Gays Club

Hier könnt Ihr über alles mögliche abseits der Spielerei diskutieren.

<t>Ich bin...</t>

Heterosexuell
75
74%
Schwul
9
9%
Lesbisch
4
4%
Bisexuell
6
6%
weiß noch nicht
8
8%
 
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Tom
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Gays Club

Beitrag von Tom »

Der Titel ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber ja: Dieser Thread ist all den homosexuellen Usern gewidment - und von denen gibt es hier doch recht viele, wie ich in letzter Zeit so mitgekriegt habe.
Egal ob schwul oder lesbisch: Was sind eure Erfahrungen? Wie kommt ihr damit zurecht? Seid ihr geouted, bzw. wie lange? Wie haben die Eltern reagiert? Oder einfach nur zum Austausch von alltäglichem Zeugs - alles was eine queer Seele halt so beschäftigt ;)

Natürlich sind die heterosexuellen User nicht ausgeschlossen! Jeder ist willkommen seine Erfahrungen (mit Homosexualität), Meinung und Ansichten zu teilen, solange es gesittet zugeht ;) Jegliche Diskriminierung oder anderes regelverstoßendes Benehmen geht sofort an den örtlichen Admin weiter - dafür Sorge ich persönlich ;) (hab ja nicht so einen weiten Weg :lol: )
Sollte euch der Thread nicht passen oder sonst wie nicht interessieren - postet gar nicht erst!

Dieser Thread ist also durchaus ernst gemeint und dient weder zur Provokation bestimmter User(gruppen) noch als Spam.

Und damit sich auch dann jemand anderes traut, fang ich mal an, allgemein ein bisschen was über meine Erfahrungen zu erzählen:

Wann hab ich's gemerkt?
zuerst wollt ich "seit wann bin ich schwul?" schreiben, aber da man von Geburt an schwul oder lesbisch oder hetero ist, wäre die Frage also schwachsinnig ;)
Hm, das ist jedenfalls nicht so leicht LOL
War quasi ein fließender Prozess.. als ich angefangen hab mich für solche Sache zu interessieren hab ich natürlich schon irgendwie gemerkt, dass mich die weibliche... Anatomie nicht wirklich reizt oder interessiert und irgendwie gabs auch den ein oder anderen verstohlenen Blick auf das gleiche Geschlecht. Aber an sowas hab ich noch gar nicht gedacht.. Vielleicht lags auch an der Erziehung, aber: Junge + Mädchen, das war normal, das war also auch in meinem Kopf und so musste das sein.
Was wohl das Hauptproblem bei mir war LOL
Diese Vorstellung vom trauten Heim mit Weibchen und Kindern und vielleicht nem Hund hab ich halt teilweise immer noch im Kopf... tja, katholische Erziehung halt ;)
Mit 16 hat ich dann ja auch meine erste und einzige Freundin. Und es ist ja nicht so, dass mich das so verschreckt hätte, dass ich seit dem schwul bin LOL Aber es endete logischerweise irgendwann.. dann kam ne lange Zeit nix. Und in dieser langen Zeit ist mir Stück für Stück klar geworden - hey, ich stehe doch auf Jungs. Nur akzeptiert hab ichs da immer noch nicht.. ich war immer noch auf "Frau und Kinder" fixiert, ganz egal was ich eigentlich wollte.
Und dann hab ich vorallem im letzten jahr gemerkt (vorallem dank einer bestimmten Community, die viele homosexuelle hat), dass es irgendwie völlig normal ist und alles andere als schlimm. Ich bin zwar so aufgewachsen, dass schwule eher ein Witz sind und halt "eeeeeww", aber jetzt hab ich halt genau das Gegenteil erfahren. Es kann auch ganz cool sein ;)
Und seit... Sommer (glaube ich), hab ich mir dann selbst offiziell gesagt "Ich bin Schwul" und mich mit jemandem aus dem ICQ auch drüber unterhalten, es also der ersten Person eingestanden.
Aber es meinen Freunden und meinen Eltern zu sagen war trotzdem noch undenkbar.. weil dafür viel zu scheu war, ich hätts nicht mal laut aussprechen können LOL
Und dann gings relativ schnell.. Ende Sommer hab ich dann meinen zukünftigen Freund richtig kennengelernt (im Internet, per MSN Messenger ;) er ist eben auch auf dieser oben erwähnten Community aktiv..) und seit dem hab ich den Drang es der ganzen Welt zu erzählen! LOL
Als nächstes kam dann das Mag64 (zwar nur nebenbei erwähnt, aber natürlich habens manche sofort kapiert und dann gabs keinen Grund mehr ein Geheimnis draus zu machen), schließlich meine beste Freundin, dann alle anderen Freunde und es fehlte nur noch meine Familie.
Zwischendurch bin ich ja noch umgezogen. Von Bielefeld nach Dresden - in eine WG ;)
Deswegen wars auch nicht wirklich nötig es meinen Eltern sofort zu erzählen, ich hatte ja erstmal Abstand.
Aber dann bin ich vor drei Wochen spontan nach Bielefeld gefahren um meine Eltern und Freunde zu besuchen und hab es ihnen einfach gesagt - in der Küche, als sie am kochen waren.
Und leider haben sie nicht wirklich so verständnisvoll reagiert wie ichs (zumindest von meiner Mutter) erwartet hätte... aber das ist eine andere Geschichte.
Enterbt wurde ich nicht und wir verstehen uns auch noch super, aber sie sind halt katholisch... sie fühlen so als wärs eine Krankheit und wollen es nicht wirklich wahr haben.
Meine Mutter besteht darauf, dass ich meine "Meinung" da vielleicht noch ändere...
Meinen restlichen Verwandten soll ichs meinen Eltern zu liebe aber vorerst nicht erzählen. Sie haben Angst (ums nochmal zu erwähnen: Alles Katholiken ;) ), dass ich dann ausgegrenzt werde und dass SIE dann ausgegrenzt und fertig gemacht werden.
Versteh ich nicht wirklich, aber nun gut.. spätestens nächstes Jahr werd ich aber kein Geheimnis draus machen, egal ob sie "bereit" sind oder nicht.
Meine beiden (deutschen) Cousins wissens eh schon. Dem einen hab ichs letztens erzählt und der andere liest hier bestimmt gerade mit ( :prost: Hi Patrick! ).

