Zuletzt durchgezockt

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Azazel2k

Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Azazel2k »

Me 1 ist, mal angesehen vom höchsten Schwierigkeitsgrad, wie auch die Nachfolger mit der startbewaffnung durchspielst. Ich selbst habe es nur mit Einsatz der PISTOLE beendet. Fast die komplette gegenstandsliste des Erstlings war fürs Spiel ansich völlig unwichtig.
In den Nachfolgern gabs statt dem aufrüsten der Waffen eben gleich ganz neue Waffen. Das alles ändert nichts am eigentlichen kampfsystem welches in allen drei spielen gleich ist.
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patte-chan
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von patte-chan »

Robus hat geschrieben:
patte-chan hat geschrieben: (Und die PS3-Version kostet auf Amazon nur 19€! :leck: )
und wo, bitte? :?:
Haha, lustig. Ich schwöre, gestern hat sie tatsächlich noch 19,01€ gekostet. :ugly: (Ich sah nämlich aufgrund des Threads hier mal nach, wie viel es gerade kostet.)
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Robus
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Robus »

Catherine (PS3)
Hab alles in allem knapp 11 Stunden gebraucht und das gute Ende mit Heirat erspielt :) . Hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere sind toll, die Story wird toll, kreativ, teils lustig und teils horror-lastig vorangetrieben.
Die Nightmare Stages in Nacht 6 & 7 waren allerdings sooo schwer, dass ich Youtube-Lösungs-Videos nach dem 50-zigsten Tod anschauen musste, um weiter zu kommen. Dagegen waren Nacht 8 & 9 ja wieder ein Klacks. Es war schon teilweise frustig, aber die gute Story reist das wieder heraus.
Insgesamt kann ich z.B. die 88% von GamePro aber nicht ganz nachvollziehen - ich würde eher zu so 82% tendieren.
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Olschi
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Olschi »

Half-Life 2

Nach Black Mesa musste ich einfach weitermachen, auch wenn Xen fehlt. Jetzt habe ich auch endlich alle Lambda Caches gefunden und damit das letzte offene Achievement bekommen.
Ich könnte es immer wieder spielen. Es bleibt für mich der beste Shooter auf dem PC. Ohne Deckungssystem, Iron Sights, Regeneration und den ganzen modernen Kram macht die Action doch viel mehr Spaß. Ich hoffe nur, dass Valve mit dem dritten Teil alles richtig macht. Ich brauche kein Half-Life, das sich wie Call of Duty spielt. Der Spielfluss ist perfekt und es zeigt, wie man eine Geschichte erzählen kann, ohne dem Spieler die Kontrolle zu entziehen. Ich bin immer noch von den vielen Details fasziniert, die es überall zu entdecken gibt.

Weiter geht's mit Episode 1!
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von apelino »

Olschi hat geschrieben:ch brauche kein Half-Life, das sich wie Call of Duty spielt. Der Spielfluss ist perfekt und es zeigt, wie man eine Geschichte erzählen kann, ohne dem Spieler die Kontrolle zu entziehen. Ich bin immer noch von den vielen Details fasziniert, die es überall zu entdecken gibt.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu! :augenbrauen:
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SoulBringer
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von SoulBringer »

New Super Mario Bros 2 (3DS)
Nachdem ich Rayman: Origins gezockt und mittlerweile wieder weggelegt habe, habe ich lust auf NSMB2 bekommen und es am Wochenende durchgezockt. Habe auch alle Münzen gesammelt, 3 funkelnde Sterne. Keine Ahnung ob es mehrere gibt, aber selbst wenn - ich mache nichts mehr. War okay, aber wie schonmal erwähnt, es gab bessere NSMB Spiele.
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America`s Most Wanted
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von America`s Most Wanted »

Assassin`s Creed: Revelations [PS3]

Die letzten Stunden haben mir nochmals sehr gut gefallen, aber sie ändern nichts an meiner Entscheidung das ich die Franchise mit dem kommenden dritten Teil [den ich auch nur gebraucht/verbilligt kaufen werde] für mich abschließen werde. Das es mal wieder ein Cliffhanger-Ende gibt und man wichtigen Story-Kontent extra nachkaufen muss ist vorhersehbar aber trotzdem so nervig und imo ein Armutszeugnis der Generation, trotzdem kann ich nicht sagen das mir Teil 2.75 insgesamt nicht gefallen hat. Gut fand ich am Ende das
Spoiler: anzeigen
es in der Bibliothek keinen großen [oder unsinnigen] Kampf gab, einfach nur Ezio der Altairs Überreste findet und über sein Leben philosophiert. Die Custzene mit der Katastrophe war auch sehr beeindruckend, zumindest da ist Assassin`s Creed ganz vorne dabei, immerhin etwas wenn es bei fast allen anderen wichtigen Dingen gerade mal zu mittelmaß reicht.
Alles in allem bleibt Assassin`s Creed als ganzes wenn ich an meine Erwartungen an Teil 1 denke die Enttäuschung der Generation. So viele Möglichkeiten, so viele Chancen, und dann so viele Fehler/Probleme.
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Olschi »

Half-Life 2: Episode 1 + Episode 2

Siehe HL2. Eigentlich bleibt dazu nicht mehr viel zu sagen, außer dass man hier mehr mit Alyx unterwegs ist. Und das ist alles andere als schlimm.
Die letzte Szene tut gleich doppelt weh, weil wir jetzt schon 5 Jahre auf die Fortsetzung warten! Krass... Und wie es scheint, wird es noch ein paar weitere Jahre dauern.

:nocomment:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Secretkey »

The World Ends With You

Es folgt eine Zusammenfassung meines Spiel-Status', den ich in der Zeit erreicht habe, in der ich eigentlich an meiner Hausarbeit hätte schreiben sollen :wink:

Reguläres Durchspielen:
Ich stand ja in der letzten Woche - und tatsächlich hat sich mein Eindruck aus meinen letzten beiden (aber schon sehr lang zurückliegenden) Durchgängen bestätigt. Die dritte Woche kommt nicht ganz an ersten beiden Wochen ran. Der begleitende Kampfcharakter ist nicht so meins, das Missionsdesign ist langweiliger und man wird mit mehr zwingenden Kämpfen konfrontiert, als man es eigentlich möchte. Dafür gibt es auf der anderen Seite aber auch jede Menge Bosskämpfe und die letzte Mission bleibt einfach nur großartig. Tolle finale Enthüllung und harte Bossfight - ein wirklich wunderbares Ende von einem besonderen Stück Software.

Eigentlich war ein erneuter Durchgang bloß dazu da, um die Story nochmal zu erleben, aber irgendwie war ich an dieser Stelle wieder so im Gameplay und in diesem Stil drin, dass ich mich noch nicht zufrieden geben wollte und das Spiel auch weiterhin im Modulschacht ließ.
Was war also noch zu tun?

Another Day
In TWEWY gibt es nach dem Durchspielen noch ein optionales Kapitel, das nichts mit der Story an sich zu tun hat. Was das Kapitel allerdings auszeichnet ist der optionale Endboss dort, der um eine ganze Ecke sträker ist, als alles, was man bis zu dem Zeitpunkt im Spiel erlebt. Nur um sich das vorzustellen: ich habe die ganze Zeit über auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad (Ultimate) gespielt, habe damit gegen alle anderen Bosse gewonnen, war am Ende auf Level 99 und konnte aus dem Stand diesen letzten optionalen Endkampf bloß auf "easy" besiegen :ugly: So kam dann der Wunsch auf, zumindest etwas noch an meinen Decks und Stats zu arbeiten, um zumindest auf Normal eine Chance zu haben. Von einem Kampf auf "hard" oder gar "ultimate" wollte ich gar nicht erst träumen - einerseits schade, aber auf der anderen Seite fand ich es auch ganz cool, dass Square-Enix bewusst so einen harten Brocken ins Spiel geschleust hat, der wirklich nur zu besiegen ist, wenn man bereit ist, sich nochmals intensiv mit dem Spiel zu beschäftigen...

