Schock: 10% haben 2/3

Hier könnt Ihr über alles mögliche abseits der Spielerei diskutieren.
Raptile
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Schock: 10% haben 2/3

Beitrag von Raptile »

10% der deutschen Bevölkerung besitzen 2/3 des Vermögens. Hab' ich gestern i0m Heute Journal gehört und fand es ziemlich schockierend. Es war ja klar, dass wir uns zu einer zwei Klassen Gesellschaft entwickeln, aber das es schon so extrem ist... ziemlich hart :shock:

Muss man dringend etwas gegen tun!!
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Toad
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Beitrag von Toad »

Genau nieder mit dem reichen Volk!!
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Cubestar2003™
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Beitrag von Cubestar2003™ »

Wollt ihr das totale Vermögen!? <.<
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Fabicom
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Beitrag von Fabicom »

in den USA besitzen 5% der Bevölkerung 95% des Geldes...zumindest war das vor über 10 Jahren so, keine Ahnung, wies nun ausschaut

...is schon irgendwie doof
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Plube
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Beitrag von Plube »

Ihr wollte ja nur was dagegen tun, weil ihr nicht zu den 10% gehört.
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Doedelhai
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Beitrag von Doedelhai »

ich gehör definitiv nich zu den 10% :-D

aber is latte ich konnte mir bisher alles leisten was ich haben wollte auch wenns länger dauert darauf zu sparen ;)
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arminius73
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Re: Schock: 10% haben 2/3

Beitrag von arminius73 »

Raptile hat geschrieben: Muss man dringend etwas gegen tun!!
Und was willst du bitte dagegen unternehmen? Enteignen? Verstaatlichen? Scheinsteuern erfinden? DDR - welcome back, oder was? Nene, der europäische Möchtegern-Sozialismus ist tot und das ist auch gut so. Im Kapitalismus gibt es halt immer Leute, denen es überdurchschnittlich besser, als den anderen geht. War immer so und wird immer so bleiben.

Ich kann Doedelhai und Plube nur Recht geben. Was ist es, was dich stört? Neid? Ich glaube nicht, dass hier wirklich jemand sagen kann, dass es einem schlecht geht.
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Plube
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Beitrag von Plube »

Wer ins Internet kommt und auf der absolut lebensunwichtigen Seite des Mag64 Forums rumsurft, dem kann es nicht schlecht gehen. :D
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Luigi
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Beitrag von Luigi »

seh ich so wie plube...besser als der Bullshit der DDR und der kommen wir immer näher, ich sag nur überwachungsstaat.
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Fabicom
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Beitrag von Fabicom »

Plube hat geschrieben:Wer ins Internet kommt und auf der absolut lebensunwichtigen Seite des Mag64 Forums rumsurft, dem kann es nicht schlecht gehen. :D
Find ich eigentlich auch...ich glaub nciht, dass die meisten MagUser am Hungertuch nagen...ich verdien zwar selbst auch nciht viel Geld, aber es könnte mir weitaus schlechter gehen...ich hab nen Job und ein Haus, in dem ich wohne...und es entwickelt sich ja ncoh

...anders als mein Chef letzte Woche: "Ich hab nicht soviel Geld wie ihr denkt, ich muss schließlich dermaßen viel an Steuern bezahlen" -.-
:mario:Bild :mario:
Raptile
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Beitrag von Raptile »

Urghs... ziemlich hart was hier teilweise für ein - sorry - Mist geschrieben wird.

Uns hier geht es allen momentan sicher nicht so schlecht, dass wir nicht mehr leben könnten. Ich denke jeden User hier kann man getrost zum soliden Mittelstand zählen. Wenn die derzeitige Entwicklung weiter geht, dann werden wir aber allesamt (oder zumindest die Mehrheit) gesellschaftlich abrutschen. Die Vermögensverteilung wird extremer.

Das liegt gang einfach daran, dass (fast) alle Unternehmen nur noch für ihre Anteilseigner arbeiten. Da will man zum Beispiel eine hohe Eigenkapitalrentabilität, was so viel heißt wie man muss Kosten sparen. Löhne senken (bzw. nicht erhöhen), Arbeiter entlassen, etc. Kennt man ja alles. Dem entgegen steht die Inflation, welche afaik zur Zeit deutlich über 2% liegt. D.h.: Das Geld wird weniger wert.

Verdient ihr also nicht mehr, könnt ihr euch nicht mehr so viel kaufen. Für viele hier ist dies momentan noch nicht so spürbar, da sie ihren Haushalt nicht selber schmeißen.

