Der ungewöhnliche PlayStation-3-Titel Journey wurde von der Fachpresse im vergangenen Jahr überschwänglich gelobt und tauchte in vielen Jahresrückblicken unter den empfehlenswertesten Spielen 2012 auf. Jenova Chen, der Schöpfer des Titels, sprach nun mit Polygon darüber, dass der Titel finanziell ein kolossaler Flop gewesen sei. Er hätte das Entwicklerstudio thatgamecompany in den Ruin getrieben:
Ich würde die Entwicklung von Journey nicht als ein erfolgreiches Beispiel der Spieleentwicklung bezeichnen. Wir haben die Firma ruiniert.
Um finanziellen Erfolg zu haben, der alles verändert, darf der Titel nicht nur auf der PlayStation erscheinen. Es muss sich um einen viel größeren Titel handeln.
Klingt durchaus so, als wolle Chen seinen nächsten Titel als Multiplattformtitel vermarkten. Er wolle ein anspruchsvolles Spiel erschaffen, weil er sich einer bestimmten Gruppe verpflichtet fühle:
Wir wollen künstlerisch anspruchsvollere Spiele machen. Emotionale Spiele mit hoher Qualität. Ich begegne vielen frustrierten Studenten, die im Bereich der Videospiele studieren, um eines Tages großartige Kunst zu erschaffen. Aber dann müssen sie feststellen, dass es keinen Platz für sie gibt. Für solche Leute fühle ich mich verantwortlich, denn ich habe ihnen gezeigt, dass dies möglich ist. Aber es gibt einfach keinen Ort für sie.
Das Interview gab Chen auf der DICE Summit. Er betonte immer wieder, dass er sich dort nicht lange aufhalten wolle, weil er bereits an seinem nächsten Projekt arbeite. Journey habe auf die "Verknüpfung" der Spieler gesetzt. Mit dem neuen Titel wolle man nun "eine Ebene höher ansetzen". Im selben Atemzug gibt er angesichts seiner hohen Ansprüche aber auch zu, dass dies "vermutlich unmöglich" sei.



