Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

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Vash
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Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Vash »

Die einen begrüßen es, die anderen hassen es: Casual-Games.

Ich hatte die Tage ein nettes Gespräch mit einem Bekannten, und da ist bei uns die Frage aufgekommen, wann dieser Trend eigentlich angefangen hat und seinen Urprung hat. Klar, Nintendo hat mit dem DS und Wii da einen ganz großen Teil dazu beigetragen, weil man halt intuitievere Eingabemöglichkeiten in den Mittelpunkt gestellt hat und passende Software dazu angeboten hat. Aber das kommt ja nicht einfach so. Wo waren denn für euch die Anfänge?

Was ist mit so Sachen wie z.B. Moorhuhn? Ein erstes Casual-Game? Und was kam danach? Mir kommt z.B. von Eye Toy vor Nintendo in den Sinn, aber sonst?

Und was zeichnet für euch überhaupt konkret ein Casual Game aus? Z.B. im Vergleich zu einem Core-Game? Ich hatte ebenfalls eine andere Diskussion mit einem anderen Freund und ere meinte z.B., dass er sich eher als Casual-Gamer sieht, weil er wenn er abends nach hause kommt, lieber ein Spiel wie z.B. Left 4 Dead spielt, weil das selbserklärend ist und man mal eben ne halbe Stunde spielen kann. Doch kann man ein Left 4 Dead überhaupt als Casual-Game bezeichnen? Ich hätte da ganz andere Spiele im Kopf - Kwashima, Wii Fit, Sports, die ganzen Kinect und Move-Sammlungen...oder wie seht ihr das?

Ich find das ist ein spannendes Thema, vielleicht hat ja der ein oder andere auch mal Lust, in die Diskussion einzustigen :)
Zuletzt geändert von Vash am So 14. Nov 2010, 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Gin
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

Deinen Kumpel würde ich als Gelegenheitsspieler bezeichnen. Ich denke, der Begriff "Casual" bezieht sich mehr auf die Art der Spiele und nicht auf die Regelmäßigkeit mit der man spielt.
So richtig ging die Casual-Welle afaik mit den Gehirnjogging-Spielen los, die auch Leute angesprochen habe, die sonst eher Sudokus und Kreuzworträtsel lösen, statt L4D zu spielen. Moorhuhn würde ich nicht in die Sparte stecken, da das eher ein klassisches Videospiel ist.
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Coyote
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von Coyote »

Nanu-das hab ich doch grad eben schon im Maniac Forum gelesen. :wink: Egal. Der Ursprung (auch wenns damals den Begriff nicht gab und die grosse Welle ausblieb) war unter anderem Tetris würd ich mal sagen. Einfaches Spielprinzip das alle Altersgruppen begeistert und zum zocken gebracht hat.
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Gin
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

Dann waren damals alle Spiele dank limitierter Technik (=Möglichkeiten) gleich Casual-Games?
Kann ich mich irgendwie nicht mit anfreunden. Zu Beginn galten Spiele doch als "casual", wenn dort nicht das Spielerlebnis selbst im Vordergrund stand, sondern beispielsweise das Auffrischen der Hirnzellen (eben diese ganzen Brain-Games).

Dass Mama, die gerne mal Brain-Academy "gespielt" hat, schnell Gefallen an einem Tetris finden kann, ist klar, aber ich hab das Gefühl, dass der Begriff "Casual" von Diskussion zu Diskussion ausgeweitet wird und immer mehr Spiele umfasst, weil immer mehr "Casual-Spieler" anfangen, auch einfachere Knobelspiele und so einen Kram zu zocken. Ob diese Games deshalb zu Casual-Spielen oder die Leute zu Casual-Spielern mit Hang zu "richtigen" Spielen werden, ist die Frage.
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

Also stecken wir mal Tetris und Kawashima in eine Schublade.
Warum gabs diesen Casual-Boom dann erst zu Kawashima-Zeiten und nicht auf Grund von Tetris und Alleyway auf dem GB (oder auf Grund von Tetris DS z.B.)?
Marketing?
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von SoulBringer »

Casual Games gibts meiner Meinung nach nicht. Es ist eines der hässlichsten Wörter der letzten Jahre. Casual ist kein Genre, man kann die Spiele nicht in eine Schublade stecken. Es hört sich teilweise abwertend an (oder wird benutzt um Spiele/Hardware abzuwerten). Spiele von beispielsweise Popcap (Bejeweled, Zuma, Plants vs. Zombies, Peggle etc.) werden ja gerne mal in die Casual Schublade gesteckt und trotzdem sieht man selbst ernannte Hardcore Zocker die Spiele Tag ein Tag aus spielen.. .

