Shadowman Testtagebuch
5. Tag

So, frisch gestärkt mit der ersten Voodoo Waffe freue ich mich auf die nächsten Ecken in Shadowman. Nach dem einladen des Spielstandes finde ich mich wieder auf der Hängebrücke vor dem Tempel wieder, wo mich gleich wieder die Kumpels in der Luft daran erinnern hier schleunigst zu verschwinden. Da der Tempel, oder besser gesagt die Lavawege noch nicht weiter begehbar sind war's das eigentlich erstmal hier. Also mache ich mich auf den Rückweg zu der freien Fläche mit dem Seil und der Plattform mit der Holzplatte darauf. Denn dort ist ein weiterer Eingang den ich noch nicht kenne. Auf dem Rückweg fällt mir aber auch ein das ich ja jetzt auch das Sargtor beim Prophezeiungsraum betreten könnte. Denn mittlerweile leuchten auch bei mir 2 der Symbole. Auch wenn mich dieses Tor reizt will ich erstmal wissen was hinter dem anderen Gang ist. Dort angekommen ereiche ich ein weiteres Areal, das sehr verwinkelt ist. An den Seiten sieht man Stege und einzelne Plattformen. Ich laufe kurz mal hier unten herum und bin überrascht keinen Gegner zu sehen. Ein bischen ungewohnt ist es ja doch. Trotzdem sind die Augen angespannt. Denn hinter jeder Ecke könnte einer lauern. Alles schon erlebt. :-) Hier unten entdecke ich einen weiteren Gang und in der Luft auf ein paar Stelzen ein Zelt. An der Seite kann ich nach oben laufen. Immer wieder muß man springen. Doch so langsam merkt man wie man springen muß um eine bestimmte Weite zu erreichen. Oberhalb erreiche ich ein Cadeaux auf der äußersten Stelle eines Vorsprungs. Was mir hier sehr gefällt ist das Shadowman sich immer dahin ausrichtet wohin man schaut. Schalte ich auf die First Person Sicht um kann ich ja nur schauen, aber nicht laufen. Verändere ich den Blickwinkel und drücke wieder auf die Lauftaste steht er so wie ich geschaut habe. Gerade auf solchen schmalen Stellen ein nützliches Feature. Je näher ich dem Zelt jetzt komme, umso lauter wird wieder das Herzklopfen. Schließlich finde ich auch den Govi und sammle eine weitere dunkle Seele .
Ich springe wieder herunter und betrete den hier unten gesehenen Gang und komme wieder in das innere eines Gebäudes, das Grafikmäßig wie der Tempel von vorhin aussieht. Vorsichtig gehe ich ein paar Stufen nach oben und finde eine weitere dunkle Seele. Vor mir breitet sich abermals ein großes Areal aus Lava aus. So langsam könnte ich dieses Teil wirklich mal finden. So sind mir auch hier erstmal die Hände gebunden. Jetzt aber ab zum Prophezeiungsraum, wohin ich mich jetzt mit der Schattenmaske "beame". Denn ansonsten fällt mir jetzt kein Weg mehr ein, den ich hier gehen könnte. Es ist aber auch irgendwo besser wenn es nicht zu linear ist. Denn durch das schnelle wechseln der Welten ist das ganze auch nicht so schlimm. Das war in Turok 2 nicht ganz optimal gelöst. Im Prophezeiungsraum angekommen sind wiederum unter den Krügen die Schädel. Jetzt aber die Waffen geschultert und ab zum Sargtor. Der Gegner in diesem Raum ist auch nicht da so das ich mich gleich an's Werk machen kann. Wieder erlebe ich eine Animation in der Shadowman das Sargtor öffnet. Es ist offen. Jetzt fällt mir auch auf das ich seit den fliegenden Jungs auf der Brücke noch keinen Feindkontakt hatte. Was soll ich davon halten. Will man mein Nervenkostüm schonen? :-) Ich gehe durch das Tor und komme kurze Zeit später an eine Stelle wo sich wieder mehrere Möglichkeiten auftun. Zum einen sehe ich von hier 2 Sargtore für die ich aber drei Symbole besitzen müßte. Desweiteren wieder so eine Hängebrücke, hinter der garantiert eine neue Welt kommt und eine Teleporterflamme für den Baton. Also schnell runter und ich bin gespannt wohin mich der Teleporter bringt. Na Klasse!!! Kaum werde ich sichtbar sehe ich das man mich genau in der Lava absetzt. Wo auch immer das ist. Viel sehe ich nicht. Da Shadowman kaum das er erscheint gebruzelt wird und das Bild wieder dunkel ist. Wieder finde ich mich im Prophezeiungsraum wieder und gehe erneut durch das Sargtor. Bleibt mir nur der Weg über die große Hängebrücke. Und eine Überraschung erwartete mich, die mir meine erste Gänsehaut heute Nacht beschert.
