In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

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Ra's al Ghul
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In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Ich sags vorweg, der Thread wird eventuell zu schweren Diskussionen führen, da die folgende Meinung ziemlich drastisch ist. Prinzipiell geht es um Familien Politik. Anlass für den Thread ist ein Beitrag, welcher gestern in der ARD-Sendung FAKT gesendet wurde. In diesem Beitrag war eine Familie zu sehen, die sieben (!) Kinder hatte. Drei oder vier davon stammten vom ersten Mann, der Rest vom zweiten Mann. Sowohl die Mutter und der Vater waren Arbeitslos, die Kinder in ihrer Entwicklung zurückgeblieben.

Jetzt meine Meinung: Die Geburtenrate in Deutschland ist mit ~ 1,4 Kindern pro Frau schonmal extrem niedrig. Tendenziell sinkt die Geburtenzahl während die Lebenserwartung gleichzeitig mit jedem Tag weiter ansteigt. Unser Sozialstaat ist auf bestem Wege mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand zu fahren. Es wird schwer genug für die heutigen Kinder die Last der heutigen Erwachsenen zu schultern. Und in der Kinderstatistik finden sich eben auch Kinder von obig angesprochenen Familien.

Was haben diese Kinder in ihrem Leben für Chancen? Was haben Menschen im Leben für eine Chance, die schon mit wenigen Jahren in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind und in deren Umfeld keine Aussicht auf Besserung besteht? Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber die Karriere, die diese Kinder machen heißt heutzutage: Hartz IV.

Ich frage mich: Warum dürfen solche Eltern leben, als ob es weder Kondome noch die Pille gäbe? Es darf doch nicht sein, dass arbeitslose Eltern ohne jegliche Mittel sieben Kinder haben!

Ziemlich drastisch, ich weiß. Aber so funktioniert das System des Sozialstaats nicht länger. Aber was bitte soll man dagegen tun?
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Spike
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Spike »

Ra's al Ghul hat geschrieben:Ich frage mich: Warum dürfen solche Eltern leben, als ob es weder Kondome noch die Pille gäbe? Es darf doch nicht sein, dass arbeitslose Eltern ohne jegliche Mittel sieben Kinder haben!
Doch, darf und muss! Du tust ja so, als würden alle Eltern, die wenig Einkommen haben, zurückgebliebene Kinder ohne Chancen auf Entwicklung bekommen. Das ist kein Problem der Eltern, sondern ein Problem des Staates und der Gesellschaft. In anderen Ländern sichert man mit Kindern seine Rente, hierzulande fragt man sich eher, ob man es sich leisten kann, ein Kind zu bekommen. Hier gibt der Staat viel zu wenig Anreize, Kinder zu bekommen und entsprechend die Familien zu fördern. Warum wohl gibt es immer mehr Kinderarmut?

http://www.kinder-armut.de/armut/kinderreport.html

Auch wenn das platt klingt, Kinder sind die Zukunft und sichern unsere Rente. Jemandem das Recht auf Kinder zu verweigern, nur weil der Staat Familien mit geringen oder keinem Einkommen nicht richtig unterstützt, ist für mich fast schon eine Frechheit. In deinem Beispiel hat die Frau mit 7 Kindern schon einen Job: Mutter. Den kann der Staat dann ruhig auch bezahlen und fördern (Job des Vaters, Betreuung der Kinder, siehe http://www.sueddeutsche.de/politik/863/394652/text/ ), das Kindergeld wird da kaum reichen. Das der Vater zusätzlich arbeitslos ist, ist dann einfach nur Pech und sowas darfst du wohl kaum auf die gesamte Gesellschaft übertragen.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Ich sage nicht, dass solche Eltern keine Kinder haben dürfen, ich sage lediglich, dass sie nicht zu viel haben dürfen. Sieben Kinder sind eigentlich immer zuviel für eine Familie - egal ob arm oder reich. Ein Kind braucht viele, viele Jahre lang viel Unterstützung und Zuwendung der Eltern, sonst bleibt es in seiner Entwicklung zurück. Sicher, die Frau aus der Reportage hat den Job "Mutter" und kann nebenher nichts schaffen. Aber mir geht es darum, dass sieben Kinder zuviel für eine Mutter sind.

