Messebericht Spielwarenmesse Nürnberg 1998

Was kann es schöneres geben, als wenn unser "kleines" Mag von Weltfirmen wie Ubi Soft und InterAct zur Nürnberger Spielwarenmesse eingeladen wird. Mit einem Kribbeln im Bauch machten wir uns auf den Weg nach Nürnberg. Um den Termin mit Ubi Soft um 10.00 Uhr halten zu können, mußte es am Servicestand der Messeinformation recht flott gehen. Lag es daran, das wir keinen Anzug mit goldenen Manschettenknöpfen trugen, oder war das Hostessenfrühstück nicht so toll? Man war recht unfreundlich und schickte uns im Messeservice von einer Tür zur nächsten. Keiner fühlte sich verpflichtet uns etwas informatives zu sagen. Die erste freundliche Stimme hörten wir von der Hostess in Halle 15, die sich um unsere Messeausweise kümmerte. Die junge Mitarbeiterin von Ubi Soft empfing uns vor den Kontrollposten und überreichte uns die begehrten Ausweise. Wir konnten nun problemlos die Absperrung passieren, aber man ließ die Frau von Ubi Soft nicht mehr hinein, da sie ihren Ausstellerausweis nicht bei sich hatte. Wir konnten es nicht glauben, wie borniert und stupid die alten Männer am Kontrollpunkt waren. Sie kannten die Lady seit einer ganzen Woche und wußten sogar von welchem Stand sie kam, aber sie wollten den Ausweis sehen. Gibt es etwas blöderes??? Unser Ärger verrauchte ganz schnell, als wir den Stand von Ubi Soft erreichten. Wir führten sehr informative Gespräche und konnten die Betaversion von Tronic Trouble spielen. Ein ganz tolles Spiel. Aber wenn ich Euch sage, wann die N 64 Version kommt...! Auf den Weg in die Halle 10, wo hauptsächlich das elektronische Spielzeug ausgestellt war, erlebten wir so manche Sachen zum schmunzeln. Dort fuhr ein lachender Japaner auf einem Kindertretauto durch die Gänge. Da war ein lebensgroßer Weihnachtsmann, der keine jugendfreien Bewegungen machte. In Halle 10 fühlten wir uns zu Hause. Die Welt der Videospieler. Nintendo hatte "standesgemäß" eine ganze Hallenseite für sich allein. Eine Bildschirmwand zeigte alle möglichen Demos von Games, die schon zu haben sind oder bald erscheinen. Auch Zelda, Breakaway (Eishockey) konnte man bewundern. Wir mußten einfach dort verweilen. Aber unsere Temine zwangen uns weiter zu ziehen. Bei Konami konnten wir schon mal probeweise wresteln. Mit WCW / NWO! Wir hatten zwar den Eindruck, das es noch etwas langsam im Bewegungsablauf ist, aber die Moves kommen so hammerhart rüber, das man Gänsehaut bekommen kann. Bei Vidis bestaunten wir das reichhaltige Zubehörangebot. Besonders das griffige N 64 Pad, welches auf der unteren Seite gummiert ist und deshalb einen guten Halt bietet bei besonders schweißtreibenden Games. Dann mußten wir uns beeilen, um noch pünktlich bei InterAct zu sein. Wir waren angenehm überrascht, als uns der Juniorchef, T. Jöllenbeck persönlich begrüßte. In einem netten, ungezwungenem Gespräch konnten wir über unsere gemeinsamen Vorhaben und Ziele sprechen. Unseren letzten Gang über das Messegelände nutzten wir noch einmal, um Gespräche zu führen und Material zu sammeln. Unsere Gespräche dabei, mit der Firma PMR verliefen sehr vielversprechend. PMR ist auch ein Stern am Zubehörhimmel. Ihr breitgefächertes Angebot fängt beim Kabel an und erstreckt sich über Mem Cardīs, Rumble Paks bis hin zu Lenkrädern. Und wieder haben wir einen Schritt in die Richtung getan, den schnell größer werdenden Zubehörmarkt, im Auge behalten zu können. Am Ende eines streßigen, aber sehr erfolgreichen Tages auf der Nürnberger Spielwarenmessen, traten wir erschöpft die Heimreise an. Wir können sagen, das wir viel gesehen und erfahren haben, was auch Euch nicht verborgen bleiben wird. Nürnberg - wir sehen uns im Jahr 1999 auf jeden Fall wieder.

Jens
(12.02.1998)

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