Die Bilder zu diesem Test wurden mit einem Capture Board der Firma Fast erstellt.

Re-Volt

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Acclaim Deutschland

Die Tagebücher sind in unserem Magazin immer etwas besonderes, haben aber leider auch eine Kehrseite. So kann es leider passieren das mal das eine oder andere Game zeitlich etwas auf der Strecke bleibt. Re-Volt war leider so ein Fall, bei dem der Test eigentlich schon viel früher fertig gewesen wäre. Und ein Game nur anspielen um dann einen Test zu schreiben möchte ich nicht. Also hat dieser Test etwas länger auf sich warten lassen. Das kurz anspielen wäre in diesem Game auch fatal gewesen. Denn in Re-Volt steckt einiges das dieses Spiel trotz einiger Schwächen länger im Modulschacht sitzen läßt. Wie der Name des Spiels schon sagt hat hier irgendwas mit Strom zu tun. So ist es auch nicht verwunderlich das Re-Volt ein Racer mit kleinen ferngelenkten Autos ist, wie sie vielleicht jeder irgendwann schonmal gesteuert hat. Das diese Autos eine andere Steuerung haben als normale Straßenwagen sollte sich nicht nur im realen Leben zeigen. Nach dem Einschalten der Konsole wird man zuerst mit dem Hinweis überrascht das ein installiertes Expansion Pak gefunden wurde. Da dies nicht auf der Packung aufgedruckt ist, ist es zuerst etwas überraschend. Als erstes erwartet den Spieler das Hauptmenu in Re-Volt. Hier hat man nun die verschiedenen Spielmodi zur Auswahl, die meist nochmals verzweigen. Hier könnt Ihr wählen ob Ihr ein Rennen starten wollt, ein Zeitrennen beginnen oder einen Blick in die Bestenliste werfen wollt. Desweiteren findet Ihr die Punkte Optionen, die Laden/Speichern Option sowie den Streckeneditor. Nach Penny Racers ist Re-Volt das zweite Spiel, das es dem Spieler ermöglicht eine Strecke nach seinen Wünschen zu erstellen. Und dies in einem weitaus größeren Außmaß, als in THQ's Spaßracer. In den Optionen findet man dann auch den Punkt für das Expansion Pak. Nämlich zur Einstellung der Grafikauflösung im Spiel. Hat man ein Expansion Pak im N64 schlummern kann man die hohe Auflösung einstellen. Allerdings ist diese nicht die HiRes Auflösung, die das N64 beherrscht, sondern das sogenannte MidRes. Desweiteren findet Ihr hier die Einstellungen zum Sound oder der Controllerbelegung. Wichtig sind die Einstellungen zum Spiel selber, wo man z.b. die Anzahl der Runden einstellen kann oder wieviele Gegner daran teilnehmen.
Der natürlich wichtigste Teil im Spiel ist der Menupunkt Rennen starten . Denn hinter ihm verbirgt sich der Kern des Spiels. Auf diesem Bildschirm habt Ihr nun einige Möglichkeiten die Rennaction ausgiebig zu erleben. Ihr könnt ein Einzelrennen starten, eine Meisterschaft beginnen, im Multiplayerpart mit bis zu 4 Spielern fahren, nochmals einen Zeitrennen Modus anwählen, im Training erste Fahrversuche anstellen oder in der Stunt Arena für Unruhe sorgen. Das geniale in diesem Spiel ist das alle Punkte hier eine Bedeutung haben. Denn Re-Volt erinnert ein wenig an V-Rally. Auch hier müßt Ihr in allen Punkten neben dem Gewinnen von Rennen Aufgaben erledigen. Nur wenn man diese Aufgaben in allen Punkten vollständig erledigt sieht man alles vom Spiel und löst es so komplett. Und ich kann euch sagen das ist einiges. Eng verbunden mit diesen Aufgaben ist die sogenannte Bestenliste auf dem Hauptmenu. In dieser Bestenliste, die zu beginn etwas verwirrt findet man