Wehrdienst - ja oder nein?

Hier könnt Ihr über alles mögliche abseits der Spielerei diskutieren.
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Trekkie2063
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Beitrag von Trekkie2063 »

Cubestar2003™ hat geschrieben:@Ovi:

1. nö
2. nö
3. Musst du bestimmt keinen alten Leuten den Arsch abputzen, wenn du nicht gerade so blöd bist und dir ne Zivistelle als Altenpfleger aussuchst. :wink:
Dito. Zivi geht nur ´nen Monat länger (oder wurde das schon angeglichen?), dafür leistet du insgesamt bestimmt weniger Stunden und kannst nach jedem nach Hause.
Das es mehr kostet glaub ich kaum, schließlich sind nicht ohne Grund so viele Einrichtungen von Zivis anhängig. Dazu hat das ganze noch einen sozialen Nutzen. An dem Tag wo wir mit dem Panzer auf Übung ware, hab ich übrigens ca. 15000€ verballert :o

@Gin: Wie gesagt, das mein MEIN Eindruck und das ist in aller Bescheidenheit sicherlich ein krasses Beispiel (nachdem was ich so hörte), aber ich würd´s dennoch nicht jedem empfehlen. :)
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Einstein
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SeniorDingDong
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Beitrag von SeniorDingDong »

@Magistrate100 :Geht das einfach so ? Man sucht sich das Land mit den coolsten Gesetzen aus und lebt einfach weiter in Deutschland ?
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Beitrag von Link_the_zocker »

Ich bin gegen den Wehrdienst. Werde ganz bestimmt Zivildienst machen, da ich der Meinung bin, dass ich damit jemand helfen kann und nicht anders rum. Außerdem hätte ich eh keinen Bock auf Bundeswehr.
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himitsu
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Beitrag von himitsu »

@gin würde dir nicht empfehlen, Wehrdienst zu leisten, denn dann hast du Kriegspflicht (hat nichts mit Feigheit zu tun, aber das halte ich für eine Sauerei, siehe auch 3es Reich)! Mit Zivi stattdessen kannst du Leuten direkt helfen. Ist meine Meinung.
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Vater Unser
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Beitrag von Vater Unser »

Trekkie2063 hat geschrieben:An dem Tag wo wir mit dem Panzer auf Übung ware, hab ich übrigens ca. 15000€ verballert :o
:o
auch nicht schlecht...
und denkt auch mal an die Uniformen, Munition und all sowas, das kostet auch Geld...und zwar um einiges mehr, als ein paar Schulbücher, die vom Staat gestellt werden ;)

@Overlord:
mir ist es scheißegal, ob du zum Bund gehst oder Zivi machst, aber bezeichne den Zivildienst bitte net als "bescheuert", nur weil dir die Arbeit net zusagt...
warum soll der Zivildienst denn teurer sein?
wie du an Trekkie's Beispiel erkennen kannst, verfeuert man beim Bund teilweise an einem Tag weit mehr, als das, was man einem Zivildienstleistendem für die kompletten 10 Monate (oder wie lange das inzwischen ist) an Gehalt gibt..und nen praktischen Nutzen hat diese Ausbildung bei der Bundeswehr auch net...die haben eh schon viel zu viele Leute, die sollen mal lieber mehr auf Berufssoldaten setzen, dann werden dabei auch noch ein paar Arbeitsplätze geschaffen...
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Das ist zu einfach gerechnet - hört sich toll an aber ist im Prinzip ne Milchmädchenrechnung. Eine Armee kostet natürlich viel, Übungen und dergleichen müssen sein, weil ansonsten diese Armee wirklich nur Schmuck darstellt und Beiwerk. Nicht wenige gehen zum BUND, weil sie derzeit keine Arbeit oder Ausbildung bekommen. Manche nutzen auch diese Organisation für gerade so etwas - ob Studium, Ausbildung oder dergleichen. Der BUND hat also mehr Aufgaben in der Gesellschaft als die reine Landesverteidigung. Dazu kommt noch, dass weitaus mehr Bundler eben in Kasernen versorgt werden müssen. Während Zivis daheim pennen, sind die Bundler eben in der Kaserne oder auf Übung im Gelände etc. - das verzerrt den puren Vergleich.