Und ich habe halt die Befürchtung, dass eine Vielzahl dieser Kinder später tatsächlich selbst in der Arbeitslosigkeit endet - und diese müssen dann neben den Rentern auch noch von der Gesellschaft getragen werden.

Sieben Kindern zur Absicherung der Rente... das ist dritte Welt.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Spike »

Lies mal den Artikel, den ich vorhin noch reineditiert habe. Die Anzahl ist total egal, der Staat muss unterstützen, z. B. durch Kinderbetreuung und Förderung. Wo wäre da das Problem? Soll doch jeder so viele Kinder bekommen, wie er möchte. Ist doch im Endeffekt nur positiv für den Staat. Wenn man Kinderarmut wirksam entgegen wirken würde, würden sich die Kinder auch ordentlich entwickeln.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Damit gibt es eigentlich kein Problem und prinzipiell ist das auch bitter Notwenig. Aber das ist halt auch extrem teuer. Man müsste der Familie ja quasi erstmal alles zahlen. Dazu gehören dann nicht nur die Wohung und das nötigste an Kleidung und Essen, sondern halt auch Ausgaben fürs Freizeitvergnügen (-> sonst Zweiklassengesellschaft). Zudem bräuchte die Familie ja rund um die Uhr 1-3 Leute, die ihre Kinder betreuen.

Wenns sowas geben würde, würden vielleicht manche Leute Kinder ohne Ende bekommen - komplett auf Staatskosten. Okay, ich hab von der gezigten Familie auch einen extrem schlechten Eindruck. Die Mutter hat hier während ihrer siebten Schwangerschaft geraucht und sowas geht mir ganz gewaltig auf den Wecker. Sie hat auf bei mir auf jedenfall einen extrem asozialen Eindruck hinterlassen. Vielleicht bin ich deswegen so "hart"...

Ich finde den heutigen Familien-Trend sowieso ziemlich daneben. Ich kenne einige Personen, die Lehrer und ähnliches sind und was ich da so höre ist schlimm. Die Kinder werden scheinbar immer "dümmer", was oft auf mangelhafte Erziehung und Unterstützung von zu Hause aus zurückzuführen ist. Warum können zahllose Fünftklässer heute noch nicht mal flüssig lesen?

Ich finde, dass man das klassische Familienbild, also die Ehe, fördern sollte. Das hat für mich auch absolut nichts mit Religiösem zu tun oder so, sondern einfach damit, dass es ein Bund fürs Leben ist. Kinder brauchen die Stabilität zuhause. Ich kenne selbst den ein oder anderen Altersgenossen, der nach der Trennung seiner Eltern merklich abgesackt ist. Kinder rbekommen heißt ohne Ende Verantwortung übernehmen und viele, viele Abstriche hinnehmen zu müssen. Darüber muss ich mir halt auch bewusst sein, bevor ich ein Kind bekomme. Ich kenne ein paar frischgebackene Väter und von denen weiß ich, dass das Leben mit Kind ein ganz anderes ist als ohne.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von SeniorDingDong »

Ich frage mich nur, warum es eigentlich so viele Alleinerziehende gibt. Am besten dann noch 3 Kinder von 3 verschiedenen Vätern. Mein Mitleid hält sich dann ehrlich gesagt in Grenzen wenn man sich so unvorsichtig auf Jeden einlässt, nicht aufpasst und keinen Gedanken an seine Zukunft verschwendet.

Ein Kind wirklich anständig durchzubringen setzt heutzutage voraus dem nicht nur finanziell etwas bieten zu können, sondern auch menschlich ! Meine Eltern hatten nie viel Geld, haben sich aber bei mir Mühe gegeben in Sachen Lesen, Schreiben, Rechnen, Benehmen (!) und Allgemeinbildung. Hatte also immer scheiß Klamotten und nichts zum posen, wusste aber wer Helmut Kohl war :ugly:

Bis in die Berufsschule hinein habe ich Schüler erlebt die im Unterricht an ihrem 300€ Handy spielten, aber nicht richtig lesen konnten (!!). In der FOS haben wir eine Göre die so scheiße verwöhnt ist, dass sie sich über ihr geschenktes Notebook beschwert hat und lieber nen Kleinwagen bekommen hätte. :disappointment: Ich meine, ich fahre mit dem ranzigen Fahrrad zur Schule :ugly: Wir haben hier Spacken die es nicht fertig bringen 90min ruhig sitzen zu bleiben wenn der Lehrer auch nicht ansatzweise 100% Kontrolle über den Unterricht hat. Die haben fast alle bereits eine Ausbildung abgeschlossen ! Da müsste man doch denken, die kommen da Disziplinierter raus...

