Die bösen "Killerspiele"
- Electronic_V
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Is ja schon fast langweilig... Es wurde kritsierte das Brutale Spiele in neuen Versionen Brutaler sind (als FSK 18) wie die Indizierten Vorgänger..
Einer Meinte "Verbote Bringen nix, das macht es für die Jugend erst attrativ..."
Naja... war ja mal wieder zu ruhig geworden..
Ich halte mich da an GBO.
Wenn ICH jemals Amok laufe dann mach ich vorher meinen PC platt.. Und isntallier Teletubbies und Löwenzahn... DAS wird den Leuten z udenken geben...
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...Wenn alle das täten was sie mich können, käme ich den ganzen Tag nicht zum Sitzen...
...meine Mission war ein Erfolg, wenn niemand bemerkt hat das ich da war...
...HAHA! Nichts kann mich aufhalten!!! .. verdammt, Kindersicherung!
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- TheSmashmaster
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- phaseshifter
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Ja: 83 %
Nein: 15 %
Weiss nicht: 2 %
Frage mich gerade wie der durchschnittliche ZDF Seher aussieht...
Auf Pro Sieben sieht das Ganze ziemlich anders aus:
Ja: 41 %
Nein: 57 %
Naja ... ist natürlich alles ziemlicher Schwachsinn und ist mit Sicherheit nicht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.
- Dicker
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Der Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen - G.A.M.E. e.V. hat folgende Stellungnahme herausgegeben:
Ich glaub, besser hätte ich es nicht formulieren können."Das Schicksal der Opfer der Tat berührt uns zutiefst. Viele von uns sind Väter, Mütter; haben Familie. Wir sind erschrocken und betrübt über diese Tat. Wir möchten allen Betroffenen unser tiefes Mitgefühl aussprechen und wünschen den Verletzten eine rasche und vollständige Genesung.
Energisch wenden wir uns allerdings gegen die politische Instrumentalisierung der Vorkommnisse. Wir wenden uns gegen die Kriminalisierung unseres Berufstandes und den Versuch einiger Verantwortlicher in unserem Land, ein international öffentlich, wissenschaftlich und kulturell anerkanntes Medium und dessen Künstler und Kreative mit nicht haltbaren Argumenten als Verantwortliche für den Amoklauf zu diffamieren.
Computer- und Videospiele sind nicht die Ursache für diese Tat. Das bestätigen viele aktuelle Aussagen von Experten, Psychologen und Pädagogen in der Presse. Vielmehr geht es um die Sorgen und Nöte einer Generation jugendlicher Menschen, die in Familie, Schule, Beruf und Gesellschaft offensichtlich zu wenige Möglichkeiten für Selbstbestätigung, Anerkennung und Hilfe im Krisenfall findet.
Wir finden es schlicht unseriös, Computer- und Videospiele immer wieder für ein gesamtgesellschaftliches Problem anzuprangern. Wie schon so oft in der Vergangenheit werden wir nach unserer Verantwortung als Produzenten gefragt. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und vertrauen auch ganz bewusst auf die
Vielzahl gesetzlicher Regelungen in Deutschland, mit deren Hilfe Gerichte, Bundes-Behörden und die Bundesländer Kinder und Jugendliche vor Inhalten schützen, die für sie ungeeignet sind. Dieses Aufgebot an professionellem Jugendschutz ist weltweit einmalig und wird von uns aktiv unterstützt.
Computerspieler sind keine Randgruppe. Gespielt wird in jeder Bevölkerungsgruppe. Computerspiele begeistern das sechsjährige Mädchen ebenso, wie den 40-jährigen Politiker, die Sekretärin oder einen 70 Jahre alten Rentner.
Diese Menschen haben innerhalb des gesetzlichen Rahmens das Recht, selbst zu entscheiden, was sie spielen möchten. Dieses Recht gilt es ebenso zu wahren wie den Jugendschutz zu gewährleisten. Jugendschutz darf nicht an der Kinderzimmertür aufhören. Eltern müssen kontrollieren, was ihre Kinder dort tun � ob und was sie spielen, welche Musik sie hören und welche anderen Interessen sie haben. Eltern und Pädagogen haben die Pflicht, sich aktiv um Kinder und Jugendliche zu kümmern und müssen reagieren, wenn sich diese auffällig verhalten und immer aggressiver und verschlossener werden.
Während also medial die Symptome in den Vordergrund gestellt werden, fällt die Frage nach der Ursache für das Attentat unter den Tisch: Wie kommt ein 18-jähriger an Waffen, Munition und Sprengstoff? Wie kann es sein, dass er von seinem sozialen Umfeld so im Stich gelassen wurde? Wie kann es sein, dass er seit über drei Jahren in verschiedenster Form im Internet, im Freundeskreis, in der Schule und sogar bei professionellen, psychologischen Diensten auffällig geworden ist und um Hilfe bat, ohne dass darauf entsprechend reagiert wurde?
Wir fordern die Politik daher auf, nicht erneut das Versagen unserer sozialen Systeme zu ignorieren und den schwarzen Peter wieder einmal unreflektiert an die Computerspieleindustrie weiterzureichen. Wir brauchen in Deutschland keine strengeren �Verbote� � bestehende Verbote müssen besser überwacht werden. Wie sonst sind Robert Steinhäuser und Bastian B. an ihre Waffen bzw. Bomben gekommen? Wir brauchen mehr Initiativen, die Schülern und Jugendlichen Hilfe bei sozialen Problemen bieten.
