An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Hier könnt Ihr über alles mögliche abseits der Spielerei diskutieren.
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<t>Wie läufts bei dir im Studium?</t>

Wer das schafft sollte ein Bundesverdienstkreuz kriegen!
1
2%
Arbeit, Arbeit, Arbeit.....
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51%
Frag nicht....
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Läuft ohne Anstrengungen
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27%
 
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Secretkey
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Secretkey »

Dann meldet sich auch mal der Sonderpädagoge :ugly:

Kann Cyber Zero erstmal zustimmen - wenn man von außen kommt, ist es zunächst immer schwer. Das Problem haben auch oft Lehrer, welche die Klasse nur in Nebenfächern sehen. Gerade da muss man sich erst beweisen und wollen Kinder oft ihre Grenzen austesten, um zu schauen, wie viel sich erlauben können und was nicht. Der beste, um dem entgegenzuwirken, ist es konsequent zu sein. Aber jetzt nicht bloß so, dass man die Leute rausschmeißt, sondern dass man im besten Falle auch einen Lehrer der Schule ins Boot holt und mit ihm bespricht, was man mit den Kindern tun könnte, wenn sie sich wirklich zu viel erlauben (zum Beispiel für die Stunde in eine andere Hausaufgabe-AG schicken etc.).

Wenn das abgesprochen ist, sollte man das den Schülern aber auch ganz transparent mitteilen. Wenn es wirklich extrem ist, würde ich zum Beispiel die nächste Stunde "ausfallen" lassen und die Kids stattdessen Regeln entwickeln lassen, auf die sie sich am Ende alle einigen können. So weiß jeder, welches Verhalten schon eine Störung sei und was die Kosequenzen sind- dann kann man die Schüler auch guten Gewissens rausschmeißen (oder eben eine andere besprochene Sanktion treffen) und ihnen die Grenzen aufzeigen.
Man kann es natürlich auch mit Belohnungs- und Tokensystemen versuchen: für eine erfolgreiche Stunde ohne massive Störungen kriegt man Stempel (und bei 10 Stempeln kann man sie gegen einen Gamestop-Gutschein eintauschen :ugly:).
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Odango
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Odango »

Mr. Wood hat geschrieben:Der grobe Altersbereich der AG-Teilnehmer wäre vielleicht auch nicht uninteressant. Ansonsten ist es wohl nötig, die Vorstellungen vom Lehramtsstudium einmal nachhaltig zu erschüttern:

Pädagogik spielt nach meiner Erfahrung im Bachelor praktisch keine Rolle. Da gibt es allenfalls einzelne Veranstaltungen zur ganz groben Einführung, dazu etwas Psychologie und ein wenig wirklich praktisch verwertbares Wissen bei der Vorbereitung der Praktika. Für den Rest muss man als Student wohl selbst sorgen. Im Master sollte dann bei uns noch etwas mehr kommen.

Das hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Ich finde es total wichtig, dass man wenn man schon auf Lehramt studiert gerade lernt, wie man die Kinder am effektivsten unter Kontrolle hält. Da bringt einem noch so viel Fachwissen nix, wenn alle einem auf der Nase rumtanzen.

Das sind 5.-6. Klässler, also 11-12 ungefähr. Ich bin bisher halt eher den Weg gegangen, dass ich nur auf gute Dinge die die Kinder gemacht haben eingegangen bin. Zum Beispiel finden die meinen Schäferhund ganz toll und wenn sie sich benehmen, bring ich den mit. Dann arbeiten sie auch meist konzentriert (das leuchtet mir nicht ein, weil ja ein Hund eigentlich DIE Ablenkung ohnegleichen ist, aber es wirkt). Aber manche sitzen dazwischen, die die Ton AG wahrscheinlich echt nur gewählt haben weil sie denken, dass sie da nix tun müssen. Ich mein, manche geben sich Mühe und das Ergebnis sieht trotzdem.. nicht so prall aus, aber da weiß man halt "Das ist das, was sie aus ihrem Talent rausholen können, das ist okay." Andere aber, die eigentlich richtig gut sind, machen dann ne total scheiß Arbeit und sind gar nicht bei der Sache, wo mir auch klar ist, dass sie sich keine Mühe gegeben haben. Aber Noten für die Arbeiten gibt es nicht und ich kann ja nicht sagen "Deins sieht scheiße aus. Zwar besser als das von XY, aber die kann halt auch nix und du schon" :ugly:

Ein weiteres nicht ganz kleines Problem wie ich finde: Manche von denen sind größer als ich :ugly: Ich glaube, das wirt auch nicht gerade respekteinflößend auf die. Mein Umgang ist auch eher kumpelhaft, ich bin ja gar keine Lehrperson und habe weniger Distanz. Aber ich denke ich werde das nächste Mal ne Ansage machen und ganz klar sagen, was bei diesem und jenem Umgang droht. Dann gehts in die Mathe AG oder so :laugh:
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apelino
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von apelino »

Daniel hat geschrieben:(...)macht mich diese "Mir doch egal"-Mentalität unserer Hauptfachdozenten vollkommen verrückt
Die Lehre ist eben für die meisten ohnehin ein notwendiges Übel. :(
Daniel hat geschrieben:Ehrlich, ich hab nach dem Studium von BWL genauso viel Ahnung wie vorher auch - nämlich Null. So kann man doch kein Studium ausrichten :sauer:.
Wie mit so vielem, was man im Studium 'lernt': Hauptsache es gibt am Ende ein Papier auf welchem steht, dass man es 'kann'.

Odango hat geschrieben:Das wirkt.... nicht :ugly: Irgendeinen Tipp?
Manche Kinder sind einfach verloren. Auf viele unwiderrufliche Erziehungsirrtümer, welche die aufwachsenden Generationen nun prägen, kennt keine Wissenschaft mehr eine Lösung. Bloß Ohnmacht. Man gibt dem Lehr- und Erziehungspersonal leider keine Handhabe mehr mit. Zu wenig Theoriewissen und keine Handlungssicherheit. :roll:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Alf89 »

So, nachdem ich ja am 31. Januar meinen Bachelor of Science in Mathematik erhalten habe, kann ich heute endlich sagen, dass mein Studium ein Erfolg war: Hab nämlich einen Job :applaus:

Einen Master wollte ich nicht mehr machen, jedenfalls nicht in Mathematik. Stattdessen würde ich lieber einen MBA machen, für den es aber in der Regel 1-2 Jahre Berufserfahrung braucht. Die werde ich nun in einer Unternehmensberatung sammeln können. Den MBA würde ich dann in 2 Jahren nebenberuflich machen wollen, aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Bin jedenfalls froh, nun endlich ins Berufsleben einsteigen zu können :)
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von apelino »

Ach verdammt, du bist ja noch verdammt jung! Selbst wenn es also mehr als 1-2 Jahre werden, ist das kein Beinbruch. Ganz im Gegenteil, lieber der eigenen Entwicklung etwas Zeit geben. Ein facettenreicher, ausgeprägter Charakter ist für die Sphären der (Unternehmens-) Führung schließlich unerlässlich. :)

Jedenfalls Glückwunsch zum gelungenen Berufseinstieg!
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Daniel
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Daniel »

Der Countdown läuft - nur noch knapp eine Woche bis zur Abgabe meiner Bachelorarbeit (Thema: Probleme und Chancen des deutschen E-Publishing-Markts am Beispiel ausgewählter Geschäftsmodelle) und ich hab gerade eine fette Schreibblockade :angst: Dabei wollte ich doch dieses Wochenende fertig werden, damit noch eine Woche zur Korrektur übrig ist.
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Mr. Wood
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Mr. Wood »

Tröste dich an meinem Beispiel: In all den Jahren meines Studiums habe ich nicht eine (!) richtige schriftliche Seminararbeit auf die Reihe bekommen bzw. erfolgreich abgegeben. Ich habe bis heute nicht kapiert, wie dieses Mysterium funktioniert. Schlimmer kann deine Schreibblockade also gar nicht mehr ausfallen.

