Worte zum Sonntag (04.11.07): Zielscheibe Videospiele
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Worte zum Sonntag (04.11.07): Zielscheibe Videospiele
Zielscheibe Videospiele
- von allen Seiten wird geschossen !
Kein anderes Medium, keine andere Innovation der letzten 50 Jahre wurde so oft kritisiert, angegriffen und unter Beschuss genommen wie die Videospiele. Zocker in Deutschland haben es, gerade in dieser Zeit, schwieriger als jemals zuvor. Ihr Hobby wird permanent attackiert, und muss gleichzeitig gegen schwere Vorurteile ankämpfen ...
Auf die Idee dieses Kommentars bin ich gekommen, als ich letztens auf einen Bericht im Fernsehen gestoßen bin, in dem es um die schlechten Leistungen der Jugend in der Schule ging. Hauptursache dieser schlechten Leistungen waren (natürlich) wieder einmal die Videospiele. Aber nicht nur daran sind ja die bösen, bösen Computerspiele schuld. Im Grunde sind Videospiele, laut den vielen „Experten“ in unserem Land, nur schlecht, denn ...
- Videospiele machen dumm, da sie vom Lernen ablenken und die Spieler somit verblöden.
- Videospiele führen zur sozialen Isolation, da sich die Leute nur noch mit ihren Spielen beschäftigen und Freunde und Familie vernachlässigen.
- Videospiele gefährden die Gesundheit, da sportliche Aktivitäten vernachlässigt und Augen überreizt werden.
- Videospiele erzeugen Aggressionen
- Videospiele machen aus Jugendlichen gefährliche Amokläufer
- ...
All diese Behauptungen müssen sich Zocker ständig anhören. Meist von Leuten, die nicht mit Computern und Konsolen aufgewachsen sind und noch nie ein Videospiel gezockt haben. Diese Leute können die Faszination von diesen Spielen nicht nachvollziehen. Diese sehen dann immer nur die Extremfälle, meist im Fernsehen oder im Internet: Amokläufer, die „nur“ gemordet haben, weil sie Counter Strike gespielt haben, Zocker, die so süchtig waren, dass die beim Zocken verstorben sind (Südkorea, 2002) oder einfach psychisch gestörte Jugendliche.
Eine „gesellschaftliche Akzeptanz“ ist nicht vorhanden, den Spielen wird jedes Übel dieser Welt in die Schuhe geschoben: Der PISA-Test fällt schlecht aus – daran sind nur Videospiele schuld. Die Menschen werden immer dicker - daran sind nur Videospiele schuld. Ein Amokläufer tötet 30 Menschen und am Ende sich selbst - daran sind nur Videospiele schuld. Dass der Typ psychische und soziale Probleme hatte, ist für diese „Experten“ dabei erst mal nur zweitrangig. Selbst Rennspiele a la „Need for Speed” sollten entschärft werden, damit das Zocken keine Auswirkungen auf das reale Fahrverhalten hat. Was in den Köpfen solcher Leute, die so etwas behaupten, vorgeht, möchte ich gerne mal wissen ...
Und dann kommen die vielen Jugendschützer mit ins Spiel, die meinen, die vielen Millionen Zocker im Land vor ihrem eigenen Hobby zu bestützen : In keinem Land wird so viel geschnitten, indiziert und verboten wie in Deutschland. Im Grunde gibt es doch keine USK 18 Titel mehr, die nicht geschnitten sind – und dass, obwohl diese Spiele ohnehin nur für Erwachsene geeignet ist. Im Kino läuft „Dawn of the Dead“ beinahe ungeschnitten, und ein „Dead Rising“ wird bei uns beschlagnahmt. Den Sinn muss man wohl nicht verstehen.