Imo kann man Spiele nicht in "Casual" oder "Hardcore" einteilen, es ist der Spieler, den man in eine der beiden Gruppen einteilen kann. Gelegenheitsspieler und .. wie soll ich sie nennen.. Vielspieler :ugly:

So sehe ich das zumindest. :ka:
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Vash
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Vash »

Naja, aber man kann ja einem Spiel, welches in der Regel dann auch als Casual-Game zugeordnet wird, schon einige konkrete Elemente zuordnen:

- leichte Zugänglichkeit
- wenig komplexe Spielmechanik
- meist werden "Dinge" aus dem "Alltag" genutzt ( Kochen, Sportbewegungen etc.)

usw.

Dass die Übergänge dabei aber fließend sind, ist natürlich klar.

@Gin
Aber ist ein Casual-Gamer nicht gleich ein Gelegenheitsspieler?
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SoulBringer
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von SoulBringer »

Vash hat geschrieben:Naja, aber man kann ja einem Spiel, welches in der Regel dann auch als Casual-Game zugeordnet wird, schon einige konkrete Elemente zuordnen:

- leichte Zugänglichkeit
- wenig komplexe Spielmechanik
Sind doch mittlerweile fast alle Spiele. Leicht zugänglich, mit mehr Übung wirds einfacher bzw. man wird besser. Selbst Bullethell Shooter sind oft leicht zu lernen (gibt ja Easymodes), aber schwer zu meistern. Die Mechanik bereitet einem da auch kein Kopfzerbrechen, trotzdem zählt man sie nicht zu Casual Spielen.

Genauso wie alle Super Mario Spiele, Super Smash Bros Brawl, etc. gerade die letzten Zeldas und Marios waren vom Schwierigkeitsgrad zum Großteil ein schlechter Witz und komplex ist die Mechanik (zumindest bei Mario Spielen) auch nicht. Und bei Zelda muss ich mir auch keine Bücher durchlesen damit ichs verstehe. Gibt ja eh genug nervige Feen oder Eulen die einem alles gefühlte tausend Male erklären und nerven :ugly:
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GevatterTod
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von GevatterTod »

Gin hat geschrieben: Warum gabs diesen Casual-Boom dann erst zu Kawashima-Zeiten und nicht auf Grund von Tetris und Alleyway auf dem GB (oder auf Grund von Tetris DS z.B.)?
Aus dem gleichen Grund, weshalb viele denken Watts hätte die Dampfmaschine erfunden: Als 1661 Papin sie entwickelt hat war einfach kein Markt dafür da.
Ich habe wie auch Coyote direkt an Tetris denken müssen und bin mir ziemlich sicher (ist natürlich nicht prüfbar), dass wenn es jetzt auf den Markt kommen würde, es einen riesigen Boom unter Casuals haben würde. Man bedenke z.B. Spiele wie Bejeweled und Co :asd:
Früher waren Videospiele ein deutlich nerdigeres Thema, doch heute kommt alleine durch das Internet (besonders dank Social Networks) jeder mit kleinen, kurzweiligen Spielen in Kontakt.

Ich würde jetzt nicht ohne weiteres Kawashima und Tetris und die gleiche, sehr enge Schublade stecken. Aber in das Casual-Regel, wo viiiiiiiiiel Platz ist würde ich sie allemal stellen - weit auseinander ^^
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von SeniorDingDong »

Casual beschreibt für mich eher eine gewisse Zielgruppe. Jene besteht aus Personen, die sich früher kaum bis garnicht mit Videospielen beschäftigte: Hausfrauen, ältere Menschen, dein Bier+TV Vater, kleine und teenage Mädchen (entschuldigt diese Verallgemeinerung), etc. Also Nicht-Spieler, "gewöhnliche" Leute, keine Nerds. ;)

Keine dieser Gruppen interessierte sich, und das war wohl auch beabsichtigt, für GTA, Starcraft, Halo & co.

