ich habe das Spiel seit gestern abend und ließ es mir nicht nehmen, auch zu später Stunde noch wenigstens einen kurzen Blick darauf zu werfen. Selbstredend erzähle ich an dieser Stelle nur vom Singleplayer-Modus, möchte aber erwähnen, dass dem Spiel ein 48-stündiges Xbox Live-Abo beiliegt, so dass jeder mit I-Net-Anschluss die Möglichkeit hat, sich zumindest kurzzeitig heiße Online-Gefechte zu liefern.
Meine ersten Eindrücke:
Zu Beginn nichts Neues: Die Grafik ist eine Wucht. Zwar genieße ich das ganze nicht über einen HD-TV, aber mit angeschlossenem RGB-Kabel auf meinem 112cm-Rückpro-Fernseher kommt das Geschehen auch wahrlich keinen Tick schlechter rüber. Dazu noch die 5.1-Anlage angeschlossen...Spielerherz, was willst Du mehr?
Wichtig für Besitzer älterer Fernsehgeräte: Gears of War verlangt nach einem 60Hz-tauglichen Bildschirm!
Allgemein wirkt die gesamte Stimmung des Titels sehr authentisch. Ich bin derzeit noch recht am Anfang, dürfte etwa das Ende des 1. Akts sein. Wie gesagt, hatte leider bislang kaum Zeit zu spielen; das wird am Wochenende nachgeholt *lacht*.
Zu Beginn werdet ihr von eurem Kumpel aus einer Gefängniszelle befreit und findet euch nach kurzem Vorgeplänkel direkt im Spielgeschehen wieder, wo ihr erstmal über die grundlegenden Finessen der Steuerung unterrichtet werdet. Diese ist m.E. sehr überschaubar und intuitiv ausgefallen: Der A-Button dient generell als Multifunktionstalent und arbeitet kontext-sensitiv, sprich je nach Gegebenheit erhält er eine andere Funktion. So geht ihr mit „A“ hinter Hauswänden in Deckung, kauert euch an herumliegende Bruchstücke oder prescht blitzschnell im sog. „Roadie-Run“ über das Schlachtfeld.
Mit dem Steuerkreuz werden die Waffen ausgewählt, wobei zu Beginn nur die Pistole und das Maschinengewehr zu Verfügung stehen, alsbald findet ihr aber auch fesche Granaten, die gerade unter mehren Feinden ordentlich aufräumen und richtig schön „bumm“ machen. Mit „R“ wird nachgeladen, mit „LR“ werden eure Missionsziele angezeigt. Tolle Idee: Ab und an bekommt ihr den Y-Button auf dem Bildschirm eingeblendet; haltet ihr den gedrückt, schwengt die Kamera auf besondere Ereignisse, wie beispielsweise das Auflaufen neuer feindlicher Truppen oder die Landung eines Helikopters, den es zu erreichen gilt. Erinnert mich irgendwie ein bisschen an die Active-Time-Events aus Final Fantasy IX und wirkt sehr atmosphärisch.
Was gibt es noch zu erzählen? Ach ja, wenn ihr ein Neues Spiel startet, habt ihr die Möglichkeit, aus zwei Schwierigkeitsgraden zu wählen: „Lässig“ und „Hart“ (war`s „Hart“? Doch, ich glaube, so hieß es). Bin zwar kein Beckenrandschwimmer, aber zu Beginn habe ich doch erst einmal die leichtere Variante gewählt, man weiß ja nie.
Eure Teamkameraden, drei an der Zahl, verhalten sich eigentlich weitestgehend schlau. Sollten sie allerdings zu viele Treffer kassieren, erscheint entsprechende Meldung auf dem Schirm. Dann gilt es, den verletzten Kameraden zu heilen, indem ihr an ihn herantretet und ihn mit Druck auf den X-Button versorgt. Wo wir gerade bei der K.I. sind: Bislang erscheinen mir die Gegner allesamt ebenfalls recht ausgefuchst. So verschanzen sie sich ebenfalls hinter jeder erdenklichen Schutzvorrichtung oder besetzen in den Arealen verteilte Geschütze. Ab und an preschen sie zwar etwas ungestüm aus ihrer Deckung hervor, doch andererseits bietet sich so für euch auch die einzig wirkliche Chance, die Kerle zur Strecke zu bringen.
Ja, wie ihr seht, bislang bin ich eigentlich sehr angetan von Gears of War, einen kleinen Kritikpunkt habe ich dann aber doch: Die deutsche Synchronisation. Schön zwar, dass die Entwickler sich diese Arbeit gemacht haben und das Spiel auch für unsere Breitengrade vertonten, jedoch wirken die Stimmen m.E. ein wenig aufgesetzt und „Möchtegern-Cool“. Besonders Marcus klingt typisch „Gangsta-like“ etwas übertrieben. Doch watt soll`s, wer damit gar nicht leben kann, stellt die Konsole auf Englisch und spielt in O-Ton (hab`s nicht ausprobiert, sollte aber klappen).
Mein erster Eindruck ist alles in allem bislang also absolut positiv und ich kann es kaum noch erwarten, heute nach Hause zu kommen
In diesem Sinne