Auch beim nem Zivi müssen Gemeinkosten vom Krankenhaus o.ä. fiktiv hinzu gerechnet werden, da kann man nicht nur einfach die Stellenkosten sehen. Dazu kommt noch, dass es weitaus mehr Zivistellen gibt, die jetzt nicht unbedingt nötig sind oder die vielleicht nur eine 1/2 Arbeitskraft benötigen würden. Ich kenn mehr Beispiele für Zivis, die eigentlich nur rumlungerten als wirklich produktiv was zu tun im Sinne ihrer Zivistelle. Klaro gibts das auch teilweise beim BUND und es gibt natürlich auch sehr stark mental und körperlich belastende Zivi-Stellen, doch die gibts auch beim Bund. Während der rumsitzende Soldat jedoch in Bereitschaft ist und zumindest damit den Zweck der "Abschreckung" oder der "pontentielle Nutzung" erfüllt, sind so manche Zivisstellen schlicht und einfach auch nur ABMs und sonst nichts. Man kann sich auch überlegen, ob nicht einer oder mehrere Zivis nicht auch den Arbeitsplatz von Pflegern etc. besetzen. Zwar sind Zivis billiger doch vielleicht wäre gerade in heutiger Zeit es am Ende für den Staat günstiger, wenn statt ein paar durchgefütterten Zivis ein paar mehr normale Arbeitsplätze besetzt werden könnten oder richtig ausgebildet wird.

Lassen wir die moralischen Hintergründe außen vor - das ist immer strittig, insbesondere hier im Forum - so bilden beide Faktoren BUND und ZIVI eine nützliche Sache und derzeit ist es sogar so, dass der Staat eher auf ein paar tausend Soldaten verzichten kann als auf die Zivis, denn die sind günstiger und in vielen Bereichen sogar lebensnotwendig, damit die Hilfsstruktur und die allgemeinnützige Struktur nicht zusammen bricht. Ich kenne einige Rote Kreuz Stellen, wo ein Einsatz von Fachpersonal oder normalen Azubis dem Rote Kreuz zu teuer wäre und man dafür lieber Zivis nimmt. Abseits der Problematik, ob die das auch können, Stichwort "Pflege- u. Hilfsqualität".

Als persönliche Anmerkung jedoch mag man mir verzeihen, dass ich doch keiner geringen Anzahl von Leuten es im positiven Sinne ihrer Entwicklung wünschen würde, sie würden mal zumindest 9 Monate beim BUND sein. Nicht mal unbedingt um 15.000 Euro zu verballern (obwohl das ohne Frage auch Spaß macht) sondern dort werden auch Dinge gelehrt, die gerade in unserer Gesellschaft teilweise extrem stark vernachlässigt werden oder vergessen wurden: Rücksicht, Toleranz, Miteinander, Freundschaft/Kameradschaft, das Prinzip von "packen wir es an" und die Selbstdisziplin, die vielen total verloren gegangen ist, weil nicht gelehrt. Weder in der Familie noch in der Schule. Da hilft dann auch kein "Frauentausch" oder "Super Nany" mehr :)
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Gin
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Beitrag von Gin »

Ist neben Trekkie denn niemand anwesend der noch mal seine eigenen Erfahrungen schildern kann?(übrigens danke trekkie und die anderen die was erzählen konnten)
Die Geldsache ist ja schön und gut, auch dass mir gesagt wird ich solle selbst entscheiden aber dafür brauch ich erstmal ne Vorstellung davon was mich erwarten würde...Also bitte keine politische Diskussion daraus machen, so war es zumindest nich gedacht -_-"
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Was willste denn für Erfahrungen geschildert bekommen haben ?

Zuerst kommt es darauf an, welche Waffengattung du zugeteilt wirst - also Marine, Luftwaffe, Heer. Wer es etwas angenehmer mag, der geht zur Luftwaffe oder versucht dort hin zu kommen. Danach folgt Marine und dann Heer - von der Anstrengung her.

Panzergrenadier oder Artillerie oder Kampfschwimmer oder Gebirgsjäger sind im Heer und gelten auch heute noch als die härteste Ausbildung beim Bund. Hier gibt es sie noch, die strengen Ausbilder (ich sag mit Absicht nicht "Schleifer"). Dort wird man körperlich und auch mental (siehe Trekkie´s posting) hart ran genommen.

