Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg!

Hier könnt Ihr über alles mögliche abseits der Spielerei diskutieren.

<t>Seid ihr zufireden mit den Wahlergbnissen in den oben genannten BLs ?</t>

Umfrage endete am Mi 20. Okt 2004, 15:43

Ja! Nieder mit den Volksparteien
13
36%
Nein! Es ist schlecht das extreme PArteien den Einzug in die Landtage geschafft haben
23
64%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 36

America`s Most Wanted
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Beitrag von America`s Most Wanted »

Hobble hat geschrieben:Willst du wirklich letzteres, AMM?
Das ich für "Schmarotzer" arbeite? Das tue ich jetzt schon, das tut man auch in der "freien" Marktwirtschaft der USA, wenn auch nicht so stark. Sicher ist es "ungerecht", für Schmarotzer zu arbeiten. Doch ich kann damit leben, so lange ich weiß, das die Mehrheit der Leute, für die ich arbeite, auch für mich arbeiten, was bei mir z.Z. der Fall ist.
Sandor hat geschrieben:Also die PDS hat im Westen der BRD praktisch gar keine Bedeutung - in vielen Bundesländern stellen sie sich nicht einmal zur Wahl.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 28,00.html
Die - auch bei uns - durchgeführten Enteignungen sind auf Grundlage des GG und dürfen NUR gegen Entschädigung erfolgen UND wenn ein entsprechender, ausreichender Grund vorliegt. Desweiteren gibt es sehr wohl Rechtsmittel für die zu Enteignenden, sich dagegen zu wehren. In einem Kommunistischen (und ehrlich gesagt erachte ich es für viel zu spitzfindig ob Engels, Marx oder Lenin) Land läuft das oft mit brutaler Gewalt ab und per Dekret (ähnlich wie in der NS Zeit). Kommunismus und Faschismus gleichen sich in den Methoden der umgesetzten Maßnahmen. Was nützt es einem Bürger, wenn er von ner schwarzen SS Uniform oder einer braunen, mit rotem Stern auf der Brust dekorierten, Uniform von seinem Land vertrieben wird.
Nun, die Frage ist doch zu erst, wieso er vertrieben wird.
Ich sage nicht, das es richtig ist, Menschen zu enteignen, und was in der DDR gescah war falsch, deswegen distanziere ich mich klar von der DDR. Deswegen distanziere ich mich aber nicht von der PDS oder dem Marxismus.
Insgesamt haben alle Versuche in der Geschichte und auf unserer Welt bewiesen, dass Kommunismus und auch die "schwächere" Form des Sozialismus dazu führen, dass gewisse Kader oder Parteibonzen sich die Macht nehmen und einen totalitären Staat erschaffen, weit ab von der Akzeptanz von Rechtstaatlichkeit oder gar einer Demokratie im Rahmen von freier Meinungsäußerungen etc. .
Richtig, und solche Menschen müssen bekämpft werden. Und jetzt zeige mir solche Menschen in der PDS.
Kommunismus und Demokratie passen nur in der Mao Bibel oder in dem Buch "das Kapital" zusammen - in der Praxis versagt diese Form komplett.
Richtig, keines der kommunistischen Systeme kann alleine existieren, aber in einer Mischung ähnlich der sozialen Marktwirtschaft wäre es möglich.
Die Überreste der Sowjetunion zeigen deutlich, was Jahrzehnte der Gleichschaltung auf vielen Gebieten gebracht haben: Armut, Hunger, Terrorismus, Gewalt und viel Tod !
Nun, das kann man auch von den beseitigten, gewählten linken Regierungen sagen. Siehe Chile, was musste das Land unter Pinochet durchmachen, nur damit Amerika sagen konnte: Wir haben ein Land vor dem Sozialismus beschützt.
selbst wenn beide Parteien Mitglieder haben, die vor der Kamera oder sonstigen Medienanstalten Dinge sagen, die klar verfassungswidrig und auch antidemokratisch - ja sogar kriegsverhetzend sind, sind die Programme verfassungskonform.
Beispiele bei dem Programm der PDS?
Über den Geist, der solchen Leuten inne wohnt braucht man wohl nicht zu reden .
Wenn man nicht drüber redet, wird man sie nicht besiegen.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Also das Bundeswahlgesetzt ist nahezu klar und eindeutig. Nur Parteien, welche sich dem GG und der Verfassung verschrieben haben, können gewählt werden. Sämtliche - ich meine damit wirklich alle - Parteien, welche auf Wahlzetteln zu finden sind, wurden durch Kommissionen zumindest was ihre Programme und Zielsetzungen angeht, auf diese Sache hin geprüft. Demnach sind PDS und NPD gem. unserer Verfassung zu dulden - zumindest nach dem Gesetz. Wie auch immer man dazu persönlich steht. Schilly hats vermasselt, die NPD verbieten zu lassen, das BVerfG war hierbei sehr eindeutig.

