Man kann die Verbotsforderungen von "Killerspielen" im Prinzip mit denen nach einem Verbot der NPD vergleichen. Das wäre nämlich auch schwachsinn. Solange man die nämlich noch als Partei hat, kann man noch überblicken, was die denn so veranstalten. Verböte man sie, würde sich das ganze in den Untergrund verlagern, und man hätte keinen Plan mehr, was die so treiben. Das gleiche gilt für die bösen Killerspiele. Im Zeitalter des Internets glauben die doch nicht allen Ernstes, dass ein Verbot eines Unterhaltungsmediums die Beschaffung desselben erschweren würde? Heutzutage gibt es soviele Internetseiten ala rapidshare oder megaupload, auf denen illegales Zeug geladen werden kann (auch wenn zumindest diese beiden vehement dagegen vorgehen, was allerdings nicht grade von erfolg gekrönt ist

), dass auch jemand, der nicht grade ein Uber Hard Core Gamer ist, an Spiele wie CS rankommt. Ich hab mein CS von nem Kumpel, der hats von nem anderen Kumpel, und der wieder von nem Kumpel usw. Und ich war früher alles andere als ein Shooterfan, und hatte trotzdem CS.
Und die Ergebnisse von all den neuen Vorschriften kann man ja absehen. D hat weltweit einen der härtesten "Jugendschütze", und hat trotzdem mehr Amokläufe als einige andere europäische Ländern zusammen. Da ist doch was faul, oder? Aber das daran vielleicht unsere Familen- und Bildungspolitik oder die übermäßige Erwartungshaltung der heutigen Gesellschaft gepaart mit hohem Erfolgsdruck schuld ist, darauf kommt man nicht. Ist eben wie schon sooft gesagt einfacher, etwas unbekannteres wie die Videospiele zu beschuldigen, als sich auf die beschwerliche Suche nach echten Ursachen zu machen.
Ich finde, was wir Gamer brauchen, ist so etwas wie eine Gewerkschaft. Etwas, das uniform in der Öffentlichkeit auftreten und für unser Hobby stehen kann, ohne gleich beschuldigt zu werden, eine kleine Randgruppe zu sein. Denn das sind Gamer schon lange nicht mehr. Natürlich hat die Gaming-Industrie auch eine Lobby, aber die wollen halt vor allem ihre finanziellen Interessen vertreten, nicht die der Spieler. Aktionen wie "Gaming-is-not-a-Crime" sind ja nett und imo auch stark erwünscht, aber was nützt uns sowas, wenn niemand davon weiß? Und so ein Politiker wird einen Dreck tun und auf irgendwas hinweisen, was seine eh schon wackligen Behauptungen zum Einsturz bringen könnte.