Deck Sets
... und irgendwie habe ich dann das getan, obwohl ich es gar nicht so recht eingeplant hatte. Es gibt einige gute Deck-Kombinationen in diesem Spiel, allerdings sind sich die Spieler einig darüber, welche zwei die besten sind, mit deren Hilfe man auch durchaus diesen letzten Boss besiegen kann.

Eden-Set:
Die Idee dahinter ist die, dass der Kämpfer mit dem Light-Pulk unverwundbar ist. Das käme dem Endkampf richtig zu Gute, denn dann könnte man sich bloß auf den oberen Screen konzentrieren, den Attacken präzise ausweichen und ab und zu angreifen, während Neku auf dem unteren Screen durch das Set in Sicherheit ist. Hat etwa 2-3 Stunden gedauert, bis ich das Set zusammen hatte (man musste oft das Datum des DS manipulieren und einige Battle-PPs zur Entwicklung der Pins sammeln, aber dann war es soweit und ich bin so ausgerüstet wieder in den Bosskampf eingestiegen.

Erstmal auf hard ...
dann auf Ultimate ...

OMG!! :ugly: Endlich! Und auch wenn man auf dem unteren Screen durch das Eden Set unverwundbar bleibt, so war der Kampf trotzdem mehr als nervenaufreibend! Schließlich ging er 15 Minuten lang und mehr als 3-4 Treffer waren nicht drin, bevor man den Game Over-Screen erblickt hat

Black Planet-Set
Dadurch angespornt wollte ich dann außerdem noch das Set kriegen, welches von allen als das stärkste in Hinblick auf die Offensive angesehen wird. Allerdings ist es nicht gerade einfach zu bekommen - man muss entweder viele starke Bosse auf Ultimate besiegen oder einige Noise jagen, die wohl nur extrem selten auftauchen. Doch damit nicht genug - die Droprate ihrer Pins ist teilweise extrem niedrig, sodass man sein Level drastisch reduzieren und die Kämpfe aneinander reihen muss, um eine Chance auf den Pin zu haben - und auch dann muss man teilweise noch lange dran sitzen und 10 Mal hintereinander den selben Kampf ausführen, bis man Glück hat. Nach etwa 4 Stunden insgesamt hatte ich dann aber doch alle 6 Pins zusammen :D Etwas, was ich noch vor kurzer Zeit nie für nöglich gehalten hätte, dass ich mich da so hinter klemmen würde.

Aber obwohl ich die beiden Sets hatte, dauerte es nicht lange, bis das Gefühl der Befriedigung wieder wich. Durch das Benutzen dieser Uber-Sets, hatte ich, obwohl das Sammeln und auch der Kampf selbst doch anstregend war, nicht das Gefühl, dass ich diesen Bosskampf mit fairen Mitteln überstanden hatte. Also, habe ich nochmals jede Menge "normale" Pins ausprobiert und vor allem meine Stats durch Lebensmittel gepusht - und... ich habe ihn tatsächlich auf Ultimate besiegen können: in 3:11 min!

Nun, gibt es für mich aber wirklich nichts mehr zu holen und bin ich richtig angenehm gesättigt. Ein ganz großartiges Spiel, das mich in dieser Woche erneut nicht mehr losgelassen hat. Insgesamt habe ich auf meinem Counter jetzt um die 200 Stunden stehen und der Durchgang selbst hat mich (wie ich dem 3DS-Datensatz entnehmen kann) knapp 30 Stunden gekostet :)
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the new nightmare
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von the new nightmare »

Skies of Arkadia Legends

Eben den Abspann gesehen und ich bin immer noch hin und weg. Das Spiel macht auch heutzutage immer noch unheimlich viel Spaß. Umfang, Story, Spielwelt und Charaktere sind einfach genial und es gab ein befriedigendes Happy-End, was will man mehr?? :)
Nun gut, vielleicht etwas weniger und vor allem schneller ablaufende Zufallskämpfe (die können sich wirklich hinziehen, vor allem mit dem Schiff :ugly: ), etwas mehr Speicherpunkte und eine Grafik auf dem heutigen Stand, denn die war schon damals zum Release nicht mehr das Nonplusultra.
Trotzdem ist SoAL ein Game, welches jeder RPG Fan mal gezockt haben sollte, von mir gibt es für dieses einmalige RPG 88% und die große Bitte an Sega doch endlich nen Nachfolger oder zumindest ein Remake in modernem Gewand herauszubringen :moslem:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Shuichi »

Dead or Alive 5 (PS3)

Storymodus beendet, der für nen Beat em Up sogar ganz unterhaltsam war, hat mir jedenfalls besser gefallen als Beat em Ups ohne Story und wo alles von Anfang an freigespielt ist wie es ja leider desöfteren in letzter Zeit war^^

Generell gefällt mir das Game ganz gut, auch wenn es grafisch etwas veraltet ist inzwischen, aber noch weit entfernt von hässlich, aber da muss sich bei teil 6 mal was tun.

8,5/10 von mir^^
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von the new nightmare »

Na ja, nach deiner Definition wären 88% ja ne 9/10 :wink: , aber für ne 10 würde es wegen der von mir genannten kleinen Macken eben nicht ganz reichen :asd:
Und zumindest kann man die Zufallskämpfe später wenigstens mit dem Schiff umgehen indem man über den Wolken oder tief darunter fliegt, auch in den Dungeons gibt es zum Ende hin ne "weiße Karte" mit deren Hilfe die Zufallskämpfe deutlich reduziert werden.
Am Ende hatte ich Level 51 oder 52 und der Endgegner war auf diesem Level ein Klacks :kruemel:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Secretkey »

Eternal Sonata

Habe ich mich in letzter Zeit hauptsächlich an der Story des Spiels entlanggehandelt, so soll nun ein ausführliches Fazit folgen, welches aber das Spiel natürlich als Gesamtpaket (SPOILERFREI) bewerten wird. Insgesamt kann ich allerdings jetzt schon als ein kleines, vorläufiges Fazit vorwegnehmen, dass es trotz der nicht von der Hand zu weisenden spielerischen Schwächen, für mich ein wunderschönes Rollenspiel darstellt, das mich persönlich auch durch seine Orginalität fesseln konnte. Wer keine Lust hat, sich den gesamten (langen) Beitrag durchzulesen, darf auch nach unten zum letzten Fazit springen, wo ich meine Meinung nochmal kurz zusammenfasse. Nun aber ausführlich:

