Azazel2k hat geschrieben:Das "Problem" mit der Vervielfältigung und das Argument der Verteidiger solcher Kopien entstand mehr oder weniger erst durch die Bequemlichkeit der Nutzer. Diese meinen nähmlich nun mit dem Erwerb des CD/DVD/Blu Ray bzw. der Dateien ein anrecht auf Vervielfältigung zu haben nur damit sie das Produkt immer und überall nutzen können.
Und das ist genau warum falsch? Siehst du es zB etwas als gerechtfertig an, dass ich mir nach Kauf einer CD auch noch den selben Track als mp3 kaufen müsste, nur um ihn auf meinem mp3-player hören zu dürfen (das würde aus deinen forderungen nämlich unter anderem folgen)? Technik ist dazu da, um es den Leuten bequemer zu machen.
Man kann es nunmal ganz einfach runterrechnen: es ist schwarz und weiß. Entweder der Hersteller erlaubt es SEINE Ware zu vervielfältigen, oder er erlaubt es nicht.
Wenn du die Welt gerne nur schwarz/weiß siehst, hat es wenig sinn mit dir darüber zu diskutieren. Fakt ist: es ist eine komplexe problematik. Die lässt sich nicht auf Schwarz und Weiß reduzieren. Wie gesagt, es wäre manchmal praktisch, aber die welt ist eben nicht immer praktisch und einfach. Man kann sie sich einfach machen, so wie du es tust. Aber das verursacht mehr Probleme als es löst.
Bzw. es wäre so einfach wenn nicht viel Leute (meist die, die einfach nicht genug Kohle haben sich alles zu kaufen) krampfhaft die Meinung durchsetzen wollen, Daten (was im Endeffekt ein Film, ein Spiel oder Musik mittlerweile sind) wären "für jeden da". Im Grunde vordert ihr nämlich nichts anderes als freien, fast kostenlosen Zugang zu diesen Dingen. Das hier jemand ein Produkt entwickelt, programmiert, komponiert oder inszeniert hat, Arbeit investiert hat und nun daran verdienen will und auch darf, das ignoriert ihr beharlich. IHR wollt demjenigen vorschreiben was er verlangen darf und IHR wollt demjenigen vorschreiben wie er sein Produkt anbieten darf. Dabei rafft ihr schon seit knapp 30 Jahren nicht, dass er genau das eigentlich auch könnt. Ihr müsstet einfach aufhören Produkte zu kaufen, die nicht eurem Ideal entsprechen. Und hier beist sich die Katze wieder in den Schwanz, denn eigentlich wollt ihr das Produkt ja doch. Nur eben umsonst oder fast umsonst und deshalb wird wieder fleissig kopiert.
Warum greifst du mich jetzt persönlich an ("ihr")? Ich habe das nie gerechtfertigt, dass schiebst du mir unter. Ich weigere mich bloß, alles undifferenziert in einen Topf zu werfen. Wir leben halt in einer Zeit, in der sich Kunden nicht mehr alles vom Hersteller vorschreiben lassen. Es ist vollkommen klar, das Arbeit dahinter steckt. Deswegen sollte man aber zB auch den Hersteller oder Urheber nicht für den Akt des Kopierens entlohnen, sondern für die Dienstleistung, die er durch die Schaffung der Sache geleistet hat. Da kommst du nämlich wieder an die grenzen der materiellen güter: es wurden keine reellen ressourcen (im sinn von baustoffen etc) dafür verbraucht, daher macht es eigentlich keinen sinn, für das kopieren selbst geld zu verlangen. Ich sage ja nicht, dass die Urheber generell leer ausgehen sollen. Es ist aber generell so, dass das Geschäftsmodell, das nach wie vor auf Distribution basiert (also Kopieren und Zugänglichmachen, was der ursprüngliche Sinn hinter der gesamten Contentindustrie war), eben nicht mehr funktioniert, weil distribution heute einfach technisch für jeden möglich ist. Ergo muss man neue methoden suchen, um die Dienstleistung der entwickler zu entlohnen, so sie einen lohn wünschen.
