Eternal Sonata
Kapitel 5 - Nocturne
Ich befand mich ja mit einigen meiner Team-Mitgliedern in Ritardando - einer der ersten Städte, die man damals aufgesucht hatte. Dort erwartete mich eine kleine Episode, in der die Dorfbewohner über seltsame Geräusche aus dem Bunker unter der Kirche geklagt hatten und man damit die Aufgabe bekam, dort nachzuschauen und sich gegebenenfalls der Monster zu entledigen. In der Kirche stieß ich dann auch auf weitere Party-Mitglieder, darunter Viola - eine meiner stärksten Kämpferinnen - dafür verließ mich allerdings Allegretto, der die Protagonistin Polka im Nachbarort besuchen wollte.
Doch zunächst mal zum Bunker-Dungeon - der war relativ labyrinth-artig aufgebaut und die vielen unterirdischen Gänge sahen teilweise wirklich unheimlich hübsch aus. Außerdem waren dort die Gegner stark und nach ein paar Minuten des Trainings konnte ich insgesamt um 2 Level aufsteigen, sodass der Bossgegner des Dungeons ausnahmsweise kein allzu großes Problem darstellte.
Parallel dazu wurde dann auch Allegrettos Reise nach Tenuto - Polkas Heimartdorf - gezeigt, wobei das interessanteste dabei war, dass gezeigt wurde, wie er einen bestimmten Stein am Strand fand, den er aufgrund seiner seltsamen Form behalten wollte. In Tenuto selbst traf man zunächst einmal auf Polkas Mutter, die sich offenbar sehr dankbar darüber äußerte, dass man ihre Tochter auf diese Reise mitgenommen hatte, wo sie sich endlich trotz ihrer Krankheit lebendig fühlen musste. Gleichzeitig kam auch hier wieder das Thema der Astras auf - was in diesem Spiel das Wort der "Seelen" repräsentiert (wobei nicht jeder Charakter daran zu glauben scheint) - und Polkas Astra/Seele soll besonders rein und hell sein, was aber auch mit der Sorge verbunden ist, dass sie sich irgendwann für alle opfern würde, um ihnen zu helfen, weil sie einfach weniger an sich als an andere denkt.
- An dieser Stelle muss ich noch etwas anführen, dass ich bislang unerwähnt ließ. Beim ersten Starten des Titels begann das Spiel mit einer Sequenz, in der sich die Hauptcharakterin Polka von einer Klippe warf, offenbar um jemanden anderen zu helfen. Bloß kann ich mir gerade keine Situation vorstellen, in der ihr Tod, der ihr ja ohnehin durch ihre Magie-Krankheit unausweichlich ist, irgendwem nützen würde. Doch ich wollte diese Art des foreshadowings einfach nochmal erwähnen, weil es sich für die Geschichte vermutlich als äußerst wichtig erweisen wird. -
Jedenfalls kam zunächst einmal eine sehr schöne Sequenz mit Polka und Allegretto, die nicht nur durch schöne Bilder und die Musik recht atsmophärisch wirkte, sondern in der auch deren mittlerweile doch durchaus amoröse Beziehung weiter intensiviert wurde, auch wenn noch niemand sich dem anderen gegenüber vollkommen öffnen will. Doch hauptsächlich ging es um Polkas Krankheit und es wurde zur allersersten Sequenz des Spiels der Bogen insofern gespannt, als dass Polka irgendwann auf die Klippe stieg und (wenn auch nicht unbedingt ernsthaft) überlegte, sich in die Tiefe zu stürzen, um in einem neuen Leben ohne Leid wiedergeboren zu werden. Stattdessen warf sie symbolisch ihren Lieblingsstein herunter, worauf Allegretto ihr seinen schenkte. Und dann die Überraschung: es war genau der selbe?! Wie konnte Allegretto diesen Stein am Strand finden, wo sie ihn zu diesem Zeitpunkt doch noch gar nicht ins Meer geworfen hatte. Sie selbst erinnerte sich nur noch daran, dass sie den Stein vor langer Zeit von jemanden erhalten hatte, den sie liebte - ist damit Allegretto gemeint? Aber wie lässt sich das erklären? Zeitreisen?! Ich bin sehr gespannt!
Eine Erklärung wurde jetzt aber noch nicht geliefert, stattdessen wurde die schöne Sequenz in einer noch schönere Chopin-Musik übergeblendet. Ich wusste ja bereits, dass es sich dabei um eine Nokturne handeln würde und hatte vorher etwas herumgeraten. An dieser Stelle folgendes Zitat von mir:
Secretkey hat geschrieben:Ich vermute allerdings, dass es sich dabei um die wohl bekannteste in Es-Dur handeln wird - später wird sich herausstellen, ob ich damit richtig lag
Und was soll ich sagen - genau das Stück ist es dann auch geworden

Sehr schön.
Wie ging es dann weiter? Ich bin mit meiner gesamten Party, die mittlerweile aus 8 Charakteren besteht, zurück nach Baroque gesegelt, um die Entscheidung des Prinzen, ob er nun in den Krieg gegen Forte ziehen will, abzuwarten. Dieser hadert immer noch und ist durch die Enthüllung, dass seine Verlobte eine Spionin aus Forte darstellt, etwas in seiner Entscheidungskraft gemindert. Diese sollte vor Ort vor allem die Funktion erfüllen, dass sie dem Prinzen einen Angriff ausreden sollte, da Forte noch keine allzu große Streitmacht aufgebaut hatte. Wäre also für Baroque ein günstiger Moment um einen Präventivschlag zu setzen, aber ist das wirklich nötig? Dadurch würde man beide Länder vermutlich bloß in großes Leid versinken lassen. Wie gesagt, die Entscheidung ist noch nicht gefallen und bis dahin wandere ich noch in der Schneestadt Baroque City herum

Meine Hauptcharaktere sind nun auf Level 34 und die Spielzeit beträgt bislang 29 Stunden.