Die Bilder zu diesem Test wurden mit einem Capture Board der Firma Fast erstellt.

Gauntlet Legends

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Konami of Europe

Bei Gauntlet Legends werden wir in die Mystische Welt der Vergangenheit katapultiert. In die Zeit der Zauberer, Krieger und Walküren. Ihr sollt in eine dieser Rollen schlüpfen und die Welten des Gauntlet befreien. Diese werden von einem Wesen der Finsternis, Skorne , besetzt gehalten. Er und seine Armeen der Finsternis haben die Zauberkräfte von Sumner, einem Zauberer, gestohlen und in den Welten verteilt versteckt. Und nur dieser Sumner ist in der Lage, das Tor zum Reich der Finsternis zu öffnen und Skorne wieder dahin zu verbannen. Ihr müßt diese Zauberkräfte aus den 6 Obelisken befreien und dazu noch 13 alte Runen Steine finden um das Tor zu aktivieren. Und nebenbei auch noch Skorneīs Armeen bekämpfen, die sich vehement weigern euch alles freiwillig zu überlassen. Doch bevor wir uns dem Schlachtgetümmel zuwenden, erfahrt ihr auch im Vorspann, was euch erwartet. Das Mainmenu beschränkt sich auf das Starten des Spiels und die Options. In den Options kann man neben den üblichen Soundeinstellung auch eine Videoeinstellung vornehmen. Dabei könnt ihr euern Screen der Bildröhre eures TV anpassen. So vermeidet man, das Zahlen und Begriffe teilweise außerhalb eures Bildschirmes stehen. Man trägt hier selber die Verantwortung dafür, alles zu sehen. Die Controller Konfig. beinhaltet zwei Varianten. Standart und Crossbow. Der Unterschied besteht lediglich in der Tastenbelegung. Da Gauntlet Legend ein Vier Spieler Game ist, kann man im Controller Pak Managment jeden der aktiven MemCards aus verwalten. Das ist dahin gehend wichtig, da sich im Spiel die Charaktere unterschiedlich weiterentwickeln.
Über den Anspruch des Spiels sagen die Schwierigkeitsgrade alles. Mit Normal beginnt man hier auf der untersten Stufe, dem folgen Fortgeschritten und Experte. Nicht das hier jemand auf den Trichter kommt, Normal entspreche dem handelsüblichen Easy. Nein, nein... Doch nun genug in den Options gegraben, laßt uns zum Spiel kommen. Nachdem wir den Menupunkt Start Game gewählt haben, finden wir uns in der Charakterauswahl wieder. Hier stehen uns vier verschiede Charaktertypen zur Auswahl. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre unterschiedliche Ausstattung. Der schmalbrüstige Bogenschütze hat Defizite bei der Stärke und Panzerung. Der Krieger, ein kräftig gebauter Hüne, der sich Axt schwingend der Meute annimmt, allerdings mit der Magie Nachholebedarf hat. Die Walküre ist am ausgeglichendsten von allen. Sie hat egal ob Stärke, Panzerung oder Magie die gleichbleibensten Werte. Der Zauberer hat selbstverständlich die stärksten Magiewerte. Innerhalb der Kämpfgergattung kann man nach links oder rechts scrollen und auch nach dem Äußeren entscheiden. An der Stärkenverteilung ändert sich jedoch nichts. Die ändert sich erst im Laufe des Spiels. Jeder Charakter ist Ausbaufähig und entwickelt sich im Laufe des Abenteuers weiter. Hat man seine Entscheidung getroffen, kann man auch den Namen des Waffenführenden ändern. Es muß keiner mit "Siris" oder "Koric" durch die Welten ziehen. Bis zu 6 Buchstaben sind möglich. Ist alles perfekt, finden wir uns in Sumnerīs Turm wieder. Dort erhalten wir noch einmal eine umfangreiche Darstellung des Geschehenen und erfahren, das nur noch eine Tür zu einer Welt offen ist. Und da sollen wir den Hebel ansetzen und Stück für Stück Sumnerīs Macht zurück holen. Tritt man zu Sumner ans Pult, öffnet sich ein Menu , in dem man Informationen zu den Runen Steinen und Obelisken oder dem Gegner erhält. Zu dem Punkt Laden in diesem Menu komme ich später, da man sich erst einmal das nötige Kleingeld erspielen muß. Wenn man durch das jeweilige Welttor schlendert, steht man zunächst vor kleineren Teleportern , die einen in und aus dem Level bringen. Im ersten Level wird euch noch alles erklärt. Was man mit den gefundenen Schlüsseln macht. Das man mit dem gefundenen Gold Power upīs kaufen kann u.s.w. Eure gegner bestehen hier hauptsächlich aus kleinen Gnomen und anderer Trolle.