Ja.. das ist es vorerst von mir.. ist ja auch genug :lol:

Natürlich ist niemand der hier posten will gezwungen gleich seine ganze Lebensgeschichte niederzuschreiben, so wie ich es getan hab.
Jeder was er will ;)
Zuletzt geändert von Tom am Sa 25. Mär 2006, 21:58, insgesamt 3-mal geändert.
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fadenschnute
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Beitrag von fadenschnute »

Dann will ich auch mal von meinen Erfahrungen erzählen.

Also, wie hab ich es germerkt? Ich würde das bei mir auch als fließenden Prozess beschreiben. Am Anfang hab ich eher mehr auf Jungs geachtet, aber da kam nie etwas zustande. Frauen schauen ja des öfteren auch mal auf Frauen, aber das eher aus so einem Konkurrenzgedanken heraus. Aber irgendwann hab ich dann halt gemerkt, dass ich mich von der weiblichen Anatomie mehr angesprochen fühle als von der männlichen. Von da an war es mir dann eigentlich klar, Probleme mir das selbst einzugestehen hatte ich eigentlich nicht. Mein Glück hierbei ist, dass alle in meiner Familie zwar katholisch sind, aber das eher nur auf dem Papier. Zumindest meine Eltern und meine Schwester sind nicht besonders gläubig und wir wurden auch eher offen erzogen. Meine Schwester hat es akzeptiert und keine Probleme, mein Dad auch nicht, der macht sogar desöftern mal Witze ala "Na, Alex, gehen wir paar Mädels aufreißen? ;)". Meine Mutter scheint es irgendwie verdrängt zu haben, sie kriegt einfach nicht in ihren Kopf rein, dass sie wohl keine große Hochzeit für ihre kleine Tochter planen darf ;)
Mit dem Rest der Familie sieht es da schon anders aus, die wissen es alle nicht. Meine Omas/Opas sind alle sehr gläubig und hängen auch an den alten Werten, da kommen dann auch mal Sprüche "Zum Glück ist keiner bei uns homosexuell". Das verschreckt dann natürlich schon und fördert das Outing nicht gerade. Aber solange ich keine Bezeihung habe, sehe ich es nicht als zwingend notwendig an, sobald sich das ändert aber schon, auf ein Versteckspiel habe ich nämlich keine Lust.
Bei meinem Freundeskreis gab es überhaupt keine Probleme, da da selbst einige Homosexuelle dazugehören. Aber selbst die Anderen haben es auch vollkommen akzeptiert und mich unterstützt. Da bin ich echt froh einen so offenen Jahrgang erwischt zu haben, hätte ja ganz anders kommen können. Sicher kommen ab und an dumme Sprüche, die dann aber von Leuten, die man eh nicht ernst nehmen kann.

Also bisher hatte ich also keine allzu negativen Erfahrungen und ich hoffe das bleibt auch so.
MTC001
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Beitrag von MTC001 »

WTF!? :shock: -nicht drauf antworten ich lese hier extrem selten mit :) -Dennoch erschreckend :shock:
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Gin
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Beitrag von Gin »

Intrepid hat geschrieben:@tom

qir haben in pädagogik gelernt, dass homosexualität in der ödipalen phase (4.-7. lebensjahr) auftreten kann, wenn etwas mit der vorbildfunktion der eltern oder der identifikation schiefläuft. also nix da von geburt an ^^


also so hab ich das gelernt. ich find, das ist auch eine frage WANN homosexualität entsteht beim menschen.
Ja, ich denke auch, dass die Umwelt eine größere Rolle spielt als die Anlage, da wir das Thema im Päda Lk aber nich besprochen haben, kann ich da nich groß auf Fakten/Wissen zurückgreifen, welches wahrscheinlich eh nich in der Form vorhanden ist(oder?) *gg*
Aber, dass die Anlage keine Rolle spielt ist wiederum auch unwahrscheinlich, dann könnte man Kinder ja quasi zum Schwulsein "erziehen" in dem man die pädagogischen Felder dementsprechend kontrolliert aber das artet nachher noch aus in einer schwammigen Analyse, deswegen lass ichs besser ganz :D
Toad: "Naja, Gin hat, wie schon bekannt ist, eine absolut bescheuerte Spielweise."
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Beitrag von SeniorDingDong »

Ja Tom, jetzt würde ich gerne wissen, ob Du dann quasi (nach der festen Erkenntnis) von heut auf morgen angefangen hast dich - sorry für meinen Ausdruck - extra tuntig zu benhemen ? Oder ganz normal so wie immer ?

Ich meine deine Avas und Sigs sind in letzter Zeit ja auch recht "offensiv" ;)
Zuletzt geändert von SeniorDingDong am Do 17. Nov 2005, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Tom
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Beitrag von Tom »

was sagt wiki dazu?
Welche Faktoren beim Einzelnen zu Homosexualität führen läßt sich nicht sicher sagen; es werden zwar immer wieder körperliche oder psychische Faktoren entdeckt, die sich aber bisher in keinem Fall empirisch belegen ließen.

Zum einen wird behauptet, dass die sexuelle Orientierung schon vor der Geburt angelegt ist. Dagegen wird gehalten, dass sich Homosexualität erst durch gewisse Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit oder auch besondere Abläufe in der Pubertätsphase oder auch später ausprägen würde. Außerdem werden Mischtheorien vertreten, die besagen, dass eine Kombination von beidem vorläge.
Also: Man weiß es nicht ;)
Ich glaube an die Veranlagung-Theorie.. ich hab auch letztens gehört, dass wenn die Frau in einer bestimmten Schwangerschaftswoche besonderem Stress ausgesetzt ist, sich irgendwelche Hormone beim Kind anders entwickeln und es homosexuell wird. Ob das allerdings genau so stimmt, dafür könnt ich meine Hand nicht ins Feuer legen ;)
Vielleicht auch nur eine Theorie.
Aber eine psychische oder pädagogische Ursache schließe ich auch nicht komplett aus..
Jedenfalls: Wenn mans erstmal ist, dann kann mans auch nicht durch "guten Willen" ändern. Von daher sollte das eh kaum eine Rolle spielen.

