SoulBringer hat geschrieben:Sollten sich mit Sony zusammentun. Für PS4 entwickeln, den gemeinsamen Handheld designen und trotzdem selbständig agieren können.
Was auf den ersten Blick gewinnbringend scheint, hat viele versteckte Nachteile - sowohl aus Sicht von Nintendo als auch aus Sicht von uns Spielern:
- Nintendo-Sicht: Nintendo verdient momentan nicht nur mit den eigenen Spielen viel Geld, sondern kassiert auch ordentlich Kohle für Spiele von anderen Herstellern, die auf ihren Plattformen erscheinen. Bricht diese Einnahmequelle weg, muss das Unternehmen umgebaut werden (u.a. Verkleinerung der Hardware-Entwicklung), was sich negativ auf die Unternehmensatmosphäre und damit auch auf die Produktqualität auswirken könnte (siehe qualitativer Niedergang von Sega).
- Nintendo-Sicht: Wäre eine Partnerschaft mit Sony gleichberechtigt? Wahrscheinlich eher nicht: Zumindest auf der PlayStation-Heimkonsole könnte Sony bestimmen was wann erscheint. So könnte Sony die eigenen Titel im verkaufstarken Weihnachtsgeschäft erscheinen lassen und mit Nintendos Titeln die weniger attraktiven Monate füllen - mit der Folge das Nintendo weniger Geld verdient.
- Nintendo-Sicht: Der Sony-Konzern steht wirtschaftlich schlecht da. Die Gaming-Sparte läuft zwar wieder besser, jegliche unternehmerische Verbandelung mit Sony könnte in den Abgrund führen, wenn der Gesamtkonzern in die Insolvenz gerät.
- Spieler-Sicht: Weniger Konkurrenz auf dem Markt eröffnet den Herstellern Chancen für konsumentenfeindliches Verhalten. Wenn es nicht viel Konkurrenz gibt, zu der die eigenen Kunden abwandern können, kann man z.B. recht bedenkenlos überteuerte Produkte auf den Markt bringen. Zudem muss man sich auch nicht mehr um Hardware-Innovationen bemühen.
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Ich denke die M&A-Sache ist eher auf das geplante QOL-Standbein bezogen. Sollte es doch auf das klassische Videospiel-Geschäft bezogen sein, muss man sich gut überlegen, welche Käufe Sinn machen würden. Zu den großen Kandidaten fällt mir folgendes ein:
- Sega: Hat ein hochattraktives IP-Portfolio, gerade auch was Nintendos klassiches Zielgruppe angeht. Hängt jedoch fest mit Sammy zusammen. Der Gesamtkonzern Sega Sammy ist für Nintendo eher zu teuer und hat ein zu breites Produktportfolio.
- Konami: Verdient in der Gesundheitsindustrie mittlerweile mehr Geld als mit Videospielen, macht dort aber andere Dinge, die Nintendo wohl machen will. Hätte aus Videospielsicht einige interessante IPs zu bieten, wäre aber wohl auch recht teuer.
- Capcom: Wäre meine Präferenz. Tolle IPs, die Nintendos Portfolio gut ergänzen würden. Da Capcom finanziell strauchelt finanziell wohl teuer aber machbar.
- Namco: Gehört Bandai und damit eher nicht machbar. Meiner Meinung nach auch mit nicht mehr allzu vielen tollen IPs.
Von größeren westlichen Studios würde ich abraten, da man im Westen eher dazu geneigt ist das Unternehmen zu wechseln. Sprich: Man kauft für viel Geld ein Studio und wenig später sind die meisten Mitarbeiter auf und davon. Zudem gehören die meisten westlichen IPs den großen Publishern wie Ubisoft und EA.
Kleinere Studios, mit denen eine gute Partnerschaft besteht, wären auch möglich: Monster Games, Next Level Games, Platinum Games. Würden sie zu Nintendo gehören, könnte man sie gezielt vergrößern und so den Output erhöhen. Ein solcher Prozess dauert aber Jahre. Zudem stehen diese Unternehmen schon jetzt sehr loyal zu Nintendo.
Egal was es wird, man darf gespannt sein.
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Übrigens: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist Nintendo ein hochattraktiver Übernahmekandidat, da das Unternehmen über große Bargeldreserven verfügt. Soltle beispielsweise Unternehmen A Nintendo übernehmen wollen, geht A zur Bank und leiht sich viel Geld. Sobald A Nintendo übernommen hat, greift es in dessen Kasse und zahlt seinen Kredit weitgehend ab.