PlanetGameboy.de: Was hälst du vom dem Trend, dass die Grafiken immer realistischer werden und Spiele mit entsprechendne Inhalt ebenso?
Marek Klingelstein: Killzone PS3 & Gears of War zeigen einen Trend: bahnbrechende, innovationsarme Langeweile, Variationen desselben, alten Themas. Willkommen im Massenmarkt heißt hier, es gibt nur noch Krieg, Urban Thugs, EA Sports, Lizenzgames und Racer.
Da ist mir mein Nintendo und Sega schon lieber, tolle Spieleserien, zu gut zum Auslutschen, dazu Rez, Space Channel, Samba de Amigo oder auch andere Firmen mit SOS Desaster, Sega Soccer Slam, Pikmin, Tekki, Project Zero, Ico, Mark of Kri, Boktai, Shadow of Rome, Star Ocean.
Der Realismus treibt Jugendschutz der USK an die Grenzen der FSK, schade dass Programmierer oft nicht verstehen, dass echte Gamer den Hinweis "Fast wie im Kino" eher als Drohung auffassen, es wär schön, wenn die HiTech-Produktionen sich nicht so stark an falschen Vorbildern orientieren sondern auf die echten Vorfahren besinnen. Klar muss es krachen, klar muss Atmosphäre sein, aber wenn jeder Grashalm seinen Schatten wirft, jeder NPC eigene Gesichtszüge hat, dann wird (wie im Film, wie in der Kunst, wie im Brettspiel) wieder das Gameplay & Charaktere oder eine Story im Vordergrund stehen.
(Wenn ich Killzone sehe oder Call of Duty frage ich mich, was und ob Kriegsspiele noch mehr können (müssen). Fußballspiele haben auch fast den Zenit erreicht, Detail- und Lizenzveränderungen, hier KI, da Präsentation, aber mehr kann man nicht ändern. Anderen Genres droht dasselbe, nur noch Makulatur am Bekannten.
Die nächste große Revolution ist eine zweifache: Online und Peripherie, aber nicht aus 3D mach noch mehr 3D.
Wie recht der Mann doch hat! Ich denke auch, dass wir in der nächsten Generation (vermutlich bis auf die Rev) immer das gleiche sehen werden, nur eben immer realistischer, noch realistischer, ...