Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

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Kilimann
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Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Kilimann »

Deutsche Gerichtsentscheidungen unterstützen Vorgehen gegen Händler und Importeure von Raubkopie-Adaptern

Raubkopie-Adapter wie R4, N5, M3, DSTT usw. verletzen das Urheberrecht; wer sie vertreibt, handelt rechtswidrig und muss Schadenersatz leisten. So lautet, kurz gefasst, der Tenor von mehr als 20 Gerichtsentscheidungen, die Nintendo seit 2008 in Deutschland erwirkt hat. Die Adapter ermöglichen es, illegal aus dem Internet heruntergeladene Raubkopien von Videospielen auf der tragbaren Konsolenfamilie Nintendo DS abzuspielen, indem sie die in allen Nintendo DS Geräten implementierten technischen Schutzmaßnahmen umgehen.

Aufgrund der eindeutigen Rechtsprechung hat ein von Nintendo verklagter Vertreiber von Kopiermodulen kürzlich erstmals selbst die Rechtswidrigkeit seines Tuns und seine Schadenersatzpflicht anerkannt. Das entsprechende Urteil, das am 22. September 2010 vom Landgericht München erlassen und vergangene Woche zugestellt wurde, nimmt Nintendo zum Anlass, einmal mehr auf das Problem der Produktpiraterie und auf die Rechtswidrigkeit von Raubkopieadaptern hinzuweisen. Und darauf, dass der Handel und die Einfuhr von Raubkopieadaptern erhebliche Schadenersatzforderungen nach sich ziehen kann.

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Das Urheberrechtsgesetz verbietet sowohl die Herstellung als auch die Einfuhr und Verbreitung von Vorrichtungen, deren wesentlicher Zweck darin besteht, technische Maßnahmen zu umgehen, die dem Schutz des Urheberrechts dienen. Dass es sich bei den genannten Raubkopie-Adaptern um genau solche Vorrichtungen handelt, haben deutsche Gerichte seit 2008 wiederholt festgestellt, erst im Januar 2010 auch das Oberlandesgericht München in einer nun rechtskräftigen Entscheidung.

Aber: Produktpiraterie ist ein globales Problem, das das Unternehmen daher auch global angeht und eng mit den Strafverfolgungsbehörden zahlreicher Länder zusammenarbeitet. So liegen mittlerweile auch in anderen Ländern – wie den Niederlanden, Großbritannien, Italien, Spanien und Belgien sowie den USA, Australien, Hong Kong, Japan, Korea und Taiwan - entsprechende Gerichtsentscheidungen vor. Seit 2009 sind weltweit mehr als 500.000 Raubkopie-Adapter beschlagnahmt worden. Nintendo initiiert diese juristischen Schritte nicht nur im Eigeninteresse, sondern vielmehr auch zum Schutz von mehr als 1.400, zum Teil sehr kleinen, Entwickler-Studios, deren Existenz von dem Verkauf ihrer Spiele abhängig ist.

Quelle: PM
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Ra's al Ghul
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Ra's al Ghul »

Mich überrascht es immer wieder, wie viele Leute der Meinung sind, dass Schwarzkopien der Industrie nicht (wesentlich) schaden. Während in Gamingforen solche Meldungen größtenteils auf Zustimmung stoßen, ist das auf IT-Nachrichtenseiten wie heise.de und golem.de oft nicht der Fall. Dort gibt es regelmäßig Hasstiraden gegen die Publisher.

Wir "ehrliche Spieler" sollten Nintendo & Co. bei ihrem Vorgehen gegen Schwarzkopien eigentlich unterstützen, da auch wir darunter leiden. Klar, zumindest die PC-Spieler unter uns ärgern sich oft über teils dreiste Kopierschutzmaßnahmen. Aber imo fördert die Problematik die Innovationsarmut, gerade bei HD-Konsolen, wo die Entwicklung von Spielen sehr, sehr teuer ist. Expertimente mit Blockbusterbudget gibt es quasi nicht mehr.

Ich frage mich manchmal, ob Schwarzkopierer ihre Ausreden selbst für korrekt halten. "Ich möchte ein Spiel ausprobieren, bevor ich es für 60 Euro kaufe. Wenn es gut war, dann kaufe ich es in aller Regel nach." Wer's glaubt wird seelig. Fest steht: Man wird für ein paar Stunden unterhalten. Manchmal weniger gut, manchmal super. Aber man wird unterhalten. Und dafür zahlt man nichts. Nun ist es aber so, dass Spiele nicht auf Bäumen wachsen. Hinter einem Spiel stecken viele, viele Menschen, die direkt oder indirekt an der Entwicklung beteiligt waren. Das sind Programmierer und Designer, genau so wie Projektmanager und Finanzer. Die Leute verdienen Geld damit, dass jemand das Spiel kauft. Genau so wie ein Bäcker sein Geld damit verdient, Brötchen zu verkaufen. Klar, Brötchen kann man anfassen, den Inhalt von Spielen nicht. Während ich für viele Brötchen viel Mehl brauche, kann ich den Inhalt von Spielen (fast) ohne Material unendlich vervielfältigen. Viele sprechen daher von künstlicher Verknappung. Aber wie gesagt, genau so wie der Bäcker, muss auch der Entwickler seinen Lebensunterhalt finanzieren.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Spike »

Ra's al Ghul hat geschrieben:Mich überrascht es immer wieder, wie viele Leute der Meinung sind, dass Schwarzkopien der Industrie nicht (wesentlich) schaden. Während in Gamingforen solche Meldungen größtenteils auf Zustimmung stoßen, ist das auf IT-Nachrichtenseiten wie heise.de und golem.de oft nicht der Fall. Dort gibt es regelmäßig Hasstiraden gegen die Publisher.
Viele der Hasstiraden entstehen aber deshalb, weil die Industrie die Konsumenten immer mehr gängelt, ohne dafür eine Gegenleistung zu bringen. D.h. der ehrliche Käufer ist im Endeffekt der Dumme, dieser muss meiner Ansicht nach viel stärker belohnt werden (und damit meine ich nicht, Hüte als DLC-Code beizupacken).
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Player »

Ra's al Ghul hat geschrieben:Klar, Brötchen kann man anfassen, den Inhalt von Spielen nicht.
Und dann nimmst du es auch, weil du es angefasst hast. Ich esse es dann nämlich nicht mehr. :nudelholz:
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Ra's al Ghul
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Ra's al Ghul »

Das sehe ich vollkommen auch so. Wer SecuROM & Co. "überlisten" will, schafft das ohne Probleme. Die Maßnahme erfüllt nicht ihren Zweck, sondern ärgert den ehrlichen Käufer. Das ist eher kontraproduktiv.