Wir brauchen mehr professionelle psychologische und pädagogische Ansprechpartner für Lehrer, Eltern und Pädagogen, die bei der Erziehung von Jugendlichen und Schülern überfordert sind. Öffentliche Gelder müssen wieder verstärkt in die Unterstützung unserer sozialen Systeme fließen und nicht in den Aufbau von strengeren Zensurbehörden oder von kriminalistischen Instituten, die sich nur mit den Symptomen und nicht mit den Ursachen beschäftigen."
Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden!
(C. H. Duell, Direktor des US-Patentamts, 1899)
(C. H. Duell, Direktor des US-Patentamts, 1899)
- phaseshifter
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Was für ein W...ürstchenIntrepid hat geschrieben:@MFauli:
Mh, versteh nicht wieso du dich hier so aufführen musst, zu wenig Aufmerksamkeit oder so in der Kindheit bekommen?
Oder irgendwelche Psychosen? Nicht verarbeitete Kindheitserlebnisse, Projektion, oder Umkehrreaktion, ums mal mit de Mause auszudrücken.
Was du hier schreibst, zeigt nur, dass du irgendwo tiefliegende psychoanalytische Probleme hast.
Wow, Unterrichtswissen anwenden rockt manchmal total.
Aber um zum Thema zu kommen:
Die Stellungsnahme vom Verband ist nett, wird aber eh wieder nicht von denen beachtet, die sie beachten sollten.
-
die Unruhe
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Und das aus einem BundesLand(meine damit die Aussagen der dortigen Politikergilde:Stoiber,Beckstein etc und nicht die Bayern allgemein!!) in dem der erste freilebende Bär der sich seit Jahrhunderten in der freien Wildbahn blicken lässt gleich über den Haufen geschossen wird...die Unruhe hat geschrieben:Der bayerische Innenminister Günther Beckstein forderte, "Killer-Spiele" sollten "in der Größenordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt"
Quelle: tagesschau.de
- phaseshifter
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Vor allem werden bei "KIllerspielen" ja auch real Menschen verletzt oder getötet um diese herzustellen. Der Typ hat sowieso nen Totalschaden.Der bayerische Innenminister Günther Beckstein forderte, "Killer-Spiele" sollten "in der Größenordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt"
Quelle: tagesschau.de
Anderer Artikel:
Das hört sich für mich klar nach Zensur an. Hier sollen Erwachsene eindeutig in ihren Rechten beschränkt werden. Ob die das wirklich so durchbekommen halte ich doch für fragwürdig. Wer weiss, notfalls ändert man halt das Grundgesetz. Wie will man vor allem das Internet beschränken? Interessant wäre auch mal zu wissen wie Killerspiele denn nun überhaupt definiert werden.Experten sehen gute Chancen für Killerspiel-Verbot
Gutachter des Deutschen Bundestages haben dem Vorhaben der großen Koalition, so genannte Killerspiele gesetzlich zu verbieten, gute Chancen eingeräumt. "Der Bundesgesetzgeber ist generell nicht gehindert, ein Einfuhr-, Verkauf-, Vermiet- und Verleihverbot für 'Killerspiele' zu erlassen", heißt es in einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, das der "Netzeitung" vorliegt. "Eine solche Regelung würde nicht per se gegen das Grundgesetz verstoßen."
Die Gutachter raten aber, die Grenzen des Verbots "klar" abzustecken und "deutlich" aufzuzeigen, welche Spiele unter die Regelung fallen. "Der Begriff des 'Killerspiels' ist daher vom Gesetzgeber klar zu definieren, um dem Bestimmtheitsgrundsatz zu genügen", schreiben sie in ihrer Expertise. Darüber hinaus empfehlen sie zwar, "im Hinblick auf die Berufsfreiheit der Hersteller und Händler dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit besondere Beachtung zu schenken". Allerdings sehen sie darin kein unüberbrückbares Hindernis, weil sie davon ausgehen, dass die Hersteller neben Killerspielen auch unbedenkliche Spiele produzieren.
Für den Fall, dass ein Verbot dazu führt, dass Spiele verstärkt unkontrolliert übers Internet oder als so genannte Grau-Importe nach Deutschland gelangen, schlagen die Gutachter des Bundestages vor, "auch eine Regelung zur Zugriffsbeschränkung für Internetseiten mit entsprechenden Inhalten zu erlassen". Das sei schon deshalb sinnvoll, da "die Verbotsregelung grundsätzlich geeignet ist, den Vertrieb von 'Killerspielen' zu unterbinden oder zumindest erheblich einzuschränken".
Die Definition der Killerspiele wird ganz einfach aussehen: Alle Titel die eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten und alle Titel die auf dem Index landen, die werden davon betroffen sein. Denn das sind ja genau die Spiele, die unter den Begriff "Killerspiele" fallen.
Aber was den Import solcher Spiele anbelangt, da bin ich wirklich mal gespannt. Wollen die mir wirklich auf die Finger schauen, wenn ich bei ebay.com oder DVDboxoffice.com eine 18er Fassung kaufe? Der Zoll wird sich freuen.......
Und wenn wir schon bei Killerspielen sind: Was passiert dann mit Splatter- und Horrorfilmen? Was ist dann mit Seiten wie Cyber-Pirates.org? Müssen die dann ihren Laden schliessen?
Aber es wird laufen wie immer: Es ist und bleibt ein Sturm im Wasserglas! Ein Verbot wird es so schnell nicht geben.
Aber was den Import solcher Spiele anbelangt, da bin ich wirklich mal gespannt. Wollen die mir wirklich auf die Finger schauen, wenn ich bei ebay.com oder DVDboxoffice.com eine 18er Fassung kaufe? Der Zoll wird sich freuen.......
