Da haben wir also den ersten News-Eintrag, der über ein kleines E3-Logo verfügt. Normalerweise ist dies ein Grund zur (Vor-)Freude - diese Nachricht dürfte allerdings für Gesprächsstoff sorgen. Wie Nintendo nämlich im Rahmen eines Finanzmeetings bekanntgab, wird man auf der diesjährigen E3-Show (vom 11. bis 13. Juni in Los Angeles) keine groß inszenierte Pressekonferenz abhalten.
Diese Nachricht kommt ohne Frage überraschend. Obwohl sich Nintendo bereits in der Vergangenheit dadurch von der Konkurrenz abgrenzte, sich mittels Nintendo Direct-Übertragungen mit Neuankündigungen direkt an die Fans zu wenden, gehörten die Pressekonferenzen der Big Three (Sony, Microsoft und eben Nintendo) doch zur E3 wie der Schnauzbart zu Mario.
Folgende Worte richtete Nintendo-Boss Satoru Iwata heute an die Öffentlichkeit:
[...]Zunächst mal haben wir beschlossen, bei der E3 in diesem Jahr kleinere Events zu veranstalten, die sich auf das Software-Lineup des US-amerikanischen Marktes beziehen. Es wird eine geschlossene Veranstaltung für amerikanische Händler geben. Darüber hinaus werden wir eine weiteres geschlossenes Hands-On-Event für die westliche Videospiel-Presse abhalten.
Ich möchte anfügen, dass ich bei der Präsentation im letzten Jahr nicht zu Wort kam. Und ich habe auch nicht vor, dies in diesem Jahr auf unseren E3-Events zu tun. Abgesehen von den erwähnten Events für die Besucher, beschäftigen wir uns weiterhin damit, wie wir den Interessierten an den Bildschirmen zu Hause alle Informationen über unsere Spiele zukommen lassen können. Wir werden uns dazu detailliert äußern, wenn es eine offizielle Entscheidung gibt.[...]
Aufgrund der gemischten Aufnahme dieser Ankündigung seitens der Fachpresse und der Fans, hat Nintendo ein weiteres Statement zu seinen Plänen veröffentlicht. Charlie Scibetta, Senior Director von Nintendo of America, geht darin auch darauf ein, dass man zu einem Modell zurückkehren würde, dass man bereits auf vergangenen E3-Shows - nur eben nicht in den letzten Jahren - verfolgt habe, als die E3 aufgrund mangelnder Internetverbreitung eben noch nicht den medialen Stellenwert hatte, den sie heute besitzt.