edit: @ SDD: Das "tuntig" würd ich erstmal streichen. Ich benehme mich wie immer. Der einzige Unterschied ist, dass ich nicht verheimliche, dass ich eben auf Männer stehe.
Manche hier haben halbnackte Frauen als Signatur - ich hatte zwei küssende Männer als Avatar. Das hat nix mit "schwul benehmen" zutun, das ist einfach Geschmackssache. Ich fand das Avatar halt sehr ansprechend.

und @ fadenschnute: Mit meinen Verwandten ist es ähnlich. Die sind sehr konserativ. Denen in Polen kann ich es glaub ich gar nicht sagen. Zumindest nicht meinem Opa. Und meiner Oma in Deutschland auch nicht. Aber sollt ich dann nächstes Jahr *richtig* mit meinem Freund zusammen sein, mach ich vor den anderen Verwandten kein Geheimnis mehr draus.
Zuletzt geändert von Tom am Do 17. Nov 2005, 23:18, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von SeniorDingDong »

Es gibt auch unter Säugetieren, Vögeln und Reptilien homosexualität. Von daher finde ich diese Umfeld Theorien nicht ganz plausibel.
Egal ob jetzt frei oder in Gefangen, bei genug Weibchen etc... bei Delphinen ist es sogar so, dass der überwiegende teil der Männchen schwul ist.

Es gibt auch ein paar gute Beispiele, zB erobert schwule Paare schonmal ein Nest und ziehen die Jungen gross. 2 Männchen verteidigen ja den Nachwuchs auch besser....

Nur kleine Beispiele, dass Thema selber (Homosexualität unter Tieren) finde ich ziemlich interessant.

//edit : @ Tom : Ich habe ja meine Frage erweitert :)
Ist ja ok, hat mich nur interessiert was manche dazu bringt sich extra so zu benehmen... naja unter uns finde ich diese halbnackte Frauen Sigs auch irgendwie "notgeil", aber da kann man mir auch leicht vorwerfen Prüde zu sein ;)

Ich wunder mich nur, auf der einen Seite ist es für Dich normal schwul zu sein,aber kaum traust Du dich kommt halt diese "seht her wie gay ich doch bin !!!" offensive. ;)
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Tom
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Beitrag von Tom »

SeniorDingDong hat geschrieben: Ich wunder mich nur, auf der einen Seite ist es für Dich normal schwul zu sein,aber kaum traust Du dich kommt halt diese "seht her wie gay ich doch bin !!!" offensive. ;)
:lol: Weil ich so einen Ava hatte? .. Na ja, natürlich bin ich momentan etwas "euphorisch" was das angeht.. Aber andererseits wollt ich auch, dass es einfach mal klar ist und es keine doofen gerüchte oder dergleichen gibt. Ich wollt halt kein Geheimnis draus machen, da war das mit dem Ava u.a. eine gute Möglichkeit es schnell allen begreiflich zu machen, ohne große Erklärungen. Und wenn ich jetzt etwas "offener" bin was das angeht, liegt das nicht daran, dass ich mich verändert hab, sondern dass ich nach meinem Outing einfach endlich mal ich selbst sein kann ;)
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Beitrag von Odolwa »

So, dann will ich mich hier doch auch mal verewigen. Wirklich sehr schöner Thread, Tom! Ich hoffe auch wirklich, dass der Thread lange in harmonischer Weise geführt werden kann ;)

Naja, bei mir wars so, dass es mir eigentlich schon seeeehr früh klar war, bestimmt mit 14 oder vielleicht sogar 13 ^^ Irgendwie komisch. Naja, jedenfalls kann ich mich gar nicht erinnern mich je für Mädchen interessiert zu haben... hm, schon seltsam wenn man sich da jetzt so drüber Gedanken macht ^^

Geoutet hab ich mich dann aber erst mit 16, erst bei meinen Eltern, die das suuuuper aufgenommen haben (ich hab das Gefühl meine Mutter hat sich eher drüber gefreut ^^) und dann unfreiwillig bei 3 Freunden, was eine sehr sehr peinliche Situation war, aber da geh ich mal nicht näher ins Detail. Naja, und dann eben so nach und nach bei anderen Freunden, meiner Oma, meinem Cousin usw, eigentlich nichts spektakuläres, bisher hats auch wirklich jeder gut aufgenommen und schlechte erfahreungen musste ich bisher nicht machen.

Im Moment wär ich aber noch nicht so weit mit meinem Freund Hand in Hand durch die Stadt zu gehen oder sowas. Das muss irgendwie nicht sein... aber der Schritt kommt sicher auch noch.

Naja, viel mehr gibts eigentlich nicht zu erzählen, relativ ereignislos alles, aber ich komm mittlerweile ganz gut klar damit und das ist die Hauptsache :)
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SeniorDingDong
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Beitrag von SeniorDingDong »

OK - so rumm kann ich das schon nachvollziehen :asd:

Nur Am Rande : ich meinte jetzt nicht nur den Ava, auch die Sigs und sogar dein Regenbogen im Moment lassen da was durchblicken, aber das ist ja geklärt.
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himitsu
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Beitrag von himitsu »

Bin hetero, und hab zwar nichts gegen Homos, aber was mich nervt, sind solche wie Thomas Hermanns, die sich mehr um ihre Fingernägel und Lippenstiftfarbe sorgen, als sonst was, das kann ich einfach nicht nachvollziehen.
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Beitrag von Böass »