Und wenn wir schon bei Killerspielen sind: Was passiert dann mit Splatter- und Horrorfilmen? Was ist dann mit Seiten wie Cyber-Pirates.org? Müssen die dann ihren Laden schliessen?
Aber es wird laufen wie immer: Es ist und bleibt ein Sturm im Wasserglas! Ein Verbot wird es so schnell nicht geben.
-
Raptile
- News-Redakteur
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Bayrische Politiker ftw!
Lächerlich, einfach nur nächerlich. Ich zietiere mich selbst (Post aus einem anderen Forum):
Lächerlich, einfach nur nächerlich. Ich zietiere mich selbst (Post aus einem anderen Forum):
So, nun meine Meinung.
Zunächst muss ich meinen Unmut über die Tatsache, dass so genannte "Killerspiele" mal wieder für einen Amoklauf verantwortlich gemacht werden, bekünden. Die so genannten "Killerspiele" mögen vielleicht die Hemmschwelle zum Töten oder zur Agression heruntersetzen, jedoch sind sie meiner Meinung nach für psychisch gesunde Menschen vollkommen ungefährtlich.
Da wären wir beim Thema psychisch gesunde Menschen. Ein 18-jähriger sollte durchaus die virtuelle Welt von de Realität unterscheiden können. Und die meisten "Killerspiele" sind von der USK ab 18 Jahren freigegeben, d.h. können nicht im Handel von Kindern und Jugendlichen gekauft werden. Einem Händler, der solche Spiele an Minderjährige verkauft, drohen hohe Geldstrafen. Die Idee die USK durch ein staatliches Pendant zu ersetzen entzeiht sich also jedem gesunden Menschenverstand. Zumal die USK-Prüfer dann auf der Straße sitzen. Anbei sei noch gesagt, dass in Europa meines Wissens nur Deutschland mit der USK noch eine "extra" Prüfungsbehörde hat. Im Rest Europas gelten die Wertungen der Pegi.
Dann kommen wir mal zu der Idee ein Verbreitungs- und Herstellungsverbot für Spiele auszusprechen. Diese Idee zeugt von der vollen Inkompetenz der oben genannten Politiker. Die PC- und Videospielindustrie in Deutschland ist bei weitem nicht so weit entwickelt wie in den USA, Japan oder auch GB. Dementsprechend kommen auch wenig Spiele aus diesem Land hier. Nur Crytek (Far Cry, Crysis) fallen mir spontan als Entwickler von "Killerspielen" ein. Die restlichen deutschen Studios machen vor allem Strategiespiele: Blue Byte (Die Siedler) und Sundflowers (Anno). Ein Herstellungsverbot würde also nicht wirklich weiterhelfen. Und ein paar deutsche Politiker können sicher nichts gegen die Entwicklung von Killerspielen in den USA ausrichten.
Das Verbreitungsverbot finde ich besonders lustig. Willkommen in der globalisierten Welt, sag' ich da nur. In Österreich und der Schweiz gibt's schon immer ungeschnittene Versionen von "Killerspielen" inkl. deutscher Sprachausgabe. Per Mausklick komm ich an jedes Spiel, was hier verboten ist und keiner kann was dagegen machen. Außerdem ist ein Import aus Japan oder den USA kein Problem mehr in der heutigen Welt. Ein Verbot wäre also ziemlich witzlos und würde nichts bringen. Man muss nicht mal zu einem Import greifen, wenn man die richtigen Leute kennt. Ich selbst habe die Möglichkeit an Spiele zu kommen, die auf de Index stehen, ohne Import. Man muss nur die richtigen Leute kennen ...
Die Ursachen für den Amoklauf sollte man viel eher im Umfeld von diesem Typen suchen. Wer auf seiner Website ganz offen Verachtung für die Welt bekündet, der sollte sowieso dringend mal zum Psychiater. Meiner Ansicht nach war der Amoklauf absehbar. Nur die Gesellschaft hat die Augen zugemacht und zeigt sich jetzt ganz überrascht. Die Lehrer haben versagt, der Eltern haben versagt, die Gesellschaft hat versagt. Der Junge hat keine Zukunft für sich gesehen und dafür Lehrer und Co. verantwortlich gemacht, irgendwo verständlich. Im heutigen Deutschland haben sowieso die wenigsten eine wirklich rosige Zukunft vor sich und jeder Mensch neigt dazu andere für sein Unglück verantwortlich zu machen. Die Politiker sollten sich mal Gedanken über das Schulsystem machen ...
over and out
Das beruft sich in etwas auf das, was ich auch als Kernpunkte erwähnt hatte. Gut, wobei ich die Videospieleindustrie auch nicht ganz frei von Schuld sprechen will. Gerade durch ihre überdrehten Crime & Gore Entwicklungen trägt sie auch ihren kleinen Teil dazu bei. Vor 10 Jahren haben die Spiele auch Spaß gemacht und damals hat man sich über Wolfenstein 3D und Doom aufgeregt und das damals auch zurecht. Da würde sich heute keine Sau mehr drüber aufregen, weil die Gewaltspirale sich immer weiter nach oben gedreht hat. Und an dem Punkt muss man einfach nachfragen, ob man noch mehr Gewalt unbedingt braucht. Viele Spiele sind auf Grund ihres gesteigerten Realismusgrades einfach sehr fragwürdig und gerade sowas muss nicht sein.Dicker hat geschrieben:Der Bundesverbandes der Entwickler von Computerspielen - G.A.M.E. e.V. hat folgende Stellungnahme herausgegeben:
Ich glaub, besser hätte ich es nicht formulieren können."Das Schicksal der Opfer der Tat berührt uns zutiefst. Viele von uns sind Väter, Mütter; haben Familie. Wir sind erschrocken und betrübt über diese Tat. Wir möchten allen Betroffenen unser tiefes Mitgefühl aussprechen und wünschen den Verletzten eine rasche und vollständige Genesung.
