| Mittlerweile ist es ja schon Tradition auch nach der ausführlichen Tagebuch Vorstellung eines Spiels eine abschließende Einschätzung zu schreiben. Wie bei allen Tagebüchern ist es auch der Abschluß dieser etwas anderen Art einer Spielevorstellung. Zunächst hoffe ich einmal das euch auch dieses Tagebuch wieder ein bißchen gefallen hat. Auch wenn Ihr erst in diesen Tagen das Spiel in den Händen haltet. Ideal ist es ja immer wenn Ihr das Spiel sozusagen mit mir zusammen spielen könnt. Aber ich denke es werden noch Wochen vergehen, ehe sich der Hype um dieses Spiel ein bißchen legt. Auch bei mir wird dies nicht anders sein. Schließlich gilt es ja auch noch ein bißchen Perfect Agent zu spielen. Eine kann ich aber ohne zu zögern schon jetzt sagen. Perfect Dark ist neben Ocarina of Time das Spiel auf dem N64 ist. Vergleichen kann man beide Spiele nicht miteinander, dafür sind die Genre einfach zu verschieden. Aber wenn man immer noch einen Kaufgrund für das N64 benötigt. Hier ist er. Dafür hat Rare hier in meinen Augen ein fast perfektes Spiel abgeliefert. Wenn mich jemand nach knappen Argumenten für das Spiel fragen würde käme als Antwort sofort die KI, die Grafik und der Sound. Und da nenne ich nur die wichtigsten. Was mich wirklich extrem beeindruckt hat ist die KI im Perfect Agent Schwierigkeitsgrad. Mit Abstand bietet PD hier das feinste was ich auch plattformübergreifend gespielt habe. Die Gegner, und es sind ja nicht wenige agieren hier sehr real. Sie lassen sich auf der einen Seite überwältigen nehmen euch aber wenn die Möglichkeit da ist unwiderruflich in die Zange. Selten das hier mal ein Gegner still stehenbleibt. Irgendeine Ausweichbewegung machen sie immer. Das ganze immer unterstrichen von herrlichen Körperanimationen. Was spätestens beim lasen das Abspanns auch kein Wunder mehr ist. Denn für die Bewegungen wurde Motion Capturing angewendet um diese Bewegungsabläufe so real wie möglich zu machen. Vor allem wenn sie nur getroffen sind und Ihr Bein nachziehen, sich den Arm halten oder am Boden entangschleppen. Denn immer wieder versuchen sie dabei noch eine Waffe zu finden um euch zu schaden. Man ist immer wieder mehr als überrascht was die Jungs so alles draufhaben. Unvergessen bleibt mir das eine Stelle im Level Chicago, wo ich von 2 Wachen einen getötet habe und den anderen angeschossen habe. Dieser schleppte sich nun verletzt zur Waffe seines Kameraden und hob sie auf und schoß. Das sieht nicht nur irre aus, sondern überrascht euch nicht minder in dem Moment. Das Thema Grafik ist eh ein Thema für sich. Würde man im HiRes einen unbedarften Spieler davor setzen. Ich glaube er würde nicht auf ein N64 tippen. Das war mein erster Gedanke nach dem ich am Anfang ein bißchen im Carrington Institute umher gelaufen bin. Vor allem die Klarheit und der Glanz ist irre. Und von den Scheinwerfern, die man bald in jedem Level in irgendeiner Art wiedertrifft rede ich mal nicht. Hier hat sich Rare meiner Meinung nach selbst übertroffen. Das geht weiter über die zunächst mal sehr zahlreichen Waffen und deren Effekten. Mündungsfeuer aller Arten gibt es zu bestaunen. Wegfliegende Hülsen und fette Einschußlöcher zeugen von viel Action. Aber selbst die Waffen an sich. Da kommt der geniale Schießplatz dran und endet bei den zwei Modis jeder Waffe. Die Slayer ist sicher eine der effektivsten und coolsten mit ihrem Kamera- und lenkfeature im Geschoß. Es ist halt alles mehr als nötig vorhanden. Hier findet jeder Shooterfreund seine Waffe. Dazu paßt nicht nur der Sound für alle möglichen Aktionen. So klingt das Laufen von Joanna bei den verschiedenen Untergründe anders. Aber auch der Surround Sound erreicht hier eine exzellente Qualität. Man hört die Gegner immer von der Stelle wo sie stehen oder schießen. Was natürlich die Atmosphäre gewaltig hebt. Auch die Hintergrundstücke sind sehr gelungen und passen sich oftmals der Spielsituation an. Aber auch die vielen Equipment Teile fügen sich nahtlos in das Spiel ein. Angefangen bei dem Nachtsichtgerät über die verschiedenen Scanner bis zur CamSpy, die für mich das geilste Teil im Spiel ist. Das es sie auch noch in mehreren Variationen gibt verwundert dann schon garnicht mehr. Was mir damals schon bei James gefallen hat sollte mich auch hier nicht enttäuschen. Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade und die damit immer mehr werdenden Aufträge. So ist PD weit mehr als nur ein reiner Shooter. Viel Taktik und kluges Vorgehen ist angesagt. Die Aufgaben sind nicht zu schwer, erfordern aber schon eine gewisse Überlegung. Einfaches drauf los ballern ist selten die richtige Taktik. Auch wenn ich in der Area 51 im Perfect Agent immer noch meinen Meister gefunden habe spornt es sehr an die Aufgaben zu lösen. Auch das immer die Zeit genommen wird ergibt einen gewissen Motivationsgedanken. Nicht umsonst machen wir ja diesmal einen Time Trial dazu. Dabei sind die Schwierigkeitsgrade sehr ausgewogen. Agent und Special Agent ist machbar, während man im Perfect Agent zu kauen hat. Auch Hardcore Spieler sollten hier ihren Schwierigkeitsgrad finden. Und immerhin soll es ja noch einen geben. Auch das Belohnungsfeature ist eine Stärke in PD. Fast nach jedem Level einen Cheat oder im Schießplatz die Medaillen. Man will es immer besser machen. Dabei befürworte ich auch die Taktik von Rare, das man um das Spiel zu lösen nicht cheaten kann. Sondern am Ende mal just for Fun durch die Level fegt. In PD muß man sich wirklich alles verdienen. Das gilt auch für den mehr als opulenten Multiplayer Modus. Die Challenges, die man allein oder mit mehreren spielen kann sorgen erst dafür das man vieles erst freispielen muß. Das beginnt bei den vielen Charakteren, wie für die Arenen die man anwählen kann. Das sogar alte James Level enthalten sind macht es noch interessanter. Überhaupt sind die Optionen im Multiplayer mehr als reichlich. So ziemlich alles was man will kann man einstellen. Und das man seinen Charakter dabei entwickeln kann, egal was man im Multiplayer spielt ist mehr als eine Zugabe. Ich bin ja ein großer Freund dieses Feature. Schon allein der Multiplayer könnte als Spiel durchgehen. Rage Wars läßt grüßen. Und auch innovatives und neues bietet der Multiplayer. Denn erstmals kann man computergesteuerte Gegner (Bots) mitnehmen, auch wenn man mit bis zu 4 menschlichen Spielern spielt. Hier offenbart sich bei zu vielen Bots aber eine Schwäche. Denn gerade im vollen Programm leidet die Framerate. Das Thema ist sowieso eines für sich und bei manchen von euch auch das einzige. Ich persönlich empfinde die Framerate im Spiel als gut. Natürlich gibt es Stellen wo die Framerate mal ein bißchen absackt. Aber das man dadurch Probleme hat kann ich nicht nachvollziehen. Sonst wäre ich ja wohl kaum durch das Spiel gekommen, wenn wie manche das ganze als unspielbar abtun. Ich finde das interessant, denn es ist so gut wie das einzige was PD angreifbar macht. Aber warten wir die PAL ab und ich denke keiner kann hier meckern. Im Multiplayer muß man sich damit arrangieren und austesten bis wohin es einen selber stört. Nimmt man halt weniger Bots mit. Wer gezielt nach Stellen sucht wo die Framerate etwas nach unten geht findet diese auch. Aber ich kann mich an kein Spiel erinnern wo es die nicht an der einen oder anderen Stelle gab. Wäre die Framerate perfekt würde PD sicher eine noch bessere Wertung erhalten. Denn es gibt eigentlich nichts weiter das man ernsthaft kritisieren kann. Was mir persönlich nicht ganz gefiel, war das Ende des Spiels, das irgendwie überraschend kam. Auch wenn man danach die Bonuslevel bekam, so fehlt doch das ganz große Finale. Zudem der Endgegner, wenn man wußte wie, nicht so schwer zu besiegen war. Obwohl, Perfect Agent fehlt mir noch. :-) Da hat Rare mit Mizar in JFG schon andere Kaliber auf uns Spieler losgelassen. Aber ansonsten paßt einfach alles. Die Präsentation, der Sound und vor allen das spielerische ist einmalig. Und wer immer noch denkt es ginge besser, der sollte mal den Co-op spielen. Sowas habe ich vorher noch nicht gespielt. Vor allem der Co-op allein, wo man praktisch im Vollbild mit einer 2. Spielfigur spielt, die auch ein extrem hohe KI besitzt und mehr als nur ein Partner ist. Schon im Spiel wo man ab und zu einen Gefährten wie Elvis bekommt ist das ungewohnt. Aber wenn man es gezielt nutzen kann umso schöner. Ich bin gespannt was die Konkurrenz hier dem entgegenstellen will. Vor allem Turok 3 bekommt einen Konkurrenten vorgesetzt, an dem er zu knabbern haben wird. Da wird auch ewig viele Sprachausgabe wenig dran ändern, zumal dies auch PD bietet. Joanna hat eh eine tolle Stimme bekommen. Und ich glaube wenn es die Verantwortlichen schlau anstellen können sie denselben Effekt wie bei Lara erzeugen. Aber das wird die Zukunft zeigen. Im jetzt kann ich nur jedem N64 Spieler, der irgendetwas für Shooter übrig hat dieses Spiel empfehlen. Denn diese Masse an Möglichkeiten und Spielspaß den das Spiel bietet gibt es neben Ocarina of Time nirgends. Sonst hätte mich Joanna die letzten 3 Wochen nicht um den Schlaf gebracht. :-) Und im Shooter Genre schon gleich garnicht. Ich bin gespannt auf eure Meinungen und würde mich freuen wenn Ihr uns viele viele Lesermeinungen zukommen laßt. Schreibt euch ruhig die Finger wund, ich habs ja auch gemacht. :-) PD ist das Spiel des Jahres 2000 bis jetzt und neben OoT das Kaufargument auf dem N64. |