Kinder die aus bildungsfernen Elternhäusern stammen haben zu dem das Pech das viele viele Eltern sich garnicht um sie kümmern - trotz genug Zeit. (ihr wisst schon...). im Kliche fett und rauchend vor der Glotze sitzen und die Kinder morgens mit leeren Magen zur Hauptschule schicken. Das ist jetzt natürlich eine böse Verallgemeinerung, aber es tritt oft genug ein und das ist jedes mal zuviel, da sich die Kinder wohl kaum aus diesen Armutskreislauf heraus kämpfen können.

Ohne stabiles Elternhaus wird ein erfolgreicher Lebensbeginn kaum möglich sein. Ich will hier keinen Seelenstrip hinlegen, aber in meiner Familie gab es Probleme mit Alkohol (Jahre lang), Depressionen, soziale Isolation und sogar einen krebsbedingten Todesfall - und damit meine nicht eine ferne Tante. Natürlich bin ich dann über Jahre auf der Schule völlig abgestürzt. Es fördert auch nicht gerade das eigene Selbstwertgefühl wenn man nach den Bundesjugendspielen als einzigstes Kind nicht von den Eltern abgeholt wird und dann einen Stunden langen Fussweg vorsich hat, wärend zuhause gerade die leeren Bierdosen versteckt werden oder auf der Couch gepennt wird....

Inzwischen wurde alles gelößt und ich habe meine Fachhochschulreife so gut wie in der Tasche, aber es hatte alles einfacher und schneller passieren können.

Größte Hilfe, und darüber bin ich wirklich sehr dankbar, sind der zweite Bildungsweg und Schülerbafög. Ohne diese Form der staatlichen Hilfe hätte ich das nie schaffen können ! Das anbieten von Möglichkeiten und gezielte, mit Bedingungen verknüpfte Unterstützung ist in meinen Augen eine viel wirkungsvollere Hilfe als ein paar mehr Euro Kindergeld die dann am Ende nur in Tawa und Aldi Bier wandern...

Die Familienpolitik sollte also dahin zielen solche Familen aus ihrer Situation heraus zu holen, anstatt das "Abgehängtsein" nur etwas eträglicher zu machen.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Jockel »

@Raptile:

Der Sozialstaat wird ganz sicher zusammenbrechen?

Früher gab's keine Arbeitslosen?

Du willst Menschen die Freiheit verbieten, Kinder zu haben?

Stellen Familien mit 7 und mehr Kindern die Norm dar in Deutschland?

Früher gab's keine bildungsfernen Kinder und Jugendliche?

Aus denen ist dann auch nie was geworden?

Alle, die mal auf ALGII sind, liegen ihr Leben lang dem Staat auf der Tasche?

Kannst du das mit Zahlen belegen?

Wir machen nen Sozialstaat, dessen Leistung aber bitte nicht die Menschen in Anspruch nehmen sollen, die "zu viele" Kinder haben?

Alles was ich bei dir Lese, ist eine Hassrede gegen bildungsferne Schichten und grenzenlose Abwertung.
Diese Menschen gehören zur Gesellschaft dazu, und das willst du anscheinend nicht wahr haben.
Mir wird schlecht. Du argumentierst viel zu kurzsichtig.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Luigi »

WORD!!!

Perfekt gesagt. Einseitig, kurzsichtig wie man es gewohnt ist.

WIr leben in nem Sozialstaat um eben solche Leute zu unterstützen.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Blindfish »

Dieses Problem ist viel zu komplex, weil es zu breit gefächert um eine vernüftige Lösung zu finden. Geschweige denn eine vernüftige Diskussion darüber führen zu können.