Also so weit ich weiß, ist es absolut unmöglich ein Kind "schwul zu erziehen"!
Unsere sexuelle Grundausrichtung ist praktisch ausschließlich von der hormonellen Entwicklung vorherbestimmt: Ein bestimmter Hormonlevel wird benötigt um den Embryo männlich zu "machen", ist dieser Level vorhanden wird der Embryo männlich. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieser sich auch männlich fühlen und verhalten muss, da unter Umständen nach diesem Ausbilden der körperlichen Männlichkeit nicht mehr genug Hormon vorhanden ist um das auszubilden.
Hier kann man auch noch zwischen einer Verhaltensebene und einer sexuellen Ebene unterscheiden, die völlig losgelöst voneinander sind. Das heißt: ein sich weiblich verhaltender Junge/Mann ist nicht unbedingt homosexuell, ein homosexueller Junge/Mann nicht automatisch verbweiblicht!
Und was ich auch noch anmerken möchte: die Größe der Genitalien wird durch das alles in keinester Form beeinflusst; ein sich weiblich verhaltender oder homosexueller Junge/Mann hat also nicht zwangsläufig einen kurzen Penis...
(Ps: Ich bin hetero; nur um es mal gesagt zu haben)
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Beitrag von Player »

Also was mich bei Schwulen unheimlich nervt, ist dieses stark ausgeprägte Mitteilungsbedürfnis. Mich interessiert einfach nicht, wen ihr poppt - ganz ehrlich. Dieses an die große Glocke hängen hat man auch bei Cobra mitverfolgen können. Den Stress hat er deswegen auch gehabt. Cobra natürlich in allen Ehren - einer der intelligenstesten User on Board. :) Und jetzt EINMAL zum mitschreiben: Der alte Player ist vollends dem weiblichen Geschlecht verfallen. Und daran gab es nie den Hauch von Zweifel. :wink:
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Dolphin5
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Beitrag von Dolphin5 »

Erst 2 Schwule laut Umfrage, anscheinend haben sich die meisten das hier noch nicht durchgelesen... ;) Mir fallen spontan noch einige mehr hier ein. :roll: Ich habe mal eine Statistik gelesen, wo raus kam, dass nur 50% der dt. Männer rein heterosexuell sein sollen, 37% bi und 13% schwul. Die meisten der "anderen" 50% sollen sich es aber nicht eingestehen, leben meist ein depressives Leben, und sind oft sogar mit Frauen verheiratet... Bei Bi-Männern ja nichts Unnormales, aber auch da bekennen sich nur wenige zu ihrer auch homosexuellen Seite. Ich selber konnte mit dem Begriff "schwul" früher gar nicht viel anfangen, und habe sie eigentlich oft nur als "Nerver" wahrgenommen... "Hallo, ich bin schwul, und ich bin stolz drauf!" SO etwas nervt! :roll: Was interessiert mich das... Oder die ganzen Tucken, die sich da im TV ständig präsentieren müssen... Richtig schlimm. Ich selber schließe mich eher der Meinung Freuds über die Schwulen an, weil ich es ähnlich sehe... Wer die wissen will, kann's ja nachlesen. :wink: Auch bleibt es mir wahrscheinlich immer im Verborgenen, wieso man so gegen seine Biologie (der Selbsterhaltung) handeln kann/will/muss, und das andere Geschlecht ignoriert... Wofür sind die Frauen denn da? :roll: Auch kann ich mir es nicht gerade als gesund vorstellen, wenn man menschliche Aus(!)gänge als Objekte der Befriedigung benutzt, da die nicht dafür gebaut worden sind... Wieder ein Punkt, wieso ich die Homosexualität als nicht gerade "Gott gewollt" betrachte, um ein anderes Wort zu vermeiden... :wink: Was mich eben da auch aufregt, ist, dass die Schwulen keine *ehrliche* Meinung übers Schwulsein aushalten, und man sich oft beschimpfen lassen muss... Was ich aber gut finde an den Schwulen, ist, dass sie manchmal sehr intelligent sind, und auch künstlerisch teilweise glänzen. Siehe George Michael, Elton John, Boy George, u.a. :) Naja, ich halte es lieber mit Frauen, und ich will einfach keine Überbetonung des Schwulseins in der Gesellschaft, ich schmiere es ja auch nicht jedem ins Gesicht, dass ich NUR Frauen mag... :lol: :wink: Ziemlich schlecht fürs Image der Schwulen sind auch solche Personen wie Wowereit, denke ich.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Vorab @TOM: Gratuliere Dir zur Selbstfindung und wünsche Dir viel Glück !

@topic:

Ich glaube, dass die Zeit nicht wirklich reif ist hier in Deutschland, um sich offen zu einer Veranlagung zu bekennen. Ich habe einige schwule Freunde und auch - wie manche sagen - "normale" Freunde. Durch diese Gespräche und deren Erfahrungen gerade im Umgang mit den jeweils anders veranlagten Menschen, hat sich diese Meinung gebildet.

Man kann auch den Heteros hier Dank sagen, wenn sie ihre Empfindungen bei diesem Thema mal offen und sachlich aussprechen. Denn diese decken sich mit meinen Gesprächen und Erfahrungen. Auch hab ich darüber mit älteren Generationen gesprochen - meinen Eltern - um deren Meinung zu erfahren. Diese ist natürlich nicht representativ und Umstände wie Glauben und Ort des Aufwachsens, Traditionen etc. spielen häufig genug eine Rolle bei den Meinungen vieler.

Einige Punkte stören Heteros an Schwulen, daher kommt auch die Ablehnung oder auch ein offen gezeigtes Desinteresse. Einerseits ist es so wie Dolphin meint: die innere Ablehung für das "tuckig sein". Solch ein Verhalten turnt ab, wenn es im privaten Umfeld passiert. ABER so ein Verhalten bringt auch viele zum Lachen, wenn es auf der Leinwand passiert: Bsp: "Schuh des Mannitu" oder "Traumschiff Surprise" und andere Filme/TV-Serien. Warum das so ist ? Nun, wenn etwas überzogen dargestellt wird, dann kann es Humor sein. Während sich mancher Schwuler in solcher Parodie wieder erkennt oder das Verhalten von Freunden erkennt und deswegen lachen muß, ist das tuckig sein auf der Bühne oder der Leinwand irgendwie "extrem" und deswegen ein Lacher wert.

Doch ist diese Ansicht nur einseitig ? Eine Ansicht von Heteros bei Schwulen ? Mit nichten ! Schwule werden wohl kaum die Begeisterung von jolenden Fußballfans als toll ansehen oder Formel 1-Boxenberichterstattung in sich aufsaugen. Genauso wenig würde die Mehrzahl der Schwulen einen heterosexuellen Macho mit Goldkette und tiefergelegten 3er BMW (Bsp.) als attraktiv oder gar sympathisch ansehen.