Energisch wenden wir uns allerdings gegen die politische Instrumentalisierung der Vorkommnisse. Wir wenden uns gegen die Kriminalisierung unseres Berufstandes und den Versuch einiger Verantwortlicher in unserem Land, ein international öffentlich, wissenschaftlich und kulturell anerkanntes Medium und dessen Künstler und Kreative mit nicht haltbaren Argumenten als Verantwortliche für den Amoklauf zu diffamieren.
Computer- und Videospiele sind nicht die Ursache für diese Tat. Das bestätigen viele aktuelle Aussagen von Experten, Psychologen und Pädagogen in der Presse. Vielmehr geht es um die Sorgen und Nöte einer Generation jugendlicher Menschen, die in Familie, Schule, Beruf und Gesellschaft offensichtlich zu wenige Möglichkeiten für Selbstbestätigung, Anerkennung und Hilfe im Krisenfall findet.
Wir finden es schlicht unseriös, Computer- und Videospiele immer wieder für ein gesamtgesellschaftliches Problem anzuprangern. Wie schon so oft in der Vergangenheit werden wir nach unserer Verantwortung als Produzenten gefragt. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und vertrauen auch ganz bewusst auf die
Vielzahl gesetzlicher Regelungen in Deutschland, mit deren Hilfe Gerichte, Bundes-Behörden und die Bundesländer Kinder und Jugendliche vor Inhalten schützen, die für sie ungeeignet sind. Dieses Aufgebot an professionellem Jugendschutz ist weltweit einmalig und wird von uns aktiv unterstützt.
Computerspieler sind keine Randgruppe. Gespielt wird in jeder Bevölkerungsgruppe. Computerspiele begeistern das sechsjährige Mädchen ebenso, wie den 40-jährigen Politiker, die Sekretärin oder einen 70 Jahre alten Rentner.
Diese Menschen haben innerhalb des gesetzlichen Rahmens das Recht, selbst zu entscheiden, was sie spielen möchten. Dieses Recht gilt es ebenso zu wahren wie den Jugendschutz zu gewährleisten. Jugendschutz darf nicht an der Kinderzimmertür aufhören. Eltern müssen kontrollieren, was ihre Kinder dort tun � ob und was sie spielen, welche Musik sie hören und welche anderen Interessen sie haben. Eltern und Pädagogen haben die Pflicht, sich aktiv um Kinder und Jugendliche zu kümmern und müssen reagieren, wenn sich diese auffällig verhalten und immer aggressiver und verschlossener werden.
Während also medial die Symptome in den Vordergrund gestellt werden, fällt die Frage nach der Ursache für das Attentat unter den Tisch: Wie kommt ein 18-jähriger an Waffen, Munition und Sprengstoff? Wie kann es sein, dass er von seinem sozialen Umfeld so im Stich gelassen wurde? Wie kann es sein, dass er seit über drei Jahren in verschiedenster Form im Internet, im Freundeskreis, in der Schule und sogar bei professionellen, psychologischen Diensten auffällig geworden ist und um Hilfe bat, ohne dass darauf entsprechend reagiert wurde?
Wir fordern die Politik daher auf, nicht erneut das Versagen unserer sozialen Systeme zu ignorieren und den schwarzen Peter wieder einmal unreflektiert an die Computerspieleindustrie weiterzureichen. Wir brauchen in Deutschland keine strengeren �Verbote� � bestehende Verbote müssen besser überwacht werden. Wie sonst sind Robert Steinhäuser und Bastian B. an ihre Waffen bzw. Bomben gekommen? Wir brauchen mehr Initiativen, die Schülern und Jugendlichen Hilfe bei sozialen Problemen bieten.
Wir brauchen mehr professionelle psychologische und pädagogische Ansprechpartner für Lehrer, Eltern und Pädagogen, die bei der Erziehung von Jugendlichen und Schülern überfordert sind. Öffentliche Gelder müssen wieder verstärkt in die Unterstützung unserer sozialen Systeme fließen und nicht in den Aufbau von strengeren Zensurbehörden oder von kriminalistischen Instituten, die sich nur mit den Symptomen und nicht mit den Ursachen beschäftigen."
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Immer wenn etwas Missbraucht wird, wird es verboten..
Drogen wurden missbraucht.. werden eben Drogen verboten... Videospiele werden missbraucht, also werden Videospiele verboten....
Letzten kam doch wieder was mit Kindesmissbrauch hoch....
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Letzten kam doch wieder was mit Kindesmissbrauch hoch....
...Wenn alle das täten was sie mich können, käme ich den ganzen Tag nicht zum Sitzen...
...meine Mission war ein Erfolg, wenn niemand bemerkt hat das ich da war...
...HAHA! Nichts kann mich aufhalten!!! .. verdammt, Kindersicherung!
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@ Tugendhat:
Jep, bei manchen Games fragt man sich schon ob sowas sein muß. Ich nehm mal wieder mein Lieblingsbeispiel Gun dafür her. In der Originalfassung gibt´s Blut, werden Leute skalpiert, kann man Köpfe wegschießen etc. Ist sowas denn wirklich nötig um ein gutes Spiel zu machen?
NEIN, wie man an der geschnittenen dt. Fassung sehr gut sehen kann die imo nicht´s an Atmosphäre eingebüßt hat durch den Wegfall dieser Brutalitäten
Wenn Zelda von gewissen anderen Programmierern (wie z.B. Rockstar) entwickelt werden würde, dann könnte man da wohl auch Köpfe abschlagen und den Gegnern Pfeile ins Hirn jagen
, wär das Spielerlebnis deswegen besser?? Ich glaub eher nicht.