Beginnen sollte man meiner Meinung nach mit der gesamten Aufmachung des Spiels, die wohl auch sofort als erstes ins Auge sticht, sobald man den Titel einschaltet. Das Spiel sieht nämlich einfach irre gut aus! Sowohl die Umgebungsgrafiken als auch die Charaktere machen teilweise den Eindruck, als wären sie einem Animé entsprungen und gerade in Bewegung sieht das ganze nicht nur detailiert sondern auch butterweich aus. Das ganze wirkt einfach wie ein wunderschönes Märchen, sodass man in manchen Szenen aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommt und zudem freut man sich jedes Mal aus Neue, wenn man ein neues Gebiet betritt, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass man dort inne halten wird, um die schönen Ausblicke der Umgebungen zu genießen. Für mich ist das Spiel jedenfalls eine Art subtiles Next-Gen Wunder gewesen! Da der Artstyle jedoch eher kindlich gehalten ist, mag das sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen und man sollte sich vorher paar Bilder anschauen. Hier habe ich zum Beispiel mal zwei ausgewählt, welche die Magie und den Stil des Spiels meiner Meinung nach ganz gut einfangen (auf "Bild anzeigen" klicken):
Spoiler: anzeigen
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Wenn man sich mit der Aufmachung des Spiel beschäftigt, welche den Titel derart einzigartig macht, so ist die Grafik sicherlich bloß eine Seite der Medaille. Vor allem nimmt das Spiel seine Originalität aus dem permanenten Bezug zur Musik. Da sich die Story in Chopins Fiebertraum ereignet und er nun mal für die Musik gelebt hat, wurde ausnahmslos jeder Charakter und jeder Ort nach einem musikalischen Begriff benannt, sodass man mit Polka, Jazz, Allegretto etc. Orte wie die Sharp Mountains, Ritardando, die Glissando Klippen oder den Adagio Sumpf durchquert, um ein paar Beispiele zu nennen. Doch damit nicht genug, zudem wird die Musik auch immer wieder in den Dialogen und Erzählungen zum Gegenstand gemacht (die morgendliche Geräuschkulisse des Waldes wird beispielsweise mit einem frühen Konzert verglichen), es gibt etliche Anspielungen in der Modulierung der Umgebungen (so wurde beispielsweise ein kleiner Brunnen der äußerlichen Form einer Geige nachempfunden) und zudem findet man als großen Sidequest-Bestandteil immer wieder Notenstücke, durch die man mit einigen anderen NPCs zusammen konzertieren kann, sobald man herausgefunden hat, welche Notenstücke zusammen auch erklingen können, ohne dass einem danach die Ohren bluten. Musik ist meine absolute Leidenschaft und ich kann mich deswegen von diesem Konzept einfach nur begeistert zeigen und erfreue mich jedes Mal an all diesen Anspielungen. Das auch der Soundtrack des Spiels durch die Instrumentation (z.B. hoher Klavier und Geigen-Einsatz) sein eigenes Flair versprüht, ist natürlich ein Glücksfall. Ich lasse jedenfalls gerade, während ich diesen Beitrag tippe, den Soundtrack im Hintergrund laufen und bin nach wie vor begeistert von all den harmonischen Klängen.

Okay, das war ja alles ganz nett, aber nun komme ich zum eigentlichen Grund, weshalb ich das Spiel unbedingt besitzen musste: Chopin! Von all den klassischen Komponisten (dicht gefolgt von Beethoven btw.) ist Chopin der Künstler, den ich am meisten verehre und mit dessen Musik ich mich am meisten identifizieren kann, da Chopin bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich für das Klavier komponiert hat und in seiner Musik nicht nur eine brillante und voller Ornamenten verzierte Leichtigkeit, sondern gleichzeitig auch eine unglaubliche Tiefe steckt, die mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut beschert. Ich hätte vermutlich jedes Spiel gekauft, das Chopin auch nur ERWÄHNT und damit ist Eternal Sonata auch für mich persönlich ein ganz großer Treffer gewesen. Denn nicht nur die Geschichte fußt zu einigen elementaren Teilen auf Chopins Biographie, er selbst tritt ebenfalls als spielbarer Charakter auf. Wie cool ist es bitte, mit einem Taktstock in der Hand mit Chopin selbst ein paar Monster zu vermöbeln?! :wink: Doch das wunderbare habe ich noch gar nicht erwähnt: in regelmäßigen Abständen werden die Zwischensequenzen des Spiels in eine weitere Sequenz übergeblendet, wo einem auf erzählerische Weise bestimmte Abschnitte aus Chopins Biographie beigebracht werden, welche dabei von CHOPINS KLAVIERWERKEN (!) begleitet werden! Insgesamt gibt es dadurch 10 Werke zu hören (zwei davon sind in der Spielwelt in Form von zwei in der Gegen herumstehenden Flügeln "versteckt") und insgesamt bin ich mit der Auswahl doch sehr zufrieden, da sie durchaus die vielen Gattungen abdeckt, welche Chopin damals komponiert hat. So kann man also Etüden, Preludes, Nocturnen, Walzer, Sonatensätze, Mazurken und Polonaisen zu Gehör kriegen und auch die Einspielungen selbst sind in großen Teilen sehr schön und zufriedenstellend (kein Wunder: schließlich ist der Pianist Stanislav Bunin bereits Preisträger des Chopin-Wettbewerbs in Warschau - einem riesigen Event in der Musikszene - gewesen). Vor allem begeistert es mich auch, wie gut die Stücke teilweise in die Spielwelt integriert wurden. Dadurch dass man vorher meistens einen thematischen Bezug zum passenden Stück hergestellt hat (beispielsweise wird in einer Zwischensequenz das Thema "Revolution" angesprochen und kurz darauf ertönt die Revolutionsetüde), hängt das Stück nie im luftleeren Raum, sondern wird dadurch inhaltlich sogar angereichert. Klar, könnte ich auf hohem Niveau meckern, dass man durchaus noch mehr Stücke hätte einbauen können, wo doch überall in der Welt verteilt in den Häusern Plattenspieler zu finden sind und es eine nette Gelegenheit gewesen wäre, dort ebenfalls Chopin Musik abspielen zu lassen oder dass einem nicht die Option geboten wurde, die bereits erspielten Klavierstücke im Hintergrund abspielen zu lassen, während man weiter die Gegend erkundet, aber alleine für den mutigen Schritt, ein Spiel rund um Chopin zu kreieren, muss ich den Entwicklern derartig großen Respekt zollen, dass es gar nicht ins Gewicht fällt - zumal ich durchaus einige Male den Titel gespielt hatte, während im Hintergund bei mir Chopin-Musik lief: der Möglichkeit, die Musik auszuschalten ohne die Soundeffekte dabei zu tangieren, sei dank.
Ich bin einfach ein absoluter Chopin-Fanboy, seine Musik spricht mir aus dem Herzen, ich liebe es, seine Stücke selbst auf dem Klavier zu spielen und dann dazu also noch diese tolle Umsetzung! Für mich jedenfalls ein unglaubliches und vor allem sehr persönliches Erlebnis! Und für alle, die sich fragen (inklusive mir), wie man bloß auf die Idee kommt, ein Spiel mit Chopin als zentralen Charakter zu entwickeln, hier die Antwort:
Hiroya Hatsushiba(Director) hat geschrieben:People who play games and people who love classical music are not necessarily sharing [the] same type of interests. Most people in Japan know the name of Chopin; however, most of the people who know of Chopin think he is just some kind of a great music composer without knowing any more about him. Most of them have heard Chopin's music but not a lot could put his name to it immediately. By creating a colorful fantasy world in Chopin's dream, I was hoping that people would get into this game easily and also come to know how great Chopin's music is."


Um nun den Punkt der Aufmachung abzuschließen, soll noch kurz auf die Story eingegangen werden - wie gesagt, spoilerfrei. Im Prinzip offenbart sich die Geschichte auf zwei Ebenen: Zum einem gibt es den Konflikt in der "Traumwelt", dass ein böser Herrscher sein Volk unterdrücken und instrumentalisieren will und gleichzeitig bereit ist, ein friedlich gesinntes Nachbarland in einen grausamen Krieg zu verwickeln - also eine Handlung, wie man sie vermutlich auch in diversen anderen Rollenspielen hätte finden können. Auf der anderen, eher übergeordneten Ebene hingegen, geht es vielmehr um die Traumwelt von Chopin selbst, in der er hinterfragt, was davon eigentlich real ist und wie das ganze enden solle, zumal hier auch immer wieder Überblendungen zum realen Paris und sein Totenbett stattfinden - quasi ein leichter Inception-Einschlag. Beide Geschichten besitzen definitiv interessante Ansätze, wobei natürlich die Geschichte rund um Chopins Traum (und nicht der Inhalt seines Traums) als die interessantere erscheint, auch wenn durchaus viele Schnittpunkte existieren. Manchmal driftet es aber doch etwas ins belanglose ab und auch die Umsetzung wirkt manchmal etwas unstimmig. So wird einem Charakter, den man erst kurz davor vorgestellt bekommen hat, eine 10-minütige und sehr langatmige Sterbesequenz verpasst, wo einfach die Gewichtung vermasselt wurde und auch manche Dialoge wirken holprig. Auf der anderen Seite hingegen passt es an vielen Stellen wieder ausnahmslos und gerade aus den Dialogen wird wohl jeder Spieler seinen Teil daraus für sich mitnehmen können. Insgesamt war die Geschichte in Ordnung, zumal die (englische oder japanische) Sprachausgabe orderntlich ist und die Charaktere einem ans Herz wachsen, aber erst durch Chopins Auftreten bekommt das Spiel in Hinblick auf die Geschichte seinen einzigartigen Touch.