Dann folgt noch die teilweise offen gezeigte Sexualität oder Erotik. Wie man auch hier lesen konnte - und das meinen nicht nur junge Heteros sondern auch ältere, verheiratete Paare - ist ein küssen in der Öffentlichkeit, auch mit Zunge etc. - oder ein Gefummel abstoßend für die Heteros. Ich kenne durchaus einige Fälle, wo dies wirklich Übelkeit bei Heteros erzeugt hat. Wir hatten diese Diskussion hier auch schon einmal - jedoch nicht mit der entwaffnenden Offenheit wie jetzt von TOM - wobei die Luftballons oder die Lollies mir sogar besser gefallen als die Signatur :) - dennoch wird es vielen Heteros schlecht, wenn sie sehen, wenn zwei Schwule oder Lespen sich offen küssen und lieben. Wobei nicht einmal mehr passieren muß wie unter Heteros - oft genug ist das Verhalten sogar zurückhaltender als bei Heteros. Dennoch fangen da nicht wenige an innerlich zu würgen. Dies ist wohl u.a. auch ein Grund, warum manche Schwule es gerade deswegen machen ! Sie wollen eigentlich nur dieselben Rechte und Möglichkeiten und eben ihre Liebe oder Lust in gleicher Weise in der Öffentlichkeit ausleben, wie die Heteros. Doch leider schießen manche über dieses Ziel hinaus und übertreiben es. Dies gibt es auch bei Heteros, die offen im Park Sex haben. Doch bei Schwulen wird dies eher noch eine Show und DAS regt manche Heteros auf. Gut dagegen sind solche Dinge wie CSD Paraden - denn dort muß kein Hetero hin, wenn er damit Probleme hat. Der Wunsch, nicht mehr sich verstecken zu müssen, ist eben oft genug ein Grund bei Schwulen, sich auch mal etwas stärker in der Öffentlichkeit als Schwuler zu präsentieren.

Eine weitere Sache ist - und das liest man auch zwischen den Zeilen hier bei einigen: der Selbstschutz. Man bringt sofort die eigene Position und sagt z.B. "ich steh aber auf Mädchen.." oder "ich bin Hetero, aber...". Viele "Normale" haben auch Angst, weil sie sich persönlich angemacht fühlen. Angemacht von einer Seite, die sie nicht kennen oder kennen wollen. Der Umstand, dass man einen schwulen Freund bei sich zu Hause hat ist um ein vielfaches "gefährlicher" und "schlimmer" als wenn das ein Hetero wäre. Plötzlich wird man selber potentiell zum Gegenstand der Begierde oder sogar von sexuellen Wünschen. Das haut viele dann um. Während Heteros unter sich sich da gar keinen Kopf machen oder eher Witze, wenn man sich in den Arm nimmt oder sich zufällig am Hintern berührt oder so, so ist dieselbe Handlung von einem Schwulen automatisch "bedrohlich" oder man fühlt innerlich, dass man sich distanzieren möchte...oder sogar muß...weil eben das Umfeld alles beobachtet oder mit bekommt. Da ist viel Angst mit im Spiel bei den Heteros und oft genug auch entsprechende Aggression dann, die provoziert wird.

Dann folgt eben noch die seltene Akzeptanz dieser Veranlagung in der Öffentlichkeit. Ich rede nicht von Berlin, Hamburg oder München. Ich rede von den Vororten, den kleinen Städten, dem bayrischen Wald oder der norddeutschen Küste. Dort ist "schwul sein" auch heute noch ein Problem. Offiziell darf man nicht, soll man nicht dagegen sein. Aber innerlich haben dort sehr sehr viele Menschen Vorurteile und vorallem auch Schwierigkeiten, dies zu akzeptieren. Daraus folgen vorallem in anderen Ländern oft fast schon Progrome. Schwule werden immer wieder eingesperrt oder sogar getötet oder ihr Leben wird zerstört. So lange ist das noch gar nicht her, wo auch bei uns Schwule als krank galten ! Diese Erziehung von damals spiegelt sich oft genug noch in den Meinungen mancher Eltern wieder. Wie sollte es auch anders sein ? Es wird noch lange dauern, bis solche Meinungen verschwinden werden. Bis dahin werden viele offen und auch nicht offen geoutete Schwule auch hier in Deutschland diskriminiert werden. Sei es der alte Freundeskreis, sei es der Kollege im Büro oder eben die Familie.

Ebenso denke ich, dass diese Dinge unterstützt werden durch Äußerungen wie "scheiß schwules Wetter" oder "so ne kack schwule Scheiße !". Das Wort "schwul" gilt immer noch - und leider immer stärker auch bei den jüngeren Menschen - als Beleidigung, als Vorwurf und auch als ein Synonym für "schlecht sein". Wer möchte denn gerne schlecht sein bitte ? Also sondert man sich davon ab und damit von den Schwulen an sich. Man tut dann alles, damit man eben nicht mit dieser "Gruppe" in Verbindung gebracht wird.

Abschließend dann noch die HIV Sache sowie die Probleme von Pädophilie. Viel zu leicht werden die Schwulen als Überbringer der Todeskrankheit AIDS an den Pranger gestellt. Die katholische Kirche weist alle Schwulen ab, die Priester werden wollen. Die Umfragen und Statistiken zeigen vermehrt, dass eben AIDS mehrbei den sog. "Risikogruppen" auftritt => den Schwulen u.a. . So ist auch eine Angst begründet, dass der Umgang oder die Akzeptanz von und mit Schwulen irgendwie auch heißt, dass man AIDS akzeptiert und damit die mögliche eigene Ansteckung und den eigenen Tod. Der Umstand, dass mehr Heteros kleine Mädchen oder erwachsene Frauen vergewalltigen ist seltsamerweise in der Öffentlichkeit weniger schlimm oder aufrührend, als wenn ein kleiner Junge oder Mann von einem Schwulen vergewalltigt wird.