Dann kommts drauf an, ob du heimatnah stationiert werden möchtest. Dies kannst du angeben als Wunsch....und dem wird oft statt gegeben. So im Umfeld von rd. 100 km heißt heimatnah.

Da die gesamte Wehrpflicht nur noch 9 Monate dauert, ist die Grundausbildung nicht mehr so intensiv wie früher. Nach dem Grundwehrdienst (ist glaub ich immer noch 6 Wochen) kommt man in die sog. "Stammeinheit". Sehr sehr oft ist dies in derselben Kaserne, einfach ein anderes Gebäude und ein anderer Namen. Dort erfolgt je nach Ausrichtung (Instandsetzungs-Soldaten lernen halt KFZs zu warten etc.) eine Ausbildung am Gerät. Dies wird natürlich ab und an - wegen Geldmangel immer seltener - mit sog. "Übungen" unterbrochen, wobei man heute oft nicht länger als eine Woche weg aus der Kaseren in einem BW-Übungsgebiet fährt und dort eben die div. Übungen absolviert. Dann gibts natürlich auch noch die obligatorischen Schießübungen mit allerlei Handfeuerwaffen, mit Glück auch mal mit Handgranaten oder Panzerabwehr (sehr interessant !).

Mein Eindruck: je nach Standort und je nach Ausbilder fällt es einem am Anfang mehr oder weniger leicht, mit mehreren in einem Raum zu wohnen, schlafen, putzen etc. . Nicht immer sind alle Kameraden einem sympathisch und man muß lernen, auch mit denen auszukommen. Trotzdem gibt es selbst unter Stress und körperlicher Anstrengung genügend Zeit, Freundschaft zu finden, pflegen und auch mal am Abend tolle Stunden zu verbringen. Für viele war es schwer, sich von teilweise Gleichaltrigen oder gar Jüngeren einen Befehl geben zu lassen - nur weil er halt ein Vorgesetzter war. Ein Teil dessen, was ich unter "Disziplin" verbuchen würde. Anders als bei Zivis ist der Bundler mit seinen "Leidensgenossen" eher eine - überspitzt ausgedrückt - verschworene Gemeinschaft. Man lernt und muß auch lernen, sich aufeinander zu verlassen. Bsp.: ist die Stube (Wohnraum) nicht sauber oder das Revier (zusätzlich zu putzender Bereich wie z.B. Toiletten) nicht sauber geputzt worden, so geht die gesamte Stube nicht ins Wochenende und alle haben das Nachsehen. Soll heißen: die Gruppe ist nur so gut wie der Einzelne darin.

Falsch ist es, wenn man denkt, man würde beim Bund das Saufen anfangen oder das Rauchen oder sowas. Ich hab dort weniger getrunken (dafür manchmal sehr heftig bei Feiern..lol) und hab dort auch das Rauchen aufgehört (im Studium wieder angefangen). Viel Sport und Möglichkeiten dazu zeichen den Bund mit aus. Das Essen ist ok, mit etwas Glück findet man dort in der Zeit auch Freunde fürs Leben.

Ich kann Trekkie nur recht geben - es ist teilweise sehr hart und doch selbst in dieser Härte (Kälte, Unbequemlichkeit, Stress wg. Vorgesetzten, doofe Kameraden, Müdigkeit und Erschöpfung) lernt man viel über sich selbst und über das Miteinander mit anderen.
Während man in der "freien Gesellschaft" sich Dingen einfach nicht stellen muß oder sich darum drücken kann, weglaufen oder einfach gehen - so ist beim BUND eben der Zwang da, mit bestehenden Fakten das beste daraus zu machen. Dies hilft einem während des restlichen Lebens enorm, selbst wenn es hier für manchen altklug klingen mag.
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Spike
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Beitrag von Spike »

Also Altenpflege bedeutet nicht, das man Omas den Hintern abwischen muss. Meist ist das nur Frühstück machen, Mittagessen bringen (Essen auf Rädern), Einkaufen, Spazieren gehen, Pflegerinen zur Hand gehen.

Ich habe Zivildienst gemacht und möchte diese Erfahrung nicht missen, das hat mich persönlich sehr weit gebracht, man sieht die ältere Generation dadurch in einem anderen Blickwinkel.

