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Midway hatte sich schon in der Vergangenheit mit etlichen Toptiteln einen Namen gemacht, unter anderem mit der Mortal Serie und zuletzt mit Ready to Rumble Boxing. Mit HydroThunder stößt Midway in eine karg besetzte Nische, denn Powerboot Games gibt's noch keine auf dem N64. Lediglich Wave Race brachte uns den Wassersport etwas näher aber das wird sich jetzt ändern. Bei diesem Spiel hat man sich richtig Mühe gegeben, sei in grafischer Hinsicht als auch in der Simulation der Bewegungsabläufe von Wasser und Boot. Offiziell stehen euch 13 Strecken zur Verfügung, davon sind jeweils drei in Easy, Medium und Hard zu absolvieren. 4 Strecken sind Bonusstrecken, die man nur erreicht, indem man im Hard alle drei Kurse gewinnt. Die Strecken sind recht vielfältig und bieten viele Überraschungen, wie Abkürzungen, versteckte Power Up's, Unterwasserstrudel, nervige Polizeiboote, die einem ständig die Vorfahrt nehmen und in Landessprache zulabern. Besonders seien hier die italienischen Carabinieri angesprochen, die wahrscheinlich niemals Luft holen, während sie einem drohen von der Schusswaffe gebrauch zu machen. Auf jedem Kurs findet ihr viele Rampen und Megasprünge bei denen stets ein Schrei der Begeisterung vom Stapel gelassen wird. Die Art der Rennen sind meist Start-Ziel Läufe, nur bei einem Rennen geht es über drei Runden und das findet ihr im Easy. Von der grafischen Seite her gibt es viel Randbebauung und Hintergründe zu sehen, jedoch kein Grafikaufbau und diverser Nebel stören das Renngeschehen. |
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Mit steigendem Schwierigkeitsgrad werden die Strecken dann auch kurviger und haben immer mehr Hindernisse, wie gestrandete Schiffe und hohe Wellen oder Strudel, die euer Powerboot aus der Ideallinie bringen können. Schön ist auch zu sehen, das selbst bei einer Vielzahl von Booten und der damit verbundenen Action, die Framerate nicht in die Knie geht. Zu guter letzt sind es auch die vielen kleinen Features, die das Gesamtbild abrunden. Da sind die tollen Spiegeleffekte auf der Wasseroberfläche, die Gischt von den Booten oder der Einsatz des Triebwerkes, wenn es ausgefahren und aktiviert wird. Dabei hat jedes Boot eine andere Technik und auch andere Fahreigenschaften, die Art der boote reicht vom bekannten Powerboot bis hin zu futuristischen Vehikeln oder Dragster ähnelnden Teilen. Diese unterscheiden sich in Schnelligkeit, Kurvenverhalten, Anfälligkeit gegen Kollisionen, Bereitschaftszeit des Triebwerkes(Booster) und allgemeiner Stabilität beim Fahren, man kann auch Spurtreue dazu sagen. Also 9 normalen Boote und alle mit unterschiedlichen Eigenschaften, die allerdings nicht gleich zu Anfang verfügbar sind. Für jedes Level gibt's 3 Boote und beim Bonus halt 4 Stück. Mit steigendem Level werden aber nicht nur die Strecken schwieriger, auch die Boote werden schwerer zu steuern. Im Hard sind die Boote zwar schweine schnell, haben aber eine bescheidene Spurtreue und ein miserables Kurvenverhalten. Deswegen bin ich den Mediumbooten treu geblieben, weil damit immer die bessren Zeiten gefahren habe. Aber alles eine Frage der Übung, denn wenn man einmal ein Hardboot beherrscht kann man damit ganz gut vorankommen. Neben den Besonderheiten der Boote gibt's auch ein paar bei der Rennpraxis, welche man beherrschen und auch nutzen sollte. Das wichtigste hier bei ist der exorbitante HydroJump, welcher ein hohes Maß an Timing erfordert. |