Verbunden durch die Meinung, dass Schwule eben "abartig" sind und Krankheitsüberträger, ja sogar nur mit ihrem Schwanz denken statt mit dem Hirn, sorgt dann dafür, dass solche Verbrechen sich eher in den Köpfen halten und die oft eigene Meinung über Schwule auch noch manifestieren. Solche schlimmen Dinge werden dann sehr leicht als Argument gegen Schwule gerichtet. Bedenkt man aber, dass über 90 % der sexuellen Gewaltverbrechen von Heteros begangen werden, ist hier eine wirkliche Logik nicht nachvollziehbar.
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Spike
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Beitrag von Spike »

Huhu :)

Ich möchte hier auch einige Erfahrungen in meiner Familie und von meinen Freunden zum besten geben.
Tom hat geschrieben:Mit 16 hat ich dann ja auch meine erste und einzige Freundin.
Eine Freundin von mir hat genau das gleiche erzählt. Ihr erster Freund hat sich irgendwann als Schwul geoutet. Ist natürlich ok, aber als Frau macht man sich (grad wenn es der erste Freund ist) oft Vorwürfe man hätte ihn dahin getrieben :D
Naja sie nimmt es locker, auch wenn sie heute noch damit aufgezogen wird im Freundeskreis.
Und leider haben sie nicht wirklich so verständnisvoll reagiert wie ichs (zumindest von meiner Mutter) erwartet hätte... aber das ist eine andere Geschichte.
Da musst du umgekehrt genauso verständnisvoll reagieren, aber ich denke das bekommst du schon hin. Deine Mutter ist eben wie du sagtest katholisch und hat sich bestimmt seit deiner Geburts Hoffnungen auf Enkelkinder gemacht (also leibliche, keine adoptierten), und das muss erstmal verdaut werden. Aber keine Sorge, irgendwann wird sie die Hoffnung begraben das du wieder "normal" wirst und dich sogar unterstützen, du bist immer noch ihr Sohn ;)
Ich hab aber auch schon von Fällen gehört wo die Söhne verstoßen wurden (meist vom Vater), das ist dann ganz schön krass.
@ SDD: Das "tuntig" würd ich erstmal streichen. Ich benehme mich wie immer. Der einzige Unterschied ist, dass ich nicht verheimliche, dass ich eben auf Männer stehe.
Das interessiert mich aber auch mal. Mein Cousin war Zeit seines Lebens hetero (bzw wir dachten das :D ) und benahm sich auch so. Nachdem er sich geoutet hat, wurde er plötzlich "tuntig", also er befindet sich seitdem voll im Klischee wie man es aus dem Fernsehen kennt. Also richtig "tuckig" :)
Warum macht man das? Weil man sich dann femininer fühlt? Weil man dann quasi "explosiv" seine neue Seite auslebt und Nachholbedarf hat? Evtl kannst du das einem hetero, der nicht so den Einblick hat näher bringen. Es würde nix bringen glaube ich wenn ich ihn das fragen würde, er weiß es sicher selber nicht :D

Ich weiß das hier im Board auch viele "Kids" unterwegs sind die mit dem Wort "schwul" schlechte Sachen beschreiben, wie Sandor schon erwähnte. "Das Spiel ist voll schwul" etc. Da könnte ich mich immer ein wenig aufregen, aber ich lasse es denn ich weiß, ich war damals genauso und irgendwann wird man älter und weiser. Meist ist das eine Sache der Erfahrungswerte.
Sandor hat geschrieben:Ich glaube, dass die Zeit nicht wirklich reif ist hier in Deutschland, um sich offen zu einer Veranlagung zu bekennen.
Ich weiß nicht, das sehe ich mittlerweile anders. Wovereit ist genau damit so erfolgreich geworden, weil er sich zur richtigen Zeit geoutet hat. Selbst Westerwelle hat es mittlerweile getan und es hat ihm nicht geschadet.
In meinem Bekanntenkreis gibt es da auch keine Probleme ... meist ist es einfach eine Sache des Umfelds in dem man lebt, natürlich gibt es noch eine Menge Leute die abfallend darüber reden und das nicht aktzeptieren. Aber das ist eben in den Köpfen der Leute verwurzelt, das schwul einfach falsch ist. Mit der Zeit wird sich das aber immer mehr legen, vor allem wenn Prominente und Politiker sich dazu bekennen. Selbst in Hollywood Filmen geht man damit schon sehr offen um, was ich erstaunlich finde in der prüden USA.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Also der Prominentenbonus bringt relativ wenig, weil er auch teilweise mit negativen Prominenten belegt ist oder wirklichen extremen Beispielen. Der Berliner Oberbürgermeister hat sich erst geoutet, als er am Gipfel seiner Karriere war. Wowereit hat eine Position, die ihn eher unantastbar macht. Keiner würde ihn in der Öffentlichkeit anfahren deswegen oder diskriminieren. Aber in ner Kleinstadt schaut das anders aus. Außerhalb der Zentren - oder Hochburgen wie Köln, Düsseldorf, München, Berlin - ist Toleranz oder Akzeptanz sehr oft seltener anzutreffen. Gerade relativ neu ist mir ein Beispiel aus einem Vorort von HH bekannt. Dort sind die Ablehnungen sehr hoch und das in einer Berufsschule, wo eigentlich junge und aufgeklärte Menschen sein sollten.

Die Tuckerei ist m.E. tatsächlich auch vom Umfeld abhängig, das färbt natürlich auch ab und von diesem explosiven Ausleben der an sich entdeckten Veranlagung - würd ich mal sagen. Mal sehen, was Tom dazu meint.