Ich möchte nicht, dass man mein Hobby akzeptiert. Ich möchte nur, dass man mein Hobby toleriert – das kann man nach rund 30 Jahren Videospielgeschichte ruhig verlangen. Die Gesellschaft muss von diesen Vorurteilen wegkommen und endlich tolerieren, dass Videospiele heute ein wesentlicher Bestandteil des Lebens vieler Menschen ist. Doch bis es soweit ist, wird aber sicherlich noch einige Zeit ins Land gehen – leider.
Wie denkt ihr darüber? Wie seht ihr die Position der Videospiele heute?
Zum Schluss wünsche ich noch einen schönen Sonntag und eine neue, erfolgreiche Woche.
Cyber Zéro
03.11.07
- von allen Seiten wird geschossen !
Kein anderes Medium, keine andere Innovation der letzten 50 Jahre wurde so oft kritisiert, angegriffen und unter Beschuss genommen wie die Videospiele. Zocker in Deutschland haben es, gerade in dieser Zeit, schwieriger als jemals zuvor. Ihr Hobby wird permanent attackiert, und muss gleichzeitig gegen schwere Vorurteile ankämpfen ...
Auf die Idee dieses Kommentars bin ich gekommen, als ich letztens auf einen Bericht im Fernsehen gestoßen bin, in dem es um die schlechten Leistungen der Jugend in der Schule ging. Hauptursache dieser schlechten Leistungen waren (natürlich) wieder einmal die Videospiele. Aber nicht nur daran sind ja die bösen, bösen Computerspiele schuld. Im Grunde sind Videospiele, laut den vielen „Experten“ in unserem Land, nur schlecht, denn ...
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- ...
All diese Behauptungen müssen sich Zocker ständig anhören. Meist von Leuten, die nicht mit Computern und Konsolen aufgewachsen sind und noch nie ein Videospiel gezockt haben. Diese Leute können die Faszination von diesen Spielen nicht nachvollziehen. Diese sehen dann immer nur die Extremfälle, meist im Fernsehen oder im Internet: Amokläufer, die „nur“ gemordet haben, weil sie Counter Strike gespielt haben, Zocker, die so süchtig waren, dass die beim Zocken verstorben sind (Südkorea, 2002) oder einfach psychisch gestörte Jugendliche.
Eine „gesellschaftliche Akzeptanz“ ist nicht vorhanden, den Spielen wird jedes Übel dieser Welt in die Schuhe geschoben: Der PISA-Test fällt schlecht aus – daran sind nur Videospiele schuld. Die Menschen werden immer dicker - daran sind nur Videospiele schuld. Ein Amokläufer tötet 30 Menschen und am Ende sich selbst - daran sind nur Videospiele schuld. Dass der Typ psychische und soziale Probleme hatte, ist für diese „Experten“ dabei erst mal nur zweitrangig. Selbst Rennspiele a la „Need for Speed” sollten entschärft werden, damit das Zocken keine Auswirkungen auf das reale Fahrverhalten hat. Was in den Köpfen solcher Leute, die so etwas behaupten, vorgeht, möchte ich gerne mal wissen ...
Und dann kommen die vielen Jugendschützer mit ins Spiel, die meinen, die vielen Millionen Zocker im Land vor ihrem eigenen Hobby zu bestützen : In keinem Land wird so viel geschnitten, indiziert und verboten wie in Deutschland. Im Grunde gibt es doch keine USK 18 Titel mehr, die nicht geschnitten sind – und dass, obwohl diese Spiele ohnehin nur für Erwachsene geeignet ist. Im Kino läuft „Dawn of the Dead“ beinahe ungeschnitten, und ein „Dead Rising“ wird bei uns beschlagnahmt. Den Sinn muss man wohl nicht verstehen.
Ich möchte nicht, dass man mein Hobby akzeptiert. Ich möchte nur, dass man mein Hobby toleriert – das kann man nach rund 30 Jahren Videospielgeschichte ruhig verlangen. Die Gesellschaft muss von diesen Vorurteilen wegkommen und endlich tolerieren, dass Videospiele heute ein wesentlicher Bestandteil des Lebens vieler Menschen ist. Doch bis es soweit ist, wird aber sicherlich noch einige Zeit ins Land gehen – leider.
