehr gestört hat, woran ich mich aber inzwischen gewöhnt habe: Ripley hat nur in Skriptsequenzen einen Körper. Erst kann ich meine Arme und Beine sehen, und im nächsten Moment sind sie weg. Das hätte doch vielleicht noch mehr zur Immersion beitragen können.