P.S. gerade vor kurzem auch hier im Forum beim Thema "Jugendschutz + MS/360". Auch dort wurde wieder mal "schwule Scheiße" zitiert. Mags am Alter liegen, an der eigenen Reife oder am falschen Umfeld. Dennoch sollte man da sofort eingreifen, denn wehret den Anfängen. Vor nur wenigen Jahren gabs in Stuttgart auch geplante Überfälle auf Schwulenlokale "Schwule klatschen" war da leider jedes Wochenende bei manchen angesagt. Die Toleranz ist oft nur dem Schein nach da - besonders in den Augen von Heteros, die sich ansonsten mit dem Thema eher weniger befassen oder befassen wollen.
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Beitrag von Spike »

Jo auf dem Land ist das sicherlich sehr viel schlimmer, ich bin ja im Rheinland aufgewachsen und nie aus der Achse Berg. Gladbach/Köln/Bonn rausgekommen vom Wohnort her von daher habe ich da eher positive Erfahrungen gemacht.
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Beitrag von MFauli »

Na, "Schwul sein" (ist "schwul" jetzt eigentlich ein Schimpfwort der Heteros? Meint jedenfalls Homer Simpson ^^) wird an und für sich imo schon sehr gut akzeptiert, NUR nicht, wenn es der eigene Sohn/die eigene Tochter ist.
Ist ja immer so, solange etwas weit weg ist, wird offen/objektiv darüber gesprochen, kommt "es" direkt an einen heran, entsteht plötzlich Ignoranz.
Wobei ich den Schock schon verstehen kann, denn irgendwo wünscht man sich doch immer, dass das eigene Kind die Familie einmal fortsetzt...und das stirbt dann beim Outing von einer auf die nächste Sekunde ab.

Wie auch immer, zum "Schwul sein" an sich sag´ ich nix, sonst wird´s unharmonisch ;-)
Ich hab´ keine Probleme mit Homosexuellen, einzig das von Player genannte oftmals vorherrschende Verhalten nervt mich.
Und auch das Mitteilungsbedürfnis ;-)
"Schwul sein" hat doch nichts mit tuckig sein zu tun....das wäre doch eher transsexuelles Verhalten.

Noch was zum Küssen in der Öffentlichkeit:
Vielleicht isses auch deshalb für viele abstoßend, weils einerseits 2 Gleichgeschlechtige sind, andererseits, weils überhaupt passiert...ich jedenfalls sehe so gut wie nie Paare, die sich öffentlich über ein kurzes Bussi hinaus küssen.

Nun denn, viel Gück, Tom...und Odolwa, du auch?
Da frag ich mich grad: Sind alle "Schwulen" Buffy-Fans? Kommt mir irgendwie so vor, Tom ist doch auch einer, oder? ^^
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Beitrag von Spike »

MFauli hat geschrieben: Da frag ich mich grad: Sind alle "Schwulen" Buffy-Fans? Kommt mir irgendwie so vor, Tom ist doch auch einer, oder? ^^
Na ich hoffe doch nicht. Meine Freundin ist Buffy Fan und hat alle Staffeln auf DVD, und ich bin grad dabei einer zu werden weil ich mir die alle mit ihr zusammen angucke :D
Bin bei Staffel 4 und hab mir das GameCube Game für 20€ geleistet, was garnicht so schlecht sein soll :D
Aber Willow (ein Charakter aus Buffy) wird im Laufe der Serie lesbisch, evtl ist die Serie deswegen ein kleiner Geheimtipp in der Szene, k.a. da muss Tom was zu sagen.

Zum Küssen in der Öffentlichkeit:
Das machen Paare genauso, ich mache das doch auch mit meiner Freundin. Bei homosexuellen kommt das evtl häufiger vor, weil die meisten seit dem Outing viel Selbstbewusster sind, so kommt es mir jedenfalls vor. Tom sagt ja auch er lebt es jetzt richtig aus und posaunt es in die Welt seit er einen Freund hat.

Das es Abstoßend wirkt ... nunja sexuell anziehend ist das eben nicht, das kann ich schon nachvollziehen. Wobei man sich als heterosexueller Mann ja nicht daran stört, wenn es 2 Frauen machen, nur so als Beispiel :)
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anis
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Beitrag von anis »

Dolphin5 hat geschrieben: Auch bleibt es mir wahrscheinlich immer im Verborgenen, wieso man so gegen seine Biologie (der Selbsterhaltung) handeln kann/will/muss, und das andere Geschlecht ignoriert... Wofür sind die Frauen denn da? :roll:
Soll ich das jetzt so verstehen, dass deiner Meinung nach Frauen nur als Turngeräte da sind? Und Sex nur der Fortpflanzung dient?
Dolphin5 hat geschrieben:Auch kann ich mir es nicht gerade als gesund vorstellen, wenn man menschliche Aus(!)gänge als Objekte der Befriedigung benutzt, da die nicht dafür gebaut worden sind... Wieder ein Punkt, wieso ich die Homosexualität als nicht gerade "Gott gewollt" betrachte, um ein anderes Wort zu vermeiden... :wink:
Also, da musste ich doch ein bißchen kichern. Ich denke mal, selbst du solltest schon mal davon gehört haben, dass Männer solche Sachen (igitt :rofl: ) auch mit Frauen gerne machen. Ganze Berufszweige leben davon ...

ansonsten wollte ich noch mal sagen, dass mir dieser ganze Themenbereich 'wie kommt es, dass Menschen homosexuell sind?' immer sehr verdächtig vorkommt. Ich habe ganz oft das Gefühl, da geht die Fragestellung in die Richtung: wie können wir diese Krankheit heilen bzw. ihr vorbeugen? Und das ist schon ziemlich diskriminierend.

Und dann wollt ich noch mal was zu der Reaktion der Eltern sagen. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Sohn mir eines Tages eröffnet, er sei schwul, wäre ich wahrscheinlich auch erstmal geschockt (falls ich es nicht schon vorher vermutet habe). Aber mich würde der Gedanke an fehlende Enkelkinder eher kalt lassen. Vielmehr würde ich mir Sorgen machen, dass er einen (vermeintlich) schwereren Lebensweg vor sich hat. Denn dass ein schwules Leben viel komplizierter ist als ein normales Heteroleben dürfte eigentlich jedem klar sein.
Aber eins kann ich mir nicht vorstellen, nämlich dass ich mein Kind, das ich über Jahre begleitet habe und das ich über alles liebe, auf einmal verstoße, nur weil es sich als schwul outet. So katholisch kann doch (zumindest hier in .de) keiner mehr sein.
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Beitrag von Joschi »

Bin zwar kein Freund von solchen Outinggeschichten, da ich denke, daß es in einem Forum über Videospiele eigentlich so gar keine Rolle spielt, ob man hetero- oder homosexuell ist,aber ich will mal ein bißchen Unterstützung leisten :wink: .