Ich bin immer noch für die Abschaffung der Wehrpflicht und die Schaffung einer Berufsarmee. Das ist auf Dauer günstiger und effektiver. Im modernen Krieg muss nicht mehr jeder Bürger mit einer Waffe umgehen können ...

Zudem sollte jeder verpflichtet werden ein soziales Jahr abzuleisten als Ausgleich (und hier keine Unterscheidung im Geschlecht!), denn die Lebenserwartung steigt und die Pflegeberufe brauchen dringend Leute! Ich bin der Meinung, das ein soziales Jahr sehr viel an positiver Erfahrung bringt, und das jeder mal gemacht haben sollte.
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Beitrag von Sandor »

Wollte GIN denn nicht eher jetzt praktische Ausführungen und weniger politische ? :D

Der Vorteil einer Zivi-Stelle ist, man kann sie sich vorher anschauen...viele können auswählen, aktiv sich selber um eine bewerben. DAS geht beim BUND nicht. Bei den derzeitigen Verhältnissen bin ich aber auch für ne Berufsarmee. Jedoch gibt es gute Gründe für die allgemeine Wehrpflicht.
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Beitrag von Spike »

Was für Gründe wären das?

Ein allgemeines soziales Jahr ist sehr viel wertvoller in der heutigen Generation. Die Wehrpflicht ist für mich altmodisch und hat ausgedient. Es wird keinen Krieg mehr geben wo alle Deutschen an die Waffe müssen. Und falls nochmal ein Weltkrieg stattfindet, wird der nicht durch die Bürger entschieden, sondern wer schneller den roten Knopf drückt ;)
Und wenn das eintritt, wünscht man sich Leute, die Erfahrung mit sozialen Aufgaben und Elend haben ...
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Beitrag von Sandor »

Sorry - aber ich muß halt grinsen...hätten andere das Thema - von GIN - und der Zweck seiner Frage so mit postings abgeändert, dass es um Sinn oder Unsinn von einer Wehrpflicht geht, dann hätte ein gewisser Mod durchaus sofort geschrieben: "zurück zum Thema bitte" :)

Ansonsten Spike, erinner dich mal an Fächer wie "Gesellschaftskunde" oder "Politik" etc. . Der Grund einer Wehrpflicht bestand und besteht darin, dass es einen "Bürger in Uniform" gibt und nicht ein sog. "Staat im Staate". Dieser Umstand war in der Vergangenheit mit verantwortlich für Kriege und Aufstände. Deswegen hat man gesagt, der aufgeklärte Bürger soll seinen Dienst an der Waffe leisten, damit eben sowas wie ein "Schwur auf den Führer" genauso wenig wieder kommt wie ein blinder Gehorsam gegenüber den Offizieren oder Generälen. Dies ist auch der Grund, warum man beim BUND durchaus auch Staatskunde + Völkerkunde als Unterricht hat - dort nennt man das "politische Bildung".

Am Ende muß ich dir aber doch widersprechen, ich vermag es nicht zu sagen, dass es keinen Krieg mehr geben wird. Dies haben die Menschen immer wieder geglaubt...auch nach dem I. WK war dem so. Ich glaub das ist eher sehr sehr naiv zu glauben, dass Kriege ausgedient haben. Die Geschichte lehrt hier es deutlich anders.

Selbst moderne Kriege mit ABC-Waffen lassen den "altmodischen" Krieg mit Fußvolk und schwerem Gerät nicht als ausgedient erscheinen. Bsp. Irak - trotz Bombern und überlegener Luftwaffe entscheidet am Ende der Grenadier vor Ort über den Ausgang. Das Problem dabei (oder das Glück) ist, dass ABC-Waffen pauschal alles vernichten und oft genug nicht nur den Gegner sondern auch das Land auf Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte zerstören.