Mit Gehirntraining, Bejewled, Nintendogs & co wurde halt diese Lücke geschlossen. Der Ursprung von "Casual-Games" lag wohl bei Pac-Man oder Tetris. Nur hatten sie halt nicht dieses Image. Der moderne, große Erfolg entstand aber erst mit Nintendos neuem Marketing für Wii & DS. Das diese Spiele dann - für absolute Anfänger und desinteressierte - zugänglich, niedlich, anders und realitätsnah sein müssen ist wohl logisch.

Davor schon wurden übrigens die "coolen Kids" mit der Playstation an Bord geholt. Für mich hat sich der Videospiele Markt eigentlich bereits zum zweiten Mal massiv erweitert.
Zuletzt geändert von SeniorDingDong am So 14. Nov 2010, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Mr. Wood »

"Casual" bedeutet meiner meiner Meinung nach heute:

- niedrige Zugangsschwelle
- möglichst wenig komplexe, vielleicht sogar intuitive Steuerung
- v. a. lokaler Multiplayer, bei dem der Spaß im Vordergrund steht
- Spielemechaniken, die einfach zu erfassen sind

also quasi: Spiele für Nicht-Spieler. Etablierte, an mehr Komplexität und Leistungsanspruch gewöhnte Gamer können diese natürlich auch zocken und dabei Spaß haben.
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Ra's al Ghul
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Ra's al Ghul »

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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von the new nightmare »

Mr. Wood hat geschrieben:"Casual" bedeutet meiner meiner Meinung nach heute:

- niedrige Zugangsschwelle
- möglichst wenig komplexe, vielleicht sogar intuitive Steuerung
- v. a. lokaler Multiplayer, bei dem der Spaß im Vordergrund steht
- Spielemechaniken, die einfach zu erfassen sind

also quasi: Spiele für Nicht-Spieler. Etablierte, an mehr Komplexität und Leistungsanspruch gewöhnte Gamer können diese natürlich auch zocken und dabei Spaß haben.
So seh ich das in etwa auch. Casuals mögen keine komplizierten Fingerverrenkungen am Gamepad, brauchen keine ausufernde oder tiefgründige Story und geben sich auch mit weniger als dem Nonplusultra in Sachen Grafik und Sound zufrieden. Sie wollen einfach leicht zugänglichen, unkomplizierten Spaß den man gern mal zwischendurch daddeln kann ohne sich Stunden damit beschäftigen zu müssen, einfach aus Zeitvertreib weil man halt grad nichts besseres zu tun hat bzw weil man mit Freunden einfach schnell mal unkomplizierten und für jeden sofort erlernbaren Spaß haben möchte.
Natürlich kann dann der ein oder andere durchaus Gefallen an Videogames finden und auch mal etwas tiefgrüdigere Sachen angehen, genauso wie es vielen Hardcorezockern zwischendurch bestimmt auch mal Spaß macht ein Simpelgame einzuwerfen.
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Olschi »

Wenn es meine Mudda spielt, ist es casual.
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the new nightmare
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von the new nightmare »

So kann man es auch auf den Punkt bringen :mrgreen:
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

Ich wette, dass seine Mutter KEIN Pac-Man spielt!
Pac-Man = casual????

...was zur Hölle!?
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SoulBringer
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Re: Wo liegt der Ursrprung der Casual-Games?

Beitrag von SoulBringer »

Dann sind alle Spiele aus den 70/80er Casual Spiele, Amiga und Co. die ersten Casual Konsolen?
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von the new nightmare »

Nach heutiger Definition wohl schon, obgleich es damals Games für die absoluten Nerds waren (waren halt andere Zeiten) :wink:
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

G!zmo hat geschrieben:
Gin hat geschrieben:Pac-Man = casual????

...was zur Hölle!?
Ja was denn sonst, ist es für dich etwa ein Core-Spiel mit komplexem Grundgerüst und/oder schwerem Zugang? :?
Pac-Man ist ein Arcade-Game mit hohem Schwierigkeitsgrad. Ja, ich würde es als absolutes Hardcore-Game bezeichnen.
Nichts was WiiFit- und Kawashima-Mamas spielen würde. Bei solchen Spielen gibts z.B. keinen Game Over-Bildschirm, da es nicht um das meistern von schwerer werdenden Levels geht.
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Kirby Dream »

Finde es interessant, dass das Merkmal "schwerer Zugang zum Spielgeschehen" ein Hardcore-Game auszeichnen würde.
Ich z.B. bin nicht der totale Ego-Shooter-Fan, aber trotzdem war ich bei Call of Duty 4 sofort im Spielgeschehen drin.
Ist ja nun auch nichts anderes als Moorhuhn schießen - bloß mit Soldaten.