Wie denkt ihr darüber? Wie seht ihr die Position der Videospiele heute?
Zum Schluss wünsche ich noch einen schönen Sonntag und eine neue, erfolgreiche Woche.
Cyber Zéro
03.11.07
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*** Wiiber ***
Schönes WzS Cyber ... das Video (Fake ?!?) ist ja mal krass. Oo
B2T: Also ich finde das die Vorwürfe in manchen Bereichen gar nicht mal soooo ungerechtfertigt sind, wenn es z.B. um schulische Leistungen geht etc. .
Allerdings sollte man imo nicht alles immer sofort pauschalisieren und Schlechtreden, denn oft enden sollte Debattten in Übertreibungen und verlieren den Realtätsbezug.
Meine Meinung: Wenn schon im sozialen Umfeld fast alles schief läuft bzw. die Erziehung versagt, dann sind solche Extremfälle (Schule, Gewalt ...) vielleicht möglich, aber ansonsten sollte mit normalen Menschenverstand und mit Hilfe des Sozialen Umfeldes das Schlimmste zu verhindern sein.
Also: Videospiele an sich sind bei solchen Problemen meist nur zweitrangig bzw. nicht der primäre Grund, denn es gibt viele andere Faktoren die bedeutender sind aber anscheinend trotzdem nicht so viel Beachtung finden.
B2T: Also ich finde das die Vorwürfe in manchen Bereichen gar nicht mal soooo ungerechtfertigt sind, wenn es z.B. um schulische Leistungen geht etc. .
Allerdings sollte man imo nicht alles immer sofort pauschalisieren und Schlechtreden, denn oft enden sollte Debattten in Übertreibungen und verlieren den Realtätsbezug.
Meine Meinung: Wenn schon im sozialen Umfeld fast alles schief läuft bzw. die Erziehung versagt, dann sind solche Extremfälle (Schule, Gewalt ...) vielleicht möglich, aber ansonsten sollte mit normalen Menschenverstand und mit Hilfe des Sozialen Umfeldes das Schlimmste zu verhindern sein.
Also: Videospiele an sich sind bei solchen Problemen meist nur zweitrangig bzw. nicht der primäre Grund, denn es gibt viele andere Faktoren die bedeutender sind aber anscheinend trotzdem nicht so viel Beachtung finden.
Ist Fake. Der Macher hat es nach Jahren zugegeben ^^''*** Wiiber *** hat geschrieben:Schönes WzS Cyber ... das Video (Fake ?!?) ist ja mal krass. Oo
Zum Text ansich:
So ist es halt mit einem neuen erfolgreichen Medium. Erstmal ist es Böse und es muss ja an allem schuld sein. Typisch Mensch eben. So war es auch beim Fernsehen, Kino und Rock n' Roll ... und so ist es eben bei den Videospielen. Es wird einfach 1-2 Generation dauern, bis die Leute, die mit Videospielen aufgewachsen sind, erwachsen sind und die Wahrheit kennen. Solange müssen wir uns wohl damit abfinden ...
...die Welt ist komisch ...
- Blindfish
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Es wird ja immer gern damit Argumentiert, dass Videospiele ein viel intersiveres Erlebnis hinterlassen als bei einem Film oder einem Buch, da man selbst bestimmen kann, was man macht. Klingt plausibel, kann ich aber selbst nicht nachvollziehen. Filme brennen sich fast noch intersiver in meinen Kopf. Nicht alle, dass ist klar, aber bestimmte (gute). Nicht zuletzt Bücher, die teilweise diverse unschöne Situationen bis ins kleinste Detail beschreiben. Für Bücher gibts nichtmal ein Alterssiegel. 
-
Raptile
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Sehr gutes WzS!!