Die von dir genannten "Industrie" enstandt nicht aus Spaß an der Freude und arbeitet auch nicht "auf gut glück" (habe im Bekanntenkreis selbst solche Fälle) und soll ich dir was sagen? Von denen hat jeder, stell dir vor, illegal etwas aus dem Netz geladen. Was sagt uns das? Er wurde zu Recht abgemahnt. Ob das Mahnverfahren dann im richtigen rechtlichen Namen durchgeführt wird steht auf einem anderen Blatt. "Abgemahnt", mit Erfolg, werden jedoch nur die, die auch tatsächlich illegal geladen haben. Das solltest du nicht unter den Tisch kehren. Ist das gleiche Prinzip wie beim erwischten Ladendieb. Der heult auch erstmal lauthals rum.
Es ist eine Sache, für sein gutes recht vor gericht zu ziehen. Was aber in den USA im moment abläuft, hat damit absolut nichts mehr zu tun. Da gehts um den Cash, und sonst nichts. Das kannst du schon allein an fällen sehen, wenn Massenverfahren eingestellt werden, weil sie "nicht mehr lukrativ wären". Hinzu kommt, dass einige dieser Anwaltskanzleien einfach so Abmahnungen verschicken, um die Leute einzuschüchtern, und diese (unrechtmäßig) zum Zahlen zu bringen. Passiert häufig genug, speziell bei leuten, die keinen plan von sowas haben und plötzlich ne Abmahnung im Briefkasten haben (--> Panik, speziell weil meist mit teuren gerichtsverfahren gedroht wird). Im übrigen hat man auch schon Drucker, Kopierer und andere geräte mit IPs abgemahnt, weil man nicht in der Lage war, IPs korrekt zuzuordnen. Ob also andere zuordnung 100% korrekt sind, darf angezweifelt werden.
Äh....du. Auf wessen Posting war meines denn die Antwort?
Und was habe ich explizit (sogar in meinem ersten beitrag) dazu geschrieben? Dass es ne grundsatzdebatte ist, und ich eigentlich nicht drüber diskutieren will, weils zu nix führt. Aufgegriffen wurde der Lizenz-Aspekt nicht von mir. Und deswegen werd ich da jetzt auch nicht mehr drauf eingehen.
Äh, genauso differenziert wie du oder wie?
Da du dich scheinbar partout weigerst, dich mal mit beiden Seiten zu beschäftigen (deiner einstellung hier nach zu vermuten, an was anderem kann ichs ja nicht festmachen

), alles über einen Kamm scherst, und darauf bestehst, dass die Lösung "so einfach" wäre, obwohl du scheinbar nicht akzeptieren willst, dass die Problematik eben nicht einfach ist, kann ich nur darauf schließen, dass du dich nicht sonderlich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Ich habe bereits gesagt, dass ich mich in der ganzen sache eher neutral sehe, und habe bereits klargemacht, dass es auf beiden seiten probleme gibt, und dass beide Seiten eben nicht homogen sind, sondern unterschiedlichste Facetten haben. Wie definierst du denn sonst "differenziert"?
Hm, im klassischen Fall war/ist der Urheber derjenige, der das Produkt erschafft. Die "Urheberrechte" können wechseln, z.B. auch an eine Firma. Zu diesem Zeitpunkt hat sich aber der ursprüngliche "Erschaffer" dazu entschieden das "Produkt" und die Rechte daran an die Firma zu verkaufen. Die Firma stellt das Produkt zur Nutzung bereit, sprich: verkauft den Film, die Musik, das Spiel damit der Erwerber den Film ansehen kann, die Musik hören kann, das Spiel spielen kann. Er verkauft dir keine Lizenz, welche es dir gestattet dieses Produkt anschließend beliebig zu vervielfältigen. Liest man sich mal die Bestimmungen bei Filmen durch, drüftest du das Zeug nichtmal in großen geselligen Gruppen vorführen. Die Musik nicht einfach so spielen ohne z.B. Gema Gebühren zu zahlen.