Vor diesem Hintergrund kann ich leider keine Tipps geben, wie man sich in deiner Situation jetzt so verhalten sollte. Dafür müsste ich mein Trauma Hausarbeit erst selbst einmal bewältigen.
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Odango
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Odango »

Mein Tipp ist: Nicht so viel nachgrübeln, was genau du jetzt schreiben sollst. Dein Thema hast du, was das Kapitel in etwa beinhalten soll weißt du bestimmt auch, also schreib einfach! Was du eintippst ist ja nicht in Stein gemeißelt, du kannst alles was dir nicht passt im Nachhinein wieder ändern.

Ich fand die Anfänge neuer Kapitel auch immer am schwersten, letzendlich kam das Beste dabei heraus, wenn ich einfach wild losgeschrieben habe und später dann den Feinschliff vornahm. Ich habe auch oft mit Zitaten begonnen, die ne These beinhalten die zu dem Kapitel passt und bin dann darauf eingegangen um das jeweilige Thema einzuläuten, hat gut geklappt.
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Cyber Zéro
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Cyber Zéro »

Ich persönlich teile mir meine Hausarbeiten etc. immer in kleine Häppchen ein und lege dann von Tag zu Tag jeweils vor dem Schreiben fest, wie viel ich schaffen möchte ("Heute mache ich Kapitel XY"). So arbeite ich jeden Tag ein wenig an der Arbeit. Das motiviert mich irgendwie besser als wenn ich einfach so drauflos schreibe und krampfhaft versuche, so weit wie möglich zu kommen.

Für die Korrektur solltest du auf jeden Fall einige Tage reinrechnen. Am besten ist es auch, wenn man die BA-Arbeit nach dem Fertigstellen zwei oder drei Tage lang "ruhen" lässt, um etwas Abstand zu gewinnen. Dann nimmt man nämlich den eigenen Text beim erneuten Lesen etwas anders wahr.
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apelino
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von apelino »

Cyber Zéro hat geschrieben:Am besten ist es auch, wenn man die BA-Arbeit nach dem Fertigstellen zwei oder drei Tage lang "ruhen" lässt, um etwas Abstand zu gewinnen.
Das sollte man echt nicht unterschätzen.
Cyber Zéro hat geschrieben:Dann nimmt man nämlich den eigenen Text beim erneuten Lesen etwas anders wahr.
So sieht es nämlich aus! Ich bin auch kurz vor knapp damals mit meiner BA fertig geworden, also quasi zwei Tage vor Abgabe-Termin korrigiert bzw. korrigieren lassen und am letzten Tag erst binden lassen.
Als ich das Teil ein paar Wochen später wieder in Händen hielt, waren manche Dinge wirklich ... naja :ugly:
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Daniel
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Daniel »

Deshalb will ich ja auch dieses Wochenende fertig werden :ugly: Der Plan sieht vor, am Sonntag die BA an meine vier Korrekturleser zu schicken, am Donnerstag oder Freitag die Korrekturen einzuarbeiten und die BA bis dahin nicht mehr anzusehen und sie am Samstag binden zu lassen. Abgabe ist am Montag, 3.6.

Jetzt läuft es gerade wieder etwas besser mit Schreiben, also mal sehen, wie weit ich heute noch komme (Hausarbeiten waren wenigstens schon immer eine meiner Stärken @ Mr. Wood) :asd:
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Odango
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Odango »

Der Abgabetermin liegt auf meinem Geburtstag, da kann gar nix schiefgehen :kruemel:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Daniel »

Na dann muss es ja klappen :laugh:

Die letzten 10000 Zeichen sind angebrochen :applaus:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Daniel »

Danke für euer Zureden, ich bin tatsächlich seit Montag fertig und hab es heute binden lassen :tanz:

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Das wird jetzt ein entspanntes Wochenende, das ich vollständig auskosten werde. Habe mich mit Fire Emblem Awakening und Donkey Kong 3DS belohnt :mrgreen:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von SeniorDingDong »

apelino hat geschrieben:
Cyber Zéro hat geschrieben:Am besten ist es auch, wenn man die BA-Arbeit nach dem Fertigstellen zwei oder drei Tage lang "ruhen" lässt, um etwas Abstand zu gewinnen.
Das sollte man echt nicht unterschätzen.
Cyber Zéro hat geschrieben:Dann nimmt man nämlich den eigenen Text beim erneuten Lesen etwas anders wahr.
So sieht es nämlich aus! Ich bin auch kurz vor knapp damals mit meiner BA fertig geworden, also quasi zwei Tage vor Abgabe-Termin korrigiert bzw. korrigieren lassen und am letzten Tag erst binden lassen.
Als ich das Teil ein paar Wochen später wieder in Händen hielt, waren manche Dinge wirklich ... naja :ugly:
Sehr richtig :asd: . Ich will hier niemanden Angst machen, aber ich hätte fast eine zerschossene Version drucken lassen. Ich weiss nicht warum, aber beim Exportieren nach .pdf wurden einige meiner Unterpunkte zu einem neuen Kapitel umformatiert, ein Abschnitt fehlte und ich verlore sämtliche Referenzen im Word-Dokument. Gemeinerweise war das Inhaltsverzeichnis in der exportieren Datei in Ordnung, aber ich wurde stutzig als die tatsächliche Länge von 80 auf 117 Seiten wuchs. :ugly: Da das reproduzierbar war, musste ich tatsächlich die kaputte Version nehmen und händisch alles Fixen.

Nächstes mal (also Master) werde ich lieber in LaTeX schreiben. :kruemel:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Piper »

Huhu,

mich beschäftigt gerade eine Frage, die vielleicht jemand von euch beantworten könnte (weil schon von gehört oder ähnliches). Wenn man im Kombibachelor studiert, hat man ja Kern- und Zweitfach. Beides zählt zu gewissen Teilen in die Endnote mit rein (was für mich heißt, dass ich in gewisser Weise auch einen Abschluss in meinem Zweitfach habe - oder liege ich da total falsch?). Also klar steht später auf dem Zeugnis BA in Blabla-Wissenschaft (Hauptfach), aber dennoch habe ich ja zwei Fächer studiert - lediglich die Bachelorarbeit mache ich im Hauptfach - zumindest ist bei mir der Arbeitsaufwand praktisch identisch. Ist es deshalb möglich, dass ich den Master vielleicht auch im Zweitfach machen könnte?

Okay, um konkret zu werden: Momentan bin ich noch im Bachelor (studiere Hauptfach Musikwissenschaft und Zweitfach Kulturwissenschaft). Nach bald 4 Semestern habe ich gemerkt, dass mir MuWi teilweise deutlich weniger Spaß macht als KuWi, was neben den Studieninhalten aber auch vor allem an dem Institut und den meist sehr unkompetenten Lehrpersonen liegt. Einen Master (wenn überhaupt) würde ich da nicht wirklich machen wollen. Für einen Wechsel des Hauptfachs halte ich es für zu spät und generell bin ich selbst noch stark am überlegen, ob ich überhaupt noch nen Master machen möchte. Ich fühl mich zur Zeit ziemlich ausgelaugt, meine Motivation am Weiterstudieren ist praktisch gleich 0. Es tut wirklich weh zu sehen, wie Freunde oder alte Schulkameraden längst ihren Bachelor, oft aber auch schon ihren Masterabschluss gemacht haben. Ihr Leben kommt mir im Vergleich zu meinem unglaublich glatt und linear vor, worum ich sie beneide.
Es ist nicht so, dass ich vorher auf der faulen Haut gelegen hätte, denn ich habe von Oktober 2007 bis Sommer 2011 Jura studiert, das Studium dann aber ohne Abschluss abgebrochen, weil der Druck immens war und ich mit den Umständen und Ungerechtigkeiten sehr zu kämpfen hatte, woran ich auch beinahe kaputt gegangen wäre.
Nun packt mich jedoch ein wenig die Angst, dass ein Bachelor-Abschluss vielleicht gar nicht ausreichen könnte, wenn doch so viele Master-Leute rumlaufen, was die Jobsuche angeht. Das Schlimme ist, dass ich noch gar keine Idee habe, wo es nach dem Studium mal hingehen könnte - ich hoffe, dass mir vielleicht das zweimonatige Praktikum, das ich im August und September machen werde, dabei eine Entscheidungshilfe sein kann.
"Früher" habe ich gar nicht so sehr darüber nachgedacht, ob ich mal später viel Kohle mit meinem Beruf verdienen kann, aber wenn ich so sehe, wie schlecht es teilweise um die Gehälter der "Geisteswissenschaften" im Vergleich zu den Naturwissenschaften steht - und das selbst mit Masterabschluss - da bekomme ich wirklich etwas Angst und ich fühle mich auch irgendwie... minderwertig. =/