Die Wehrpflicht ist nicht alt - sie ist sogar recht jung in unserer Demokratie, die gerade mal seit 1949 existiert. Die Konflikte auf der Welt zeigen ganz deutlich, dass egal ob in Afrika, Afghanistan oder sonstwo eher die konventionelle Kriegsführung eine Rolle spielt. Sinn einer Wehrpflicht ist es, dass eben der Bürger und die Armee sich kennen und die Armee nicht ein Werkzeug der Machtinhaber alleine darstellen. Es ist weitaus schwerer, einen aufgeklärten Wehrpflichtigen z.B. gegen Polen marschieren zu lassen als einen Berufssoldaten.
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Gin
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Beitrag von Gin »

Danke Sandor, sowas wollte ich hören, aber entscheiden kann ich mich immernoch nich 100%ig :D
Einerseits find ich´s interessiert/reizvoll andererseits hab ich Schiss dass ich dem Druck irgendwie nich gewachsen bin(oder so ähnlich *gg*)
Naja, ein bisschen Zeit hab ich ja noch.
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Beitrag von Sandor »

@GIN:

Nun, das weiß man eigentlich erst, wenn man dort angefangen hat und dann auch sollte man - wenn möglich - die Chance geben, die Grundausbildung zu "überleben". Die ist im Normalfall weitaus anstrengender (vorallem körperlich) als der Rest der Zeit.

Einer von meiner Gruppe hat nach 2 Wochen gemerkt "is nix für mich" und hat dann nachträglich verweigert. Auch das ist möglich. Natürlich war das ein fake, da er nicht wegen der Moral oder Ethik verweigerte sondern wegen den 10 km Märsche und dem Drill, den es halt da gab. Auch wenns blöd klingen mag, geh doch mal zu nem Tag der offenen Tür in einer Kaserne in Deiner Nähe und frag die normalen Soldaten (von gar nix an der Schulterklappe bis max. 3 weiße, parallele Striche), wie es so abläuft und was nervt oder was nicht. So kannst du dir auch ein Bild von dem Kasernenleben machen. Zudem bei mir sehr sehr viele auch unter der Woche daheim gepennt haben, wenn sie nicht zu weit weg gewohnt haben. Nach der Grundi kannste das und hast Ausgang bis zum Wecken (6 Uhr).

Ein anderer Kamerad hat sich dann verpflichtet und ist Arzt geworden beim BUND. Es gibt also durchaus auch berufliche Chancen - allerdings sollte man immer wissen: du bist Soldat => Einsatz weltweit möglich, wenn man sich verpflichtet.
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Böass
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Beitrag von Böass »

Ich werde wohl freiwillig Zivildienst leisten:
Ich brauche nach der Schulzeit einfach mal eine Auszeit, in der ich Zeit für mich habe und so Sachen wie den Führerschein erledige (ich krieg ihn nicht bezahlt, von daher ist es für mich als Schüler unmöglich ihn zu machen)!
Ich habe vor ca. einem Jahr ein Praktikum im sozialen Dienst eines Senioren-Wohnheims gemacht (genau das selbe, was Fabicom jetzt als Zivildienst mach) und könnte mir durchaus vorstellen das Ganze 9 Monate zu machen...

@Sandor: In der Theorie ist das natürlich alles löblich, aber denkst du nicht, dass durch die Möglichkeit Zivildienst abzuleisten ein bestimmter Typ Mensch (nennen wir ihn mal deutsch...) überproportional oft in der Bundeswehr vertreten ist (nein, ich will jetzt keine Vorurteile schüren...)?
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Beitrag von Sandor »

Ich kann dir natürlich nicht sagen, ob das allgemein gilt. Doch bei mir gabs sowas nicht wie "deutsch" oder was du da ansprichst. Nicht mal ansatzweise.
Die Jungs vom Wachbataillion waren sehr stolz auf ihren (sorry) Scheißdienst, hatten 8 Tage Schichtwache dann 4 Tage frei bei der Bewachung atomarer Mittelstreckenwaffen. Aber auch da würd ich nicht sagen, die waren irgendwie "nationalistisch" im negativen Sinne. Eigentlich waren das ganz normale, junge Leute, die eben genauso am PC zocken wollten oder auch mal am Abend ausgehen wollten, Freundinnen hatten oder gerne eine gehabt hätten etc. .

Allerdings kann es sein, dass solche Leute in anderen Gebieten Deutschlands und anderen Kasernen eher vertreten sind. ABER ganz klar gesagt, eine gut geführte Kaserne mit guten Offizieren und Uffz werden keine nationalistischen Skinheads oder Neonazis irgendwie zur Geltung bringen, im Gegenteil. Solche Leute haben auch in der Truppe schnell verspielt und lernen mal den Unterschied zwischen gesundem Nationalstolz und ihrer Aufgabe als Soldat und einem Wahn aus der Vergangenheit.