Casual-Games zeichnen sich in der Regel durch Denk-, Puzzle-, z.T. Party- und Fitness-Gameplays aus. Von der Aufmachung übersichtlich, sind sie aber dem zeitlichen Trend entsprechend gestaltet (Wii bla-Reihe), comicartig (Browsergames wie Zynga) oder halt schon sehr anspruchsvoll.
Alle haben jedoch einen einfachen Spielverlauf gemein: Verlieren ist in den ersten 10 Level unmöglich :ugly:

Ich denke weniger der schwierige Zugang zum Gameplay als das, was nach den ersten Schritten kommt, ist ausschlaggebend dafür, ob man das Spiel als Core- bzw. Casual-Spieler in die Hand nimmt.

Und zum eigentliche Thema: Die Casual-Spiele sind einfach ein Nebenprodukt von den schlechten kurzweiligen Spiele von anno 2000. Die lagen nach 2 Jahren in der Computerbild Spiele und da Kurzeweile besser als Langeweile ist, waren sie schon wenige Minuten später auf den Rechner :kruemel:
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von GevatterTod »

Gin hat geschrieben: Nichts was WiiFit- und Kawashima-Mamas spielen würde. Bei solchen Spielen gibts z.B. keinen Game Over-Bildschirm, da es nicht um das meistern von schwerer werdenden Levels geht.
Hey, das halt ich wirklich für eine gute Hardcore/Casual-Orientierung:
Der Unterschied liegt im GameOver-Screen :ugly:


Nein im Ernst. Ich finde das wirklich gut, auch wenn dadurch so einige Titel wie Tetris nicht erfasst werden :asd:
(vllt sollte man aber alte Titel garnicht in diese Diskussion einbringen, da der Begriff Casual ja relativ neu ist. Vorher waren Spiele einfach Spiele.)
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

Habe Pac-Man nicht nur durch seinen Schwierigkeitsgrad charakterisiert.
Ob ich bei nem Arcade-Game auf Highscore-Jagd gehe oder bei nem Wiifit-Minigame ist imo ein Unterschied.
Außerdem ist das nicht der Kern von Wiifit (ich habs nämlich schon "gespielt" ;)).

Gerade, DASS Kawashima nicht nur den Spieltrieb anspricht, macht es doch zu nem Casual-Titel.
Genau SO habe ich weiter oben solche Spiele definiert: "Das Spielerlebnis steht nicht im Vordergrund".

Ist Space Invaders Extreme (DS) für dich ein Casual-Titel? Nach deiner Definition ja schon oder?
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von GevatterTod »

Also imo sind Farmville und Co eindeutig Casual-Spiele, aber ich würde nicht sagen, dass dort das Spielerlebnis nicht im Vordergrund steht :asd:
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Daddelmama »

Hm, also für mich hat der Ursprung der Casual Welle eindeutig was mit der Verbreitung der Heim PCs/Internetzugänge zu tun. Bevor hier ein PC im Haus stand, hat sich kein Mensch für Videospiele interessiert, dann spielte man Solitaire und Minesweeper über Windoof Menü und dann wurde das erste "PC-Spiel" aus der Cornflakes Packung bestellt. :ugly:

Lacht mich aus, aber genauso war das. Dann wurde sich über das Internet bzw. im Laden angeschaut was es noch so alles gibt......das wird bei anderen ähnlich gewesen sein. "Hardcore" Zocker haben auch vorher schon gespielt und Konsolen besessen, als es normal("casual"?!?) wurde einen PC im Wohnzimmer zu haben, kamen jede Menge Leute hinzu, die sich sonst nie dafür interessiert hätten, und für die wurden dann auch nach und nach "andere" Spiele entwickelt.
Bzw. es wurden auch die früheren Spielhallen Spiele wie PACMAN über PC angeboten.
3DS FC : 3480-2857-5011
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Re: Wo liegt der Ursprung der Casual-Games?

Beitrag von Gin »

GevatterTod hat geschrieben:Also imo sind Farmville und Co eindeutig Casual-Spiele, aber ich würde nicht sagen, dass dort das Spielerlebnis nicht im Vordergrund steht :asd:
Klaro, ne lückenlose Definition kann ich nicht ausm Ärmel schütteln, würde dir mit Farmville auf jeden Fall recht geben :kruemel:
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