Meine Erfahrung ist, dass es ein gesundes, familiäres Umfeld braucht (Kontakt zu Oma,Opa, Onkel, Tante, ect.), egal ob es darin Hartz IV-Empfänger gibt oder, damit die Kinder oder das Kind in einem vernüftigen Rahmen aufwächst.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von schnecken-power »

Intrepid hat geschrieben:
Jockel hat geschrieben:
Alles was ich bei dir Lese, ist eine Hassrede gegen bildungsferne Schichten und grenzenlose Abwertung.
Diese Menschen gehören zur Gesellschaft dazu, und das willst du anscheinend nicht wahr haben.
Mir wird schlecht. Du argumentierst viel zu kurzsichtig.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von meister »

Wenn ich schon so etwas wie
Ra's al Ghul hat geschrieben:Was haben Menschen im Leben für eine Chance, die schon mit wenigen Jahren in ihrer Entwicklung zurückgeblieben sind und in deren Umfeld keine Aussicht auf Besserung besteht?
oder
SeniorDingDong hat geschrieben: Kinder die aus bildungsfernen Elternhäusern stammen haben zu dem das Pech das viele viele Eltern sich garnicht um sie kümmern - trotz genug Zeit.
lese, sträuben sich mir ehrlich gesagt die Haare zu Berge. Wie kann man den bitte ungebildete Menschen, entwicklunsgschwache Kinder und Arbeitslose über ein und den selben Kamm scheren? So wie mir das vorkommt, haben die meisten ihr Halbwissen hier wirklich nur aus Fernsehberichten; ob diese nun in der ARD oder auf RTL2 ausgestrahlt werden ist (heute leider) ja beinahe das Gleiche. Meiner Erfahrung nach sind es oft gerade die von euch so herablassend titulierten"bildungsfernen" Familien (ich bevorzuge immer noch - wenn überhaupt eine Klassifizierung notwendig ist - die Gesellschaft sehr grob in handwerklich Arbeitende und Büroangestellte zu unterteilen, allerdings vollkommen Wertungsfrei), die sich besonders um das Wohl Ihrer Kinder bemühen. Wenn ich überhaupt eine "Klasse" an Kindern kennengelernt habe, die wenig Zuneigung und Erziehung von ihren Eltern erfahren haben, dann waren das insbesondere die der beonders reichen (bildungsnahen?) Eltern, die für ihr Geld gut und gerne 12 und mehr Stunden am Tag arbeiten mussten. Schlechte Eltern gibt es in jeder Bevölkerungsschicht, da müssen die Meisten von euch sicherlich nicht weit sehen, bis ihnen auch jemand einfällt, dem eine etwas andere Erziehung durchaus gut getan hätte. Dass ihr das Problem nun auch noch mit der Arbeitslosigkeit verknüpft, da fällt mir nun einfach kein sinnvoller Satz zu ein, den ich schreiben könnte; Jockel hat es mit Abwertung in dieser Beziehung mit Abwertung vielleicht noch ein wenig zu seicht formuliert, was ihr da von euch gebt.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Tja Jockel, dann fangen wir mal an.
Jockel hat geschrieben: Der Sozialstaat wird ganz sicher zusammenbrechen?
Alle der folgenden Aussagen sind auf die Bundesrepublik Deutschland bezogen, welche bekanntlich seit 1949 existiert. Über alles was davor war lässt sich aufgrund der immer dünner werdenen statistischen Erfassung wohl eher weniger sachlich diskutieren. Zunächst ein Diagramm zur Staatsverschuldung:

Bild

Und dann noch in Abhängigkeit des BIP:

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Es versteht sich von selbst, dass die Staatsverschuldung durch die stark erhöhten Ausgaben in diesen Monate nochmal stark zunehmen wird. Es ist Vater Staat bislang nicht gelungen in guten Zeiten etwas von den Schulden abzubauen. Die Zinsbelastung für den Staat ist gigantisch groß und wird mit jedem Tag größer. Es ist eine Teufelsspirale aus der wir meiner Meinung nach keinen Ausstieg finden werden. Deutschland kann sich das Geld ausgeben nicht mehr allzu lange leisten. Vielleicht wird Deutschland noch zu unseren Lebzeiten bankrott sein. Alles was du an immateriellen Werten hast wird dann über Nacht zerstört sein. Keiner mehr wird dir den Arztbesuch zahlen und keiner wird dir deine Rente zahlen. Das ist die Zukunft, der du möglicherweise entgegen blickst.
Jockel hat geschrieben: Früher gab's keine Arbeitslosen?
Die Zahlen bis 1990 umfassen nur die BRD:

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Keine natürlich nicht, aber weniger.
Jockel hat geschrieben: Du willst Menschen die Freiheit verbieten, Kinder zu haben?
Ich will Menschen die Freiheit nehmen, viele Kinder zu haben. Warum folgt später...
Jockel hat geschrieben: Stellen Familien mit 7 und mehr Kindern die Norm dar in Deutschland?
Natürlich nicht, eher das Gegenteil.
Jockel hat geschrieben: Früher gab's keine bildungsfernen Kinder und Jugendliche?
Dazu finde ich momentan keine Zahlen. Darüber zu spekulieren ist sinnlos.
Jockel hat geschrieben: Aus denen ist dann auch nie was geworden?
Wie gesagt, dazu finde ich keine Zahlen. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass Kinder bildungsferner Eltern in unserem Land starke Benachteiligungen hinnehmen müssen, weshalb ich davon ausgehe, dass die wenigsten z.B. das Abitur erreichen werden, sprich auf eher handwerkliche Jobs angewiesen sind. Nicht zuletzt aufgrund der Globalisierung vollzeiht sich in Deutschland ein Strukturwandel hin zu Hoch-Lohn-Jobs. Viele handwerkliche Tätigkeiten können nämlich im Ausland für deutlich weniger Geld gemacht werden. Klar, wir werden immer Handwerker & Co. brauchen, aber die Masse an solchen Jobs nimmt tendenziell sicher eher ab. Ich ziehe daraus den Schluss, dass weniger gut gebildete Leute daher eher schwer einen Job finden bzw. gar keinen -> Arbeitslosigkeit.
Jockel hat geschrieben: Alle, die mal auf ALGII sind, liegen ihr Leben lang dem Staat auf der Tasche?
Ich finde momentan keine Zahlen dazu, wie lange ALGII-Leute arbeitslos sind. Ein Leben lang ist natürlich quatsch, aber einige Jahre werdens bei manchen sein. 2004 waren ja immerhin 51% der Arbeitslosen "langzeitarbeitlos", d.h. mehr als ein Jahr.
Jockel hat geschrieben:Kannst du das mit Zahlen belegen?
Alles (noch) nicht, aber einiges.
Jockel hat geschrieben: Wir machen nen Sozialstaat, dessen Leistung aber bitte nicht die Menschen in Anspruch nehmen sollen, die "zu viele" Kinder haben?

Alles was ich bei dir Lese, ist eine Hassrede gegen bildungsferne Schichten und grenzenlose Abwertung.
Diese Menschen gehören zur Gesellschaft dazu, und das willst du anscheinend nicht wahr haben.
Mir wird schlecht. Du argumentierst viel zu kurzsichtig.
Wir können uns den Sozialstaat nicht leisten. 2050 wird Deutschland 68,7 Millionen Einwohner haben, 44% davon werden zwischen 20 und 60 Jahren alt sein. Das sind 30,228 Millionen Leute. Heute haben wir eine Arbeitslosenquote von ca. 10%, d.h. von den 30,228 Millionen Leuten werden nach der heutigen Quote höchstens 27,2052 arbeiten. Davon werden natürlich nicht alle arbeiten. Es ist also noch außerst wohlwollend gerechnet, wenn ich sage, dass 25 Millionen Leute 2050 neben ihrem eigenen Leben noch das Leben von 35,7 Millionen anderen Leuten finanzieren müssenen.

Kannst du nun die Wand sehen, gegen die Deutschland mit voller Geschwindigkeit fährt?

Wenn du mehr Zahlen willst werde ich mal beim Statistischen Bundesamt nachfragen. Die haben für gewöhnlich immer alles.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Jockel »

Ich seh schon es ist Sinnlos, mit dir zu diskutieren.
Arbeitslosigkeit ist also Schuld für die enorme Staatsverschuldung? Lol.
Und wollen wir wetten, dass deine Zahlen 2050 so nicht stimmen?
... und ich hab jetzt keinen Bock, den ganzen anderen Schund zu widerlegen.
Du willst eh von deiner Meinung nicht abweichen, also bitte. :asd:
CGS, endlich hast du n Sündenbock für alle Wirtschaftlichen Probleme gefunden...
das hatten wir doch in der Geschichte schon mal.
Ich versuch mich jetzt mal wirklich n bisschen zurückzunehmen, dieser Thread ist nicht gut für meine Nerven.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

:lol: Arbeitslosigkeit ist überhaupt nicht Schuld an der Staatsverschuldung. Das habe ich mit keinem Satz gesagt. Meine Aussage lautet prinzipiell so: Die Staatsschulden wachsen unproportinal stark zu den Staatseinnahmen, weshalb wir uns den Sozialstaat bald nicht mehr leisten können.