eine Unmenge an kleinen Häkchen, die am Anfang alle noch braun sind. Löst man in den unterschiedlichen Modi die Aufgaben werden diese Häkchen grün. Wie Ihr seht habe auch ich noch längst nicht alles erfahren. Ein Grund das Re-Volt auf keinen Fall im Regal landen wird. Denn ich persönlich liebe so ein Feature. Deshalb im Vorfeld nur von einem Funracer a la Mario Kart zu reden wäre mehr als falsch. Obwohl dies natürlich auch einen Teil des Spiels abdeckt. Doch nun genug der Vorreden. Obwohl hier ein Trainingsmodus exestiert sollte man ruhig mit der Meisterschaft beginnen. Denn dort kann man einige Strecken überhaupt erstmal freifahren. Nur so kann man auch in den anderen Modis weiterkommen. Wählt man den Meisterschaftsmodus an kann man für die folgenden Rennen einen von 4 Schwierigkeitsgraden anwählen. Unterschied zwischen den 4 Möglichkeiten ist vor allem das Tempo der kleinen Flitzer, was sich eklatant auf die Steuerung auswirkt. Für den Anfang sollte man ruhig mit dem leichtesten beginnen um erste Erfahrungen zu sammeln. Danach gibt man einen Namen für seine nun bevorstehenden Aufgaben ein. Als nächsten kommt man zum Fahrzeugauswahlscreen. Zu beginn stehen euch nur einfache und wenige Fahrzeuge zur Verfügung. Diese 8 Fahrzeuge werden wie alle folgenden Fahrzeuge in sogenannte Klassen gestuft. Von Leicht bis Profi sollte dabei die Spanne reichen.
Diese Fahrzeuge besitzen natürlich auch unterschiedliche Fahreigenschaften, die in drei Balkenanzeigen für Geschwindigkeit, Beschleunigung und Gewicht eingeteilt sind, sowie in der Art des Antriebes. Hier gibt es Front- und Heckgetriebene Fahrzeuge als auch solche mit einem Allrad Antrieb. Die unterschiedlichen Werte wirken sich sehr stark auf das Fahrverhalten aus. Ich für meinen Teil bin am Anfang mit Col. Moss sehr gut gefahren. Habt Ihr euch für einen Wagen entschieden kommt Ihr zur Auswahl der Pokal Wettbewerbe . Diese Wettbewerbe enthalten jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Rennen. Wie in vielen spielen ist aber zu Beginn nur der erste anwählbar. Alle weiteren müßt Ihr erst freifahren. Voraussetzung dafür ist natürlich das Ihr den jeweiligen Cup gewinnt. Bevor das erste Rennen losgeht bekommt Ihr noch die jeweiligen Info's zur Strecke angezeigt. Dies sind unter anderem die Rundenzahl und die Länge der Strecke. Dabei sollte sich im Verlauf zeigen das die Strecken sehr unterschiedlich lang sind und die Rundenzahl von 3 - 10 pro Rennen variieren kann. Danach findet Ihr euch in der Startaufstellung des ersten Rennen's wieder. Ihr fahrt im Höchstfall gegen 3 Gegner, was relativ wenig ist. Ziel ist es nun natürlich das Rennen siegreich zu bestreiten. Nachdem also nun die Startampel heruntergezählt hat beginnt die Jagd nach dem Sieg. Schon nach einigen Kurven fängt man eigentlich an das Spiel zu hassen. Denn die Steuerung ist nicht nur sensibel, sie ist zu beginn auch unfair. Auch wenn klar ist das ferngelenkte Autos keine Straßenkreuzer sind, so mußte man vielleicht nicht so eine nervöse Lenkung einbauen. Man braucht eigentlich nur das Pad anzutippen und der Wagen stellt sich sofort quer oder rammelt irgendwo dagegen. Dazu kommt im Verlauf die Streckenführung mancher Strecken, die auch in einem Anflug von Wahnsinn erstellt sein könnten. Nicht alle, aber doch einige wo man erstmal ein paar Testrennen brauch um überhaupt zu wissen wo es langgeht. Das Fahrzeugeverhalten