Es fehlt auf beiden Seiten auf Werten. Nicht nur was Schwarzkopien angeht. Jeder denkt zu 99,9% an sich und seinen Geldbeutel. An alles andere wird kein oder nur äußerst selten ein Gedanke verschwendet. Hätten die Menschen etwas mehr Anstand und würden über die Auswirkung ihres Handelns auf andere nachdenken, hätten wir viele Probleme, die wir heute haben, nicht.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Odango »

Ich hab täglich Eltern im Laden stehen, die nach soner Karte fragen oder sogar Hilfe von uns bei den Einstellungen haben wollen.
Wenn ich denen dann klipp und klar sage, dass das was sie tun illegal ist und geahndet wird kommt die standardmässige Antwort "Ja, aber hören Sie mal, soll ich denn allen Ernstes 40€ für so ein Spiel ausgeben?"

Meine standardmässige Antwort ist dann "Meine Eltern haben mir das Klauen auch nicht beigebracht und ich musste für meine Spiele - die damals ja übrigens fast wenn nicht genauso teuer waren, halt nur umgerechnet in DM - auch mein Taschengeld sparen." Und tatsächlich macht es zumeist dann erst *klick* bei denen. Mal von dem grundlegendem Problem abgesehen, dass man den Publishern schadet was denen ja ziemlich lattens ist, was lernen ihre Kiddies denn dabei?

Nur weil die Kinder heute vor Konsum kam noch stehen können und Spiele gar nicht mehr richtig geniessen, muss man ihnen doch nicht das klauen beibringen.

Andererseits muss man auch sagen, dass heutzutage viel mehr Spiele auf dem Markt sind, die ganz klar gesagt einfach scheiße sind und da kann ich verstehen, wenn Chantalle nach 2 Std keinen Bock mehr auf "Mein erster Boyfriend" hat.

Meine Einstellung zu dem Thema war vor 2 Jahren noch ne ganz andere, es hat mich auch angekotzt dauernd Spiele gekauft zu haben die einfach nur blöd sind und die ich nicht mehr zurückgeben konnte.
Im Zeitalter von Youtube und Co. sind so Blindkäufe aber keine Ausrede mehr, man kann sich wirklich von allem vorher nen Eindruck machen.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Ra's al Ghul »

Traurig, was du da erzählst. Das zeigt auch, dass manche Eltern Spiele wohl dazu benutzen, sich selbst möglichst wenig mit dem Kind auseinandersetzen zu müssen. Hauptsache es ist beschäftigt und man hat seine Ruhe, hm?

So verkommt unser Hobby doch nur. Wir selbst müssen doch heute manchmal aufpassen, dass wir Spiele nicht wie Fast Food behandeln. Die Freizeit ist knapp. Schnell ein Spiel durchzocken, damit noch Zeit für das nächste bleibt. Denn in diesem Jahr erscheinen noch zig Top-Titel und nächstes Jahr ist für den Backlog auch keine Zeit. Da frage ich mich manchmal: Ist es so schlimm, ein Spiel mal zu "verpassen"? Mal nicht den Titel, über den im Internet alle zu reden scheinen, zum Launch im Regal zu haben?

Eigentlich kristisiere ich mich gerade sogar selber. Als ich vor über 10 Jahren mit dem Gaming richtig angefangen habe, war es etwas besonderes, ein Spiel zu kaufen bzw. zu bekommen. Wenn man mit den Brüdern vor Ostern 140 DM zusammenkratzt, um ein Conker's Bad Fur Day zu kaufen, dann vergisst man diesen Tag nicht. Wenn ich heute hingegen Fußball Manager 11 bei Amazon.de bestelle, dann weiß ich eine Woche später nicht mehr an welchem Wochentag das war und was ich da sonst noch so getrieben habe.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Spike »

Ra's al Ghul hat geschrieben:Traurig, was du da erzählst. Das zeigt auch, dass manche Eltern Spiele wohl dazu benutzen, sich selbst möglichst wenig mit dem Kind auseinandersetzen zu müssen. Hauptsache es ist beschäftigt und man hat seine Ruhe, hm?
Wohl eher die Geldfrage. Ich war damals stolz, als mein Vater mir im Kaufhaus The Legend of Zelda für 99 DM gekauft hat. Heute sind die Kids wahrscheinlich sauer auf ihre Eltern, wenn die einem nicht die DS Spiele aus dem Internet saugen. Manche Eltern sind wahrscheinlich auch froh, nicht ständig 40 EUR für "Müll" ausgeben zu müssen, gibts doch "im Internet umsonst".
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Astartus »

Naja, aber diese Adapter gemeinhin als "Raubkopie-Adapter" zu bezeichnen ist so eigentlich auch nicht ganz richtig.

Ja, sie ermöglichen eine digitale Kopie des Spiels auf eine SD Karte zu packen und über eine Software, die ebenfalls auf dieser SD-Karte liegt, illegal abzuspielen. Dafür kann aber dieser "Adapter" selber nichts. genausogut kkönnte sich Nintendo selber verklagnen da der DS das abspielen von Spielen über einen Adapter ermöglicht.