Ich hatte mein Coming out mit 19, und das ist jetzt fast 20 Jahre her. Seitdem lebe ich relativ offen lesbisch. Das heißt, ich hänge mir nicht gerade ein Schild um den Hals, aber ich verstecke es auch nicht. Ich geh mit meiner Freundin Hand in Hand auf der Strasse und küsse sie auch, wenn mir danach ist. Alerdings finde ich große Knutschereien weder bei Heteros noch bei Homos in der Öffentlichkeit besonders angebracht. Bei der Arbeit wissen es einige Kollegen und einige nicht. Was soll ich sagen, ich lebe ein ganz normales Leben, wie jeder andere auch.
Ach ja, wir sind insgesamt 5 Geschwister, davon 3 heterosexuell und 2 homosexuell. Was sagt uns das?

Und noch ein kleines Statement @Dolphin
Dolphin5 hat geschrieben:Auch bleibt es mir wahrscheinlich immer im Verborgenen, wieso man so gegen seine Biologie (der Selbsterhaltung) handeln kann/will/muss, und das andere Geschlecht ignoriert... Wofür sind die Frauen denn da? :roll: .
Aha, Frauen sind also nur zum KInderkriegen da? Und was ist mit den ganzen Heteros, die keine Kinder haben? Die handeln ja dann auch gegen ihre "Natur"
Dolphin5 hat geschrieben:Auch kann ich mir es nicht gerade als gesund vorstellen, wenn man menschliche Aus(!)gänge als Objekte der Befriedigung benutzt, da die nicht dafür gebaut worden sind... .
Hallo?! Geh mal bitte in eine Videothek in die Poronoabteilung und schau Dir die Heteropornos an. Da wirst Du so manches sehen, was nach deiner Aussage nicht "Gott gewollt" ist, das von Dir genannte inklusive.
Dolphin5 hat geschrieben:Ziemlich schlecht fürs Image der Schwulen sind auch solche Personen wie Wowereit, denke ich.
Warum??? Wowereit hat sich selbst geoutet, weil es sonst die Gegenpartei diese Tatsache gegen ihn verwendet hätte, und eine Schmierenkomödie daraus gemacht hätte. Hat sozusagen den anderen den Wind aus den Segeln genommen.
Zuletzt geändert von Joschi am Fr 18. Nov 2005, 12:59, insgesamt 2-mal geändert.
Ja, ich weiß, dass man Joschi Yoshi schreibt :-)
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Beitrag von Joschi »

anis hat geschrieben:
Und dann wollt ich noch mal was zu der Reaktion der Eltern sagen. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Sohn mir eines Tages eröffnet, er sei schwul, wäre ich wahrscheinlich auch erstmal geschockt (falls ich es nicht schon vorher vermutet habe). Aber mich würde der Gedanke an fehlende Enkelkinder eher kalt lassen. Vielmehr würde ich mir Sorgen machen, dass er einen (vermeintlich) schwereren Lebensweg vor sich hat. Denn dass ein schwules Leben viel komplizierter ist als ein normales Heteroleben dürfte eigentlich jedem klar sein.
Aber eins kann ich mir nicht vorstellen, nämlich dass ich mein Kind, das ich über Jahre begleitet habe und das ich über alles liebe, auf einmal verstoße, nur weil es sich als schwul outet. So katholisch kann doch (zumindest hier in .de) keiner mehr sein.
Das war damals auch die Reaktion meines Vaters. Er hatte Angst, daß ich es schwer dadurch im Leben haben würde. Aber ich habe ein ganz normales Leben, das durch mein lesbisch sein sicher nicht schwerer geworden ist.
Ja, ich weiß, dass man Joschi Yoshi schreibt :-)
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Beitrag von anis »

Joschi hat geschrieben: Das war damals auch die Reaktion meines Vaters. Er hatte Angst, daß ich es schwer dadurch im Leben haben würde. Aber ich habe ein ganz normales Leben, das durch mein lesbisch sein sicher nicht schwerer geworden ist.
Schön zu hören. Andererseits machen sich Eltern halt seit dem Tag der Geburt ihrer Kinder über alles Sorgen, läßt sich einfach nicht abschalten :wink: .

Vielleicht gibt es da auch einen Unterschied zwischen Lesben und Schwulen. Lesben haben es als Frauen ja von klein auf gelernt, dass sie nicht genauso akzeptiert werden oder gleiche Chancen haben wie Jungen/Männer (nehmt es einfach mal so hin und fangt jetzt hier nicht noch eine Diskussion über die Gleichberechtigung an). Für Jungen/Männer, die sich als schwul outen, sehe ich einen Verlust an Akzeptanz und Chancen. Aber vielleicht irre ich mich ja auch.
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Beitrag von Gin »

Also in meinem jetzigen Freundeskreis sind, soweit ich weiß( ;)), keine Schwulen, hatte auch nie einen in der Klasse oder in meiner jetzigen Stufe.
In der Stadt fällt das natürlich schon mal auf wenn da zwei Kerle händchenhaltend im Kaufhaus langschlendern, ist zwar ungewohnt, finds aber immer ganz witzig, wenn bei H&M zwei Jungs Hand in Hand auf eine Umkleidekabine warten o.ä. :D

Störend find ich ehrlich gesagt aber das was Player angesprochen hat:

"Also was mich bei Schwulen unheimlich nervt, ist dieses stark ausgeprägte Mitteilungsbedürfnis"

Also von mir aus muss ich mir keine "anstößigen" Kommentare anhören die sich evtl. auch noch auf mich beziehen. Ich geb offen zu, dass mich das als hetero stört auch wenns vielleicht nur lustig gemeint ist und dann sollte der Gegenüber das IMO auch akzeptieren, was ja nich heißt, dass er nich offen sein kann oder irgendwas leugnen muss ;)
Zuletzt geändert von Gin am Fr 18. Nov 2005, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
Toad: "Naja, Gin hat, wie schon bekannt ist, eine absolut bescheuerte Spielweise."
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