Und eine Lösung wäre zwar sicher auch die Kehrtwende zum Kommunismus. Diese Lösung ist aber sehr realitätsfremd und sicher auch nicht die beste (Kommunismus funktioniert mit Menschen nicht). Stattdessen sollte man einfach von diesem Anteilseigner-Denken abkommen. Man sollte vermehrt die Interessen die Arbeitnehmer wieder berücksichtigen. Dividende ist nicht alles....
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Luigi
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Beitrag von Luigi »

Kommunismuss wäre der größte Schwachsinn den es gibt, den wie du richtig erkannt hast, sind Menschen dazu einfach nicht fähig.
Dazu wird es nicht kommen nud wenn doch wander ich aus^^
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Dicker
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Beitrag von Dicker »

Dass die Schere zwischen Arm und Reich so dermaßen auseinander geht, liegt wohl am Prinzip des Kapitalismus. Hat man erstmal Geld und eben Kapital durch was auch immer (Glück, wirtschafliches Denken..) angehäuft, wächst es ja fast schon von alleine (siehe Zinsen).
Da gibts ja mittlerwiele schon genug Bücher drüber, Hochfinanz, Börsencrash, Staatsverschuldung, das gelbe vom Ei ist der Kapitalismus auch nicht, aber immer noch besser, als die Systeme davor.
Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden!
(C. H. Duell, Direktor des US-Patentamts, 1899)
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Beitrag von Spike »

Wenn das schon ein Schock für dich ist, dann schau lieber nicht wie die Zahlen weltweit aussehen, denn dann wird es richtig deprimierend.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Kann fast allen hier nur zustimmen - und bin überrascht, dass fast alle nicht anfangen, die rote Fahne zu schwenken und "Volksvermögen" beschlagnahmen lassen wollen.

@Raptile: ich seh Deinen Standpunkt und in der Theorie haste Recht - aber nur zum Teil. Arbeitnehmermitbestimmung, zwanghafte Anteilsübertragung an Mitarbeiter, Steuerbelastung für sog. "Besserverdienende" (btw. zählen viele lt. Definition da schon dazu, obwohl sie es niemals glauben würden) - all das führt dazu, dass immer mehr Manager und keine Unternehmer mehr sich hier entfalten. Manager bauen um, Unternehmer bauen auf.

Wie Plube sagt, wer hier online sein kann, nen Wii und andere Dinge daheim stehen hat, Urlaub und Auto besitzt, gehört schon zur "besseren Gesellschaft" und im globalen Vergleich, ist jeder hier ein extrem reicher "Bonze". Insgesamt fällt mir hierzu der woanders zitierte "Crepes-Verkäufer" oder der "Pferde-Cowboy" ein.
http://gamercard.xbox.com/Gamersandor.card[/iframe360]
Zitat von Papst:
"Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten"
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Bomba Luigi
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Beitrag von Bomba Luigi »

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es SO extrem ist! Ich muss zugeben, dass ich auch nicht gerade reich bin... um ehrlich zu sein Hartz IV Empfänger. Aber Ihr wisst genauso gut wie ich, dass ich da bei weitem nicht der einzige bin! Ich versuche ja schon zu sparen, aber das ist auch keine Hilfe. Und Arbeit? Es gibt ja kaum Stellen! Wir haben 4 Mio arbeitslose und gerade mal 1 Mio freie Stellen! Was sollen wir denn da machen? Ich wünschte, die Regierung würde das endlich kapieren! Oder wenigstens einen Unterschied machen zwischen denen, die zwar arbeiten gehen wollen, aber nichts finden, und denen, die einfach nur faul sind! Ich möchte ja noch nicht einmal so unglaublich viel verdienen! Aber ausreichend sollte es schon sein.
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the new nightmare
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Beitrag von the new nightmare »

Erst mal: Coole Sig :wink:

Zum Thema:
Jep, als einfacher Arbeiter ist es nicht so leicht nen neuen Job zu finden. Hauptsächlich werden doch höherqualifizierte Sachen wie Indschinöre :wink: und dergleichen gesucht. Andererseits gibt´s im Fernsehen oft so unglaubliche Sendungen wo z.B. ein normaler KfZ Betrieb oder anderer Handwerksbetrieb nur nen einfachen Lehrling sucht und die handvoll Bewerber dazu so strohdoof oder aber unzuverlässig sind, daß der Betrieb lieber gar nicht ausbildet als sich mit solchen Idioten abzugeben. :shock:
Und wie jemand vor mir schon sagte, hat man erst mal ein gewisses Vermögen wird es ja von alleine mehr (Zinsen). Rechne mal ne Million auf´m Konto, mit nem Zinssatz von 4% währen das 40 000.-€ im Jahr (nach steuerlichem Abzug noch 30 000.-€ :wink: ), das ist schon mehr als die meisten Arbeiter im jahr verdienen :!:
Ich bin ehrlich gesagt keinem sein vieles Geld neidig. Im Gegenteil, zu viel Geld ist imo eher ne Bedrohung (Kidnapping usw) als ein Segen. Ich bin´s zufrieden wenn ich mir alles notwendige (+ etwas Luxus) leisten kann, alles andere brauch ich gar nicht :)
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Ich such nen Hilfsarbeiter und was ist ? Ich bekomme Bewerbungen, die sind von oben bis unten mit Fehlern, zeigen schon von der Aufmachung her absolutes Desinteresse. Viele holen sich nur ihren Stempel ab ...und dann hab ich nen Tarifvertrag, der mir vorschreibt, dass das Einstiegsgehalt rd. 2000 Euro im Monat brutto sein muß. Mein Chef - der Kunde - zahlt dies nicht ! Das sind alte 4000 DM brutto für eine verantwortungsvolle aber einfache Tätigkeit ! Rüber nach Polen kostet das 1/3. Unterstützung vom AA ? LOL - max. 6 Monate Zuschuss mit 50 % und nur mit unbefristetem Arbeitsvertrag. Ja klar...unbefristet. Dieses Risiko kann sich keiner mehr leisten von den Kleinen. Hier im Ort ist SANDOZ mit ner Niederlassung - dort arbeitet KEINER als Mitarbeiter von SANDOZ sondern alle sind Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma.

Lehrlinge ? Pah...die letzten 5 waren ne Pleite ! Zigfach verschlafen, nur 5er in den Klassenarbeiten, keine Berichtshefte, sehr oft krank und der einzigste, der was taugte, hat sich aus ner Laune heraus und aus privaten Gründen umgebracht ! Durchfallen ist nicht - 3 Jahre lang kannste Noten haben wie du willst, entlassen geht arbeitsrechtlich nahezu gar nicht (außer er haut dir eine in die Fresse oder klaut).

Ach ich hab mich schon genug darüber aufgeregt...hat keinen Sinn. Scheinbar muß das System erst völlig abgebrannt sein, damit man es lernt.
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Böass
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Beitrag von Böass »

Mal ein kleines Beispiel aus meinem unmittelbaren Umfeld:
Einige meiner Leute arbeiten als Securitys.
Stundenlohn: 7,15 Euro Brutto.
Die maximale Arbeitszeit, die sie bei dieser Firma monatlich leisten dürften beträt 208 Stunden.
Natürlich kann man mit dem Nettolohn von 1100 Euro keine Familie ernähren.
Also arbeiten die meisten Securitys dieser Firma im Schnitt 250 Stunden im Monat (mit Kenntniss der Firma, die ja die Dienstpläne einteilt).
Nun ist es so, dass ein sehr großes Objekt aufgrund einer Winterpause wegfällt...
Die Folge: Kaum ein Angestellter kann mehr als 120 Stunden im Monat arbeiten, da die selbe Anzahl an Arbeitern auf weniger Objekte verteilt werden muss.
Nettolohn: 750 Euro.
Viele der Arbeiter haben vorher anderweitig gearbeitet, sind gekündigt worden, waren selbstständig und sind pleite gegangen und haben dort angefangen, weil sie zu stolz waren, um auch nur einen Monat staatliche Unterstützung zu beziehen.
Die Ironie an der Geschichte: Jetzt sind sie auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen, wenn ihre Kinder essen sollen.

Viele Kommentare hier kann ich mir nur damit erklären, dass die meisten User wohl noch nie für ihr Geld gearbeitet haben und das Einfamilienhaus ihrer Eltern als selbstverständlich ansehen.