Ich habe auch so einen Adapter, aber benutze diesen um MP3's über meinen DS zu hören, oder den DS als Mini-Organizer zu benutzen (PDA oder Android Handy sind zu teuer).
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Spike »

Astartus hat geschrieben:Dafür kann aber dieser "Adapter" selber nichts.
Natürlich, der Hersteller könnte doch genau dies technisch irgendwie blockieren. Stattdessen wird beim Verkauf dessen sogar noch damit geworben.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Ra's al Ghul »

Astartus hat geschrieben:Naja, aber diese Adapter gemeinhin als "Raubkopie-Adapter" zu bezeichnen ist so eigentlich auch nicht ganz richtig.

Ja, sie ermöglichen eine digitale Kopie des Spiels auf eine SD Karte zu packen und über eine Software, die ebenfalls auf dieser SD-Karte liegt, illegal abzuspielen. Dafür kann aber dieser "Adapter" selber nichts. genausogut kkönnte sich Nintendo selber verklagnen da der DS das abspielen von Spielen über einen Adapter ermöglicht.

Ich habe auch so einen Adapter, aber benutze diesen um MP3's über meinen DS zu hören, oder den DS als Mini-Organizer zu benutzen (PDA oder Android Handy sind zu teuer).
Klar, man kann diese Adapter auch für gänzlich legale Dinge nutzen. Aber wie viele Leute machen das? Da bist du in der Minderheit. Und wenn wir ehrlich sind, hast du deinen DS gekauft, um Spiele darauf zu spielen und nicht, um ihn als Organizer zu benutzen. Und der DS wird nicht als "Alleskönnder" beworben, sondern als "Spielekonsole". Wenn Nintendo gegen die Dinger also vorgeht, ist das so gesehen keine Gängelung des ehrlichen Kunden. In Zeiten von "Apps" wird es Organizer-Software & Co. zukünftig ohnehin für fast jedwedes Gerät geben - ganz legal und ohne Gerüchle. Ich weiß nicht ob es sowas als DSiWare schon gibt. Irgendwann wirds aber sicher kommen.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Mr. Wood »

Kundengängelung ist bei Nintendo - abseits vielleicht von teils beschränkten Import-Abspielmöglichkeiten ohne Modifikationen - praktisch nicht existent, wenn man unter Kundeninteresse versteht, dass wir Kunden unsere gekauften Spiele ohne weitere Zauberei mit (Online-)Aktivierung oder ähnlichem Käse auf unseren Spielkonsolen zocken können. Auf Nintendo-Konsolen werden Originalspiele nicht komplett durch Quälmaßnahmen vernagelt, also kann das kein Argument dafür sein, sich die Titel anderweitig zu besorgen.
Die Kostenfrage kann man schon mit deutlich mehr Ernst betrachten. Viele Menschen wollen heute möglichst alles, sie wollen es gleich und sie wollen es möglichst kostenlos. Gezielt Geld für meine Hobbys ausgeben? Klug mit vorhandenen Mitteln haushalten? Ich bin doch nicht blöd! Ich zieh und kopiere mir Kram, bis ich irgendwann daran zu ersticken drohe! Mit vernünftiger Argumentation kommt man bei vielen dieser Kandidaten schlicht nicht weiter. Irgendwann wir wieder die alte Leier von den begrenzten finanziellen Mitteln angestimmt, als sei das eine Rechtfertigung dafür, sich nicht entsprechend der eigenen Finanzen zu beschränken. Da wird es dann wirklich nur helfen, wenn man Beschaffungs- und Nutzungmöglichkeiten stark verkompliziert oder, wo möglich, gleich vollends einschränkt.
Ich muss mich auch beschränken, meine Mittel sind höchst überschaubar. Dennoch kann ich mir all das, was mich ernsthaft interessiert (!), auch leisten - indem ich geschickt und solide wirtschafte. Das scheint den Leuten heute abzugehen. Wenn allerdings schon viele Erwachsene das nicht mehr können (oder wollen), wie sollen es dann Kinder und Jugendliche lernen.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von tdk »

Ohne das jetzt irgendwie schönreden oder entschuldigen zu wollen betrachte ich das ganze recht nüchtern und denke , dass dies wohl normale "Begleiterscheinungen" einer Konsumgesellschaft wie der unseren sind.

Moralisch und pädagogisch habe ich da sicherlich auch eine Haltung wie viele andere hier im Forum.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Daddelmama »

Endlich !
Ich habe meine 11jährige Tochter gezwungen diesen Thread zu lesen. Seit gefühlten 100 Jahren stehe ich hier als die einzig uncoole Mutter da, die ihren Kindern nicht so eine Karte kauft, alle anderen haben doch eine, und die kann man ganz normal im Laden oder auf dem Trödel kaufen blablablubb........
Meine Argumente, dass Nintendo wohl kaum seine Spiele gratis zum runterladen ins Netz gestellt hat und ich illegale downloads nicht unterstütze usw. wurden nur immer mit Augenrollen und Türenknallen kommentiert.

Wenn man nur über ein begrenztes Taschengeld verfügt, muss man eben gut überlegen, welches Spiel man wirklich haben will , und in dem Alter meiner Kinder kann man nunmal nicht 50 Spiele auf einmal besitzen.
Aber wie bereits von anderen erwähnt, solche erzieherischen Debatten sind den meisten Eltern hier schon zuviel.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von 3r1c »

Mich überrascht es immer wieder, wie viele Leute der Meinung sind, dass Schwarzkopien der Industrie nicht (wesentlich) schaden.
Zumindest nicht in dem Ausmaß, dass die Industrie propagiert. Das wesentlich kannst du dir also sparen ;). Außerdem kann den schaden bis heute niemand korrekt beziffern. Aber da will ich auch nicht allzuarg drauf eingehen, weil das eh wieder nur zu flamewars führt.

