Ein Großteil der japanischen Bevölkerung steht bekanntermaßen auf alles, was auch nur irgendwie kawaii (zu Deutsch: niedlich bzw. süß) ist. Videospiele mit einem gewissen Zuckergussfaktor erfreuen sich deshalb in Japan regelmäßig guter Verkaufszahlen - der Erfolg des aktuellen Animal-Crossing-Abenteuers für den Nintendo 3DS überrascht aber selbst den Firmenchef Satoru Iwata höchstpersönlich.
Animal Crossing: New Leaf kam in Japan Anfang November 2012 auf den Markt und hat in Bezug auf die Verkaufszahlen bereits Super Mario 3D Land, Mario Kart 7 und Monster Hunter 3G hinter sich gelassen. Insgesamt kommt das Abenteuer auf über zwei Millionen verkaufte Einheiten.

Satoru Iwata gab in einem Interview außerdem bekannt, dass mit der Veröffentlichung des Titels ein Wandel in Bezug auf die Käufer der Nintendo-3DS-Hardware einsetzte. Vor der Veröffentlichung von Animal Crossing: New Leaf teilte sich die Besitzerriege des Nintendo 3DS in 69 Prozent männliche und 31 Prozent weibliche Besitzer. Mit der Markteinführung des Spieles stieg die Zahl der weiblichen Käufer des Nintendo 3DS allerdings auf 41 Prozent. Iwata sagte darüber schlichtweg, dass er so etwas "noch nie zuvor gesehen" habe.
Animal Crossing: New Leaf ist auch online über den eShop erhältlich und wurde auf diese Weise über 500.000 mal erworben. Noch verblüffter zeigte sich Iwata indes über den Umstand, dass ein knapp 50-minütiges Video, in dem einige Entwickler über das Spiel sprechen, bereits über 1,6 Millionen mal aufgerufen worden ist: "Dass ein 47-minütiges Video, in dem ein paar Entwickler entspannt über das Spiel reden, über 1,6 Millionen mal angeschaut wird, ist fast unglaublich. Ich denke, das ist überaus ungewöhnlich."
Iwata glaubt, dass der Titel unter anderem von seiner Screenshot-Funktion profitiere. Mit dieser lassen sich eigene Bilder des Spiels anfertigen und via Facebook & Co. mit Freunden teilen. Dies könnte dafür gesorgt haben, dass das Spiel bei solch einer breiten Masse Anklang findet.