Und von "Neid" zu sprechen ist wirklich Spott und Hohn im Angesicht der Millionen Menschen, die in Leiharbeitsfirmen als moderne Sklaven arbeiten müssen, um ihre Familien zu ernähren.
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Luigi
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Beitrag von Luigi »

darf ich fragen warum man ein moderner Sklave ist wenn man in ner Zwitarbeitsfirma arbeitet?
Und viele menschen arbeiten für ihr Vermögen und haben es sich verdient.Ich kenn auch genaug die trotz "reichtum"ihrer eltern arbeiten gehen müssen um ihr Taschengeld aufzubessern...ich selbst mähe im sommer rasen,fege höfe und schiebe im winter schnee bei freundinnen meiner Oma.
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Beitrag von Sandor »

Ich halte die Leiharbeiterfirmen auch für eine Untugend, die am Ende nur einer schnöden Gewinnmaximierung der Konzernen hilft und der Leiharbeitsfirmenchefs. Meiner Meinung nach ist der offizielle Rückgang von Arbeitslosen nahezu parallel zum Anstieg der Einstellungen bei Leiharbeiterfirmen zu sehen. Obwohl grundsätzlich 7,5 Eur/h nicht wirklich schlecht sind, bleiben netto eben weitaus weniger übrig. Und genau DAS ist das Problem in Deutschland. A propos, beim letzten SPD-Parteitag - wo Forderungen nach Mindestlöhnen bejubelt wurden - haben die Security-Leute WENIGER erhalten von der SPD als Bezahlung.


auch interessant, da passend zum Thema Allgemeinwissen:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,15 ... 62,00.html
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Beitrag von Böass »

darf ich fragen warum man ein moderner Sklave ist wenn man in ner Zwitarbeitsfirma arbeitet?
Klar.
Angestellte von Leih- bzw. Zeitarbeitsfirmen leisten volle Arbeit (auch in qualifizierten Berufen), werden aber weit (!!!) schlechter bezahlt, als Festangestellte, die genau die selbe Arbeit leisten.
Dazu kommen oft noch unmögliche Schichtpläne (keine Pausen, nur wenige Stunden zwischen zwei Schichten etc.) und auch direkter Druck durch Vorgesetzte nicht öffentlich zu machen, was in der Firma passiert, wobei es oft auch zu Einschüchterung und Drohungen kommt.
Und viele menschen arbeiten für ihr Vermögen und haben es sich verdient.Ich kenn auch genaug die trotz "reichtum"ihrer eltern arbeiten gehen müssen um ihr Taschengeld aufzubessern...ich selbst mähe im sommer rasen,fege höfe und schiebe im winter schnee bei freundinnen meiner Oma.
Ich sage nicht, dass diese Menschen weniger bekommen sollten, aber es sollte in diesem Land jedem möglich sein, von den Früchten seiner Arbeit zu leben.
Übrigens finde ich deine Formulierung sehr bedenklich, denn es wirkt ein wenig so, als würdest du annehmen, dass Reichtum nur eine Folge von harter Arbeit ist.
Wäre dem so, wären zum Beispiel Krankenschwestern reich...
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Luigi
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Beitrag von Luigi »

auch wenn es so klingt habe ich es so nich gemeint :wink:
Gut dann versteh ich warum du das mit den Firmen findest aber imo ist es doch besser als gar keinen Job zu haben oder?ich mein ne dauerlösung ist es nicht aber man kann sich ja während man da arbeitet nach nem besseren job umsehen auch wenn das natürlich einfacher klingt als es ist.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Kleiner Einwurf: ich kenne auch Krankenschwester, die ihr Geld NIEMALS verdienen ! Oder auch Ärzte, die nicht einer Berufung folgen sondern dem schöden Geldverdienen. Überall gibt es Reichtum - im Inneren wie auch bei materiellen Dingen. Nicht immer selber erarbeitet - doch auch das ist soweit in Ordnung, denn irgendwann hat jemand dafür was getan - sei es, weil er ein König war oder Fürst oder weil er eine Idee hatte, die er zu Geld machte. Egal ob Gottlieb Daimler oder Karl Benz oder Edison - alle haben dafür hart gearbeitet, wenn solche Leute auch nicht immer die materiellen Früchte ihrer Arbeit haben genießen können.

Neid ist immer eine Form von Habgier und sie verführt sehr sehr leicht und dann entsteht Mißgunst und - wie in der DDR oder anderswo - zu Enteignung ! Meist ohne wirklich positive Folgen für das Volk.
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Beitrag von Spike »

Böass hat geschrieben:Mal ein kleines Beispiel aus meinem unmittelbaren Umfeld:
Einige meiner Leute arbeiten als Securitys.
Stundenlohn: 7,15 Euro Brutto.
Und da sind die noch gut dabei. Bei der Telekom entlöhnt man die Call Center Sklaven der Zeitarbeitsfirmen mit 5,40€ die Stunde.
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