Während in Gamingforen solche Meldungen größtenteils auf Zustimmung stoßen, ist das auf IT-Nachrichtenseiten wie heise.de und golem.de oft nicht der Fall. Dort gibt es regelmäßig Hasstiraden gegen die Publisher.
Könnte daran liegen, dass die IT-Leute meist wesentlich mehr ahnung von der zugrunde liegenden materie haben. No offense, aber welcher (pure) gamer setzt sich denn damit ernsthaft auseinander? Der hört doch nur das Mimimi der Industrie und glaubt ihnen das mangels gegensätzlicher darstellung.
Wir "ehrliche Spieler" sollten Nintendo & Co. bei ihrem Vorgehen gegen Schwarzkopien eigentlich unterstützen, da auch wir darunter leiden. Klar, zumindest die PC-Spieler unter uns ärgern sich oft über teils dreiste Kopierschutzmaßnahmen.
Du implizierst, dass es sinn macht, überhaupt dagegen vorzugehen, und dass die schuld (allein) bei den schwarzkopierern liegt, was nicht der fall ist. Klar, das ist eine Huhn/Ei-Diskussion, aber die Industrie ist nicht ganz unschuldig an der situation, da man unwillig ist, einzusehen, dass man Piraterie nicht bekämpfen kann. Man muss sich damit arrangieren, und alternativen suchen. Die Konsolenhersteller sollten da noch das geringste problem mit haben.
Aber imo fördert die Problematik die Innovationsarmut, gerade bei HD-Konsolen, wo die Entwicklung von Spielen sehr, sehr teuer ist. Expertimente mit Blockbusterbudget gibt es quasi nicht mehr.
Woran liegt denn das? Die technischen entwicklungskosten eines games heute sind einfach vollkommen unverhältnismäßig geworden. Selbiges gilt übrigens auch für die Filmindustrie, speziell mit dem ganzen 3D-Crap. Was glaubst du warum spiele wie Minecraft oder Flashzeug wie Farmville so boomt? Weil sie, ob man sie jetzt mag oder nicht (das steht jetzt mal nicht zur debatte, ich bin auch kein fan von letzterem), scheinbar ein ansprechendes gameplay haben. Klar ist ein Spiel mit guter Grafik auch mal cool, aber der Markt ist einfach so unglaublich übersättigt.
DAVON noch abgesehen, guck dir doch mal an, wie viel spielzeit du dann teilweise für deine 70€ auf PS3/360 kriegst, wenns kein MP titel ist bzw du kein MP fan bist. Ich messe einen angebrachten preis nicht nur an der qualität des gameplays. Wenn ich für 10h spielen 60-80€ bezahlen darf, find ich das schlicht unverschämt. Gut, das könnte bei mir etwas extrem ausgeprägt sein da ich nun mal hauptsächlich in der RPG-Ecke hocke und von daher spielzeiten von >60-80h gewohnt bin (+weitere durchgänge), aber trotzdem.
Ich frage mich manchmal, ob Schwarzkopierer ihre Ausreden selbst für korrekt halten. "Ich möchte ein Spiel ausprobieren, bevor ich es für 60 Euro kaufe. Wenn es gut war, dann kaufe ich es in aller Regel nach." Wer's glaubt wird seelig. Fest steht: Man wird für ein paar Stunden unterhalten. Manchmal weniger gut, manchmal super. Aber man wird unterhalten. Und dafür zahlt man nichts.
Ja dann will ich doch mal von dir wissen: hast du dir noch nie spiele von freunden ausgeliehen? Oder getauscht? Ist EXAKT das selbe. Du kriegst ein spiel umsonst, du kaufst es nicht, und wirst unterhalten. Ich findes es einfach lächerlich, dass viele leute das nicht einsehen (wollen) - wer "a" sagt muss auch "b" sagen, alles andere ist bigotterie und inkonsequenz. Früher hat sich auch keiner drüber beschwert, wenn du deinem kumpel Conker ausgeliehen hast. Wo liegt der unterschied?

Ich persönlich lade nicht mal soviele spiele. Genauer gesagt sind die einzigen dinge die ich lade (ebenfalls rechtlich natürlich illegale) mods und cracks, um spiele zB mit der originalen sprachausgabe zu zocken (weil die publisher da bis heute zu dumm für sind). Die games stehen aber auch im original bei mir im schrank. Mit moralblabla braucht mir also sowieso schon mal keiner kommen.
Nun ist es aber so, dass Spiele nicht auf Bäumen wachsen. Hinter einem Spiel stecken viele, viele Menschen, die direkt oder indirekt an der Entwicklung beteiligt waren. Das sind Programmierer und Designer, genau so wie Projektmanager und Finanzer. Die Leute verdienen Geld damit, dass jemand das Spiel kauft. Genau so wie ein Bäcker sein Geld damit verdient, Brötchen zu verkaufen. Klar, Brötchen kann man anfassen, den Inhalt von Spielen nicht. Während ich für viele Brötchen viel Mehl brauche, kann ich den Inhalt von Spielen (fast) ohne Material unendlich vervielfältigen. Viele sprechen daher von künstlicher Verknappung. Aber wie gesagt, genau so wie der Bäcker, muss auch der Entwickler seinen Lebensunterhalt finanzieren.
Streitet ja auch keiner ab. Aber wenn du hier konsquent vergleichen willst, darfst du nicht beim Bäcker die Brötchen hernehmen, sondern das Rezept. Das ist nämlich reine information, und verhält sich dadurch sehr ähnlich wie ein spiel (=elektronische daten) - es ist unendlich kopierbar. Die Zutaten und deine küche sind dann sozusagen dein PC bzw deine Konsole auf denen du das rezept "zum laufen bringst". Wenn du also konsequent argumentieren willst, müsstest du nun fordern, dass das backen von brötchen zuhause verboten werden müsste, weil man ja so den job des bäckers gefährdet. "Homebaking is killing the bread industry.", wie Ghandy vom Gulli:Board es mal so schön sarkastisch ausgedrückt hat.