Denn in einer weiteren, mit Sprachausgabe versehenen Sequenz wird mir das Asyl gezeigt, das ich scheinbar erreiche. Damit hätte ich um ehrlich zu sein noch nicht gerechnet. Ein imposantes Bauwerk. Hier werden wohl mehr als 2 Räume auf mich warten. Und einen kleinen Vorgeschmack auf das innere bekommt man in der Sequenz auch gleich geboten. Denn neben dem Kameraschwenk um das Gebäude werden auch innere Teile des Asyl's gezeigt. Am Ende der Sequenz finde ich mich aber noch im inneren des Berges wieder und stehe vor einem kleinen Tümpel der hier grün ist. Inmitten des Wassers oder was immer das ist ist ein Steg auf die andere Seite, wo man dann einen gemauerten Eingang sieht. Eigentlich wollte ich die grüne Brühe meiden, da ich mir nicht vorstellen konnte dort drin zu tauchen. Aber da ich komische Behälter drinnen sehe springe ich doch rein. Und sieh an. Ich kann tauchen. Die Behälter sind wie die Krüge und enthalten Items, die ich einsammle. Und wieder kein Gegner. So langsam ist mir das ein wenig unheimlich. Wieder raus und auf den Steg und ich betrete das Gemäuer, in dem ich mir vorkomme wie in Quake. Gemauerte Gänge. Cool sind auch wieder die Klänge beim laufen. Bei jedem wechselnden Untergrund hat man ein neues Geräusch. Der Steg z.b. eben war aus Metall, was beim laufen auch genauso klingt. Nachdem ich ein paar Gänge hinter mir habe erreiche ich den ersten Raum. Alles hier wirkt wie ein Gefängnis. Überall riesige Gitter oder Zellentüren. Aber das Asyl ist ja auch so etwas wie ein Gefängnis. Nach ein paar Metern überspringe ich eine Lücke und stehe vor einem seltsamen Kasten . Wieder kann ich probieren was ich will. Nichts passiert. Könnte aber eine Art Schloß sein um die hier überall zu sehenden Zellentüren zu öffnen. Ich kann hier wieder zwei Wege gehen. Einmal geradeaus und nach rechts. Direkt vor mir sieht es aus wie riesige Treppen. Recht pompös. Ich gehe erstmal nach rechts den kleinen Gang entlang und komme im Endeffekt parallel zu der großen Treppe nach oben. Beide Wege führen zum selben Ziel. Trotzdem gehe ich die große Treppe nochmal hinunter und entdecke auf einer Ebene eine Tür , die ich aber ebenfalls nicht öffnen kann. Also wieder nach oben wo mir ein weiteres Teil auffällt. In der Decke ist eine viereckige Öffnung . Wer weiß wozu das wieder gut ist.
Egal, weiter geht's hier. Von weitem höre ich wieder das Geräusch wie beim Flammenwerfer in der Wand. Noch um die nächste Ecke und ich mache bekanntschaft mit etwas neuem. Zwei mit spitzen Zacken besetzten Türhälften gehen in schneller Geschwindigkeit auf und zu. Also muß ich das richtige Timing haben um hier durch zu kommen. Aber ein Problem ist es nicht. Am Ende dieser engen Gänge sehe ich den Vorplatz des Asyl's. Eine Gänsehaut später stehe ich am oben versetzten Ende des Ganges und schaue nach unten auf den Vorplatz. Auch hier warten keine Gegner. Dafür beeindruckt mich hier etwas ganz anderes. Direkt an den Mauern das Asyl's sind mehrere riesige Suchscheinwerfer angebracht die sich ständig hin und herbewegen. Sieht irre aus. Ich springe jetzt erstmal hinunter und stehe nun vor den Mauern des Asyl's. Die Sequenz von eben zeigte nur einen kleinen Teil des Gebäudes. Wow, was für ein Bauwerk. Aber noch etwas anderes finde ich sehr bemerkenswert. Der immense Weitblick nach links und rechts, der nicht nur von der Tiefenwirkung her überzeugt, sondern auch ohne irgendwelche Nebeleffekte daherkommt. Und dabei wird trotzdem eine sehr gute Grafikpracht geboten. Auch hier kann sich Turok 2 eine Scheibe abschneiden. Und dann wiegesagt noch die Suchscheinwerfer. Sehr imposant. Von der Neugier gepackt gehe ich erstmal links den Vorplatz entlang und gelange am Ende an eine Mauer und sehe über mir einen Käfig an einer Schiene hängen. Stehe ich direkt darunter höre ich wieder das Herzklopfen. Mehr ist hier hinten nicht. Beim zurückgehen entdecke ich in der Mauer gegenüber dem Asyl einen kleinen Gang. Aber auch hier drinnen finde ich nur eine Tür die noch verschlossen ist. Jetzt gehe ich nach rechts, wo aber ebenfalls kein Weg abgeht. In der Mitte allerdings ist er dann aber zu sehen. Der Eingang zum Asyl. In einer beängstigenden Stille gehe ich auf den Eingang zu. Denn eine Hintergrundmusik gibt es hier nicht, als ich wieder mal einen netten Schreck kriege. Urplötzlich taucht wieder der transparente Teddy auf und sagt wieder "This Way Mike". So aus dem nichts ist das aber auch jedesmal ein netter Moment. Als ich vor dem Tor stehe sehe ich links davon wieder so einen komischen Kasten. Als ich das Asyl betreten will merke ich das dies garnicht geht. Die Tür ist zu. Vorne an der Tür sieht man auch ein komisches rote Gebilde. Scheint eine Art Siegel zu sein. Zumindest kann ich versuchen was ich will. Die Tür bleibt zu. Tja was nun? Jetzt sehe ich das es wie einen Art Burggraben gibt. Direkt unter mir sehe ich auch einen Steg inmitten von Lava. Nur so scheine ich hier weiter zu kommen.