In der 16 Bit Zeit sind wir zu 99,9% von solchen Grausamkeiten verschont geblieben und es hat uns dennoch gefallen, oder?? Deshalb hoffe ich schon ein wenig, daß die Programmierer da auch etwas sensibler werden. Es kann ja meinetwegen noch Blut fließen in nem Horrorspiel z.B., aber auf Gedei und Verdeb in jedem Game den róten Saft spritzen zu lassen ist imo ein Armutszeugnis für die entsprechenden Entwickler.
Tschau, nightmare
P.S. Nichtsdestotrotz bleibt so ne Verbotsforderung wie sie die bayrischen Politiker momentan wieder anstrengen imo völliger Schwachsinn
Solange nicht auch gegen gewaltverherrlichende Filme, Musik oder Internetseiten genauso rigoros vorgegangen wird ist das alles pure Heuchelei zum Zwecke der Wählermanipulation 
Jep, bei manchen Games fragt man sich schon ob sowas sein muß. Ich nehm mal wieder mein Lieblingsbeispiel Gun dafür her. In der Originalfassung gibt´s Blut, werden Leute skalpiert, kann man Köpfe wegschießen etc. Ist sowas denn wirklich nötig um ein gutes Spiel zu machen?
In der 16 Bit Zeit sind wir zu 99,9% von solchen Grausamkeiten verschont geblieben und es hat uns dennoch gefallen, oder?? Deshalb hoffe ich schon ein wenig, daß die Programmierer da auch etwas sensibler werden. Es kann ja meinetwegen noch Blut fließen in nem Horrorspiel z.B., aber auf Gedei und Verdeb in jedem Game den róten Saft spritzen zu lassen ist imo ein Armutszeugnis für die entsprechenden Entwickler.
Tschau, nightmare
P.S. Nichtsdestotrotz bleibt so ne Verbotsforderung wie sie die bayrischen Politiker momentan wieder anstrengen imo völliger Schwachsinn
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
- Player
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Die Politiker, die sich profilieren wollen, sind so strunze-doof, dass es weh tun muss. Die wissen nix, sie kennen solche Spiele höchstens nur vom flüchtig zuschauen. Die Spiele sind nie und niemals der Grund für solche Dramen wie's nun schon zum dritten Mal in diesem Lande geschehen ist. Als es 2003 die Erfurter Geschichte gab verschärfte man das Jugendschutz-Gesetz. 18er Titel gab es nicht mehr frei bei eBay, amazon usw. Bindende Alterbeschränkungen gab es, vorher waren das bloß Empfehlungen. Alles sollte von nun an besser werden... Dann gab es die Coburger Sache. Hm, komisch aber auch... Die bösen Spiele waren zu diesem Zeitpunkt doch nicht mehr für Jugendliche zugängig im Gegensazu zu anderen Ländern, wo sich keiner dran halten muss... Was'n los?
Es wird sich nur weiter im Kreis gedreht und keiner der Vollpfosten kommt drauf, dass so vieles andere falsch läuft. Wie konnten diese Jungspunde so leicht an Waffen kommen? Warum hat das Elternhaus nicht darauf geachtet, als sich das Kind immer mehr abgenzte, sich sonderbar verhielt ? Hallo? Es sind wieder die Spiele der Grund allen Bösens? Jetzt hört mir langsam mal auf. Die Spiele fördern - und das ist Fakt - das Denken von Logik usw. wenn man zwischen Realität und Fiktion klar unterscheiden kann. Es sind nicht die Spiele schuld, wenn jmd von der beschissenen Gesellschaft als Sonderling behandelt wird und sich seine Entwicklung daraufhin negativ äußert. Ich kann diese ganzen Beckschweins und Co. nicht mehr hören. Ich seh schon wieder dieses Hasengesicht von Frontal 21, wie ganzen Sendungen mit diesem Thema zugestopft werden und die Rentner, für die dieses Sendunden hauptsächlich produziert werden, diesen Mist schlucken...
Der Game-Industire werden nur noch Knüppel zwischen die Beine geworfen, ohne dass es Abhilfe in dieser Angelenheit gibt. Ein geschnittenes GTA hier, ein nicht offiziell veröffentlichtes GoW da - nun sollten die Kidz an der nächsten Straßenecken aber nicht ausrasten, mkay?? Was ist denn, wenn man alles verbietet und sich dann eines Tages wieder so eine Drama abspielt? Was dann? Dann müsste man sich ja etwas mehr Gedanken machen, als einfach die bösen Spiele zu verbieten? Fliegt die Lächerlichtkeit dann nicht sogar beim dümmsten Bild-Leser auf? Es ist traurig, dass so etwas geschieht. Ein amerikanischer Trend. Vor etlichen Jahren gab es sowas noch nicht. Ich denke, es wird auch daran liegen, dass die Lehrer mit der Jugend von heute immer weniger zurecht kommen. Die Lehrer von dem Jungen aus dem aktuellen Fall müssen sein Selbstwert-Gefühl jedenfalls mit Füßen getreten haben, so wie sich der Brief liest. Eine Schweinerei, wenn die Lehrer daran eine Mitverantwortung zu tragen hätten...