Den Führerschein haben bei mir viele in der Einheit beim BUND gemacht und nicht wenige sogar noch den Motorrad-Führerschein dazu.
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Mr. Wood
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Beitrag von Mr. Wood »

@ Gin

Lass den Bund sausen, für denkende Menschen ist das in den meisten Fällen nichts. Natürlich holt der eine oder andere Befürworter gerne mal die alte Kameradschaftskeule raus (äscht subber, da habe ich Freunde gewonnen), aber in der Praxis gibt es nur wenige brauchbare, gebildete Leute.
Wer heute Köpfchen hat verweigert und geht einer sinnvollen Tätigkeit im sozialen Bereich nach. Das formt (im positiven Sinne) wirklich fürs Leben und stellt eher zufrieden, als eine Art Club der Unterdrückten.

Der Beitrag stellt meine ureigenste Meinung da und soll keinesfalls mögliche auch erwähnenswerte Leistungen unserer Truppe in Frage stellen oder herabwürdigen.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

@Mr. Wood: das ist nicht nur ne Beleidigung aller BWler sondern auch der Menschen, die auch für dich ihren Arsch riskieren in wichtigen UN Missionen außerhalb Deutschlands ! :!:

Unglaublich - da stopfen BWler die Deiche, retten leben, halten wenn irgend möglich einen Frieden oder verhindern weitere Ausbrüche auf der Welt und da kommt ein Holzbrett daher und sagt, dass der BUND nichts für denkende Menschen sei. :roll:

Auch wenn du dich selber relativierst - solche Pauschalbeleidigungen sind ein Armutszeugnis deines Geistes. Unstrittig aber sollte sein, dass auch ein Soldat seinen Dienst an der Gesellschaft leistet - genauso wie mancher Zivi, der eben auf seinem Gebiet hilft und nützlich ist. Ebenso ist das kein Club der Unterdrückten sondern eine notwendige Disziplin, die erforderlich ist, wenn man eine Armee sinnvoll einsetzen möchte. Ich glaub kaum, dass der Sandsackträger oder die Wache in Kabul das so toll findet - von den Hinterbliebenen derer, die ihren Sohn bei solchen Einsätzen verloren haben ganz zu schweigen.

Es sollte immer noch einen Unterschied machen, ob man seine Meinung frei äußert oder ob dies nur dazu dient, andere zu beleidigen. Verleumdung mag auch eine Meinung sein, ist aber wider der Gesellschaft und dem Sinn der Sache.

Wenn Leute wie du - falls gedient - keine Freunde gewonnen haben beim BUND, dann mags auch vielleicht an dir gelegen haben, weil nicht in die Gruppe intigrierbar oder narzistisch veranlagt.
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Beitrag von Mr. Wood »

Ach Sandor, behalte Dein dummes Gewäsch doch einmal für Dich. Diese Art von Beleidigungsbeschuldigungen und das Einfordern von kritikloser Rückendeckung für militärische Apparate konnte man schon im Filmklassiker "Eine Frage der Ehre" verfolgen... seither hat diese Form der Argumentation nicht an Reputation gewonnen.

Huch, momentan ist ja gar keine Fütterungszeit für Forentrolle... da höre ich besser auf.
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Beitrag von Spike »

Könntet ihr das nicht auf sachlicher Ebene ausdiskutieren? Danke.
Sandor hat geschrieben:Sorry - aber ich muß halt grinsen...hätten andere das Thema - von GIN - und der Zweck seiner Frage so mit postings abgeändert, dass es um Sinn oder Unsinn von einer Wehrpflicht geht, dann hätte ein gewisser Mod durchaus sofort geschrieben: "zurück zum Thema bitte"
Ich habe in meinem Beitrag wohl klar gemacht, zu was ich rate, oder?
Den Thread habe ich so aufgefasst, das er sich noch nicht entscheiden kann ...
Das man hier auch über den Sinn des Wehrdienstes diskutiert, ist eher eine logische Konsequenz, eine Diskussion entwickelt sich nunmal ;)
Ok, es sei denn man möchte das nicht, was ich jetzt bei dir rauslese.