Nun, wo ich die Verpackung des Spiels also doch ziemlich genau beleuchtet habe, soll es weiter an den Kern gehen: das Gameplay. Hier sollte ja - da wurde ich ausreichend gewarnt - die Schwäche des Titels liegen und ich war gespannt, inwieweit ich diesen Meinungen zustimmen oder widersprechen würde.
Zunächst das Kampfsystem: es stellt meiner Meinung nach ein wirklich durchdachte Mischung aus Echtzeit-Kämpfen und rundenbasiertem Gameplay dar, da die Charaktere und Gegner in Runden agieren, sich dort aber in Echtzeit bewegen und angreifen können. Dabei ist nicht nur jedes Mal zu beachten, wie man sich gegenüber den Gegnern am Ende seines Zuges ausrichtet (ähnlich wie in rundenbasierten Strategie-FFs), denn auch mit der Licht-Schatten-Thematik kommt eine sehr interessante Komponente ins Spiel. In den Kampfarenen gibt es nämlich immer wieder Bereiche, die in Licht oder auch in Schatten gehüllt sind (beispielsweise durch Wolken am Himmel oder durch die Beleuchtung in den Dungeons) und je nachdem wo man sich aufhält, kann man auch unterschiedliche Spezial-Attacken vom Stapel lassen und auch die Wahl der Waffen sollte in dieser Hinsicht überdacht werden. Außerdem verändert sich das Kampfsystem nach bestimmten Events und dem Aufstieg des Partylevels immer wieder ein wenig, sodass man stets mit neuen Möglichkeiten konfrontiert wurde, welche das Kampfsystem immer weiter ausgebaut haben, beispielsweise indem später Konterangriffe angeboten wurden. Mir hat das Zusammenspiel all dieser Faktoren jedenfalls sehr geschmeckt, sodass ich meistens bewusst in die Gegner reingelaufen bin, nicht bloß um meine Charaktere zu trainieren, sondern weil es mir auch einfach Spaß gemacht hat, insgesamt zieht es im Vergleich zu meiner persönlichen Genre-Referenz Tales of Symphonia aber doch den kürzeren, weil dort einfach noch mehr Möglichkeiten geboten wurden. Der Schwierigkeitsgrad geht meiner Meinung nach übrigens völlig in Ordnung. Man muss sich mit den Gegnern schon auseinandersetzen und es gibt immer wieder mal stärkere Exemplare, aber meistens kommt man, und das ist ein unglaublicher Vorzug des Spiels, sehr flüssig durch die Kämpfe, sodass der Spielfluss eigentlich nie darunter leiden muss. Dennoch lohnt sich ein gewisses Training, denn einige der Bosskämpfe haben es durchaus in sich und ohne dass man sich an das Timing ihrer Attacken anpasst und einige Heilitems mitnimmt, hat man es wirklich nicht leicht. Man sollte übrigens, wenn man die Möglichkeit hat, zur verbesserten PS3-Version greifen, auf der 360 wird man nämlich scheinbar von den Erfahrungspunkten geradezu überschüttet und das Spiel stellt keine mehr Herausforderung mehr dar. Auf der PS3 hingegen ist es mir doch ziemlich ausgewogen vorgekommen.

Also, Kampfsystem funktioniert wunderbar, bleibt noch der gesamte übliche Rest des Rollenspiel-Gameplays und der könnte von einigen in der Tat als problematisch angesehen werden. Man erkundet zwar wunderschöne Städte, Landschaften und Dungeons, aber auf eine doch eher limitierte Weise - das Spiel ist nämlich streng linear. Es gibt also keine Oberwelt, man läuft all die vorgegebenen Pfade zu Fuß selbst ab und die meisten möglichen Abzweigungen werden mehr oder weniger uncharmant blockiert und erst vom Spiel freigegeben, wenn sie für das Antreiben der Handlung notwendig werden. Auch die Umgebungen sind in den wenigsten Fällen offen gehalten, sondern in Form von bestimmten Pfaden konzipiert. Genau so sieht es mit den Dungeons aus: es gibt nicht allzu viele Rätsel (in der Hinsicht bleiben die Golden Sun-Titel für mich ungeschlagen), stattdessen sind sie eher Labyrinth-artig aufgebaut und zeichnen durch verschiedene Pfade aus. Anders als in so manch anderem Spiel, wo lange Laufwege bloß mit irgendeinem Heilitem am Ende abgestraft werden, lohnt es sich hier jedoch sich genauer umzuschauen, denn gerade in den Dungeons findet man doch sehr oft seltene Schätze und wichtige Waffen, die dazu einladen, die Welt so genau wie möglich zu erkunden. Wie bewertet man diese Linearität also? Eigentlich ist es mir nicht allzu sauer aufgestoßen, denn meistens habe ich das Spiel ohnehin nach Feierabend gespielt und wollte dann bloß etwas Entspannung und da hat es mir eigentlich immer sehr viel Spaß gemacht durch die wunderschönen Landschaften zu laufen, die Musik zu genießen und ab und zu paar Monster zu verkloppen. Allerdings hätte man das ganze mit mehr offeneren Gebieten (die durchaus manchmal zu finden sind), abwechslungsreicheren Dungeons und weniger offensichtlichen Barrieren würzen müssen, um mich komplett zu täuschen.

ALLERDINGS werden diese Schwächen in einem zweiten Durchgang - dem Encore Mode - meiner Meinung nach teilweise doch etwas ausgebügelt. Dieser zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Gegner um einiges stärker geworden sind, sodass ich bei einem Anspielen schon bei den einfachsten Viechern den Game-Over Screen erblicken musste, sondern auch dass man seine Notenstücke behalten kann, es mehr optionale Sidequests mit langen Dungeons und starken Bossen gibt und man durch einen Teleporter auch alte Gebiete wieder aufsuchen kann, sodass das Backtracking hier dann mit zahlreichen Schätzen belohnt wird. Natürlich wäre es auf der einen Seite schöner gewesen, wenn man diese Möglichkeiten schon beim ersten Durchgang geboten hätte, aber so ist zumindest ein starker Anreiz vorhanden, das Spiel auch ein zweites Mal zu spielen und dort auch ein wenig mehr den Entdecker mimen zu dürfen!
Gleichzeitig kann ich damit jetzt auch noch ganz kurz den Umfang des Spiels ansprechen: der geht mehr als in Ordnung. Beim Endboss stand ich zwar bei 43 Stunden, aber nachdem ich noch zustätzlich einen optionalen Dungeon bewältigt hattee, stand mein Timer schon bei knapp 50 Stunden. Hinzu kommt dann noch der eben erwähnte zweite Durchgang, der durch seine neuen Möglichkeiten wohl ungefähr genauso lang ausfallen dürfte.

Fazit:
Ich habe Eternal Sonata über einen Monat lang verteilt gespielt und mich auf jeden Abend gefreut, wo ich das Spiel wieder hervorholen konnte. Wer das Besondere in einem Rollenspiel darin sieht, in Dungeons kniffelige Rätsel zu lösen und über offene Oberwelten zu spazieren, wird mit diesem Titel trotz des spaßigen Kampfsystems wohl nicht warm werden, aber wer vielmehr ein Rollenspiel mit flüssigem Gameplay sucht, das einen durch viele wunderschöne Gebiete schickt, die mit einem tollen Soundtrack untermalt sind, und dazu noch den traumhaften Artstyle mag, der wird mit dem Titel sicherlich nichts falsch machen können. Neben der durchaus interessanten Story, ist Eternal Sonata für mich aber eben nicht bloß dieses audio-visuelle Erlebnis, sondern ein wahres Geschenk. Der Bezug zur Musik und insbesondere zu Chopin machen das Spiel für mich zu etwas sehr kostbarem und persönlichem und zu etwas, was ich stets genießen konnte. Damit wird es definitiv eine Sonderstellung in meiner Spielesammlung besitzen und nochmals möchte ich den Entwicklern ein herzliches Dankeschön für diese Idee aussprechen.
Um ehrlich zu sein, juckt es mich gerade schon wieder etwas in den Fingern, nachdem ich nun das erste Kapitel bereits wieder im Encore-Modus durchgespielt habe, aber ich denke trotzdem, dass ich mich zunächst mal wieder anderen Titeln widmen werde. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es bei mir irgendwann demnächst durchaus zu einem zweiten Durchgang kommen wird und ich glaube, für ein 50 Stunden-Rollenspiel, ist das ein großes Kompliment.