Kann mir jemand ein wenig meine "Angst" nehmen oder ist die Berufsaussicht mit "nur einem Bachelor" extrem mies?
Wie gesagt, eigentlich habe ich kaum noch Kraft mehr, nach bald gut 6 Jahren Studium. Wenn ich meinen Bachelor nächstes Jahr wirklich machen kann, dann sind es immerhin 7 Jahre - woher soll die Kraft kommen, weiterzumachen? Studieren macht mir nicht wirklich Spaß, ich habe es satt, mich ständig mittellos zu fühlen. Ich will Geld verdienen und komplett auf eigenen Beinen stehen und mir eine Zukunft aufbauen. Wenn ich sehe, was einem in den Vorlesungen und Seminaren so geboten wird... vieles davon halte ich als Zeitverschwendung. Nur die Angst, keinen Job zu bekommen lässt mich zweifeln, ob ich nicht mit einem Bachelor zufrieden sein und nen anständigen Job bekommen könnte.
Ich weiß, hier ist niemand Hellseher... aber kennt ihr vielleicht Leute, die auch "nur" nen BA haben und trotzdem ihr Leben gut bestreiten können und glücklich sind?

Achja und vielleicht weiß ja wirklich jemand, ob es möglich ist, seinen Master im Zweitfach machen zu können (oder eben nicht). Ich studiere übrigens an der HU zu Berlin und zum Masterstudiengang der Kulturwissenschaft gibt es nen Infoblatt.
--> http://www.hu-berlin.de/studium/beratun ... t/zzr/kuwi

So, jetzt habe ich mir das mal von der Seele geschrieben. Wie gesagt, nicht falsch verstehen. Ich gönne jedem seinen wohl verdienten Abschluss, aber mich macht es teilweise auch ziemlich traurig zu sehen, wo ich erst stehe. :|
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von apelino »

