Genau in diesen "neuen Käuferschichten und Zielgruppen" sehe ich die große Chance für den Revolution. Was du schreibst ist schon korrekt... die Gamer-Gemeinde ist das sicherere Pferd. Der Begriff ist dabei vielleicht etwas sehr weitläuig, nehmen wir daraus mal die "Hardcore Gamer". Gerade bei denen sehe ich persönlich keine Chance für Nintendo. Da müsste man schon eine Multi Milliarden Image Kampagne starten, um den gleichen Stellenwert wie Microsoft und Sony zu bekommen und selbst dann hätte man keine so zugkräftigen Franchises wie GTA oder Halo. Der Markt gehört in meinen Augen ganz klar Sony und Microsoft, die sich auch mit ihren Nextgen Konsolen redlich um die Hardcore Zocker bemühen. Da muss man sich nur mal das Start Lineup der XBOX 360 angucken und schauen was gekauft wird... Kameo geht sang- und klanglos unter, während sich Call of Duty 2, Madden und Need for Speed: Most Wanted wie verrückt verkauft.himitsu hat geschrieben:Das mit "neue Käuferschichten und Zielgruppen" ist denke ich eine riskante Sache. Die Zielgruppe der Gamer-Gemeinde ist meiner Meinung nach das sicherere Pferd...Und dafür muss man vom Kiddie-Image wegkommen.
Das hat ja schon mit dem Cube nicht funktioniert... der wurde als direkter Konkurrent zu PS2 und XBOX positioniert und ist trotzdem nur bei reinen Nintendofans beliebt, was die Softwareverkaufszahlen zeigen. Die Zielgruppe ist viel zu eingeschränkt, Hardcore Gamer sind im PS2/XBOX Lager dank GTA, Halo etc und Casual Gamer bei der PS2 dank Eyetoy und dem umfassenden Spieleangebot... was für den Cube bleibt sind Nintendofans, die nahezu sämtliche Spiele liegen lassen bei denen nicht Nintendo bzw. Mario draufsteht.
Und hier kommt der Revolution ins Spiel, der explizit Spieler außerhalb dieser Hardcore Spieler Gemeinde ansprechen will mit einfacher Steuerung und niedrigem Preis. Gleichzeitig sind die Nintendo Franchises immernoch verdammt zugkräftig, um die "alten" Fans zu überzeugen und Miyamoto ist immer mal für ein Spiel gut, dass zum Phänomen wird und viele neue Kunden ins Boot holt (siehe Nintendogs). Bei diesen Casual- und Non-Gamern sehe ich für Nintendo viel mehr Potenzial, als beim typischen Jugendlichen, der ausschließlich WW2 und SciFi Shooter zockt. Der hat vermutlich eh schon längst eine XBOX 360 unterm Fernseher stehen oder spart für die PS3.
Dass man vom Kiddy-Image wegkommen muss stimmt aber natürlich. Wenn ich mir so die Marketing Kampagnen des DS und das Design des Revolution angucke, und mir noch vor Augen halte, dass Reggie für das Marketing in den USA verantwortlich ist, dann mach ich mir da wenig Sorgen. Allein die Tatsache, dass die Presse schon 6 Monate vor der E3 eine Einladung von Nintendo zur kompletten Vorstellung des Revolution bekommen hat zeigt mir, dass sie es sehr ernst meinen.
Nur über der Software steht bis jetzt noch ein großes Fragezeichen... erst wenn die enthüllt wurde, weiß man ganz genau in welche Richtung Nintendo mit dem Revolution geht und inwiefern Thirdparties bereit sind, den Weg mitzugehen.