Die Gegner generell werden in ihren Eingängen, Zelten oder auch Häuschen pausenlos generiert. Man muß also so schnell wie möglich die Unterkünfte zerstören, sonst hört die Plage niemals auf. Und ewig auf Distanz halten kann man sie dann auch nicht mehr und im Nahkampf sieht es meist schlecht für einen aus. Und eh man sich versieht, ist der Pulk auf 20 - 30 Unterweltler angestiegen. In der unten am Bildrand befindlichen Statusleiste hat man auch seine Inventarleiste. Dort werden alle gesammelten Items aufbewahrt und wenn es nötig erscheint auch eingesetzt. Mit dem Steuerkreuz oder den C Tasten schaltet man nach links oder rechts. Das in der Mitte gezeigte Item aktiviert und deaktiviert man dann mit der R-Taste. Die Zahl hinter dem Herz gibt Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand. Beim kritisch werdenden Zustand meldet sich auch Sumner mit einem kurzen Kommentar. Im Bildschirm wo Name und "Waffengattung" angegeben ist, erfährt man beim links oder rechts scrollen mehr über seinen momentanen Leistungsstand. In wie weit sich eure Magie- oder Stärkewerte erhöht haben. Oder auch wieviel Gold ihr euer eigen nennt bzw. welches Level ihr erreicht habt. Sumner gibt da zwar auch Laut, wenn ihr das nächste Level erreicht habt, aber im Kampfgetümmel überhört man das schon mal. man sieht es dann nur an den gestiegenen Gesundheitsniveau. Die schmale, mehrfarbige Leiste um euere Statusanzeige ist die Magieleiste. Zuerst füllt sich in der Mitte das grüne Feld, dann das gelbe und zum Schluß das rote. Leuchtet das Rot, kann man per Tastendruck einen gewaltigen Zauberspruch ablassen. Dieser walzt dann alles in einem bestimmten Umkreis in den Boden. Allerdings dauert es, bis sich die Leisten wieder füllen. Benutzt man den Zauber, obwohl nur das grüne Feld leuchtet, so bekommt man gerade mal einen "faulen" Zauber hin. Also äußerst schwach. Beim gelben Feld wird es schon etwas gewaltiger, aber der Budenzauber beginnt erst bei voller Leiste. Unterwegs finden wir diverse Items, wie Power upīs, Gold, Schlüssel oder Schalter. Meist versteckt sich so etwas in den umherstehenden Fässern, die man zerstören kann. Oder in Truhen für die man erst einen Schlüssel braucht. Doch Schlüssel braucht man auch für Tore und Türen. Doch in jedem Level sind genügend Schlüssel für alles vorhanden. Manchmal behält man auch einige über, die man dann mit ins nächste Level nehmen kann, oder bei Sumner verscheuern kann. Habt ihr reichlich Gold eingesackt in den Welten, kann man in Sumnerīs Shop einkaufen.
Bei ihm gibt es alles, was in den Leveln benötigt wird. Oder auch nicht. Bei ihm kann man Healthpoint kaufen, Schilde, Magie und dergleichen. Zwar zu Schwarzmarktpreisen, aber die Nachfrage regelt ja den Preis. Und man kauft bei ihm, glaubt mir. Auch ihr. Man findet aber auch Sachen unterwegs, die man eigentlich nicht braucht. Und diese kann man auch bei Sumner an den Mann bringen. Natürlich für weniger Gold. Aber so kann man sich schon wieder anderes bei ihm leisten. Die Gegner werden im Laufe des Spiels immer stärker und passen sich ihrer Umwelt an. So fightet man auf der Burg gegen Ritter, im Schneelevel gegen Eiswürmer u.s.w. Auch die KI nimmt immer mehr zu. Ist sie am Anfang noch niedrig, steigert sich merklich. So werden die Gegner in den hinteren Level nicht mehr wie die Idioten nur von vorn attackieren, sondern schlagen einen Bogen um euch, so das ihr nach relativ kurzer Zeit umstellt seid. Und dann gibts saures. Wer dann kein passendes Item hat - oh,oh. Es gibt noch mehr versteckte Sachen in Gauntlet Legends. So findet man in einigen Leveln Eingänge zu Münzschächten, in denen in bestimmter Zeit 50 Münzen zu sammeln sind, die versteckte Charaktere freimachen. Diese können dann auch mitten im Spiel getauscht werden und ihr spielt mit eurer alten Stärke aber einem neuen Mann weiter. Auch für die Zwischengegner sind passende Waffen in den verschiedenen Welten versteckt. Leider nicht immer in der logischen Reihenfolge. Für den ersten Zwischengegner findet man die passende Waffe in der zweiten Welt und für den zweiten Endgegner in der ersten Welt. Naja, hauptsache man findet sie. Mit diesen Waffen nimmt man euch einen kleinen Teil der Arbeit ab. Aber nur einen kleinen. Die Zwischengegner sind recht bösartig und garstig. Man legt sich zwangsläufig eine Taktik fest, ohne diese läuft nämlich fast nichts. Skorne hingegen, ist nicht viel schlimmer als die Zwischengegner. Da fragt man sich, ist Skorne zu einfach oder die Zwischengegner zu schwer??? Wie dem auch sei, es wird viel geboten in Gaunlet Legends. Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Umgebung in jeder Welt. Eine tolle flüssige Grafik gepaart mit einer skurilen Akustik.
Und Leveln die eine (meist) überschaubare Größe haben, in der sich aber viele, viele Gegner tummeln. Aus dieser Reichhaltigkeit der Gegner ergibt sich automatisch das Bedürfnis mit zwei, drei oder gar vier Mann durch die Gegend zu hirschen und den Laden ordentlich aufzumischen. Ohne gesplitteten Screen gehen alle zusammen gegen die Massen vor. Natürlich kann da nicht einer weit vorne weg turnen, sondern alle müssen zusammen da hinauf oder da durch. Ob nun für einen alleine oder für eine gediegene Multiplayernacht ist Gauntlet Legends eine fette Empfehlung. Von mir gibt es einen großen "Daumen hoch".

Tips & Tricks zu Gauntlet Legends

Wertung

Jens Morgenschweiss
(15.01.2000)

Lesereinschätzungen zu Gauntlet Legends

Lesereinschätzung von Marcel Jaquet.

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