Stimme dir in allen Belangen zu. Warum schlechte Noten auf Videospiele zurückgeführt werden, ist mir selbst ein großes Rätsel. In meinem Hörsaal sitzen Tag für Tag Leute, die es bis zu Big Blue geschafft haben, sprich: so dumm können sie nicht sein. Und die meisten von den Leuten sind durchaus mit Videospielen vertraut. Aber eigentlich sollten sie dann wohl alle eher Harzt IV kassieren.
Stimme dir in allen Belangen zu. Warum schlechte Noten auf Videospiele zurückgeführt werden, ist mir selbst ein großes Rätsel. In meinem Hörsaal sitzen Tag für Tag Leute, die es bis zu Big Blue geschafft haben, sprich: so dumm können sie nicht sein. Und die meisten von den Leuten sind durchaus mit Videospielen vertraut. Aber eigentlich sollten sie dann wohl alle eher Harzt IV kassieren.
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- the new nightmare
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Jep, komisch ist auch, daß anscheinend nur bei uns die Jugendlichen vor Verblödung und ungehemmter Aggression geschützt werden müssen während in anderen Ländern in denen mind genauso viel gezockt wird das nicht nötig zu sein scheint.
.
Wenn also Deutschland bei Pisa und Co ständig so schlecht abschneidet, dann ganz sicher nicht weil hier mehr Videospieler unterwegs sind als in anderen Ländern, sondern weil das Schulsystem ect evtl nicht mit dem in anderen Ländern mithalten kann??
Aber darauf kommt wohl keiner unserer obergescheiten Eierköppe die momentan das sagen haben. Ist schleißlich nicht so toll zugeben zu müssen, daß die eigenen Institutionen nicht mehr up to date sind, da ist es einfacher die Schuld wem anderes zuzuschieben 
Wenn also Deutschland bei Pisa und Co ständig so schlecht abschneidet, dann ganz sicher nicht weil hier mehr Videospieler unterwegs sind als in anderen Ländern, sondern weil das Schulsystem ect evtl nicht mit dem in anderen Ländern mithalten kann??
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
In vielen Ländern werden Videospiele gespielt, und da gibts Länder die in der PISA-Studie ganz vornesind und einige die ganz hinten sind!
Und ich bin auch kein Amokläufer, obwohl ich Wii und DS spiele!
Außerdem haben die "Experten" noch nie eine Konsole gesehen, und es ist auch kein Grund einem Ballerspiel die Schild zugeben das es ein paar Amokläufer gibt, da viele Ballerspile am PC oder Konsole haben!
P.S Schönes WzS !!!!1
Und ich bin auch kein Amokläufer, obwohl ich Wii und DS spiele!
Außerdem haben die "Experten" noch nie eine Konsole gesehen, und es ist auch kein Grund einem Ballerspiel die Schild zugeben das es ein paar Amokläufer gibt, da viele Ballerspile am PC oder Konsole haben!
P.S Schönes WzS !!!!1
- phaseshifter
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LinkBuch: Kinder müssen ballern und sich prügeln
Thomas Hartmann fordert gesellschaftliche Diskussion über Gewalterziehung
Kinder müssen ballern und sich prügeln, meint Thomas Hartmann in seinem heute erschienenen Buch "Schluss mit dem Gewalt-Tabu!". Der evangelische Pfarrer und Vater von vier Kindern hat durch seinen Beruf und seine Kinder täglich mit der Gewaltfrage bei Kindern und Jugendlichen zu tun.
Warum Killerspiele keine Amokläufer machen Gewalt darf nicht sein? Im Gegenteil - sie muss sein. Dieses provokante Plädoyer fordert das Ende der Tabuisierung von Gewalt. Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer ungezügelten Zunahme von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Vorfälle wie der Amoklauf von Erfurt 2002 oder von Emsdetten 2006 scheinen diese Annahme zu bestätigen. Verantwortlich gemacht werden in erster Linie brutale Computerspiele und Gewaltvideos. Dem widerspricht Thomas Hartmann. Nicht die Kinder und Jugendlichen sind das Problem, sondern wir. Anstatt sich mit der eigenen Gewaltbereitschaft auseinander zu setzen, wird jegliche Gewalt tabuisiert und auf die anderen abgeschoben, die kriminalisiert werden. Kinder brauchen aber spielerische Gewalt und das Ausleben ihrer Aggressionen. Hartmann fordert eine gesellschaftliche Diskussion über Gewalterziehung und zeigt, wie Aggressionen durch Sport und Spiel kanalisiert werden können - auch durch Computerspiele und Videos.