Siehe oben warum ich es generell überhaupt für überholt halte, für das "bereitstellen" und "verteilen" geld zu verlangen.
Und das eben solche Lizenzen deswegen größtenteils nicht mehr in der realität bestehen können, folgert daraus.
Mal ne andere Frage: wenn die lizenzbestimmungen eines films von dir verlangen, dass du den Film kopfüber an der Decke hängend gucken müsstest, würdest du der Lizenzbedingunen dann folge leisten? Wohl eher nicht. Ebenso sinnlos halte ich eben Lizenzen, die dir das Kopieren aus keinem ersichtlichen grund
generell verbieten (und warum ich auch ein großer befürworter von Copyleft-Lizenzen bin, die eben nur die bedingungen des kopierens sinnvoll einschränken bzw reglementieren).
Als Glück kann das eigentlich nur der Nutzer und hier vorzugsweise der mit wenig Geld, bezeichnen. Der bekäme das Produkt dann ja quasi umsonst. Der "Erschaffer" hat was erschaffen an was sich viele erfreuen und geht pleite. Tolle Sache. Schlag mal deine Grundrechte nach (kannst du im Internet machen), da steht nirgendwo das du dir das Eigentum, auch das geistige, anderer einfach so aneignen darfst.
Geistiges eigentum ist in den wenigsten grundrechten überhaupt definiert, weil es nach wie vor ein künstliches Konstrukt ist, um etwas ungreifbares greifbar zu machen. Fakt ist, du kannst etwas immaterielles nicht "besitzen". Du kannst maximal gewisse Rechte daran haben, das ist aber faktisch nicht das gleiche. Im übrigen hab ichs jetzt auch schon mehrmals erwähnt, aber es ist generell natürlich auch nicht richtig, wenn der Hersteller nicht für seine leistung kompenstiert wird. Aber hier gilt es eben lösungen für beide seiten zu finden, und nicht auf den eigenen positionen hocken zu bleiben.
Zu dem Teil mit Youtube & Co.. Verstehe nicht wieso ich daran sehe das Konsument und Urheber nicht mehr getrennt sein sollen. Youtube & Co. sind Plattformen welche mehr oder minder zur "freien Verfügung" gestellt werden. Ich kann reinstellen was ich möchte (sofern es den entsprechenden Richtlinien entspricht) und eben sofern es das Urheberrecht nicht verletzt. Rein theoretisch sollte es jedem klar sein, das ich dort keine "normalen" Filme und Musik einstellen darf.
Ich glaube, ich habe das entweder nicht ganz klar formuliert, oder du hast nicht ganz verstanden, was ich mit der verschwimmenden grenze meine: Youtube & Co ermöglichen es jedem, Urheber zu sein. Teilweise auch, in dem man auf dem Material anderer aufbaut, und wenns nur simple AMVs sind. Eine "Remix-Kultur", wenn du so willst. Das gab es früher so nicht. Das Urheberrecht sollte für sowas eben auch möglichkeiten bieten, was es derzeit nur sehr ungenügend tut.
Laut deiner Argumentation dürfte es also weder die OpenSourceCommunity, das Copyleftmovement noch freie Lizenzen geben, nebst einer menge an anderen dingen, die erst durch die im vorherigen absatz erwähnten dinge entstanden sind.
Nein warum? Zum einen werden viele "freie" Dinge kostenlos angeboten, auf der anderen Seite aber durch Werbeeinahmen auf den Seiten finanziert, zum anderen ist ein großer Teil der Mitglieder solcher Communitys neben dem eigentlichen Beruf dort unterwegs. Im Homebrew Spielebereich wird oftmals auf bestehende Engines aufgebaut, welche von Entwicklern die zuvor Kohle damit verdient haben und das ganze HAUPTBERUFLICH machen, anschließend kostenlos zur Verfügung gestellt. Ohne die Hauptberuflichen gebe es also Engine XY gar nicht.
Fakt ist trotzdem, dass es funktioniert. Und darauf, dass man mit etwas grips damit auch geld verdienen kann, bist du nicht mal eingegangen.