kann man natürlich mit der richtigen Fahrzeugwahl beeinflussen. So kommt man mit Col. Moss am Anfang relativ gut zurecht. Dafür ist er nicht der schnellste. Die Sache mit dem anecken wird auch dadurch noch verschärft, das die Kollisionsabfrage recht genau ist. Jede kleine Ecke oder unebenheit die man mitnimmt wirkt sich auf das fahren aus. Eine Bremse in dem Sinne gibt es nicht. Die B-Taste ist im Endeffekt ein sofortiger Rückwärtsgang. Bei kurzem drücken wirkt dies zwar wie eine Bremse. Übertreibt man es macht der Wagen was er will. Hier ist einige Übung nötig. Um überhaupt auf manchen Strecken zu wissen wohin man muß werden einem Pfeile angezeigt, die die nächste Richtung anzeigen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber wie bei jedem Racer an die Streckenführungen und weiß ungefähr wo man hinmuß.
Ungewohnt sind zu beginn die Klänge der Wagen. Auch hier kann man nicht von richtigen Motoren ausgehen, sondern wie im realen Leben auch sollte man sich an die Geräusche von Elektromotoren gewöhnen. So habt Ihr oft ein hohes Summen als Fahrgeräusch. Parallelen zu Spielen wie Mario Kart habt Ihr natürlich auch. So liegen auf den Strecken verteilt kleine Blitzsymbole herum, die alle ein Item enthalten, das wie bei anderen Spielen dieser Art Gemeinheiten und sonstige Dinge enhalten. Allerdings hat man dieses Feature nicht so konsequent umgesetzt wie man es gewohnt ist. Hat man einen Blitz aufgenommen läuft eine Anzeige im Bildschirm durch und bleibt dann bei einem Item stehen. Dort hat man dann zum Beispiel kleine Raketen zur Verfügung, die einmal ohne Zielerfassung fliegen sowie solche die den Gegner suchen. Allerdings sind diese kaum effektiv, da selbst bei einem Treffer der Gegner unbehelligt weiterfährt. Schon wesentlich besser sind Items wie die Öllache, die man hinter sich abläßt. Fährt ein Gegner dort rein braucht er eine Weil ehe er wieder auf Kurs ist. Oder der Elektroschocker, der euren Wagen blau werden läßt. Kommt ein Gegner in eure Nähe so geht ein Energieblitz von eurem Wagen auf den anderen und legt dessen Motor lahm. Das hat schon wesentlich mehr Wirkung. Oder z.b. eine Bombe die euren Wagen schwarz aussehen läßt und an dem man eine Zündschnur sieht. Berührt Ihr in diesem Zustand einen Gegner geht dieser Effekt auf ihn über. Schafft dieser es nicht vor ablauf der Zündschnur diese weiterzugeben explodiert er und der Wagen wird in die Luft geschleudert. Neben normalen Items gibt es auch ein besonderes Item, das man eigentlich auf jeder Strecke nur einmal findet. Einen sogenannten Stern. Hat man ihn kann man damit alle Wagen auf der Strecke, egal wie weit sie weg sind kurze Zeit außer Gefecht setzen. Um überhaupt manche Items einzusetzen muß man wissen wo die Gegner sind. Da man keine sichtbare Karte eingebaut hat mußte eine andere Lösung her, die mir sehr gut gefiel. Links unten im Bild habt Ihr immer einen genaue Anzeige in Metern wie weit der Vorder- oder der Hintermann weg ist. Macht einer der beiden einen Fehler bemerkt man dies in dem sich die Meterangabe schnell verändert. So kann man auch in der letzten Runde nochmal Hoffnung schöpfen wenn der Gegner vor einem näher kommt. Desweiteren habt Ihr natürlich Anzeigen für die Rundenzeiten sowie eine Art Drehzahlanzeige, die aber nicht weiter wichtig ist. Ziel sollte es nun sein jedes Rennen möglichst zu gewinnen. Auf jeden Fall aber mindestens dritter zu werden. Denn nur dann wird man überhaupt zum nächsten Rennen zugelassen. Für die Plätze 1-3 gibt es am Ende eines Rennens Punkte. Um den gesamten Cup zu gewinnen sollte man am Ende die höchste Gesamtpunktzahl haben um den nächsten Cup freizuschalten.