Eine Wertung sehe ich bei etwa 85 % , weil es in spielerischer Hinsicht den meisten Rollenspielen, die mich bislang begeistern konnten, doch in gewissen Aspekten unterlegen ist. Spielertypen, die sich mit linearen Rollenspielen nicht anfreunden können, ziehen noch mal 5-10 % ab und Musik- und Chopin-Fanboys (wie ich es bin), dürfen noch mal 5 % drauflegen.

Um einen humoristischen Abschluss dieses langen Beitrags zu gewährleisten, gibt es aber noch ein letztes Kurzfazit eines von mir geschätzen Videospielmagazine-Redakteurs:
Henry Ernst(Gamepro) hat geschrieben:Chopin wer? Ist mir zu viel Musik-Gedöns: 7/10
:ugly:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Cyber Zéro »

Outland (Xbox Live Arcade)

Rundherum gelungener Plattformer mit einem originellen (wenngleich auch nicht gänzlich neuem) Spielkonzept. Ich hätte das Spiel zwar beinahe nicht beendet, weil der vierte Boss (die geflügelte Schlange) ziemlich schwer zu besiegen ist, aber letztlich konnte ich ihn heute dann doch knapp schlagen und habe daraufhin - im Rausch der Freude - gleich das komplette Spiel beendet (der Endboss war wiederum verhältnismäßig einfach). Hat mir unterm Strich wirklich gut gefallen.

Ich vergebe 9 von 10 Punkten.
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Cyber Zéro »

Dead Space Extraction (Wii)

Meiner Meinung nach der beste Rail-Shooter für die Wii. Sowohl die beiden Resident Evil-Ableger als auch HotD: Overkill konnten mich nicht unbedingt begeistern (da ich ja bekanntlich auch kein großer Fan des Genres bin), aber Dead Space Extraction hat mir durchaus gefallen. Zumindest fürs einmalige Durchspielen ist es ganz unterhaltsam. Ein guter Ersatz für ein "richtiges" Dead Space ist es allerdings nicht, dazu mangelt es vor allem an der serientypischen Grusel-Atmosphäre.

Ich vergebe 7,5 von 10 Punkten.
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Dicker
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Dicker »

Dark Souls:
Eben den Endgegner mit einer extrem billigen Taktik nach dem zweiten Vesuch besiegt. Havel Rüstung an, Eisenfleich gezaubert, Schwarze Ritter Hellebarde +2 beidhändig genommen, Havels Ring angelegt und ohne Rücksicht auf Verluste immer drauf gehauen. Nach ca. 1 min war er down. Hat mich nur 7 Heiltränke gekostet.

:aargh: :waah: :bwah: :hahaha: :rockit:

Mein Fazit dann demnächst im Dark Souls Thread. Keine Ahnung, ob ich ein NG+ anfange, dafür war das Spiel eigentlich viel zu gemein zu mir :ugly:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Grant_Nicholas »

L.A. Noire
gestern durchgespielt und bin absolut begeistert von dem gesamten Spiel. Hat mich so sehr begeistert wie lange kein Spiel mehr. Deswegen habe ich es auch in einer Woche durchgespielt.
Ich denke ein längeres Fazit kommt im L.A. Noire Thread.

Nur Schade, dass der Wiederspielwert nicht allzu hoch ist, da ich die Fälle jetzt schon kenne und eigentlich keinen Fall verkackt habe. Dadurch weiß ich ja jetzt schon was alles dahinter steckt :asd:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Bubbyman »

Zelda Skyward Sword

Gestern durchgespielt, rund 40 Stunden glaube gebraucht... kanns net mehr nachschauen, da Spielstand überschrieben und nun nur noch Heldenmodus bei "Neues Spiel" dasteht.

2. Mal werde ich es aber nicht spielen. Einmal reicht. Zu 100% alles erledigt.

Wiedermal... kinderleicht, Endboss erst "hui, der sieht stark aus" und dann doll... 2 Minuten und fertig. Jedesmal recht enttäuschend, dass man keine Herausforderung bekommt. Was ich ebenfalls vermisst habe wie die meisten unter euch, kein einziges Dorf oder Städtchen in der Welt, eben nur der Wolkenhort. Die Dungeons waren recht kurz fand ich, die meisten nur einstöckig. Viel Backtracking gab es ebenfalls, was einfach nur nervte und das Spiel unnötig in die Länge gezogen hat. Zu entdecken gabs auch eigentlich NIX ! .... ich mein, was wollte man denn im Himmel z.B. entdecken? Kürbisinsel, Bambus, Roulette. Das wars, da die anderen Insel nix zu bieten hatten, man musste ja erst die Artefakte der Göttin aktivieren und dann konnte man eben eine Truhe öffnen... doll.

Ebenso startet man ja direkt mit 6 Herzen und 2 weitere bekommt man durch die Medaillen, also fallen diesmal 5 ganze Herzen weg, die man sonst in Dungeons bekam oder halt per Herzteile zusammensetzen musste... ziemlich faul @ Nintendo... das Aufrüsten geht auch sehr schnell und dann sammelt man das ganze Zeugs für nix mehr... warum gibts außerdem ne "riesige Geldbörse"... was soll ich mit 10000 Rubinen? Das teuerste Item im Spiel ist das Herz bei Terri, für 1600 Rubine. Ansonsten braucht mans nicht... echt tolle Belohnung vom Dämonen, aber unnütz.

Ein weitere absolut überfälliger Kritikpunkt ist KEINE VERTONUNG!!! Verdammt ! Es nervt einfach nur, andauernd in den Zwischensequenzen beim Reden dieses Gestöhne zu hören... es klingt total lächerlich und sieht ebenso aus. Nintendo... bitte vertont dieses Spiel endlich und macht euch nicht so lächerlich... Link wirkte deshalb oft wie eine Transe.... von Ghirahim ganz zu schweigen....

Die Musik fand ich sehr gut, vor allem wohl auch dadurch, dass die Qualität nun um einiges besser ist, da Orchester. Wie die meisten über die Steuerung meckern, fand ich sie ganz angenehm. Ich hatte auch damals schon Twilight Princess auf der Wii gespielt und fand es wesentlich besser, mit Wiimote zu zielen. Hatte auch keinerlei Probleme beim Bombenrollen. Einzig die Loreleifahrt für das Herzteil hat mich zum Kochen gebracht. Da man dort schnell von links nach rechts neigen muss und wieder zurück, hing Links Aktion öfter mal und anstatt rechts geneigt zu liegen, lag er links... ich stand vorm TV mit Wiimote nach rechts. Das war echt derb nervig.

Nunja... grafisch gesehen hat Nintendo vor allem die einzelnen Charaktere recht gut hinbekommen. Jedoch ist der Hintergrund im Spiel sehr sehr pixelig. Hatte es mir aber insgesamt schlimmer vorgestellt, da TP damals schon aufm flat screen recht pixelig war. Die Comicgrafik hats wohl ein bisschen ausgebügelt.

Ich hoffe sehr, dass beim nächsten Zelda endlich Vertonung dabei ist, denn wenn Link und die anderen schon so emotionslastig dargestellt werden, dann bitte auch so, dass es nicht so lächerlich wirkt. Ebenso zieht endlich den Schwierigkeitsgrad an und bringt wieder ein große offene Welt, in der ich unterschiedliche Völker, Dörfer, Städte besuchen und erkunden kann.