Der Punkt ist, an den symptomen und begleiterscheinungen wie diesen adaptern herumzudoktorn, ist maximal eine temporäre lösung, aber nichts was sinnvolle langzeitwirkungen hätte. Die Industrie sollte erstmal vor der eigenen haustür kehren, bevor sie die schuld beim Zielkunden (also sowohl käufer als auch Schwarzkopierer) sucht. Man muss sich überlegen: "Was will der kunde? Und wie könnte ein erfolgreiches geschäftsmodell aussehen, dass diesen kundenwünschen entspricht?". Und nicht: "Wir haben hier ein geschäftsmodell, wie kriegen wir den kunden in dieses modell?"

Ich behaupte, dass die wenigsten leute einfach nur illegal kopieren, weil sie nichts bezahlen wollen. Das wäre unsinniges schwarzweiß-denken. Es gibt einmal solche, die ihr geld einfach in andere freizeitbeschäftigungen stecken - die würden dann halt auch nix kaufen, selbst wenn sie müssten, sondern sich andere beschäftigungen suchen. Dann gibt es solche, die nichts bezahlen könnten, selbst wenn sie wollten, zB weil sie eben aus schlechten finanziellen verhältnissen kommen (gibt es ja leider immer mehr), oder einfach andere prioritäten mit ihrem geld haben (kann ich als student ja gut nachvollziehen), oder nochmal alternativ eben nur geld für x spiele haben, diese dann auch mit freuden kaufen, und sich den rest eben mangels geld saugen. Dann gibts solche, die eben Schwarzkopien als "Volldemos" verwenden, und das sind nicht gerade wenige, wenn man sich mal so umhört. Die konsquenten davon löschen spiele auch, wenn sie ihnen nicht gefallen. Dann gibts sonderfälle wie mich, wie ich oben schon beschrieben habe. Desweiteren gibts dann noch leute, die mit solchen adaptern oder mods importe abspielen (gut, das gilt nur für den DSi, die alten modelle hatten ja keinen region lock) - übrigens auch was wo die Industrie mal langsam im 21ten jahrhundert ankommen sollte. Da fall ich teilweise auch drunter, meine Xbox wird wohl bald aus diesem grund geflashed. Ich kann ja nichts dafür, dass die spiele, die ich gerne spielen (und auch definitiv kaufen würde) nie hier erscheinen. :ka:

Natürlich kann man sich jetzt streiten, ob erstere beiden kategorien nicht genauso dämlich sind, wie leute, die einfach nichts bezahlen wollen (also schlichte geizkrägen). Aber das ist ein kampf gegen windmühlen, und trägt nichts zur lösung der eigentlichen problematik bei. Pragmatisch gesehen sollte man sich lieber um die kunden kümmern, die man hat, und mit vernünftigen geschäftsmodellen neue kunden gewinnen (schau dir zB mal Blizzard an, die wissen auch ganz genau, dass denen die Privatserver für WoW keinen signifikanten schaden zufügen, und zusätzlich als kostenlose werbung fungieren, also kümmern sie sich im generellen nicht drum), und nicht diese dann auch noch mit DRM, onlinezwang, halbfertigen spielen mit DLC-Komplettierung und sonstigen "späßchen" zu drangsalieren. Den ganzen industriegiganten - nicht nur in der Gamingindustrie - muss langsam mal klar werden, wer der eigentlich könig ist - nämlich der kunde. Und da sehe ich die Gamingindustrie im allgemeinen und vielleich auch wenig fanboyish veranlagt Nintendo im speziellen noch in einer guten position, die kurve zu kriegen. Die Zukunft der Gamingwelt wird sowieso sehr, sehr anders aussehen als der derzeitige status quo, ich hoffe da sind sich die meisten hier einig.
Klar, man kann diese Adapter auch für gänzlich legale Dinge nutzen. Aber wie viele Leute machen das? Da bist du in der Minderheit. Und wenn wir ehrlich sind, hast du deinen DS gekauft, um Spiele darauf zu spielen und nicht, um ihn als Organizer zu benutzen. Und der DS wird nicht als "Alleskönnder" beworben, sondern als "Spielekonsole". Wenn Nintendo gegen die Dinger also vorgeht, ist das so gesehen keine Gängelung des ehrlichen Kunden. In Zeiten von "Apps" wird es Organizer-Software & Co. zukünftig ohnehin für fast jedwedes Gerät geben - ganz legal und ohne Gerüchle. Ich weiß nicht ob es sowas als DSiWare schon gibt. Irgendwann wirds aber sicher kommen.
Dazu noch mal eben ein Wort. Wir hatten die diskussion hier schonmal ausführlich ohne ergebnisse, weil homebrew halt nunmal ansichtssache ist, aber als was das gerät "beworben" wird, muss nicht notwendigerweise was damit zu tun haben, warum sich manche leute das gerät kaufen. Ja, es ist die Minderheit. Aber es gibt eben einige solcher Minderheiten, und kleinvieh macht halt auch mist. Und nur weil das gerät dafür vom hersteller nicht gedacht war, heißt es ja nicht, dass man das generell nicht kreativ nutzen sollte. Afaik hat man auch schon aus mehreren PS3s nen verlinkten GPU-Supercomputer gebaut, ich mein sogar an einer Uni. Ich bin halt generell mal der ansicht, dass man mit einem gekauften gerät auch machen können sollte, was man will - der hersteller muss das ja nicht unbedingt unterstützen (auch wenns in manchen fällen sicher nicht dumm wäre). Ob ich meinen DS jetzt auseianderlöte und wieder zusammenbaue, bei meiner Wii das Case modde, beides aus dem fenster werfe oder halt homebrewanwendungen draufhaue, wenn ich es kann, kann dem hersteller ja eigentlich egal sein. Konsolen kann schließlich man noch nicht runterladen. :kruemel:

Ich finde es übrigens gut, dass du selbst nicht mehr den begriff "raubkopie" verwendest, sondern das korrektere und wesentlich unpolemischere "Schwarzkopie". :)
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Cyber Zéro »

3r1c hat geschrieben:Ja dann will ich doch mal von dir wissen: hast du dir noch nie spiele von freunden ausgeliehen? Oder getauscht? Ist EXAKT das selbe.
Natürlich. Sämtliche Schwarzarbeiter in Deutschland erfüllen im Grunde ja auch nur Freundschaftsdienste, nicht wahr? Das ist exakt dasselbe ...
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von 3r1c »