Hat man am ende den Cup gewonnen wird man zum ersten zum nächsten Cup zugelassen und es sind nun weitere neue Fahrzeuge anwählbar, die jeweils eine Kategorie höher eingestuft werden. Mit ihnen kann man nun die nächsten Aufgaben angehen. Doch das ist nur der Anfang von vielen Möglichkeiten versteckte Dinge freizufahren. Nach jedem der 4 Cups bekommt man auf diese Weise neue Autos und in der Bestenliste für jeden gewonnenen Cup ein grünes Häkchen. Hat man auch den 4. Cup gewonnen erscheint der Abspann des Spiels, der einem sofort zeigt das dies noch längst nicht alles war. Denn da fahren hinter der Laufschrift Autos herum die man noch nicht hat. Die Stecken in den Cup's und im gesamten Spiel sind in verschiedene Umgebungen eingeteilt. Mal fahrt Ihr vor der Haustür im Garten herum, durch einen kompletten Spielzeugladen oder durch die Räume eines Museums. Gerade das Museum ist wirklich verwinkelt und hat eigentlich nichts mehr mit einer nomalen Streckenführung zu tun. Dazu kommen oft Lichtverhältnisse die nicht unbedingt vorteilhaft sind. Die Strecken im freien können auch einen gewissen Nebeleffekt nicht verbergen. Er ist zwar nicht penetrant, aber doch sichtbar. Die schönste Strecke ist eigentlich im Botanischen Garten. Hier hat man sehr schön Texturen eingebaut und die Gestaltung ist sehr ansprechend. Re-Volt sieht nicht schlecht aus. Um aber in der oberen Liga mitmischen zu können fehlt noch etwas. Dafür sind die Fahrzeuge sehr detailliert ausgefallen. Je nach Situation ist die Kamera auch mal ganz dicht am Wagen und man erkennt eigentlich alle Kleinigkeiten am Wagen. Einige Streckenabschnitte erinnern ein wenig an Micro Machines. Denn mal geht es Treppen hoch, oder Sprünge von oberen Bauten erwarten euch. Ein weitere Nachteil der Strecken im freien ist manchmal eine nicht konstante Framerate in der hohen Auflösung. Wer empfindliche Augen hat bemerkt dies. Wer denkt nach dem gewinnen der Cup's hätte er einen großteil des Spiels geschafft hat sich getäuscht. Denn jetzt beginnt eigentlich erst der Rest des Spiels. Und vor allem die Aufgaben überall, die man lösen kann machen den Reiz des Spiels aus. Denn überall kann man Autos und andere Dinge freifahren. Das schöne daran ist auch das die hinteren Wagen auch von der Steuerung her besser werden. Was einen bischen die Kritik aus der Steuerung nimmt. Natürlich gibt es immer wieder Wagen die eigentlich unfahrbar sind. Aber eben auch solche die sehr gut zu steuern sind. Ich selber habe bis jetzt 11 Bonuswagen freigefahren, sowie 1 Mega Wagen . Das schöne daran ist das man erst mit einem bestimmte Wagen gewisse Aufgaben in den Spielmodi auch lösen kann. So z.b. im Training , das hier somit mehr Bedeutung hat als in anderen Racern.