Ich denke der Mann bringt es auf den Punkt. Leider habe ich das Buch bis jetzt noch nicht gelesen, wird aber in nächster Zeit sicher nachgeholt. Endlich mal einer der das Thema aus einer vernünftigen Sicht angeht.
Was mir im Moment sehr sauer aufstößt ist das bei Games und Filmen mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein gutes Beispiel wäre hier "300", der Film ist ab 16, als Spiel wäre das Ganze sicher indiziert ...
-
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Seit der Wii brauche ich mir solche vorurteile nicht mehr anhören ^^. Meine Familie meinte mir dies nämlich auch immer vor zu werfen. Ich würde nur doof da sitzen und das Stundenlang . . . (Meine durchschnittliche Spieldauer beträgt ne gute halbe Stunde, davon 2 auf den Tag verteilt, aber es gibt auch meine Zocker Tage da bin ich, wenn ichs zeitlich vereinbaren kann, schon mal den ganzen Tag beschäftigt. Das hält sich bei mir in der Waage. Aber seit Nintendo mit seiner neuen "Familienpolitik" (hoffentlich lande ich jetzt nicht bei Kerner ^^) logelegt hat und eine andere art Süiele entwickelt hat steht auch meine skeptische Familie dahinter.
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Na ja, ganz so wie der Buchtyp wür ich´s vielleicht nicht ausdrücken, im Kern aber hat er Recht. Früher gab´s in der Schule noch Ohrfeigen, auch zu Hause wurde einem (natürlich nur wenn man extrem über die Stränge geschlagen hatte) mal der Hintern versohlt und mein Vater erzählt mir immer wieder, wie früher in den Wirtshäusern ab und zu mal die Fäuste geflogen sind. Heutzutage gehen die Eltern schon auf die Barrikaden wenn der verzogene Sprößling mal ne Mitteilung oder nen Verweis wegen schlechten Benehmens bekommen hat und gehen dann auf den armen Lehrer los anstatt ihrem Balg mal eine zu scheuern. Nicht daß hier jemand meint ich bin für überzogene Prügel und an sich sind Prügel ja auch nur der allerletzte Ausweg wenn alles andere nicht´s mehr hilft, trotzdem müssen sie bei manchen halt mal sein um nicht völlig die Kontrolle über die Kinder zu verlieren. Oder hat irgendjemandem hier die Ohrfeige oder die Tracht Prügel die er bestimmt mal in seiner Kindheit bekommen hat geschadet?? Diese ganze Frieden, Freude, Eierkuchen Scheiße ist imo schädlicher für die Kinder als alle Viedeospiele der Welt zusammen 
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
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- Gin
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Ich hab das irgendwie anders verstanden.the new nightmare hat geschrieben:Na ja, ganz so wie der Buchtyp wür ich´s vielleicht nicht ausdrücken, im Kern aber hat er Recht. Früher gab´s in der Schule noch Ohrfeigen, auch zu Hause wurde einem (natürlich nur wenn man extrem über die Stränge geschlagen hatte) mal der Hintern versohlt und mein Vater erzählt mir immer wieder, wie früher in den Wirtshäusern ab und zu mal die Fäuste geflogen sind. Heutzutage gehen die Eltern schon auf die Barrikaden wenn der verzogene Sprößling mal ne Mitteilung oder nen Verweis wegen schlechten Benehmens bekommen hat und gehen dann auf den armen Lehrer los anstatt ihrem Balg mal eine zu scheuern. Nicht daß hier jemand meint ich bin für überzogene Prügel und an sich sind Prügel ja auch nur der allerletzte Ausweg wenn alles andere nicht´s mehr hilft, trotzdem müssen sie bei manchen halt mal sein um nicht völlig die Kontrolle über die Kinder zu verlieren. Oder hat irgendjemandem hier die Ohrfeige oder die Tracht Prügel die er bestimmt mal in seiner Kindheit bekommen hat geschadet?? Diese ganze Frieden, Freude, Eierkuchen Scheiße ist imo schädlicher für die Kinder als alle Viedeospiele der Welt zusammen
Du spricht von Gewalt als Erziehungsmittel aber ich hab das eher so verstanden das spielerische Gewalt in die Kindheit eines Kindes gehört.