Meine Wertung ist 82%... TP fand ich um einiges besser.
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Olschi »

The Legend of Zelda: Skyward Sword

So ein Zufall...
Meine Meinung zu dem Spiel habe ich schon oft genug geschrieben. Durch die Top10 Liste bekam ich aber wieder Lust und musste es noch einmal spielen. Es macht immer noch so viel Laune wie beim ersten Mal.
Besser als TP. :falconpunch:

Der Abspann bringt mich auf eine interessante Idee, die Nitedo niemals umsetzen würde... :asd:
Mal abwarten, was die nächste Generation bringt.
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Olschi »

G!zmo hat geschrieben:
Olschi hat geschrieben:Der Abspann bringt mich auf eine interessante Idee, die Nitedo niemals umsetzen würde... :asd:
Und die wäre...?^^
Sorry, es war schon spät. Im Abspann
Spoiler: anzeigen
sieht man alles aus Zeldas Perspektive, wie sie durch die Tempel geht und auf Impa trifft. Warum sollte man im nächsten Zelda nicht die Rollen tauschen? Man spielt Zelda und macht sich auf die Suche nach Link. Dabei kämpft man mit einer anderen Waffe als dem Master Schwert - vielleicht liegt der Fokus auch auf Kampfkunst. Im Spielverlauf lernt man Techniken der Sheikah und vermehrt Zauber (Triforce of Wisdom...), die zu den Elementen der vier Göttinen passen. Ansonsten gibt es auch weiterhin Dungeons und Items, mit denen man Rätsel lösen muss.
Das ergibt sich doch alles von selbst. Zum Beispiel stellt man später fest, dass Link durch einen bösen Zauber versteinert wurde, und es gilt, diesen Zauber zu brechen, um dann mit Link gemeinsam den Non-Specific Villain zu zernichten - nur so als grobe Skizze. Das alles lässt man noch in einer etwas moderneren Zeit spielen, und die Wii U steht in meinem Wohnzimmer.
Vielleicht bin ich aber auch nur bescheuert. :kruemel:



Mark of the Ninja

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Mal ehrlich: Wer Schleichspiele mag, muss Mark of the Ninja spielen! Denn als solches ist es perfekt. Es ist aufgebaut wie ein 2D Platformer, und vielleicht funktioniert es genau deshalb so gut: Man behält immer den Überblick. Durch die vielen Waffen und Wege hat man auch viele Freiheiten. In jedem der 12 Level sind zahlreiche Extras versteckt und es gibt Boni für bestimmte Aktionen.
Besonders lang ist es zwar nicht (Steam sagt 8,4 Stunden), aber es kostet auch nur 15 €. Dafür hat es einen hohen Wiederspielwert dank u. a. eines New Game Plus, wobei man alle Waffen aus dem ersten Durchgang behalten darf, aber dafür wird es auch schwerer. Und dann gibt es noch das „Niemanden Töten“ Achievement...
Da muss ich wohl nochmal. :asd:
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Secretkey »

Uncharted 2 Among Thieves

Der letzte meiner insgesamt 4 Durchgänge ist nun schon etwas etwas her, die Platin-Trophäe ist bereits lange mein Eigen und erst jetzt liefere ich mein finales Fazit ab - immerhin kann ich nun ruhigen Gewissens behaupten, dass sich all die Spieleindrücke gelegt und zu einem Gesamtbild zusammengefügt haben :wink: Ist vielleicht auch besser so, denn Uncharted 2 ist ja wirklich von allen Seiten in den Himmel gelobt worden, sodass es nur zu leicht wäre, sich dieser Meinung genau so hinzugeben, aber nun kann ich auf diese Weise auch einen nüchternen Blick auf den Nachfolger werfen. Die wichtigsten Fragen lauten demnach: Ist es wirklich besser als Teil 1 und damit ein Pflichttitel für alle PS3-Besitzer? Und beides muss man, um es schon vorwegzunehmen, mit einem deutlichen "JA!" beantworten.

Das Spiel lebt in Superlativen und ein großartiger Moment reiht sich an den anderen. Man überlebt sehr hitzige Feuergefechte, klettert an hohen Fassaden entlang und schaut von oben auf die tollen Gebiete, durchlebt eine grandios koordinierte Action, betritt die unglaublichsten Kulissen und freut sich über die tollen Charaktermomente. Die Mischung aus Ballern, Klettern, Schätze suchen und Rätsel lösen funktioniert auch hier wieder wunderbar und meistens trifft das Spiel in dieser Hinsicht auch den richtigen Ton. Man merkt als Spieler selber, wie gut es einem tut, wenn man nach einer ausladenden Kletterpassage wieder in eine Gegnermasse geworfen wird und um sein Überleben kämpfen muss - und umgekehrt genauso (bloß die letzten Kapitel haben ihren Fokus meiner Meinung nach zu sehr auf die Action gelegt). Den ersten Teil hatte ich damals noch am Stück durchgespielt, weil es mich in dieses doch sehr filmisch angelegte Universum förmlich hineingezogen hat. Das war angesichts des Umfangs von Uncharted 2 nicht mehr möglich, aber dennoch war es aufgrund der sehr flüssigen Gameplay-Elementen, der zwar klischee-haften aber passenden Charakterzeichnung und der genau richtigen Balance an Spielszenen und Videosequenzen, welche die Abenteuergeschichte vorantrieben für mich fast unmöglich den besten Zeitpunkt zu bestimmen, an dem man seine PS3 ausschalten sollte - und dann fühlt es sich eher so an, als würde man einen guten Film nach der Hälfte einfach pausieren: auf jeden Fall fühlt es sich nicht richtig an :wink:

Interessant finde ich vor allem die Frage, wie sich das Spiel im Vergleich zum Vorgänger spielt.
Um mal das offensichtlichste direkt aus dem Weg zu räumen: der Umfang ist tatsächlich um einiges angestiegen. Hatte der erste Durchgang mich bei Teil 1 noch 8 1/2 Stunden gekostet, lief der Abspann in Uncharted 2 bei mir erst nach 11 1/2 Stunden und das obwohl ich bereits mit mehr Erfahrung an das Spiel herangehen konnte. Außerdem gibt es passend dazu auch noch mal einige Schätze mehr, die entdeckt werden wollen und auch einen mehr oder weniger netten Multiplayer-Modus. Vor allem gibt es im zweiten Teil aber einfach mehr erinnerungswürdige Momente, die mir in den Kopf schießen. Der Einbruch im Museum zu Beginn, die Schnee-Höhle, die bloß durch ihr Erkunden überzeugt, die zwei Kapitel auf dem fahrenden Zug, die Verfolgungsjagd des Panzers etc. Ob nun die beeindruckenden Kulissen oder Setpieces - es gibt einfach mehr dieser Wow-Momente! Das wird allerdings dadurch erkauft, dass man mehr von Kulisse zu Kulisse springt und dabei auch auf eine unchronoligische Erzählweiese setzt, anstatt das Gefühl zu haben, wie es in Teil 1 eben der Fall war, auf einer zwar linearen aber doch zusammenhängenden Welt herumzuwandern, weil es quasi bloß die Insel als einen Schauplatz gab. Das kann ich allerdings gnädig verzeihen, weil dadurch im zweiten Teil auch gleichzeitig mehr spielerische Abwechslung geboten wird. Natürlich fällt all das noch weiterhin in die Baller- oder Rätsel/Sprung-Passagen, aber die Verpackung ist eben doch eine andere. Man eskortiert verletzte Kameraden, klemmt sich hinter Geschütze und holt Hubschrauber vom Himmel, es gibt mehr Verfolgungssequenzen, interagiert dann plötzlich aber wieder in ruhigen Passagen mit Dorfbewohnern und darf ab und zu auch mal schleichen, um ans Ziel zu gelangen - alles nicht bahnbrechend innovativ, aber weil die Mischung so gut ausfällt, wirkt es einfach so stimmig wie selten zuvor!
Auch das Ziel- bzw. das Deckungssystem ist im Vergleich zum ersten Titel noch mal ein wenig aufpoliert worden - endlich "merkt" sich die Figur, welche Schulterhaltung man aus der Deckung heraus zuvor noch gewählt hat, das Zielen aus der Hüfte heraus ist wesentlich angenehmer und auch das Wechseln der Deckung verspricht eine wesentlich höhere Erfolgsaussicht, versagt leider manchmal aber doch, was in brenzlingen Momenten auf den höheren Schwierigkeitsgraden wieder Mal zu Frust führt.
Man kann also sagen, dass der zweite Teil den Vorgänger in allen Bereichen übertrumpft, aber dennoch habe ich einen Punkt gefunden, der mir in Teil 1 wesentlich besser gefiel - die Sprungpassagen: Zum einem musste man im ersten Teil noch öfter nach den passenden Sprungpfaden forschen, um herauszufinden wo es weitergehen könnte und zum anderen sind auch die Sprungpassagen selber wesentlich entschärft worden. Natürlich war die Ausführung der Sprünge in Teil 1 durch das korrigierende System dahinter nicht unbedingt schwierig, dennoch konnte man diese durch ein falsches Timing durchaus versemmeln und in die Tiefe stürzen. Im zweiten Teil hingegen gab es bloß einen einzigen (!) Sprung, den man meiner Meinung vernünftig timen musste, ansonsten war es fast unmöglich durch grobes Fehlverhalten den Game Over-Screen zu erblicken - die Erfahrung fand ich bei Uncharted 1 doch um einiges befriedigender. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Uncharted 2 mit dem Vorgänger den Boden aufwischt!