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Dieser ermöglicht euch mit Hilfe des Triebwerkes während der Fahrt einen Sprung zu machen, um zum Beispiel Power Up's in der Luft zu bekommen oder sogenannte Secrets(versteckte Wege) zu erreichen. Besonders im Hard ist dieses Feature unabdinglich und deshalb sollte man kräftig üben, um den HydroJump drauf zu haben. Dann haben wir noch die Möglichkeit einem Frühstart zu machen, dabei wird im Handbuch eine Art beschrieben mit der man bei mehrmaligem drücken der A-und B-Tasten gleich beim Start einen Booster von 4 sek. Bekommt. Bei den Boostern wird zwischen den Blauen 4 sek. und den Roten mit 9 sek. unterschieden. Diese Art von Frühstart ist mir leider noch nie geglückt, bei mir hob lediglich das Boot in sensationeller Höhe ab und brachte mir keinerlei Vorteil. Die zweite Variante ist das rechtzeitige Drücken des A-Knopfes, wenn von drei an runtergezählt wird und die 1 erlischt, dann solltet ihr drücken und drei Plätze gutgemacht haben. Während des Rennens solltet ihr möglichst Kontakt zu anderen Booten vermeiden, wenn es doch mal dazu kommen sollte, so benutzt das Triebwerk, um die anderen Boote aus dem Wasser zu kicken. Das Triebwerk ist sowieso das wichtigste Teil, nutzt es in den Kurven, denn besonders die schweren Boote neigen dazu im Kurvenbereich zu driften. Auch bei diversen Sprüngen über die Rampen, bei denen meist ein Power Up zu holen ist, sollte das Triebwerk genutzt werden, um an Höhe und Weite zu gewinnen. |
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Der Einsatz des Triebwerkes macht sich natürlich auch bei euch stark bemerkbar, wenn das RumblePak loslegt. Speziell fürs RumblePak gibt es im Hauptmenü eine Konfig, bei der ihr die Rumble-Stärke für den Boost, Splash Down, Boat Collision und der Terrain Collision einstellen könnt. Weiterhin stehen zwei Konfig für den Controller zur Verfügung, bei der man leider nicht selbst das ControlPad konfigurieren kann. Bei den Soundoptionen gibt es zwei magere Einstellungen für Musik und Sound FX. Dabei wäre es schöner gewesen, wenn man die Kommentare noch hätte einstellen können. Aber die sind vielleicht auch nebensächlich, denn der Rennsound ist wirklich spitze. Jedes Powerboot hat seinen eigenen Sound, sei es das pfeifen eines Düsentriebwerkes oder der herrlich blubbernde Motor eines Dragsterbootes. Das ganze steigert sich noch, wenn das Boostertriebwerk(MightyHall Technologie) dazu geschalten wird und die Kiste in halsbrecherischer Weise über das Wasser knallt. Nächster Punkt im Hauptmenü ist das Championsmenü, wo man sämtliche Zeiten auf allen Strecken einsehen kann. Nicht zu vergessen ist der Mehrspieler-Modus , bei dem bis zu vier Spieler teilnehmen können, wenn man einen Großbildschirm zu Hause stehen hat. Zu zweit mag es mit dem Splitscreen noch spielbar sein, aber bei viergeteiltem Bildschirm hat man eh so seine Probleme noch durchzublicken. Die Spielstände und erreichten Rekorde werden auf Memcard gespeichert. Alles in allem ist HydroThunder ein richtig geiles Rennspiel. Es besticht durch gute Grafik und fantastischen Sound.|
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Die abwechslungsreichen Strecken mit den vielen Abkürzungen und versteckten Power Up's lassen es nie langweilig werden. Dafür sorgen natürlich auch die Gegner, die einem ständig vor dem Bug fahren. Das übersichtliche Optionsmenü und das RumblePak Setting sind ein weiterer Pluspunkt, neben der präzisen guten Steuerung und dem coolen Outfit der Boote.
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Time Trial Wettbewerb zu Hydro Thunder
| Lesereinschätzung von Marcel Jaquet. |