Ich mein wer kennt diese kleineren Rauffereien mit seinen Freunden nich aus der Kindheit!? Oder irgendwelche Spielchen mit Spielzeugwaffen etc
Und Videospiele sind imo letztendlich nichts anderes.
- Cyber Zéro
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So siehts aus. Im Kino laufen Filme wie Hostel oder Saw, in dem geziehlt Menschen auf grausame Weise umgebracht werden und bei uns wird schon ein Red Steel ab 18 Jahren freigegeben. Habe ich im Text ja auch mit Dawn of the Dead und Dead Rising angesprochen.phaseshifter hat geschrieben:Was mir im Moment sehr sauer aufstößt ist das bei Games und Filmen mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein gutes Beispiel wäre hier "300", der Film ist ab 16, als Spiel wäre das Ganze sicher indiziert ...
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@ Gin:
Haste Recht, die Videospiele von heute sind nicht´s anderes als die Cowboy- und Indianerspielchen aus unserer Kindheit. Dort haben wir auch mit unseren Spielzeugpistolen aufeinander "geschossen" ohne das wir deshalb zu Killern mutiert sind
Haste Recht, die Videospiele von heute sind nicht´s anderes als die Cowboy- und Indianerspielchen aus unserer Kindheit. Dort haben wir auch mit unseren Spielzeugpistolen aufeinander "geschossen" ohne das wir deshalb zu Killern mutiert sind
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
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Raptile
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phaseshifter hat geschrieben:LinkBuch: Kinder müssen ballern und sich prügeln
Thomas Hartmann fordert gesellschaftliche Diskussion über Gewalterziehung
Kinder müssen ballern und sich prügeln, meint Thomas Hartmann in seinem heute erschienenen Buch "Schluss mit dem Gewalt-Tabu!". Der evangelische Pfarrer und Vater von vier Kindern hat durch seinen Beruf und seine Kinder täglich mit der Gewaltfrage bei Kindern und Jugendlichen zu tun.
Warum Killerspiele keine Amokläufer machen Gewalt darf nicht sein? Im Gegenteil - sie muss sein. Dieses provokante Plädoyer fordert das Ende der Tabuisierung von Gewalt. Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst einer ungezügelten Zunahme von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Vorfälle wie der Amoklauf von Erfurt 2002 oder von Emsdetten 2006 scheinen diese Annahme zu bestätigen. Verantwortlich gemacht werden in erster Linie brutale Computerspiele und Gewaltvideos. Dem widerspricht Thomas Hartmann. Nicht die Kinder und Jugendlichen sind das Problem, sondern wir. Anstatt sich mit der eigenen Gewaltbereitschaft auseinander zu setzen, wird jegliche Gewalt tabuisiert und auf die anderen abgeschoben, die kriminalisiert werden. Kinder brauchen aber spielerische Gewalt und das Ausleben ihrer Aggressionen. Hartmann fordert eine gesellschaftliche Diskussion über Gewalterziehung und zeigt, wie Aggressionen durch Sport und Spiel kanalisiert werden können - auch durch Computerspiele und Videos.
Ich denke der Mann bringt es auf den Punkt. Leider habe ich das Buch bis jetzt noch nicht gelesen, wird aber in nächster Zeit sicher nachgeholt. Endlich mal einer der das Thema aus einer vernünftigen Sicht angeht.