Zu dem Sachverhalt, inwiefern das Zweitfach für ein Master-Studium qualifiziert, kann ich nichts Grundsätzliches beisteuern. Ich schätze das hängt immer von den jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen der entsprechenden Uni bzw. des jeweiligen Studienganges ab, kann mich aber auch täuschen, so dass grundsätzlich gilt, dass man einen vollwertigen attestierten Bachelor o.ä. benötigt.
Was deine Besorgnisse anbelangt, da will ich dich etwas trösten. Ich studiere selber etwas Geisteswissenschaftliches und habe mir auch hin und wieder Gedanken darüber gemacht, wie und wo ich da wohl den Einstieg versuchen würde.
Ich denke da zählt eben neben dem alleinigen Zeugnis auch so etwas, was ich mit "unbedingtem Willen" beschreiben würde. Klar müssen grundsätzliche Qualifikationen auf eine Stelle vorhanden sein, doch ein Personaler schaut eben auch auf das übrige Profil. Erfahrungswerte, Praktika usw. An vielerlei Kleinigkeiten lässt sich eben ableiten, dass der Bewerber in dieser oder jener Hinsicht beweist, dass er was kann.
Ich habe an verschiedener Stelle mitbekommen, dass auch studierte Wirtschaftswissenschaftler und Naturwissenschaftler keine hundertprozentige Job-Garantie haben, nur weil jene Fach XY studiert haben. Was ich sagen will ist, zur Erfolglosigkeit gehört mehr dazu als bloß ein falsches Studienfach belegt zu haben.
Nichtsdestotrotz glaube ich dir, dass die Luft raus ist. Irgendwann - sofern man sein Studium ernst genommen hat - mag man einfach nicht mehr. Ich jedenfalls habe auch das Auge des Tigers verloren und bin froh wenn ich aktuell überhaupt mal 2-3 zusammenhängende Zeilen meiner Master-Arbeit zu Papier bringe. :wink: Ich freue mich auf die Zeit nach dem Studium, aber wie gesagt, mein weiterer beruflicher Werdegang ist auch schon mittelfristig gesichert, so dass ich wie oben angedeutet habe, hinsichtlich des üblichen Berufsstarts der Geisteswissenschaftler nur rein theoretisch mitreden kann.
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Piper »

@ apelino: Danke, dass du dich als einziger "getraut" hast, mir zu antworten. ;)
Wenn ich mir meinen Text so durchlese, merke ich, in welchem Tief ich da gerade wieder hing. Habe letzten Freitag endlich ein wichtiges Projekt abgeschlossen und auch wenn noch Vorträge und Hausarbeiten anstehen, schaue ich gerade wieder etwas positiver in die Zukunft.

Ich habe mich übrigens bei der zuständigen Person für den Masterstudiengang Kulturwissenschaft schlau gemacht und ihr meine Situation geschildert. Als positive Antwort kam zurück, dass ich mit einem Abschluss von Kulturwissenschaft im Zweitfach definitiv alle Voraussetzungen für die Bewerbung zum Master erfüllen würde. :)

Momentan werde ich also erstmal versuchen, meine Konzentration voll auf mein aktuelles Studium und dann im nächsten Jahr die Bachelorarbeit zu legen. In der Zwischenzeit hoffe ich, ein wenig mehr herauszufinden, wo meine Stärken und Interessen liegen und ob ich vllt irgendwo schon ein Jobangebot in Aussicht hätte. Wenn das wirklich extrem schwarz aussehen würde, kann ich mich ja immer noch für den Master bewerben... (sofern es wirklich nur daran liegen sollte).
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von apelino »

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Master-Thesis! Das war es also so langsam mit dem Studentenleben. Jetzt liegen die 110 Seiten beim Prüfungsamt.

Welchen Fehler ich wieder gemacht habe: Gleich mal nach dem Binden in das fertige Exemplar reingeschaut, durchgeblättert und SOFORT Dinge entdeckt, die so nicht sein sollten. :lol: Egal, weg damit! :P

Und hier der Gaming-Bezug: Jetzt kann ich mich endlich Far Cry 3 und Last of Us widmen. :P
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Mr. Wood »

Intrepid hat geschrieben:Jedenfalls führt das hier dazu, dass Abschlusse zwar grundsätzlich Voraussetzung für eine Stelle sind, dass es für eine tatsächliche Einstellung aber nicht auf die Abschlussnote, sondern den Menschen dahinter ankommt. Unternehmen setzen vermehrt darauf, Menschen zu finden, die in ihr Unternehmen passen. Nicht weil sie klug sind, sondern weil es menschlich passt. Und aus eigener Arbeitserfahrung (immerhin mittlerweile drei Jahre + vorangegangenem dualen Studium) kann ich sagen, dass nicht immer derjenige der geachtete Mitarbeiter ist, der die besten Noten hatte. Oft und gerade in den Geisteswissenschaften sind SoftSkills wichtig wichtig wichtig!
Übersetzt heißt dieses PR-Geblubber: Die Unternehmen sind jetzt auch mit den Noten nicht mehr zufrieden (weil gute Noten angeblich überall verschenkt werden) und erfinden ständig neue, teilweise bis ins Privatleben reichende Anforderungen an die Bewerber. "Nicht weil sie klug sind, sondern weil es menschlich passt." Dass ich nicht lache! Dazu müsste man ja selbst überhaupt noch Mensch sein.
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Cubestar2003™ »