Hier ein Vergleich der Altersverteilung:
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Quelle: Statistisches Bundesamt, 2003

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Quelle: Statistisches Bundesamt, 2003

Prinzipiell reicht das schon um zu sehen, dass der Sozialstaat so nicht funktionieren kann. Und damit hast du eine Antwort auf deine Frage, ob der Sozialstaat zusammenbrechen wird, die du nicht widerlegen kannst, weshalb du offenbar den leichten Weg gehst und einfach aus der Diskussion aussteigst.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von GevatterTod »

Es ist offensichtlich al Ghul, dass du den sozialen Staat einfach nur aus der Angst heraus verurteilst, dir könnte es später mal dadurch schlechter gehen.
Sehr egozentrisch von dir.
Als so eine Person hat doch in einem Sozialstaat nichts verloren. Genauso wenig hat der Aspekt des "Es sich leisten können" in der Sozialität zu suchen.

Ra's al Ghul hat geschrieben:Meine Aussage lautet prinzipiell so: Die Staatsschulden wachsen unproportinal stark zu den Staatseinnahmen, weshalb wir uns den Sozialstaat bald nicht mehr leisten können.
Nein, deine Aussage ist:
Ra's al Ghul hat geschrieben:In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder
Wahrscheinlich werden wir hier auch noch irgendwann eine Lösung von dir zu dieser Frage propagiert bekommen...
Zuletzt geändert von GevatterTod am Di 26. Mai 2009, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Cubestar2003™ »

Sicher siehts nicht rosig aus für den Sozialstaat wie wir ihn zur Zeit kennen. Aber da es auch in Zukunft noch genügend Leute wie dich gibt, die aufgrund ihres bravourös bestandenen VWL-Studiums später genug Geld verdienen um potenzielle Sozialschmarotzer wie uns durchzubringen, brauchen wa uns doch gar keine Sorgen zu machen. Gell, Joggle? :kruemel:
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von GevatterTod »

Auf dich ist kein Verlass CubeStar:
Cubestar2003™ hat geschrieben:Bild
;)
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Trekkie2063 »

@SDD: :gut: Musste innerlich in jedem Punkt zustimmen, während des Lesens.

@Topic: Ich verstehe worauf Raptile hinaus will, wenn auch einige Punkte daneben gehen. Es gibt durchaus Familien mit 7 Kindern oder mehr, wo alle Kinder ich sag´s mal kurz "bei Verstand" sind und erfolgreich. An der Anzahl kann man das nicht festmachen.
Aber wir haben (leider) selbst einen solchen Familienzweig wie Raptile meint. Arbeitslos und trotzdem immer weiter f*ckend. Ich meine die haben 8 oder 9 Kinder (hab den Überblick verloren) und machen nix, die versuchen sich nichtmal um Arbeit zu bemühen. Die leben v.a. von dem Kindergeld. Und wenn die Eltern meinen sich was leisten zu müssen, dann müssen halt die Kinder kürzer treten. (Kein Witz, wirklich passiert, allerdings Vergangenheit. Mittlerweile ist etwas passiert, dass zum Glück zu einem Ende führte.)
Bei aller Liebe aber das geht nicht, da muss der Staat Regelungen schaffen und dem einen Riegel vorschieben. Klar, ist bei uns kaum durchsetzbar, aber wo ein Wille da ein Weg.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von GevatterTod »

Aber wie lächerlich ist es wegen vereinzelten Fällen den Rest zu bestrafen?
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Trekkie2063 »

Habsch sowas gesagt? Wenn ja; war nicht meine Absicht. :) Irgend ´ne Regelung wird sich schon finden lassen, die halt solche Extreme (und nur die) erfasst. Ist zwar nicht gerecht, aber das interessiert mich in solchen Fällen auch nicht mehr. ^^
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Keiner hier will Familien mit vielen Kinder bestrafen, die sehr darum bemüht sind ihrem Nachwuchs Perspektive zu bieten.
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Dicker »