Das gilt auch für die Technik. Angefangen vom Sound, wo ich das Gefühl hatte, dass die Soundklänge viel atmosphärischer ertönten und auch der Soundtrack eine wesentlich größere Rolle spendiert bekam, bis hin zur Grafik natürlich: ich kann kaum in Worte fassen, wie viel der zweite Teil in jeder Hinsicht noch mal einen drauf setzt. Endlich gehört das späte Einblenden der Texturen und das Tearing des Vorgängers der Vergangenheit an, es sieht alles runder aus, das Spiel strotzt nur voller Details, die Licht- und Schatteneffekte sind der Wahnsinn und die Kulissen, ich muss es nochmals betonen, lassen einen wünschen, man würde sich gerade tatsächlich den Schauplätzen dort befinden. Es ist für mich ein besonderer Moment gewesen, auf dem höchsten Gebäude einer Stadt zu stehen, und nicht nur die Häuserschluchten, sondern auch die wunderschönen Berge im Hintergrund zu bestaunen. Oder wie unglaublich war es bitte, eine altehrwürdige und fanastisch ins Sonnenlicht getauchte Tempelanlage zu betreten (was sogar vom Spielcharakter entsprechend kommentiert wird), nur um sie im nächsten Kapitel wieder in einer Regenwolke zu verlassen und die spiegelnden Pfützen hinter einem düsteren Vorghang zu betrachten. Wie viel Arbeit in die Hintergründe des letzten Spielabschnitts, Shambala, geflossen ist, will ich mir gar nicht ausmalen - gehört definitiv zum beeindruckendsten, was ich jemals in einem Spiel bewundern durfte. Außerdem hat mir das Spiel den bislang schönsten virtuellen Schnee geboten: ich könnte mir stundenlang anschauen, wie Drake den Schnee unter sich aufwirbelt, eine passende Schneespur hinterlässt und sich danach die Schneepartikel auf seiner Kleidung abbilden. Im Prinzip kann ich die Grafik und die Umgebungen der Spiele danach beurteilen, wie oft ich einfach stehen bleibe und mit der freien Kamera herumspiele und bei diesem Titel ging wirklich einiges an Spielzeit dafür drauf. Maxmimale Punktzahl auch im Jahre 2012!
Einfach mal dieses Bild anschauen - zwar ist die Qualität nicht sonderlich berauschend, aber dennoch spiegelt es genau das wider, was ich meine - diese Bildgewalt der Kulissen (ACHTUNG: zeigt den letzten Spielabschnitt!):
Spoiler: anzeigen
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Fazit:
Ich habe jetzt viel Schreibart dafür verwendet, um zu vedeutlichen, was für einen Sprung das Spiel nochmal im Vergleich zum Erstling hingelegt hat, aber auch bloß für sich genommen, überzeugt das Spiel auf ganzer Linie, wobei Linie ein gutes Stichwort darstellt. In einer Linie wird man von einem großartigen Moment zum anderen durchgereicht, wobei die Suche nach Schätzen in einigen doch offen gehaltenen Arealen immer wieder das passende Erkundungs-Gegenpol bildet. Woraus bestehen diese großartigen Momente? Zwar nicht aus merklich innovativen oder spielerisch anspruchsvollen Elemeten, aber dafür aus einem überragenden Spielfluss heraus, der sich durch Inszenierung, Abenteuer-Atmosphäre, Wow-Erlebnissen, Action, der Technik und der nötigen Balance auszeichnet.
Meine Wertung: 92 % - Pflichtkauf!
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Shuichi »

Rayman Origins (PS3)

8,5/10

Pokemon Schwarz 2 (DS)

9/10

Cartoon Network Punchtime Explosion XL (PS3)


6/10


Text zum Spiel spar ich mir in Zukunft^^
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Shuichi »

Das liegt einfach daran, das ich weniger aktiv hier im Forum bin, wie ja sicher schon aufgefallen ist, aber daran sind ja einige hier nicht unschuldig :kruemel:

Desweiteren hab ich auch einfach keine Lust grad (generelle Internetmüdigkeit) großartig was zum Spiel zu schreiben, deshalb fass ich mich kurz^^
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Shuichi »

Naja, die anderen schreiben ja noch was zu ihren Spielen, da kommts auf mich auch nicht an^^
Ich werd das sicher auch bald wieder tun, aber da ich meist nur noch mit dem Tablet/Smartphone online bin und ich das Tippen dort umständlich find, wirds erstmal alles kürzer ausfallen, bis ich wieder nen neuen PC hab^^
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Re: Zuletzt durchgezockt

Beitrag von Secretkey »

Rayman Origins [PS3]

Welcher Titel lässt den Spieler mit einem debilen Dauergrinsen vor dem Fernseher sitzen? Bei welchem Jump 'n Run machen sogar die Unterwasser-Level großen Spaß? Und welches Spiel lässt in mir die Angst aufkommen, dass ich mit dem Wii U - Launch nicht mehr so viel Spaß haben könnte, wie ich es ursprünglich gedacht hatte? Die Antwort lautet natürlich: Rayman Origins. Ich hatte so viel Spaß mit diesem Titel, dass ich nicht nur fest davon überzeugt bin, hier das beste Jump 'n run dieser Generation gespielt zu haben, sondern dass es auch die nächste Generation in dieser Hinsicht schwer haben könnte. Zumindest kann ich mir derzeit kaum vorstellen, dass mich NSMBU nach dieser Vorstellung noch sonderlich beeindrucken könnte und für mich steht fest, dass ich zum Launch jetzt doch eher zu Rayman Legends gegriffen hätte, wenn man uns denn noch die Wahl gelassen hätte.