Übersetzt heißt dieses PR-Geblubber eher: Wer schon beim Mag64-Treffen kaum den Mund aufkriegt, wirds auch im Vorstellungsgespräch nicht einfach haben. :P
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Grant_Nicholas »

Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass gute Noten bei weitem nicht ausreichen. Oftmals werden auch Personen mit schlechteren Noten bevorzugt, weil diese ihr Studium sinnvoller genutzt haben. Es macht nämlich einen Unterschied ob man jemanden mit 2,5 Schnitt vor sich hat, der nebenbei noch viel in dem Bereich gearbeitet hat und auch ehrenamtlich tätig war, oder ob man jemanden mit 1,0 Schnitt vor sich hat, der nebenbei nichts getan hat und sich nur aufs Studium konzentriert hat.
Wichtig ist letztlich wie man die Zeit nutzt und nicht was am Ende auf dem Zeugnis steht. Das interessiert irgendwann, wie beim Abiturzeugnis, niemanden mehr.
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von Cyber Zéro »

apelino hat geschrieben:Master-Thesis! Das war es also so langsam mit dem Studentenleben. Jetzt liegen die 110 Seiten beim Prüfungsamt.
Glückwunsch! Ich bin nächstes Jahr um diese Zeit auch damit dran. :angst:
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von SeniorDingDong »

Cyber Zéro hat geschrieben:
apelino hat geschrieben:Master-Thesis! Das war es also so langsam mit dem Studentenleben. Jetzt liegen die 110 Seiten beim Prüfungsamt.
Glückwunsch! Ich bin nächstes Jahr um diese Zeit auch damit dran. :angst:
Ich bin zwei Jahren :kruemel: Auch von mir glückwunsch :-)
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Re: An alle Studenten (und auch an die dies werden wollen)

Beitrag von SeniorDingDong »

Grant_Nicholas hat geschrieben:Aus Erfahrung kann ich auch sagen, dass gute Noten bei weitem nicht ausreichen. Oftmals werden auch Personen mit schlechteren Noten bevorzugt, weil diese ihr Studium sinnvoller genutzt haben. Es macht nämlich einen Unterschied ob man jemanden mit 2,5 Schnitt vor sich hat, der nebenbei noch viel in dem Bereich gearbeitet hat und auch ehrenamtlich tätig war, oder ob man jemanden mit 1,0 Schnitt vor sich hat, der nebenbei nichts getan hat und sich nur aufs Studium konzentriert hat.
Wichtig ist letztlich wie man die Zeit nutzt und nicht was am Ende auf dem Zeugnis steht. Das interessiert irgendwann, wie beim Abiturzeugnis, niemanden mehr.
Also einen direkten Zusammenhang zwischen guter Note und gutem Job gibt es sicherlich nicht (automatisch). Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass in erster Linie die mit vielen Kontakten, Referenzen, Engagement oder den richtigen Praktika weit kommen. Ebenfalls zählt auch viel Persöhnlichkeit da rein. Ich bin z.B. der letzte Spießer, der kein Alkohol trinkt und nicht im Bierzelt feiern mag, und mein Boss findet diese Einstellung fücherlich. Zum Herrenabend wird er mich nicht einladen :ugly:

Bachelor-Noten zählen aber vor Allem dann, wenn man darauf aufbauend einen Master machen möchte. Ich habe mich jetzt auf vier Stellen beworben und die waren alle sehr gegrenzt und haben auch einen relativ hohen NC gehabt. Danach zählen wiederhun eher andere Argumente als eine gute Master Note.
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I AM THE MAN WHO ARRANGES THE BLOCKS
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