Cyber Zéro hat geschrieben:
3r1c hat geschrieben:Ja dann will ich doch mal von dir wissen: hast du dir noch nie spiele von freunden ausgeliehen? Oder getauscht? Ist EXAKT das selbe.
Natürlich. Sämtliche Schwarzarbeiter in Deutschland erfüllen im Grunde ja auch nur Freundschaftsdienste, nicht wahr? Das ist exakt dasselbe ...
Was hat das damit zu tun? Du scheinst den eigentlich Punkt nicht verstanden zu haben. Wer argumentiert, das heruntergeladene spiele unmoralisch/schädigend sind, weil dann die industrie keine kompensation erhält, der darf sich nicht gleichzeitig spiele für lau von seinem kumpel ausleihen, wo die Industrie auch nichts erhält. Aber ich sagte ja, es gibt eben leute, die wollen das nicht verstehen - logisch, würde ja auch die gesamte argumentation dieser leute in sich zusammen brechen lassen. :wink:

Oder kannst du mir konkret - ohne zusammenhanglose vergleich - erläutern, warum da irgendein unterschied besteht? Ich bin gespannt.
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Cyber Zéro
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Cyber Zéro »

So zusammenhangslos war der Vergleich nicht, aber du scheinst meine Argumentation auch nicht verstanden zu haben. :wink: Es besteht meiner Meinung nach ein Unterschied,
1) weil der Verleih eines Spiels im weitesten Sinne als Freundschaftsdienst angesehen werden kann, das illigale Downloaden von Spielen aber ganz bestimmt nicht. Wenn du das auf eine Stufe stellst, dann müsstest du bzgl. der Schwarzarbeit/Freundschaftsdienst genauso argumentieren.
2) weil du dir das Spiel nur temporär leihst und nicht unrechtmäßig in deinen Besitz bringst.
3) weil es wohl einen wesentlichen finanziellen Unterschied macht, wenn ich nur zwei oder drei Freunden ein Spiel leihe, anstatt das Spiel zig Millionen Menschen im Internet zugänglich zu machen. Dieses "Tauschen" im großen Stil stellt eine ganz andere Dimension dar.
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Odango
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Odango »

Könnte daran liegen, dass die IT-Leute meist wesentlich mehr ahnung von der zugrunde liegenden materie haben. No offense, aber welcher (pure) gamer setzt sich denn damit ernsthaft auseinander? Der hört doch nur das Mimimi der Industrie und glaubt ihnen das mangels gegensätzlicher darstellung.

Wasn das für ne Argumentation? Hier hört keine das Mimimi der Hersteller, es ist grundlegend einfach illegal sich Spiele zu ziehen, Punkt. Das hat doch mit "Glauben" oder "Nicht glauben" gar nichts zu tun, es ist einfach verboten und das aus gutem Grund.

Oder - um deine Aussage mal auf was andres zu beziehen - verprügelst du nur deshalb keine wildfremden Menschen auf der Straße, weil du mal gehört hast, dass man die dabei verletzen kann und es auch ohne gegensätzliche Darstellung glaubst? Der moralische Grundgedanke dahinter ist dir egal?

Entweder man hat die Kohle um sich Spiele zu kaufen, oder man hat sie nicht und bekommt sie nicht, fertig.

Ich brech mir auch keinen Mercedes auf und düs damit ab, weils im An- und Verkauf um die Ecke billig Brecheisen gibt und ich mir sonst keinen leisten kann.
Und ja ich weiß, dass diese Art von Diebstahl anders ist als Raubkopiererei, Diebstahl bleibt es trotzdem in meinen Augen.
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3r1c
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von 3r1c »