Was mir im Moment sehr sauer aufstößt ist das bei Games und Filmen mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein gutes Beispiel wäre hier "300", der Film ist ab 16, als Spiel wäre das Ganze sicher indiziert ...
Hab' mir das Buch eben bestellt. Dann hab' ich mal wieder was für den Zug =)
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Dann berichte mal wie es ist. Ich muß vorher erst mal den letzten Potter lesen ...Hab' mir das Buch eben bestellt. Dann hab' ich mal wieder was für den Zug =)
Manhunt 2 ist eigentlich auch nichts anderes als Hostel oder Saw, da wird aber ohne Ende drüber diskutiert, in Filmen ist sowas schon lange kein Thema mehr. Das MH2 oder Resident Evil:UC nicht in Deutschland erscheinen ist beinahe schon selbstverständlich. Eine andere Sache ist das in letzter Zeit Games härter bewertet werden als noch kurze Zeit zuvor. Als Beispiele wären hier Halo3, welches hier ab 18 ist (Vorgänger ab 16) oder Metroid Prime 3 ab 16 (Vorgänger ab 12) zu nennen.So siehts aus. Im Kino laufen Filme wie Hostel oder Saw, in dem geziehlt Menschen auf grausame Weise umgebracht werden und bei uns wird schon ein Red Steel ab 18 Jahren freigegeben. Habe ich im Text ja auch mit Dawn of the Dead und Dead Rising angesprochen.
Zuletzt geändert von phaseshifter am So 4. Nov 2007, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Gewalt ist Gewalt. Ob ich mir nun im Kino oder Fernsehn ansehe, wie jemand erschossen wird, oder ich drücke einen Knopf auf meinem Controller und erschieße einen. Der Effekt ist der gleiche. Von beidem könnte ich lenern jemanden zu erschießen.yannman hat geschrieben:Ich glaube es macht einen gewaltigen Unterschied aus, ob man Gewalt passiv im Film mitbekommt, oder "aktiv" Gewalt im Videospiel ausübt.

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Hab das Buch Schluss mit dem Gewalttabu von Thomas Hartmann nun schon seit ein paar Tagen und hab die ersten 100 Seiten hinter mir.
Wer sich für die Diskussion rund um Killerspiele wirklich interessiert, der sollte sich das Buch unbedingt zulegen. Thomas Hartmann verfolgt in seiner Argumentation einen ganz anderen Ansatz als wir, die bislang Killerspiele verteidigt haben. Es ist äußerst schwer, das gesagt zusammen fassen, aber bislang kann man sagen, dass der Autor Gewalt als etwas menschliches ansieht. Sprich: Kindern prügeln sich nicht erst seit Counter-Strike.
Auf den ersten 100 Seiten geht Thomas Hartmann zunächst kaum auf Killerspiele ein. Stattdessen beschäftigt er sich mit der Gewaltfrage und deren Tabuisierung. Demnächst geht es dann aber mit den Spielen los.
Fazit: Unbedingt kaufen, sehr lesenwert!
Wer sich für die Diskussion rund um Killerspiele wirklich interessiert, der sollte sich das Buch unbedingt zulegen. Thomas Hartmann verfolgt in seiner Argumentation einen ganz anderen Ansatz als wir, die bislang Killerspiele verteidigt haben. Es ist äußerst schwer, das gesagt zusammen fassen, aber bislang kann man sagen, dass der Autor Gewalt als etwas menschliches ansieht. Sprich: Kindern prügeln sich nicht erst seit Counter-Strike.
Auf den ersten 100 Seiten geht Thomas Hartmann zunächst kaum auf Killerspiele ein. Stattdessen beschäftigt er sich mit der Gewaltfrage und deren Tabuisierung. Demnächst geht es dann aber mit den Spielen los.
Fazit: Unbedingt kaufen, sehr lesenwert!
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