Denn hier ist es eure Aufgabe auf jeder Strecke einen Stern zu finden, der mehr oder weniger gut versteckt ist. Hauptproblem ist das viele der Sterne erst nach gewagten Sprüngen erreicht werden können, sofern man sie überhaupt findet. Und um die Sprünge überhaupt zu schaffen braucht man einen sehr schnellen Wagen mit dem dies auch möglich ist. Und selbst mit den ersten freigefahrenen Bonus Wagen war dies noch nicht möglich. Hat man nun auf den Strecken innerhalb eines Cup's alle Sterne gefunden bekommt man einen weiteren Wagen. Der nächste Punkt, der in vielen Spielen nur Just for Fun ist, ist der Einzelrennen Modus . In diesem Modus könnt Ihr ebenfalls jede Strecke anwählen und müßt nun erneut gegen eine Gegnerschar fahren. Gewinnt Ihr die Rennen innerhalb eines Cup's werden weitere Wagen anwählbar. Allerdings richtet sich jetzt die Gegnerschaft an eurem gewählten Wagen aus. Nehmt Ihr z.b. den Humma als Wagen sind eure Gegner ebenfalls aus derselben Kategorie. Und schon hier sieht man neue Wagen die man noch garnicht hat, was die Motivation nach oben treibt. Und wieder gibt es für jedes einzelne Rennen das Ihr gewonnen habt ein grünes Häkchen. Aber all das ist nichts gegen die beiden letzen Modi hier. Zum einen das Zeitrennen , das ganz klar mit V-Rally zu vergleichen ist und weit über einen normalen Time Trial Wettbewerb hinausgeht. Denn zu jeder Strecke die man anwählen kann exestiert eine von den Entwicklern vorgegebene beste Rundenzeit. Um nun in der Bestenliste hier ein grünes Häkchen zu bekommen müßt Ihr diese Zeiten unterbieten. Was bei den einfachen Kursen kein Problem ist erweist sich auf den verwinkelten Strecken als Ausdauerprobe. Wenn man die 20. Runde beginnt und immer irgendwo einen kleinen Fehler macht neigt sich sie Stimmung. Hier ist Ausdauer gefragt. Wer schnell aufgibt ist hier am falschen Platz. Das geniale daran ist, das auch hier Abhängigkeiten eingebaut sind. Unterbietet man auf allen Strecken des Bronze Cup die Entwicklerzeiten so werden jetzt alle Strecken Spiegelverkehrt anwählbar in denen erneut neue Zeiten zu unterbieten sind. Und selbst dann ist noch nicht Schluß. Schafft man dies auch, dann gibt es alle Strecken im Reverse Modus. Sogar beides zusammen ist möglich. Aber so weit bin ich auch noch nicht vorgedrungen. Wer auf sowas steht findet in Re-Volt das Spiel der Spiele. Selbst V-Rally bot nicht diesen Tiefgang beim Time Trial. Der Spruch "Ich werde noch wahnsinnig" ist ein häufig gebrauchter Spruch. :-) Und wer neben fahrerischen Qualitäten auch noch Geschicklichkeit pur beweisen will der geht auf die ebenfalls hier anwählbare Stunt Arena . Hier gilt es auf einem Extra Parcour 20 Sterne einzusammeln, die mal einfach zu erreichen sind oder über eine Loopingbahn alles von euch fordern. Hier ist neben einem guten Auge vor allem gutes Timing gefragt.
Ihr seht schon. Was Secrets angeht macht Re-Volt kaum jemand was vor. Ich persönlich mag sowas sehr. Zum einen weil das Spiel einen lange beschäftigt und zum anderen weil man immer wieder auf's neue gespannt ist was wohl noch kommt. Besonders gespannt werde ich sein was passiert wenn alle Häkchen grün sind. Zu Re-Volt wird es auf jeden Fall ein Testupdate geben. Denn auch ich habe hier noch einiges vor mir. Auch mit mehreren Leuten kann man Re-Volt spielen. Allerdings muß man beim Multiplayermodus klar differenzieren. Während der 2P Modus noch gut fahrbar ist, vorausgesetzt beide Spieler kennen die Strecken, so wird es im 3P oder 4P Modus zu hektisch und man weiß eigentlich kaum wo man ist. Gerade auf den Museums Kursen ist kontrolliertes fahren fast unmöglich. Hier ist z.b. ein Mario Kart Re-Volt weit voraus. Was aber vielleicht noch schwerer wiegt ist ab 3 Spielern eine merklich herabgesetzte Framerate. Jetzt ist es wirklich stark wahrnehmbar und