Cyber Zéro hat geschrieben:So zusammenhangslos war der Vergleich nicht, aber du scheinst meine Argumentation auch nicht verstanden zu haben. :wink: Es besteht meiner Meinung nach ein Unterschied,
1) weil der Verleih eines Spiels im weitesten Sinne als Freundschaftsdienst angesehen werden kann, das illigale Downloaden von Spielen aber ganz bestimmt nicht. Wenn du das auf eine Stufe stellst, dann müsstest du bzgl. der Schwarzarbeit/Freundschaftsdienst genauso argumentieren.
Da, siehst du? Kaum kommen mal vernünftige argumente, wird gleich die Moralmauer wieder hochgezogen. Im übrigen war das auch keine rechtfertigung für illegale downloads, es war eine ad absurdum widerlegung eines Arguments, dass ich viel zu oft höre. Siehe nächster absatz.
2) weil du dir das Spiel nur temporär leihst und nicht unrechtmäßig in deinen Besitz bringst.
Du hast trotzdem nicht dafür bezahlt. Wenn hier schon schwachsinnige Moralargumente kommen, dann bitte auch ganz oder gar nicht. Und du willst den filesharern vorwerfen, sie würden nur ausreden bringen.
3) weil es wohl einen wesentlichen finanziellen Unterschied macht, wenn ich nur zwei oder drei Freunden ein Spiel leihe, anstatt das Spiel zig Millionen Menschen im Internet zugänglich zu machen. Dieses "Tauschen" im großen Stil stellt eine ganz andere Dimension dar.
Ganz. Oder. Gar Nicht. Nicht hier so und da so. Das ist Bigotterie, und sonst nix. Die ganze argumentation stimmt hinten und vorne nicht.
Schwarzkopien gibt es selbst bei Indie-Download-Games ohne DRM zu genüge, also hinkt der Vorwurf an die Industrie ein wenig...
Ich sagte doch, dass ist nicht schwarz/weiß. Da haben beide seiten schuld. Aber die Industrie sollte erst mal schauen, wo sie selbst dinge falsch macht, bevor sie auf andere zeigt.
Schon mal was vom geistigen Eigentum gehört?
Hat genau was mit der eigentlichen aussage des vergleichs zu tun? Das rezept für brötchen ist nicht geistiges eigentum des bäckers. Es ging darum, dass ich einen vergleich richtig(er) gestellt habe, weil man materielle sachen nicht mit immateriellen vergleichen kann. Ich erhebe keinen anspruch auf absolute richtigkeit des vergleichs, aber lies das ganze bitte im kontext.
Dann behaupte ich einfach mal genau das :kruemel:.
(Die häufige Ausrede, es sei zu teuer, impliziert ja eigentlich genau das.)
Lassen wir das, führt zu grundsatzdiskussionen, und hat keinen sinn. :wink:
Der DSi kann auch alle DS Spiele aus Japan und den USA abspielen, denn es gibt höchstens eine handvoll DSi-exklusive-Spiele...
Mein fehler. Ich habe keinen DSi.
Konsolen sind geschlossene Systeme, und das weiß man vorher. Beim Auto darf man auch nicht einfach so rumschrauben, wie man will.
Darfst du schon. Nur wenn du damit rumfährst, kriegst du halt Ärger bzw riskierst selbst deine sicherheit. Ist bei einer gemoddeten konsole doch nicht anders (ersetze sicherheit/Ärger kriegen mit Onlinebann etc). Ich sagte ja, der hersteller hat ja da keinerlei verpflichtungen, irgendwas zu unterstützen. Alles andere führt wieder zur selben diskussion, die wir hier schonmal hatten, und die hatte keinerlei sinnvolles ergebnis, also lassen wir das.
Wasn das für ne Argumentation? Hier hört keine das Mimimi der Hersteller, es ist grundlegend einfach illegal sich Spiele zu ziehen, Punkt. Das hat doch mit "Glauben" oder "Nicht glauben" gar nichts zu tun, es ist einfach verboten und das aus gutem Grund.
Ich habe an keinem punkt etwas anderes behauptet. Das "Mimimi" war auf die grundsätzlich völlig aus der luft gegriffenen schadensangaben bezogen, die einfach schlicht nicht stimmen und überzogen sind, weil sie auf falschen Annahmen bzw Behauptungen basieren.
Oder - um deine Aussage mal auf was andres zu beziehen - verprügelst du nur deshalb keine wildfremden Menschen auf der Straße, weil du mal gehört hast, dass man die dabei verletzen kann und es auch ohne gegensätzliche Darstellung glaubst? Der moralische Grundgedanke dahinter ist dir egal?
*sigh*
Siehe oberer absatz, das hat grade absolut nichts mit Moral, Recht oder Unrecht zu tun. Kann man hier eigentlich auch mal Diskussionen führen, ohne von überall her mit moral- und emotionsargumenten beworfen zu werden?
Entweder man hat die Kohle um sich Spiele zu kaufen, oder man hat sie nicht und bekommt sie nicht, fertig.
Man kann das ganze trotzdem differenzierter betrachten, und nicht gleich alles in S/W-Schemata stecken...
Ich brech mir auch keinen Mercedes auf und düs damit ab, weils im An- und Verkauf um die Ecke billig Brecheisen gibt und ich mir sonst keinen leisten kann.
Und ja ich weiß, dass diese Art von Diebstahl anders ist als Raubkopiererei, Diebstahl bleibt es trotzdem in meinen Augen.
Wenn du weist dass deine Meinung schlicht falsch ist, warum hälst du an ihr fest? Es ist nunmal kein Diebstahl. Raub schon gleich dreimal nicht. Wenn du der Meinung wärst, das eine Spinne ein Insekt ist, wärs auch falsch.

*sigh* Kann man hier eigentlich nicht mal vernünftige diskussionen führen? Alles artet gleich in entweder a) moralgequatsche oder b) geflame aus. Übrigens, falls ihrs noch nicht begriffen habt: ich stehe auf keiner der beiden seiten, ich habe höchstens eine tendenz mit den filesharern zu sympatisieren, aber nicht aus irgendwelchen hiermit zusammenhängenden gründen. Ich sehe Probleme bei beiden parteien, sowohl die "zomfg alles umsonst"-leute, als auch eine industrie, die größtenteils nicht bereit ist, sich anzupassen. Leute, die alle schuld den filesharern in die schuhe schieben, sind nicht viel besser, als eben jene "alles umsonst"-sauger, weil sie unfähig sind, beide seiten zu betrachten. Und das geht mir auf die Eier, weil genau das die generelle stimmung ist, die konstruktive diskussionen zum thema verhindert.
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GevatterTod
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von GevatterTod »

Du benutzt öfter Begriffe wie "Schwachsinn" oder "ad absurdum", übersiehst aber wie lächerlich deine Argumente teilweise sind. Zunächst einmal ist es sehr einfach zu behaupten, dass die andere Partei eine "Moralmauer" hochzieht oder das geflame startet, wenn sie anfängt/versucht deine Argumente zu widerlegen. Genau das provoziert eigentlich Geflame oder ist selber schon eine Art von Rumflamen.
Man kann sich ja wirklich über alles streiten, vieles ist relativ, das meiste absolut subjektiv und bei drei Personen in einem raum hat man sechs verschiedene Meinungen, aber eine Sache die du geschrieben hast ist der größte Schwachsinn, den ich seit langem gehört oder gelesen habe:
Ganz. Oder. Gar Nicht. Nicht hier so und da so. Das ist Bigotterie, und sonst nix. Die ganze argumentation stimmt hinten und vorne nicht.
lolwut
Wo kämen wir hin, wenn unsere Gesetze keine Abstufungen hätten? :lol:
Z.B:
1 km/h zu schnell fahren = 200 km/h zu schnell fahren.
Zurückschlagen oder sich verteidigen grundsätzlich verbieten, da man andere nicht verletzen darf.
Einem Freund beim Umzug helfen = Schwarzarbeit.
Einem Freund was zu Essen anbieten = Illegaler Gastronomiebetrieb.
Einem Freund was zu trinken geben ohne Ausschanklizenz = illegal.
Am Lagerfeuer ein Lied spielen, dessen Rechte man nicht besitzt = Ab in den Knast.