Es wird sich nur weiter im Kreis gedreht und keiner der Vollpfosten kommt drauf, dass so vieles andere falsch läuft. Wie konnten diese Jungspunde so leicht an Waffen kommen? Warum hat das Elternhaus nicht darauf geachtet, als sich das Kind immer mehr abgenzte, sich sonderbar verhielt ? Hallo? Es sind wieder die Spiele der Grund allen Bösens? Jetzt hört mir langsam mal auf. Die Spiele fördern - und das ist Fakt - das Denken von Logik usw. wenn man zwischen Realität und Fiktion klar unterscheiden kann. Es sind nicht die Spiele schuld, wenn jmd von der beschissenen Gesellschaft als Sonderling behandelt wird und sich seine Entwicklung daraufhin negativ äußert. Ich kann diese ganzen Beckschweins und Co. nicht mehr hören. Ich seh schon wieder dieses Hasengesicht von Frontal 21, wie ganzen Sendungen mit diesem Thema zugestopft werden und die Rentner, für die dieses Sendunden hauptsächlich produziert werden, diesen Mist schlucken...
Der Game-Industire werden nur noch Knüppel zwischen die Beine geworfen, ohne dass es Abhilfe in dieser Angelenheit gibt. Ein geschnittenes GTA hier, ein nicht offiziell veröffentlichtes GoW da - nun sollten die Kidz an der nächsten Straßenecken aber nicht ausrasten, mkay?? Was ist denn, wenn man alles verbietet und sich dann eines Tages wieder so eine Drama abspielt? Was dann? Dann müsste man sich ja etwas mehr Gedanken machen, als einfach die bösen Spiele zu verbieten? Fliegt die Lächerlichtkeit dann nicht sogar beim dümmsten Bild-Leser auf? Es ist traurig, dass so etwas geschieht. Ein amerikanischer Trend. Vor etlichen Jahren gab es sowas noch nicht. Ich denke, es wird auch daran liegen, dass die Lehrer mit der Jugend von heute immer weniger zurecht kommen. Die Lehrer von dem Jungen aus dem aktuellen Fall müssen sein Selbstwert-Gefühl jedenfalls mit Füßen getreten haben, so wie sich der Brief liest. Eine Schweinerei, wenn die Lehrer daran eine Mitverantwortung zu tragen hätten...
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Diskussionsrunde zu Gewalt in Videospielen
Electronic Arts, hat am 22. November in Berlin eine politische Diskussionsrunde unter dem Motto „Verbot oder Selbstregulierung?“ veranstaltet. Klaus Uwe Benneter (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretend für die Bundestagsfraktion, sowie Thomas Jarzombek (CDU), Mitglied des Landtages, aus Nordrhein-Westfalen, diskutierten mit Vertretern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über den verantwortungsvollen gesellschaftlichen Umgang mit interaktiver Unterhaltung. Dabei thematisierten sie auch den Amoklauf von Emsdetten und die Forderungen nach einem Einschreiten des Gesetzgebers. Die Diskussionsteilnehmer waren sich grundsätzlich einig, dass ein Verbot Gewalt darstellender Computer- und Videospiele das Problem nicht löse. Stattdessen sei ein breiter gesellschaftlicher Dialog nötig. In der Aussprache mit den Podiumsteilnehmern kündigte auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss an, diese Diskussion in der Politik aktiv anzustoßen und fortzuführen.
„Nach dem schrecklichen Ereignis vom Montag sollten wir nicht vorschnell handeln“, sagte Professor Dr. Winfred Kaminski, Leiter des Instituts für Medienforschung und Medienpolitik der Fachhochschule Köln, in seinem einführenden Vortrag. „Verbote sind nicht erfolgreich, da sie die Medienkompetenz der Spieler ‚abstrafen’. Denn Spiele sind grundsätzlich erst einmal ein Mittel zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.“
Nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmer reiche die bestehende Gesetzeslage aus, um Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen in Computer- und Videospielen zu schützen; eine zusätzliche Regulierung sei nicht notwendig.
Eine ähnliche Position vertrat Thomas Zeitner, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland:
„Wir haben ein erhebliches Interesse an einem wirksamen Jugendschutz, der etwa durch eine Indizierung sichergestellt werden kann“, so Zeitner. „Mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle besitzt Deutschland eine europaweit einmalige Einrichtung, die hervorragende Arbeit bei der Alterseinstufung von Computer- und Videospielen leistet.“
Zeitner warnte auch davor, die positiven Effekte von interaktiver Unterhaltung zu vernachlässigen.
Eltern und Pädagogen müssten besser über Computer- und Videospiele informiert werden, erklärte Tanja Witting von Spielraum, dem Institut zur Förderung von Medienkompetenz. Die Kontrolle der USK sei sehr effektiv, aber sie greife natürlich nicht in den Haushalten – hinter den Kinderzimmertüren. Hier seien es die Eltern, die prüfen müssen, welche Spiele ihre Kinder spielen und ob diese für sie geeignet sind.
Thomas Jarzombek, Mitglied im Landtag von Nordrhein-Westfalen und Beauftragter für Neue Medien der CDU-Landtagsfraktion, verwies auf das Potenzial der Branche, die in Deutschland jedes Jahr rund eine Milliarde Euro umsetze. Ein Großteil des Angebots machen Sport- und Rennsimulationen sowie Gesellschaftsspiele aus. Laut Jarzombek ist interaktive Unterhaltung eine wichtige Säule der Medienpolitk in Nordrhein-Westfalen. Man wolle die Unternehmen schützen und nicht mit unnötigen Auflagen einschränken. Daher begrüße man freiwillige Initiativen der Industrie, die den verantwortungsvollen Umgang mit Computer- und Videospielen lehren.