Die PDS spielt in den westlichen Bundesländern absolut keine Rolle. Stadtstaaten wie HH oder Bremen mögen hierbei Ausnahmen sein. In BaWü stellten sie sich nicht zur Wahl und auch jetzt nicht für 2005. Die Leute im Westen scheinen eher zu wissen, dass die PDS "alter Wein in neuen Schleuchen" ist und keine Alternative zur SPD z.B. .
Ich persönlich kann auch solche Verbrecher wie Gysi und Co. absolut nicht ab - meine persönliche Meinung. Auch wenn Gysi rechtzeitig abgesprungen ist.

Was Vertreibung und auch Mord angeht in den Gebieten von Schlesien und Pommern, so muß deutlich gesagt werden, dass diese Opfer des Krieges praktisch gar keine Unterstützung erhalten. Dort haben sich Szenen abgespielt (in Prag, Budapest und auf der Flucht zurück "ins Reich"), die fast jenseits des Verstandes liegen. Entsprechende Berichte von Menschen, die eidesstattliche Versicherungen abgegeben haben, erachte ich für glaubhaft. Noch leben einige Zeitzeugen und frägt man sie...dann läufts einem kalt den Rücken runter.

Im Juni sprach ich u.a. mit einem, der den Untergang der Wilhelm Gustlow (versenkt durch ein Sowjet-Uboot) überlebt hat. Tragödien waren das und nur weil es Deutsche waren, war das jahrzehntelang richtig in vielen Augen. Während man in der besten Lage in der Mitte von Berlin für Millionen ein weiteres Denkmal baut für die jüdischen Opfer, hat die SPD/Grüne-Regierung noch nicht einmal einen Platz für das Anbringen einer Gedenktafel genehmigt für die deutschen Opfer der Verfolgung.
Ich sprach auch mit einem ehemaligen SS-Soldaten - kein Schlächter und kein Kindsmörder (wie die Journalie gerne alle Soldaten darstellt). Er war in einem Panzerbataillion im Osten. Er kam in Gefangenschaft und was der berichtet hat....russische KZs, die denen der NS Zeit absolut nicht an Grausamkeit nachstehen.

Wir Deutschen haben ein Problem mit Begriffen wie Vaterlandsliebe, Heimat und Stolz. Ich denke, wir sollten dies mal überdenken. Es geht nicht um das Nachäffen der NS-Diktatur sondern um einen gesunden Patriotismus, der durchaus auch ein wenig Einigkeit und "zusammen packen wir es" Gefühl vermitteln kann. Wir brauchen in heutiger Zeit m.E. weitaus mehr Emotionen, die positiv auch den Alltag beeinflussen können, als nur den neuesten Handy-Klingelton oder den rein materiellen Bereicherungsgedanke.

Noch zum Thema Euro/DM: Der Euro an sich war notwendig und gut. Als Unternehmer kann ich das nur so deutlich sagen. ABER leider hat die Politik versagt und nicht darauf geachtet, dass Menschen eben gerne Geld machen. Bei der Umstellung auf den Euro haben massiv Einzelhändler, die Gastronomie und auch andere Branchen nahezu 1:1 umgestellt oder Verteuerungen durchgeboxt im Geheimen. Das ist ne Schweinerei !

Beispiele, dass die PDS die Struktur und die Gesellschaft verändern möchte im Geiste der Gründer der PDS (SED + KPD Anhänger) gibt es massig. Es läuft auf den Versuch hinaus, eine zweite DDR zu erbauen, welche Dank dem ehemals reichen Westen auf den neuesten Stand in Bezug auf Wirtschaft, Aufbau und Struktur gebracht wurde. Weder die PDS noch die NPD haben ein Konzept, die Massenarbeitslosigkeit zu beseitigen. Während die SPD verkündet, bis 2014 gäbe es keine Langzeitsarbeitslosen mehr - was an sich eine Propaganda darstellt, die in etwa klingt wie "der Endsieg ist nahe" - baut die PDS auf Protestwähler und auch Menschen, die meinen, sie könnten nun mit 40 in den Ruhestand gehen, weil sie ja viele Jahre lang in der DDR haben leben müssen. So funktioniert die Wirtschaft nicht und auch nicht ein Wiederaufbau OST.
Mag sein, dass es Überzeugungswähler gibt in der PDS, mag sein, dass der Kommunismus in der Theorie die ursprünglichste Form der Demokratie sein mag. Durchgeführt wird sie von Organen, von Menschen mit Macht, von Funktionären und Parteiführern - nicht durch das Volk. Ohne eine hirarchische Struktur läßt sich keine Gesellschaft steuern bzw. entwickelt diese sich nicht fort. Entscheidungen müssen getroffen werden und die Natur zeigt, wenn eine Art sich nicht schnell genug anpaßt, verschwindet sie. Auch wenn Vergleiche immer hinken - eine Gesellschaftsform, die auf reinen Machterhalt einer Elite ausgelegt ist (Kommunismus, Sozialismus) wird niemals in der Lage sein, die anstehenden Aufgaben der Menschheit zu bewältigen. q.e.d - wie die Geschichte bewiesen hat !


