GCN Special zum GCN-GBA Link Feature in Final Fantasy Crystal Chronicles

Die Geschichte rund um die Linkmöglichkeit in einem Final Fantasy Crystal Chronicles ist wesentlich ausladender als in irgendeinem anderen Spiel welches das GBA-GCN Link Feature unterstützt. Dabei sind die Diskussionen darüber auch nach dem Release noch nicht beendet. Denn was die Gemüter erregt ist dabei die Tatsache das der Multiplayer nur per GBA gespielt werden kann. Obwohl dies eigentlich klar ist gibt es immer noch ab und zu Falschinformationen wie das ganze nun funktioniert und was es bringt. Grund genug das ganze wie gewohnt wieder extra zu beleuchten. Dabei fangen wir klein an und beleuchten alle Möglichkeiten die das Zusammenspiel mit dem GBA bietet.

Zunächst sind die Grundvoraussetzungen recht klar definiert. Muß im GCN eine FFCC Disk schlummern, benötigt man im GBA kein Spiel. Alles was relevant ist wird für die Session auf den GBA geladen und dort ausgeführt oder verwaltet. Desweiteren braucht Ihr natürlich ein GBA Link Kabel für jeden angeschlossenen GBA. Denn auch eines reicht um das Link Feature, wenn auch nur in Teilen zu nutzen.

Fangen wir mit der einfachsten Variante an. Spielt Ihr ein Einzelspiel ist der GBA ebenfalls schon nutzbar. Neben eurem GCN Controller wird der GBA also am 2. Controller Port angeschlossen. Nach dem Einschalten und dem Laden des eigenen Savegames dient der GBA wie seinerzeit beim guten Link als Radar der Umgebung. Das heißt betretet Ihr eine Location von der Weltkarte aus, wird die Location in seinem Grundriß auf den GBA geladen. Ihr seht auf dem GBA euren Charakter als farbigen Punkt und könnt auf jeden Fall weiter schauen wo die Wege weitergehen als auf dem GCN mit seiner limitierten Sichtweise. Barrieren werden dargestellt und unter dem Bildschirm die sogenannte Bonusaufgabe, die aber im Einzelspieler nicht weiter wichtig ist. Schade finde ich das auf dem Radar keine Kisten dargestellt werden. Einzig die Weg sind erkennbar und der Charakter wenn Ihr ihn bewegt. Hörbar hat man hier das Verlassen des Kelch Bereiches eingebaut und der GBA dann anfängt zu piepen. So vielleicht die schwächste Variante der Linkmöglichkeiten.

Die zweite Variante wird möglich wenn Ihr ebenfalls allein spielt, aber nur den GBA als Controller einsteckt und gar keinen GCN Controller mehr verwendet. Erste Variante so ist ebenfalls das Anwählen des Einzelspieler Modi. Dabei ist aufgrund der Tastenbelegung ein normales Spielen auch mit dem GBA möglich. Unterschied zum GCN Controller ist zum einen das Pausenmenu. Mit dem GBA drückt man die Select Taste und wechselt auf dem GBA nun per B-Taste in das Pausenmenu, ohne das auf dem GCN irgendwas passiert. In diesem Pausenmenu habt Ihr nun alle Einträge wie auch per GCN Controller auf dem TV Screen. Zusätzlich zum Radar könnt Ihr die Kommandoliste einsehen, Gegenstände verwalten oder eure Briefe lesen. Ist dann alles eingestellt kann man per Select wieder zurück zum Spiel und weiterspielen. Ebenfalls und damit das erste mal möglich ist der Mehrspieler Modus auch mit nur einem GBA. Klingt unlogisch? Nicht ganz. Denn Ihr wählt hier zunächst auch wieder euer Savegame an, das natürlich das gleiche sein kann wie im Einzelspieler und steuert über den Weltenscreen wie gewohnt. Erster Unterschied ist das Fehlen von Mogy, der sonst immer den Kelch trägt in den Locations. Hier agiert Ihr vollkommen allein und müßt sowohl den Kelch tragen als auch kämpfen. Man merkt schnell das dies ja auch nicht Sinn der Sache ist. Allerdings wird ein weiteres Feature auch allein möglich. Die im Einzelspieler gefundenden Mogry Nester und deren Stempel bekommen hier ihre Bedeutung. Bei bestimmten Stempeln bekommt Ihr immer ein Minispiel freigespielt. Im Endeffekt ist es aber nur ein einziges Minispiel. Was euch dann immer als neues Minispiel angezeigt wird wenn Ihr mehrere Stempel bekommt sind Strecken von denen man mehrere freischalten kann. Geht man jetzt zu einem Mogry Nest das einem ein Minispiel freigeschaltet hat kann man dieses starten. Dabei wird auf dem GCN nur der Titelscreen eingeblendet und die Tastenbelegung. Die reine Action geht auf dem GBA ab. Nichts anderes als ein Rennspiel im Mario Kart Style erwartet euch hier. Steckt eben nur ein GBA im GCN spielt Ihr praktisch allein gegen 7 CPU Gegner. Verschiedene Strecken lang geht es dabei über 3 Runden um den Sieg. Eine Steuerung die zwar etwas träge wirkt, aber an Mario Kart durchaus erinnert gilt es Gegner zu ärgern in dem man auch hier Zauberkugeln aufsammelt oder durch Nahrungssysmbole das „Kart“, das hier euer Karawanengefährt ist schneller macht. Das einzige was mir hier nicht so gefällt ist die Tatsache das man für verschiedene Strecken eben auch erst zu den entsprechenden Mogry Nestern laufen muß. Gleich alle Strecken die man freigeschaltet hat anwählen ist nicht möglich. Außerdem dauert es ca. 15 Sekunden wenn man ein Rennen beendet und wieder zurück in das Spiel will. Was allein geht ist natürlich auch mit bis zu 4 Spielern per GBA möglich. Soweit alles nur mit einem GBA.