Meiner Meinung nach sollte er Zivildienst machen, da er dort viel wertvollere Erfahrungen machen kann. Teamgeist gibt es im Zivildienst auch (wenn auch weniger krass). Und statt rumzuballern oder nachts zu Zelten, kümmert man sich um bedürftige Menschen und leistet etwas für die Gesellschaft. Das man im 9 monatigen Wehrdienst bei Flutkatastrophen etc hilft ist mehr die Ausnahme, und beim THW z.B. kann man auch Zivildienst leisten.
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Beitrag von Sandor »

Mr. Wood - ich halte deine Ausbrüche absolut nicht für in Ordnung. Sie sind weder qualifiziert, noch beweisbar noch in irgend einer Form gerecht. Du kannst eigentlich nur die Leute dumm anmachen, sie beleidigen und hast im Grund von der Sache keine Ahnung. Weder bist du hilfreich in Bezug auf die Topic-Frage von GIN - da nur dümmliches Ablassen deiner beleidigenden Meinung im Vordergrund steht - noch wird es dir gelingen, mir irgendwelche "Militär-Nostalgie" oder gar "Parade-Freundschaft" zu unterstellen. Wenn du dein Wissen aus Holly-wood - welch Wortspiel - Filmen ziehst, dann scheinst du selbst nicht mal ansatzweise fähig zu sein, abstrakt und neutral zu werten. Dann schau dir deinen James Ryan an oder Hamburger Hill und versuch gleich alles auf die Anti-Militär-Schiene zu ziehen.

Nochmals: deine Beleidigungen gegenüber der Bundeswehr (!) sind unter aller Kanone und weder akzeptabel noch haltbar ! In Bezug auf Reputation solltest du dir keine Sorgen machen, du besitzt für mich schon lange keine mehr. Du hast einzig und allein ein Benehmen wie die Axt im Wald und kannst nur mit Scheiße um dich werfen ! Mangelnde Aufmerksamkeit oder ADS-Syndrom ? Man weiß es nicht - und ehrlich gesagt, will man es auch nicht wissen ! Trotz allem ist das eine Schande, wie du dich aufführst ! Ekelhaft würde es besser treffen.

:roll:
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Beitrag von link-shading »

Spike hat geschrieben: und beim THW z.B. kann man auch Zivildienst leisten.
Würde man dann rein theoretisch auch mit in Katastrophen Gebiete , wie vor kurzem New Orleans, fliegen?
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Beitrag von Spike »

Spike hat geschrieben:Könntet ihr das nicht auf sachlicher Ebene ausdiskutieren? Danke.
Nochmal der Hinweis, falls wir uns überschnitten haben.
Wenn jemand mit Dreck wirft, muss man nicht mit Dreck zurückwerfen.

Es wäre schade, wenn wir Gins Thread wegen euch beiden zumachen müssten.
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Beitrag von Spike »

link-shading hat geschrieben:
Spike hat geschrieben: und beim THW z.B. kann man auch Zivildienst leisten.
Würde man dann rein theoretisch auch mit in Katastrophen Gebiete , wie vor kurzem New Orleans, fliegen?
Wenn die den THW anfordern, und du da freiwillig mitmachst, warum nicht?
Gezwungen werden kannst du zu soetwas als Zivi afaik nicht.
Soweit mir bekannt könnte man dich andersrum als Wehrdienstleistender auch nicht einfach nach Kabul schicken.
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Beitrag von Sandor »

@spike: was bitte macht denn bitte ein BWler im Kaukasus oder in Kabul ? Macht der nichts für die Gesellschaft ? Ist die Pflege der Alten (die btw. nur ein Bruchteil der Zivis machen) denn höherwertig als die Sicherung von Leben und Frieden in anderen Teilen der Welt ? Was stört dich am Zelten ? Ist das nicht das Training genauso wie als ob du als Zivi lernst, wie man mit nem Rollstuhl umgeht ? Jeder Typ lernt doch das, was für seinem Dienst am besten ist ?

Und spike: es ist mal wieder sehr schade, dass deine persönliche Meinung es dir sogar verbietet offenkundige Beleidigungen zu ahnden oder sogar MICH noch anzumachen deswegen. Das ist ehrlich gesagt eine Schande ! Dachte du hättest da ein wenig mehr Mumm in den Knochen und würdest mal objektiv sein zur Abwechslung !

Jetzt kannste den thread ja schließen !
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