Also springe ich herunter und kann wieder wählen ob ich nach links will oder nach rechts. Ich geh diesmal nach links und muß aufpassen nicht von plötzlich aufsteigenden Flammen erwischt zu werden. Am Ende des Ganges gelange ich in das innere des Gebäudes. Wieder muß ich ein paar der schlagenden Türen hinter mich bringen um in eine große Halle zu gelangen. Überall Lava die nur von einem Steg durchzogen wird. Aber selbst dieser nützt mir hier nichts, da in der Mitte kleine brennende Plattformen stehen, die ich ja ebenfalls noch nicht einfach so durchqueren kann. Also wieder zurück und auf der linken Seite weiter. Auch hier geht es über einen schmalen Steg durch große Lavahallen. Gleich in der ersten sehe ich unerreichbar ein Govi. Also gesehen habe ich ja nun schon ein Menge. Aber eingesammelt noch nicht all zu viele. Also weiter und ich gelange in die nächste große Halle. Und wieder wartet etwas neues auf mich. Denn hier wird Shadowman zum Jump'n Run. Am Ende des Steges kann ich nur auf einer beweglichen Plattform weiter um diese Halle hier zu durchqueren. Die Halle hat überhaupt einige Eigenheiten. Ganz oben an der Decke sieht man auf metallenen Rohren Cadeaux stehen. Man muß, um da hin zu gelangen auf dünne Balken springen. Und das von der hin und herfahrenden Plattform. Aber momentan steht mir der Sinn nicht danach. Also gehe ich normal weiter , was aber wiegesagt hier Springen und laufen bedeutet. Wieder muß ich kurz durch ein paar Gänge um eine weitere jetzt langgezogene Halle zu erreichen. Jetzt muß ich zwei bewegliche Plattformen überwinden um auf die andere Seite zu gelangen. Erinnert ein wenig an Castlevania ohne das es die Grafik von Shadowman erreicht. Am Ende muß ich wieder auf Flammen auf dem Steg aufpassen und komme wieder in das innere des Gebäudes. Jetzt komme ich einen Gang nach oben und sehe hinter Gittern ein riesiges Rad, das hier drinnen irgendetwas antreibt. Ein riesiger Mechanismus. Am Ende des Ganges ist die Gegnerlose Zeit zu Ende. Ein neuartiger Klang dringt aus der Ferne, was mich wieder vorsichtig werden läßt. Vor mir sehe ich ein Gitter und zwei Wege links und rechts. Durch das Gitter kann ich nach unten schauen und sehe den Gegner. Ein grünlicher dicker Kerl der schnauft und auf irgendwas herumhaut. Ein Lagerarbeiter wirds wohl nicht sein. Auch hier sehe ich in dem Raum da unten so eine Tür mit einem Siegel. Aber hier ist es offen. Der linke Weg endet in einer Sackgasse. Also muß ich rechts weiter. Und dort fehlt ein Stück Mauer und ich schaue nach unten in einen ähnlichen Raum, wie den eben gesehenen. In den Ecken sehe ich 2 der einfachen Gegner lümmeln.
Da meine Lebensleiste nicht mehr die frischeste ist fasse ich den Plan herunter zu springen um die beiden Dödel in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Ein verhängnisvoller Fehler wie sich herausstellen sollte. Denn kaum bin ich unten und bearbeite die zwei geht die Tür auf und einer dieser dicken grünen Kerle kommt rein. Natürlich hat er nichts besseres zu tun als ebenfalls auf mir rum zu hacken. Irgendwie stelle ich mich saublöd an. Denn nach ein paar Sekunden haben sie mich locker um die Ecke gebracht. So ein Mist. Besonders ärgerlich weil der Rücksetzpunkt wieder vor dem Tor ist. Irgendwie drängt sich mir der Gedanke auf, das ich hier vielleicht zu früh bin. Oder doch nicht? Morgen werde ich nochmal alte Ecken abklappern. Vielleicht kriege ich ja die Tür bei den Markttoren auf. Auch Jaunty und Nettie werde ich mal besuchen. Vielleicht hat einer der beiden ja was neues für mich. Bin gespannt was der morgige Tag (Nacht) bringt und verabschiede mich erstmal für heute. Auf jeden Fall möchte ich schonmal Danke sagen für die mittlerweile zahlreich eintreffenden Mails. Freut uns, und natürlich auch mich das das Tagebuch so gut angenommen wird. Der Spruch von Legion hat auch hier seinen Sinn - "Denn unser sind viele" :-)

Matthias Engert
(08.09.1999)

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