Seine volle Stärke spielt das ganze mit 2 – 4 Spielern aus. Wahlweise aus den schon erstellten Charakteren wählt man aus oder man lädt einen Spieler über den Memcard Slot B ein mitzuspielen. Im Endeffekt ist es das gesamte Hauptspiel mit bis zu maximal 4 Spielern. Dabei ist es egal ob Ihr nun ein neues Spiel beginnt oder mittendrin ein Savegame aus dem Einzelspieler ladet. Sind z.b. 2 Leute am Spielen stecken nur 2 GBA Geräte am GCN. Der gewohnte GCN Controller spielt keine Rolle mehr. Seid Ihr beide im Spiel wird nun die obere rechte Ecke für den zweiten Charakter genutzt. Bei 4 Leuten also alle 4 Ecken. Im Vollbild bewegen sich dabei alle innerhalb eines Screens oder hier besser gesagt innerhalb des Kelchkreises. Wobei es hier schon den ersten Unterschied zum Einzelspieler gibt. Einer der Mitspieler muß immer die Rolle des guten Mogy übernehmen und den Kelch tragen. Kommen Gegner auf euch zu setzt man ihn dann ab und kämpft gemeinsam oder einer ist stark genug die Arbeit zu übernehmen. Es sind aber Kleinigkeiten die hier schon sehr gefallen. Drückt einer der Spieler nun mitten im Gefecht die Select Taste wechselt er praktisch in sein Inventory Menu und nimmt am Kampf nicht mehr Teil. Allerdings taucht nun kein Pausenscreen auf dem TV Bildschirm auf sondern der oder die anderen kämpfen einfach weiter und nur ein GBA Symbol in der Ecke des entsprechenden Spielers zeigt an das er kurz eine organisatorische Pause einlegt. In dieser Zeit kann der Spieler nun in seinem Inventory Menu machen was er will um z.b. einen Zauber zu erschaffen oder seine Kommandoliste zu belegen. Die anderen merken davon garnichts, sondern wundern sich nur warum ihr Mitspieler irgendwo in der Ecke steht. Wobei auch das schön gelöst ist. Wie wenn ein Charakter gestorben ist wird er automatisch am Ende des Kelchkreises mitgezogen ohne das er sich bewegen muß. So werden die Wartezeiten ebenfalls gut überbrückt. Stirbt einer der Helden und hat keine Phoenix Feder mehr zur Verfügung so kann er den anderen Winken und um Hilfe bitten. Hat jemand der anderen den Engel Zauber im Angebot kann man ihn heilen und er ist wieder dabei. Auch so hält man den Spielfluß am laufen. Sind alle On Air ist natürlich das Gemetzel ungemein spaßiger. Auch weil extra für diesen Modus manche Dungeons und Gegner mal leichter und auch mal schwerer sind. Auf verschiedene Schalter treten ist so natürlich wesentlich einfacher als mit nur einem Charakter und vor allem die Endgegner sind völlig anders knackbar. Was auch daran liegt das die Spieler ihre Zauber und Special Attacken per gedrückter A-Taste verbinden können. Laden also die Spieler ihren Special auf und überdecken ihre Kreise so sieht man einen Effekt dafür und kann wesentlich mächtigere Attacken starten. Das hat schon was. Hier wird es aber auch Zeit das Wireless Gameplay auch beim GBA Einzug hält. Denn die Kabellänge der GCN-GBA Kabel ist nicht ewig lang und man muß schon in der Nähe des GCN sitzen. Mit Wireless wäre das noch schöner. Aber das kommt ja auch noch. Egal ob Ihr zu zweit oder zu viert spielt könnt Ihr alles nutzen was es auch im Singleplayer gibt. Natürlich auch Speichern und später mit diesem Spielstand auch allein weiterspielen. Der Co-op und Team Gedanke ist so natürlich extrem gegeben.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen das ich sehr viel von diesem Link halte und er den Spielspaß im Game extrem heben kann. Würde man ohne die Kehrseite werten wäre der Mulitplayer locker über 90% gesprungen. Aber man darf auch den Nachteil nicht übersehen. Für jeden Mitspieler benötigt man halt einen GBA samt Kabel. Wenn möglich noch einen SP, da durch die Lichtverhältnisse auf dem alten GBA das ganze nicht soviel Spaß macht. In meinen Augen kommt das Feature sehr nah an die Hemmschwelle heran bei der man sagt hier sollte man ernsthaft über den Kauf eines GBA nachdenken. Denn wer einmal mit mehreren Leuten die Dungeons unsicher gemacht hat möchte kaum nochmal alleine spielen. Das ist wirklich so. Nur kommen eben nur Spieler in den Genuß die den GBA besitzen. Und solange nicht jeder GCN Spieler automatisch einen GBA besitzt ist das ganze nunmal ein Zwang. Denn technisch möglich wäre das ganze auch mit Controllern. Nur eben nicht so flüssig und genial in der Anwendung. Wer also das Spiel besitzt und nach einem Grund sucht einen GBA anzuschaffen. Wenn nicht hier wann dann?

Im Team geht's los

2-4 Spieler im Vollbild

Das GBA Symbol in der Ecke

Ein Team Special im Anmarsch

Das Radar auf dem GBA

Das Inventory auf dem GBA

Die Kommandoliste aufdem GBA

Willkommen im Mogry Nest

Der Startscreen des Rennspiels

Das Rennspiel auf dem GBA

Artikel erstellt von Matthias Engert
(07.04.2004)