Quelle: Electronic Arts PR
Electronic Arts, hat am 22. November in Berlin eine politische Diskussionsrunde unter dem Motto „Verbot oder Selbstregulierung?“ veranstaltet. Klaus Uwe Benneter (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretend für die Bundestagsfraktion, sowie Thomas Jarzombek (CDU), Mitglied des Landtages, aus Nordrhein-Westfalen, diskutierten mit Vertretern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft über den verantwortungsvollen gesellschaftlichen Umgang mit interaktiver Unterhaltung. Dabei thematisierten sie auch den Amoklauf von Emsdetten und die Forderungen nach einem Einschreiten des Gesetzgebers. Die Diskussionsteilnehmer waren sich grundsätzlich einig, dass ein Verbot Gewalt darstellender Computer- und Videospiele das Problem nicht löse. Stattdessen sei ein breiter gesellschaftlicher Dialog nötig. In der Aussprache mit den Podiumsteilnehmern kündigte auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jörg Tauss an, diese Diskussion in der Politik aktiv anzustoßen und fortzuführen.
„Nach dem schrecklichen Ereignis vom Montag sollten wir nicht vorschnell handeln“, sagte Professor Dr. Winfred Kaminski, Leiter des Instituts für Medienforschung und Medienpolitik der Fachhochschule Köln, in seinem einführenden Vortrag. „Verbote sind nicht erfolgreich, da sie die Medienkompetenz der Spieler ‚abstrafen’. Denn Spiele sind grundsätzlich erst einmal ein Mittel zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.“
Nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmer reiche die bestehende Gesetzeslage aus, um Kinder und Jugendliche vor Gewaltdarstellungen in Computer- und Videospielen zu schützen; eine zusätzliche Regulierung sei nicht notwendig.
Eine ähnliche Position vertrat Thomas Zeitner, Geschäftsführer von Electronic Arts Deutschland:
„Wir haben ein erhebliches Interesse an einem wirksamen Jugendschutz, der etwa durch eine Indizierung sichergestellt werden kann“, so Zeitner. „Mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle besitzt Deutschland eine europaweit einmalige Einrichtung, die hervorragende Arbeit bei der Alterseinstufung von Computer- und Videospielen leistet.“
Zeitner warnte auch davor, die positiven Effekte von interaktiver Unterhaltung zu vernachlässigen.
Eltern und Pädagogen müssten besser über Computer- und Videospiele informiert werden, erklärte Tanja Witting von Spielraum, dem Institut zur Förderung von Medienkompetenz. Die Kontrolle der USK sei sehr effektiv, aber sie greife natürlich nicht in den Haushalten – hinter den Kinderzimmertüren. Hier seien es die Eltern, die prüfen müssen, welche Spiele ihre Kinder spielen und ob diese für sie geeignet sind.
Thomas Jarzombek, Mitglied im Landtag von Nordrhein-Westfalen und Beauftragter für Neue Medien der CDU-Landtagsfraktion, verwies auf das Potenzial der Branche, die in Deutschland jedes Jahr rund eine Milliarde Euro umsetze. Ein Großteil des Angebots machen Sport- und Rennsimulationen sowie Gesellschaftsspiele aus. Laut Jarzombek ist interaktive Unterhaltung eine wichtige Säule der Medienpolitk in Nordrhein-Westfalen. Man wolle die Unternehmen schützen und nicht mit unnötigen Auflagen einschränken. Daher begrüße man freiwillige Initiativen der Industrie, die den verantwortungsvollen Umgang mit Computer- und Videospielen lehren.
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Tugendhat & nightmare: Meiner Meinung nach können Spiele noch so gewalttätig und bluttriefend dargestellt werden, ohne dass es einen normal tickenden erwachsenen Menschen auch nur im Geringsten beeinträchtigen könnte. Das aller Letzte ist Selbstzensur bei der freien Kreativität der Spieleentwickler. Völlig überdrehte Gewaltorgien kann doch kein gesunder Mensch allen Ernstens für voll nehmen. Splatter hat was mit schwarzen Humor zu tun. Vergleich hier mit Braindead. Der Film ist bis heute beschlagnahmt (!!), dabei ist er auch in der full uncut Version nix weiter als eine rabenschwarze Komödie. Schaurig ist daran so gut wie gar nix. Jeder Thriller ab 16 ist psychisch belastender. Wir leben einfach in dem falschen Land, in dem es seit Jahrzehnten "Tradition" ist jeden Scheiß zu zenseiren, um darüber vernünftig diskutieren zu können. In den U.S.A. würden Entwickler und Filmemacher auf die Barrikaden gehen, wenn sie ihre Produkte nicht spätestens mit einem Director's Cut (Filme) so wie ursprünglich angedacht dem Kunden zugängig machen können. Die ganze Zensiererei bringt nix, nun hat es schon den dritten dt. Schul-Amok gegeben - ganz nach amerikanischem "Vorbild". Dort geht man bei weitem nicht offensiv mit dem Thema in Verbindung mit Videospielen um. Nur zuletzt wollte sich ein Politiker gegen Bully aussprechen - ganz nach dt. "Vorbild". War jedoch nix als heiße Luft. Der würde ohnehin nienmals so viel Aufmerksamkeit wie hier ernten, da Gewalt in den dortigen Medien eh einen ganz anderen Stellenwert einnimmt.
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Natürlich macht ein noch so brutales Game aus einem normalen Menschen keinen Killer. Trotzdem finde ich es nicht nötig, daß in normalen Shootern oder Action Adventures Blut fließen muß. Natürlich ist ne Zensur für Erwachsene das falsche (bei Jugendlichen hingegen bin ich voll dafür
), aber hier sei auch einfach mal an den gesunden Menschenverstand und die Moral der Spieleentwickler appeliert nicht aus jedem Game ein Blutbad zu machen (ich weiß, ist etwas übertrieben
).