Die Industrie wie es sie heute gibt macht die von dir angesprochene Community nicht unmöglich, hätte es aber STATT dieser Industrie nur die von dir genannten Communitys gegeben, würde die z.B. die Spielewelt ganz anders aussehen. Nämlich schlechter, kleiner und weit weniger "angesehen" als sie ist.
Und das kannst du so genau sagen? Ich behaupte jetzt einfach mal, dass in einer solchen Spielewelt Kreativität und Innovation an erster stelle stehen würde - weil es darauf eben ankommen würde.
Nun, was zeigen uns diese gegensätzlichen beispiele denn wieder sehr schön? Es ist fallabhängig, verallgemeinerungen bringen also nichts. Womit wir wieder (ihr ahnt es sicher schon) bei der differenzierung sind.
Eben nicht. Die momentane Gesetzeslage, so schwammig sie teilweise ist, gibt den "Urhebern" überwiegend recht. Du kannst differenzieren soviel du willst, nur weil die "Kopien" dem einen Unternehmen einen Aufschwung brachten macht es sie rechtlich nicht "richtig". Mal abgesehen davon das man eher sagen kann MAJESTRO hätte sich ohne die möglichkeit zu illegalen Kopien besser verkauft da man nur durch kauf ans Spiel herangekommen wäre.
Es geht doch überhaupt nicht um die rechtliche (un)richtigkeit. Es geht darum, dass du behauptest, dass illegale kopien grundsätzlich schlecht sind, dabei implizierst, dass alle filesharer einfach nur böse umsonstsauger wären, und scheinbar nicht einsiehst, dass die realität eben nicht aus Gut und Böse besteht. Sorry, aber so funktioniert das ganze halt einfach nicht, und Lösungen kann man so schon gleich dreimal nicht finden.
Einerseits argumentierst du, dass es ja sehr wohl darum geht, wie es sich am ende auswirkt (nämlich ob der Entwickler/Publisher gewinn macht und somit weiterexisieren kann), andererseits behauptest du, es wäre egal wie es sich auswirkt, solange niemand es kostenlos erhalten hat.
Wie kommst du darauf das ich mir widerspreche? Es steht klipp und klar geschrieben: Maßgebend ist, was der Entwickler "erlaubt" hat.
Okay, dröseln wir das ganze mal auf. Stark vereinfacht gesehen gibt es also hier 4 (Extrem)Fälle:
1. E/P macht keinen gewinn, keiner lädt herunter --> E/P pleite, selbst schuld.
2. E/P macht keinen Gewinn, alle laden herunter --> E/P pleite, Downloader schuld.
3. E/P macht Gewinn, keiner lädt herunter --> Alles super.
4. E/P macht Gewinn, es gibt Downloader --> Auch alles super.
Laut deiner Argumentation sind Fälle 2 und 4 synonym (downloaden/kopieren darf man ja laut dieser generell nicht), andererseits willst du aber, dass der E/P Gewinn macht, wenn nicht Fall 1 eintritt. Pragmatisch gesehen haben Fall 3 und 4 exakt das gleiche Ergebnis (E/P macht gewinn), allerdings schließt du Fall 4 mit deiner ersten argumentation aus. Da du also gleichzeitig Fall 4 haben und nicht haben willst, ergibt sich ein widerspruch. Fall 3 ist nämlich realistisch nicht machbar. Klar soweit?
G!zmo hat geschrieben:Dann hätten sie aber schon vor Jahren pleite sein müssen

.
Auch ein Punkt. Ich glaub patte-chan hat das am besten erläutert. Was da aber übrigens zur ganzen downloadproblematik noch hinzukommt, ist dass sich die gesamte Industrie da bis heute ziemlich vehement weigert, von den Fans/Abnehmer gewünschte, vernünftige und ich behaupte auch sicher lukrative streaming/downloaderangebote anzubieten. Das ist gerade so ganz langsam im kommen, ich denke da wird man noch durch eine ähnliche entwicklung wie vor Jahren die Musikindustrie durchmachen - was nämlich in dem bezug immer viele nicht beachten, ist dass die zahl der legalen downloads in den letzen Jahren auch extrem zugenommen hat, womit wir wieder beim "dem kunde etwas bieten" wären. Die kunden wollten brauchbare download-gelegenheiten, für die sie dann auch zahlen würden.