Sandor
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Zitat von Papst:
"Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten"
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Beitrag von America`s Most Wanted »

Interessanter Post, nur zwei Fragen habe ich noch [da wir so verschiedene Ansichten haben werden wir nie zu einer Einigung kommen, und könnten seitenlang diskutieren]:

1. Was hat der gesamte obere Abschnitt [mit den Vertrieben aus Prag, der Untergang der Gustlow, dem SS-Mann, der Gedenktafal, etc.] überhaupt mit dem Thema bzw. meinem Beitrag darüber zu tun?
Ich bezog mich in meinen Äußerungen mit der Enteignung lediglich auf die Enteignungen in der DDR, von denen ich mich klar distanziere.
Was hat er damit zu tun, oder worauf überhaupt bezog er sich?

2. Wieso ist Gysie ein Verbrecher? Welches Verbrechen hat er denn begangen?

Und die PDS und die NPD bauen nicht bloß auf Protestwähler, sie haben beide eine stabile Wählerschaft, die bei beiden wächst.
Das beide bei den Landtagswahlen auf Panikmache setzten, stört mich als PDS-Wähler.
Man hätte bei der PDS mit ihrer Agenda werben können, hat es aber leider nicht.

Und wer sagt überhaupt, das Marxismus auf den reinen Machterhalt einer Elite ausgelegt ist/sein muss?
Zuletzt geändert von America`s Most Wanted am Do 23. Sep 2004, 17:52, insgesamt 1-mal geändert.
Stephen Feherty
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Beitrag von Stephen Feherty »

Ich mag weder die Linken noch die Rechten. Das sind beides Extreme und solche Leute sind niemals für ein Land gut. Allerdings mag ich die Demokratie auch nicht besonders. Es dauert zu lange bis wichtige Entscheidungen richtig getroffen werden. Ich weiss nicht ob es besser wäre, aber ich hätte lieber einen König oder Kaiser. Dieser ganze PolitScheiss der momentan in Ger abläuft geht mir auf den Sack. Kann mir vorstellen, dass ein großteil der NPD Wähler aus Frust gehandelt haben - und die NPD weiss das wohl auch und wird vermutlich versuchen ihre Position so schnell wie möglich auszubauen, jetzt wo die SPD Probleme hat.
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Beitrag von himitsu »

Stephen Feherty hat geschrieben:Ich mag weder die Linken noch die Rechten. Das sind beides Extreme und solche Leute sind niemals für ein Land gut. Allerdings mag ich die Demokratie auch nicht besonders. Es dauert zu lange bis wichtige Entscheidungen richtig getroffen werden. Ich weiss nicht ob es besser wäre, aber ich hätte lieber einen König oder Kaiser.
:lol: Interessante Idee. Glaub aber unter Königen/Kaisern gab's mit die meiste Armut und Ungerechtigkeit (man denke an die Frz. Revolution, Nero, Cäsar, usw.)
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Beitrag von Sandor »

Also die Monarchie war auch in der Geschichte nicht immer ein Garant für Armut, Krieg und Leiden. Klaro denkt man an den Sonnenkönig und dessen Verschwendung oder an Kaiser, die Kriege anzettelten. Es gibt ja noch Variationen der Monarchie - gabs z.B. auch in Deutschland vor der Weimarer Republik. Denkbar sind hier viele Dinge wie z.B. parlamentarische Monarchie, plebizitäre Monarchie etc. .
Die Monarchie hat aber einen entscheidenden Vorteil - die Entscheidungen können extrem schnell getroffen werden, sie stehen dazu noch außer Frage, stellen sofort Gesetz dar und aufgrund der (oft) Erblichkeit der Titel besteht nicht unbedingt ein politischer Selbstdarstellungsdrang. Allerdings wäre die Rückführung in ein solches System äußerst schwierig und wohl auch derzeit weltpolitisch eher mit erheblichen Nachteilen verbunden.

Da sind mir dann so Demokratien angelehnt an das Präsidialamt der USA weitaus lieber. Ich denke schon, dass die div. Kammern bei uns in Deutschland merklich verkleinert und in ihrer Entscheidungskompetenz erweitert werden müßten. Ein Kanzler, eine Bundesregierung muß machtpolitisch verstärkt werden, damit die Aufgaben noch zeitnah diskuttiert und entschieden werden können. Wenn in Deutschland der Bau einer Autobahn mehr als 10 Jahre, der eines Tunnels gut 50 Jahre braucht (Bsp. in meinem B-Land sind dafür gegeben), dann reden wir nicht mehr über eine handlungsfähige Demokratie sondern die Maximierung des Pluralismus mit dem Effekt, dass erst einmal gar nichts passiert - weder für oder (im Zweifel auch) gegen das "Volk".

Sandor
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Beitrag von Plube »

Frage: Sollte für die Wahlen in anderen Bundesländern auch eigene Threads aufgemacht werden, oder soll das dann auch hier hinein?
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