Vielleicht hast du über deinen Satz ja nicht ganz nachgedacht. Aber wenn man so etwas eindeutig falsches schreibt und darauf besteht, dass es - in diesem Fall - Bigotterie ist, dann trägt das nicht gerade zu einer ernsthaften Diskussion bei (die es imo zu diesem Thema nie geben wird) und es bekommt auch schnell selber das Prädikat "Flame" :asd:
| (• ◡•) | ADVENTURE TIME (❍ᴥ❍ʋ)
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Cyber Zéro
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Cyber Zéro »

3r1c hat geschrieben:
Cyber Zéro hat geschrieben:So zusammenhangslos war der Vergleich nicht, aber du scheinst meine Argumentation auch nicht verstanden zu haben. :wink: Es besteht meiner Meinung nach ein Unterschied,
1) weil der Verleih eines Spiels im weitesten Sinne als Freundschaftsdienst angesehen werden kann, das illigale Downloaden von Spielen aber ganz bestimmt nicht. Wenn du das auf eine Stufe stellst, dann müsstest du bzgl. der Schwarzarbeit/Freundschaftsdienst genauso argumentieren.
Da, siehst du? Kaum kommen mal vernünftige argumente, wird gleich die Moralmauer wieder hochgezogen. Im übrigen war das auch keine rechtfertigung für illegale downloads, es war eine ad absurdum widerlegung eines Arguments, dass ich viel zu oft höre. Siehe nächster absatz.
2) weil du dir das Spiel nur temporär leihst und nicht unrechtmäßig in deinen Besitz bringst.
Du hast trotzdem nicht dafür bezahlt. Wenn hier schon schwachsinnige Moralargumente kommen, dann bitte auch ganz oder gar nicht. Und du willst den filesharern vorwerfen, sie würden nur ausreden bringen.
3) weil es wohl einen wesentlichen finanziellen Unterschied macht, wenn ich nur zwei oder drei Freunden ein Spiel leihe, anstatt das Spiel zig Millionen Menschen im Internet zugänglich zu machen. Dieses "Tauschen" im großen Stil stellt eine ganz andere Dimension dar.
Ganz. Oder. Gar Nicht. Nicht hier so und da so. Das ist Bigotterie, und sonst nix. Die ganze argumentation stimmt hinten und vorne nicht.
Diese Argumentation ist weder "schwachsinnige ", noch habe an irgendeiner Stelle eine "Moralmauer" errichtet (auf meinen ersten Punkt bist du auch gar nicht erst eingegangen, sondern hast gleich die Moralmauer-Flagge geschwenkt). Auch den Filesharern habe ich nichts untestellt, das sind alles nur deine persönlichen (Fehl-)Interpretationen. Sorry, aber mir vergeht bei so etwas echt die Lust, hier weiter mitzudiskutieren. Nähere Erklärungen dazu findest du in GevatterTods Post. Lerne bitte erstmal vernünftig zu diskutieren und vielleicht auch mal andere Meinungen zuzulassen, dann steige ich gerne wieder hier ein. Ende und aus.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Odango »

Ich ziehe gar keine "Moralmauer" wie du es so schön nennst hoch, ich bin auch kein Stück emotional und mir tut auch gar niemand leid und auf das Rumgeweine der Industrie höre ich erst gar nicht.
Das ist eine ganz schlichte Unterscheidung zwischen "legal" und "illegal", nicht zwischen "gerecht" und "ungerecht".

Für Spiele bezahlen=legal
Spiele runterladen/klauen=illegal

Mercedes kaufen=legal
Mercedes aufbrechen und klauen= illegal


Was hat das jetzt mit Moral zu tun? Das ist deutsches Gesetz.

Dass Raubkopiererei nichts mit "Raub" zu tun hat ist mir im übrigen auch klar. Aber so ist nunmal die gängige Bezeichnung, wenn du möchtest können wir ab jetzt aber auch "unrechtmäßiger Download von unbezahlter Software" sagen.

Ich versuch wirklich, deine Denkweise zu verstehen und möchte dir auch nicht unterstellen, dass du selbst was verzapfst oder so. Aber ich kapier deine Argumentation einfach nicht, für mich gibt es da schlichtweg keinerlei Grauzone über die man diskutieren könnte.
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von patte-chan »

3r1c hat geschrieben:Streitet ja auch keiner ab. Aber wenn du hier konsquent vergleichen willst, darfst du nicht beim Bäcker die Brötchen hernehmen, sondern das Rezept. Das ist nämlich reine information, und verhält sich dadurch sehr ähnlich wie ein spiel (=elektronische daten) - es ist unendlich kopierbar. Die Zutaten und deine küche sind dann sozusagen dein PC bzw deine Konsole auf denen du das rezept "zum laufen bringst". Wenn du also konsequent argumentieren willst, müsstest du nun fordern, dass das backen von brötchen zuhause verboten werden müsste, weil man ja so den job des bäckers gefährdet. "Homebaking is killing the bread industry.", wie Ghandy vom Gulli:Board es mal so schön sarkastisch ausgedrückt hat.
Das is ja süß! Nur fällt ein Brötchen-Rezept eben nicht unter das Urheberrecht.
Sowieso steht dir doch frei, dir selbst dein Rollenspiel zu programmieren, nachdem du dir die nötigen Ressourcen und ggf. Lizenzen angeeignet hast. (Wie du halt auch Zutaten und Ofen brauchst.)

:langweil:
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Re: Nintendo verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie

Beitrag von Mr. Wood »

Der Thread hier ist für mich wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit, 3r1c übernimmt dabei meine damalige Rolle des rechthaberischen Jungspunds, der prinzipiell davon überzeugt ist, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Die Verpflichtung, anderen endlich mal die Welt, wie sie denn nun wirklich funktioniert, erklären zu müssen, ergibt sich daraus automatisch. Junge, das ist ein Irrweg! Ich bin - zumindest gemäß Erstausbildung - übrigens auch ITler.
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