Tja, aber auf einem aktiven, interessierten Community-Member kommen vielleicht 10 Leute, die das Zeug einfach nur kostenlos runterladen wollen, vielleicht sogar noch mehr

.
Tja, das ist so das Problem mit Empirik.
Das Problem ist doch aber viel mehr, ob diese Community-Members genug sind, um das Geschäftsmodell am laufen zu halten. Mit den Kostenlossaugern zu rechnen, macht halt einfach keinen Sinn.
Mr. Wood hat geschrieben:Viele Kampagnen der Industrie sind äußerst plump, aber die Argumentation der Gegenseite scheint mir manchmal auch recht dünn.
Ich glaube, bei gewissen Themen (lies: nicht M:OM related

) komme ich ja ganz gut mit dir klar, Mr. Wood. Da hast du nämlich durchaus nicht unrecht.
patte-chan hat geschrieben:Bitte was? Natürlich sind Immaterialgüter Produkte. Dienstleistungen zählen übrigens zu beidem dazu. Es unterläuft alles einem Produktionsprozess und man kann teilweise damit schon materielle Denkmuster anwenden. Nur Rohstoffe sind nicht relevant, somit sind Immaterialgüter natürlich nur künstlich knapp gehalten.
Ok, ist jetzt natürlich wieder definitionssache, reiten wir mal nicht auf der Semantik rum. Fakt ist eben, dass man immaterialgüter nicht
generell mit materiellen gleichsetzen kann, da sind wir uns ja offensichtlich einig. Ich halte es halt, wie oben geschildert, generell nicht mehr für sinnvoll, diese künstliche verknappung aufrecht zu erhalten, sondern stattdessen nach wegen zu suchen, die tatsächliche leistung des urhebers, nämlich den schaffensprozess, zu entlohnen.
Und das Urheberrecht war doch schon immer da, um geistiges Eigentum zu schützen. Das ist seine Existenzgrundlage

Ja, klar. Aber viele teile des urheberrechts kommen eben noch aus einer zeit, wo die Contentindustrie im prinzip die einzige möglichkeit der distribution dargestellt hat, so ist diese ja überhaupt erst entstanden. Das hat sich eben massiv geändert, und daran scheitern halt einige aspekte des urheberrechts inzwischen bzw dadurch entstehen teile der gesamten problematik. Man muss die Rechte eines Urhebers heute eben anders schützen als früher.
Das ist ne sehr pragmatische Sichtweise. Eine, die im Kapitalismus auch nicht gerade zielführend ist. Gut, ich bin mit z.B. den Ansichten der Pirate Bay Partei (

) und auch dem allgemeinen Diskurs nicht vertraut, deswegen weiß ich nicht in wie weit die Piraten Modifikationen des Urheberrechtes vorschlagen, aber ganz prinzipiell würde eine Einschränkung dessen ja die Motivation zu Investitionen und Forschung mehr oder weniger hemmen. Im internationalen Kontext wäre das natürlich ein dicker Negativpunkt für die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort.
Rein wirtschaftlich gesehen hast du da ja nicht mal so unrecht. Daher gab es zB schon einfach schlicht vorschläge, die laufzeit der meisten urheberechte (und patente) drastisch zu reduzieren, um den investitionswillen noch aufrecht zu erhalten, aber gleichzeitig eben den kompromiss mit einem lockereren urheberrecht/patentwesen zu schlagen. Aber das ist halt auch eine sache mit den geschäftsmodellen: wenn jemand eins findet, dass gut funktioniert, stehen ja auch investitionen nichts im weg. Kapitalismus heißt ja nicht Stagnation.
Übrigens, dass der grundlegende erfolg der PP (zumindest in Schweden) mit TPB sehr eng zusammenhängt, ist kein Geheimnis.