störend. Hier gibt es wirklich bessere Alternativen. Was Re-Volt aber allen Racer vorraus hat ist ein eingebauter Streckeneditor , der diesen Namen auch verdient. Auf einer Fläche von 14 x 14 Feldern kann sich seine eigene Strecke basteln. Dabei hat man alle Möglichkeiten zum Einbau. Seien es Tunnel, Sprünge, Buckelpisten, scharfe Kurven oder Senken. alle Streckendetails aus dem normalen Rennen kann man einbauen. Die Fläche ist dabei durchaus ausreichend um anspruchsvolle Strecken zu bauen. Man kann für jede Fläche etwas anderes einbauen. Per Z-Trigger kann man es drehen um auch eine logische Strecke zu bauen. Hat man sie fertig kann man sie auf Memory Card speichern. Ist irgendwo eine ungereimtheit auf der Strecke werdet Ihr darauf hingewiesen. Sehr schön ist das die Umgebung nicht irgendwie steril ist sondern ebenfalls die Texturen des normalen Spiels hat. Das macht den Streckeneditor zu einem tollen Zeitvertreib. So kann man auch den härtesten Crack mit einer Wahnsinn's Strecke zum weinen bringen. :-) Auch hier fahren dann Gegner mit euch und es geht nach normalen Regeln. Da man auch Items im Editor plazieren kann, wird auch dieser Bereich abgedeckt. Ein wirklich gelungenes Feature.
So ist bei Re-Volt eine Bewertung nicht so einfach. Zum einen bietet Re-Volt einen tollen Inhalt was Secrets und das erreichen bestimmter Ziele angeht. Das findet man sehr selten in diesem Umfang. Auch wird der Spielspaß mit der Zeit besser. Wer Re-Volt nur mal kurz anspielt wird von diesem Spiel enttäuscht sein. Erst nach einer gewissen Zeit stellt sich der Spielspaß ein und man will alles erreichen. Der Motivationsfaktor das Spiel länger zu spielen ist meiner Meinung sehr hoch. Vorausgesetzt natürlich das einem dieses Genre gefällt. Auch die Rennaction ist nicht schlecht. Zu beginn klagt man sehr oft über die Steuerung. Aber auch hier wird es mit der Zeit besser, da bessere Wagen vorhanden sind und die Strecken einen hohen Anspruch haben, was aber ab und zu auch in Frust umschlagen kann. Die Kollisionsabfrage ist dafür ein Grund, da schon das kleinste Anecken den Wagen aus der Bahn wirft. Die Items sind sicher nicht schlecht, hätten aber ruhig noch imposanter und wirkungsvoller sein können. Einige von ihnen sind es zwar. Aber in der Masse fällt dieses Feature hinter anderen Spielen zurück. Kritik gibt es für die manchmal nicht konstante Framerate, die man im 1P Modus zwar kaum wahrnimmt, im Multiplayer Modus dafür aber um so mehr. Auch der sichtbare Dunst bei der MidRes Auflösung hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Die Texturen und Farben sind gut bis sehr gut und bringen auch reichlich Abwechlsung in's Geschehen. Die Geschwindigkeit an sich ist gut und läßt sich durch die Schwierigkeitsgrade auch noch beeinflussen. Highlight ist der Streckeneditor, der sehr viele Einstellungen zuläßt und somit mehr als nur einen Rundkurs erstellen läßt. Doch für mich persönlich ist gerade das erfahren der vielen Wagen und Secrets der Haupt Pluspunkt in Re-Volt. Wem so etwas gefällt der kommt in diesem Spiel auf jeden Fall auf seine Kosten. Das Testupdate wird zeigen was noch alles in diesem Spiel steckt.

Time Trial Wettbewerb zu Re-Volt

Cheats zu Re-Volt

Wertung

Matthias Engert
(01.10.1999)

Lesereinschätzungen zu Re-Volt

Lesereinschätzung von Marcel Jaquet.

Lesereinschätzung von Rossi.

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