Ich kann Raptile`s Meinung auch ein wenig nachvollziehen, aber es ist doch nichts schlechtes 7 Kinder oder mehr zu bekommen, wenn (!) man der Aufgabe gewachsen ist.
Wie oben schon erwähnt hat Bildung nichts mit guter Erziehung oder einem wohlbehüteten Elternhaus etc zu tun. Dass es Ärmere schwerer haben, auch in Erziehnungsfragen, ist klar, aber genau für sowas braucht man den Sozialstaat. Damit diesen Leuten geholfen werden kann.
Das Problem ist doch häufig, dass sich viele Eltern mit der Erziehungsaufgabe überfordert fühlen, oder sie am liebsten gleich an die Schule abtreten würden. Sowas funktioniert nicht und ich wäre sowieso dafür Erziehungskurse für kommende Eltern anzubieten, in denen die Basics vermittelt werden (event. sogar verpflichtend, Eltern-TÜV meine ich jetzt nicht). Die paar Male, die ich die Supernanny gesehen habe, haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass sowas bei manchen Eltern echt nötig wäre. Keine Ahnung in wie weit man sowas in Kursen vermitteln kann, Leute wie Jockel können mich da sicher aufklären.

Und noch was zum Sozialstaat: Eine moderne Gesellschaft zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass die den Armen und bedürftigen hilft.
Und bevor die BRD pleite geht, gibts wahrscheinlich eh ne weltweite Währungsreform (2014 sagt irgend so ein Prof, mal sehen).

Was die Bevölkerungspyramide angeht, jo, das ist ein ernsthaftes Problem. Aber um das im Kern zu lösen, muss ein komletter gesellschaftlicher Wandel her, der die Famile stärker achtet und Kinder nicht nur als teuer oder Rentenversicherung ansieht. Schon schlimm, wenn in unserem Land Kindergärten verklagt werden, weil sich die Nachbarn in ihrer Ruhe gestört fühlen.
Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden!
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Ra's al Ghul »

Dicker hat geschrieben:Ich kann Raptile`s Meinung auch ein wenig nachvollziehen, aber es ist doch nichts schlechtes 7 Kinder oder mehr zu bekommen, wenn (!) man der Aufgabe gewachsen ist.
Meine Aussage, das sieben Kinder zu haben verboten gehört war auf die Familie in der Reportage bezogen und nicht auf die Allgemeinheit. Wobei ich bezweifle, dass irgendwer der Aufgabe sieben Kinder aufzuziehen gewachsen ist. Kinder brauchen unglaublich viel Zuwendung und Hilfe und das über fast zwei Jahrzehnte.

Edit: Und ich habe nichts gegen den Sozialstaat. Im Gegenteil, das ist eine sehr, sehr gute Idee. Nur habe ich was gegen Leute die diesen mißbrauchen. Und es ist kein Geheimnis, dass das jetzige Konzept unserers Sozialstaats nicht mehr funktionieren kann (vor allem wegen der Altersverteilung), weshalb wir da große Reformen brauchen. Denn ich habe wirklich kein Bock darauf die nächsten 40 Jahre Geld in die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung einzuzahlen und dann nichts zu bekommen, wenn ich mal etwas brauche. Das kann nicht das Prinzip des Sozialstaats sein.
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Blindfish
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Re: In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder

Beitrag von Blindfish »

Die Missstände für die stetig wachsenden Schulden, vor allem in den Dimensionen, liegen nicht in den gefühlten paar tausend Familien die zuviele Kinder haben und die nur gemacht wurden um von deren Kindergeld zu leben. Ich selbst finde so ein Verhalten dieser Eltern verachtenswert, aber dennoch, dass ist leider so.

Man könnte wohl einen ellenlangen Beitrag schreiben über die ganze "Kleinigkeiten" und grossen, innen- und aussenpolitisch Bereiche wo Gelder zu Lasten Deutschlands ausgegeben und verschwendet werden.


Aber eine kleine Notiz noch: Ohne die sogenannte "Unterschicht" könnte eine Oberschicht nicht existieren. Wer baut denen das Haus und setzt die Heizung rein? Oder das Klo und reinigt die Abflüsse? Wer versorgt die Alten und Kranken? Wer reinigt die Strassen, damit die nicht überall auf ausgespuckte Kaugummis und Hundesch.eisse treten? So, die Beispiele müssen reichen für eine polemische Aussage.
"Manchmal mache ich schon komische Sachen. Es ist fast so, als ob mein Körper von einem sadistischen Puppenspieler gesteuert wird."
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