Tschau, nightmare
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Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
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Meine Meinung zum Thema is wahrscheinlich schon bekannt, darum wollt ich nur noch kurz was zu Player sagen.
So vereinfacht solltest du es auch nicht sehen. In Amerika zb wird jeder Film der nur sehr leichte Freizügigkeit zeigt sofort geschnitten und in anderen Ländern wurde schon GTA nicht wegen des Blutes, sondern des Gameplays verboten. Also dass es nur dumme Politiker in Deutschland gibt is falsch, die gibt es überall...
So vereinfacht solltest du es auch nicht sehen. In Amerika zb wird jeder Film der nur sehr leichte Freizügigkeit zeigt sofort geschnitten und in anderen Ländern wurde schon GTA nicht wegen des Blutes, sondern des Gameplays verboten. Also dass es nur dumme Politiker in Deutschland gibt is falsch, die gibt es überall...
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Man kann auf der einen Seite nicht mit dem Argument diskutieren, "Jugendliche kommen so oder so an 18er Titel, deswegen muss man die verbieten" (Stoiber), aber andererseits nichts gegen Waffen und Pornos unternehmen, welche auch "für jeden verfügbar sind" wenn man sich darum bemüht. Die Doppelmoral ist ziemlich zum Kotzen ... ok in Bayern ist die Schützenvereinlobby vielleicht zu stark, da muss Stoiber einen anderen Schuldigen ausmachen um sich zu profilieren.
- Player
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HITMAN: Klar, ich bezog mich damit ausschließlich auf die Gewalt in US-Medien (Film, Fernsehen, Spiele). Dass es mit der Prüderie der Amis wieder ganz anders bestellt ist, weiß man ja. Da hast du Recht.
Okay, du magst Recht haben, dass GTA auch in anderen Ländern für Furore sorgte und es da Ärger gab. Wir wollen dennoch nicht abstreiten, dass in good old Germany das strengste Jugendschutz-Gesetz der Welt herrscht. Und auch trotz der leidigen Zensur usw. passieren auch in unserem Land mittlerweile Schul-Amok-Läufe.
Es kann eigentlich bald nur noch als nächste Stufe das Einfuhr-Verbot für Ballerspiele kommen, wenn sie nicht gerade hier entwickelt wurden... Irgendwann wird es soweit sein. Dann sollte man als Spieler mit Hang zu Erwachsenen-Software definitiv über das Auswandern nachdenken. Spätestens wenn selbst Importe - wie auch immer das gehen soll - strafbar werden...
Okay, du magst Recht haben, dass GTA auch in anderen Ländern für Furore sorgte und es da Ärger gab. Wir wollen dennoch nicht abstreiten, dass in good old Germany das strengste Jugendschutz-Gesetz der Welt herrscht. Und auch trotz der leidigen Zensur usw. passieren auch in unserem Land mittlerweile Schul-Amok-Läufe.
Es kann eigentlich bald nur noch als nächste Stufe das Einfuhr-Verbot für Ballerspiele kommen, wenn sie nicht gerade hier entwickelt wurden... Irgendwann wird es soweit sein. Dann sollte man als Spieler mit Hang zu Erwachsenen-Software definitiv über das Auswandern nachdenken. Spätestens wenn selbst Importe - wie auch immer das gehen soll - strafbar werden...
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Ja, da hast du recht, aber was ich nicht versteh ist, dass doch wenigstens EINER dieser Leute kapieren sollte, dass so bald die Spiele hier verboten sind, jeder Shooter Fan die Spiele sich illegal beschaffen wird.
Nie war es so einfach wie heute sich illegal Spiele zu beschaffen und da kommt mir so ein Verbot nicht nur falsch, sondern auch nutzlos vor.
Nie war es so einfach wie heute sich illegal Spiele zu beschaffen und da kommt mir so ein Verbot nicht nur falsch, sondern auch nutzlos vor.
- Doedelhai
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ich denke diese Diskussion is soweiso komplett sinnlos. Nach dem Amoklauf von Erfurt waren die Medien voll von diesem Thema und 4 Wochen danach hat keiner mehr davon gesprochen und hat sich was verändert? NEIN ! Das wird dieses Mal genauso sein, Politiker und sogenannte Experten wollen dieses Thema aktualisieren und ihren Senf dazu geben doch leider bringt das nichts und wenn diese Typen die Sinnlosigkeit in diesem Sektor sehen hören die auch "Mist" zu labern... 
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Das nichts passiert ist stimmt nicht so ganz. Vorher gab es nur unverbindliche Alterseinstufungen, als Konsequenz aus Erfurt wurde die USK eingeführt und somit wurden auch die Alterseinstufungen verbindlich. Die Einstufung "Keine Jugendfreigabe" bedeutet allerdings auch, das das entsprechende Spiel nicht mehr indiziert werden kann...ich denke diese Diskussion is soweiso komplett sinnlos. Nach dem Amoklauf von Erfurt waren die Medien voll von diesem Thema und 4 Wochen danach hat keiner mehr davon gesprochen und hat sich was verändert? NEIN ! Das wird dieses Mal genauso sein, Politiker und sogenannte Experten wollen dieses Thema aktualisieren und ihren Senf dazu geben doch leider bringt das nichts und wenn diese Typen die Sinnlosigkeit in diesem Sektor sehen hören die auch "Mist" zu labern... Smile
Was aber jetzt passieren wird, weiß wohl niemand so genau. Vor kurzem hat die Regierung allerdings noch, auf Anfrage der FDP, eine Erklärung abgegeben, das der Jugendschutz in Bezug auf Computerspiele ausreichend sei und kein Bedarf besteht daran etwas zu ändern.