Doch was ist an dem Spiel denn so besonders gut? Meiner Meinung nach zunächst die Inszenierung und das Design der Level und Figuren. Beide Aspekte lassen erkennen, mit wie viel Herzblut die Entwickler bei der Sache waren und wie liebevoll mit all den Elementen umgegangen wurde. Alleine die Gegneranimationen sind teils so humoristisch aufgezogen, dass ich, wenn ich sie en passant mitbekommen habe, mindestens schmunzeln oder gar laut auflachen musste. Ähnliches gilt für das Leveldesign: wie es sich für ein anständiges Jump 'n Run gehört, unterscheiden sich die Gebiete in ihrer Thematik, sodass man sich durch Dschungel, Wüsten, Unterwasser-Höhlen, Piratenbuchten etc. schlägt. Das allein ist zwar noch wenig beeindruckend, das Design eben dieser Umgebungen hingegen schon. Das Lava-Gebiet stellt beispielsweise eine riesige Küchenhalle dar, wo selbst die Gegner Kochmützen tragen, scharfe Chillischoten von der Decke baumeln, man gefährlichen Gabeln ausweichen muss und eine heiße Suppe eine ebenso vernichtende Wirkung besitzt, wie sie sonst in anderen Spielen eigentlich Lava hätte (ja, sogar im Pausenscreen hört man plötzlich das leise Klappern von Geschirr). Erinnerte mich in Hinblick auf das Design etwas an Kirby's Nightmare in Dreamland, wo es ähnlich liebevolle Elemente zu bestaunen gab. Man muss jedenfalls an dieser Stelle unbedingt die Arbeit der Entwickler honorieren, denn nur wegen all dieser verrückten Ideen und Details hat man das Gefühl das alles in kreativer Weise zusammenpasst.

Kreativität wird aber nicht bloß fürs Auge geboten, auch das Gameplay profitiert enorm davon. Doch langsam: zunächst gilt es, sich mit der Sprung- und Rennmechanik vertraut zu machen. Man muss sich zwar etwas daran gewöhnen, aber nach spätestens zwei Leveln hat man den Dreh raus und weiß, wie man seine Sprünge timen muss, um die nächstbeste Plattform zu erreichen. Auch jetzt noch finde ich die Steuerung doch ziemlich präzise, da auch kleinste Bewegungen registriert werden. Gerade wenn man noch zusätzlich mit dem allmählichem Voranschreiten im Spiel all die verschiedenen Fähigkeiten des Extremitäten-losen Helden, wie beispielsweise das Gleiten, Tauchen oder Rennen an Wänden freispielt und den gesamten Bewegungsapparat beherrscht, spielt sich das ganze doch sehr variantenreich, sodass man an dieser Stelle wieder die Brücke zum nun mehrmals erwähnten Abwechslungsreichtum schlagen muss. Egal ob man auf einer riesigen Schlange durch das Level reitet, auf dem Rücken eines Moskitos in bewährter Shoot 'em Up durch die Level fliegt, sich Wettrennen mit Truhen liefert oder auch mal Bossen gegenübersteht - an Ideen ist wirklich viel vertreten. Vor allem muss man sich auch jedes Mal auf eine neue Umgebung einstellen. So missbraucht man in einem Level noch eine Trommel als Trampolin, um höhere Plattformen zu erreichen, während man sich in einem anderen Level in einen wilden Wasserstrom stürzen muss, um wie auf einer Wildwasserbahn dem Pfad zu folgen. Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele, die von der Kreativität des Entwicklerteams zeugen, aber wichtig zu wissen ist bloß, dass durch all das Langeweile eigentlich gar nicht erst aufkommen kann und ganz schnell dieser "Nur noch ein Level"-Spieledrang entsteht, weil man einfach zu neugierig darauf ist, was für weitere Ideen die Entwickler in die nächsten Level und Welten eingebaut haben.
Aber auch der Schwierigkeitsgrad ist ein großer Pluspunkt, der mich als Spieler stets weiter an der Stange hielt. Dieser ist nämlich durchaus knackig ausgefallen: man kann bloß maximal einen Treffer einstecken, trifft dabei aber auf viele Hindernisse, in vielen Plattform-Elementen kommt es auf richtiges Timing an, wenn man nicht in die diverse Abgründe stürzen will und auch so manch ein Checkpoint ist weiter weg als einem lieb ist. Es bleibt aber stets fair und zwar genau so, dass es einen immer weiter motiviert. Hinzu kommt, dass man den Schwierigkeitsgrad in gewisser Weise auch selbst bestimmen kann. Man kann entweder durch die Level rasen oder man versucht wirklich alle Geheimnisse zu erforschen, wobei dort einige Boni eben recht schwer zu kriegen sind. Auch so manch ein wirklich schwieriges Level ist bloß optional. Überhaupt muss an der Stelle noch gesagt werden, dass die einzelnen Levels doch auch relativ umfangreich ausgefallen sind. Wenn ich wirklich versucht war, alles voll auszureizen und zu erforschen, habe ich auch mal durchaus so 20 Minuten an einem Level gesessen. Umso befriedigender war es dann das Ende zu erreichen und überhaupt war man schon was stolz auf sich, wenn man eine besonders schwierige Passage hinter sich lassen konnte. Wie schon gesagt: klarer Pluspunkt!

Auch die Technik sollte man ansprechen, aber eigentlich möchte ich die Fakten relativ kurz abhandeln. Ja, es sieht absolut fantastisch aus, ja, der gezeichnete Stil wirkt sehr kunstvoll und ja, es läuft alles butterweich. ABER: es würde niemals so gut wirken können, wenn nicht eben gleichzeitig das oben beschriebene Design, die Inzenierung, die Animationen und vor allem die Musik an dem selben Strang ziehen würden. Ich hatte da so einige wirklich schöne Aha-Momente. Ich kann mich beispielsweise noch daran erinnern, wie ich zum ersten Mal eine schwach ausgeleuchtete Unterwasser-Höhle durchschwommen habe, was nicht nur in Bewegung richtig gut aussah, sondern auch mit entsprechender Musik untermalt war, die fast schon eine anmutende Atmosphäre herzauberte. Von diesen magischen Momenten gab es doch so einige, sodass man auch fernab von all den Grafikblendern da draußen behaupten kann, dass man hier ein unglaubliches audio-visuelles Erlebnis geliefert bekommen hat. Hier übrigens zwei meiner Lieblingsbeispiele aus dem mehr als lobenswerten Soundtrack.
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Bei so viel Lob stellt sich natürlich die Frage, ob man denn auch irgendetwas kritisieren müsste. Wie das bei uns Spielern ist, kritisiert man häufig doch eher das, was einem im Spiel gefehlt hat und das ist bei mir auch in diesem Fall so. Es gab am Ende des Spiels ein richtig bockschweres Bonus-Level, wo wirklich perfektes Timing und höchste Präzision gefodert waren und wo ich stolze 45 Minuten dran geknabbert hatte. Von Leveln solch eines Kalibers hätte ich mir einfach noch mehr gewünscht! Wie großartig wäre es bitte gewesen, wenn man statt des Bonus-Levels eine ganze zusätzliche Bonus-Welt implementiert hätte, die sich auf diesem Design bewegt hätte. Das hätte als ein einprägsames Aha-Erlebnis zum Schluss dem ganzen einfach noch weiter die Krone aufgesetzt. Zumal der eigentliche "Boss-Kampf" doch ziemlich enttäuschend und praktisch nicht existent war. Hier hätte es als Abschluss einfach noch einen fetten Endgegner gebraucht, der passend zum übrigen Schwierigkeitsgrad nur mit Konzentration zu bewältigen wäre. Mehr kann und will ich aber auch gar nicht mehr meckern!

Fazit:
Fast tut mir an dieser Stelle Soulbringer leid, dem ich das Spiel ja abgekauft habe :ugly: Ich hatte mit Rayman vorher nie allzu viel am Hut und somit war das hier für mich ein echter Überraschungshit, den ich gar nicht so sehr auf dem Schirm hatte. Aber hier ergibt sich durch das Leveldesign, den Schwierigkeitsgrad, die Inszenierung, den Stil und die prachtvolle Technik ein so stimmiges Bild, dass man den Controller kaum weglegen kann und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist. Teilweise fühlte ich mich etwas an eine 2D-Variante von Super Mario Galaxy erinnert, wo ja ebenfalls ein kreativer Knaller nach dem anderen folgte und man immer gespannt drauf war, welche Ideen einem weiterhin entgegenspringen würden. Für mich jedenfalls eine wahre Spielspaßgranate, bei der man nachfühlen kann, wieviel Liebe und Arbeit die Entwickler in den Titel hineingetragen haben. Wertung: 92 %
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