Ich glaube ich bin hier wohl der Einzige, der denkt, das der ganze Schulstoff nützlich ist.
- Im Studium brauche ich mein gesamtes Schulwissen an Mathematik, Physik und Chemie. Das ist jetzt natürlich das dümmste Beispiel.
- Es guckt hier wohl niemand Wer wird Millionär, Quiz Taxi oder sonstwas. Mit ein ganz klein wenig Schulbildung wird z.B. Quiztaxi ein Witz. Ich hab vor 2 Tagen Schlag den Raab gesehen, Ausschnittsweise. Da war ja auch ein kurzer Quizabschnitt. Wie beschämend ist es, nicht zu wissen, wieviele Nullen die Zahl Zehnmilliarden hat? Und das dann nach einer halben Minute noch Applaus kommt, ist noch peinlicher. Zudem nicht zu wissen, das Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt, macht das ganze noch schlimmer.
- Wofür braucht man Kunst? Es gibt da gerade einen netten "Gegen-Drogen" Spot (
http://www.clipfish.de/clip/1053177), wo ich mich auf den ersten Blick gefragt habe, wie das mit dem Thema zusammenhängt. Ohne ein bisschen Werbebanalyse und Symbolik hätte ich es auch bis heute nicht verstanden. Sowas habe ich in Kunst beigebracht bekommen. Zudem ist es auch immer gut zu wissen, welche Farben zusammenkommen, wenn man dieses und jenes mischt und warum ein Outfit in komplementären Farben nicht so nett wirkt.
- Mathe: Wieviel m² Laminat brauch ich für meine Wohnung? Oder wieviel Farbe? Oder ein einfacher Dreisatz fürs Kochen wenn ich für 2 Personen koche, das Rezept aber für 5 ist. Auch ganz nett ist das Abschätzen von Entfernungen/Größen mit Hilfe seines Daumens und dem Strahlensatz.
- Biologie: Wenn man eine kleine Geschwister hat, die ja gut und gerne Fragen stellen (am besten natürlich zu Tieren), dann kommt man da ohne Bio auch nicht weiter (Evolution, Genetik, Stoffwechsel).
- Informatik: Egal was man dort für eine Programmiersprache hat, wenn man sich später für sowas interessiert oder mal wieder bei einem Computerprogramm ein Fehler in Zeile so und so auftaucht (Was für ne Zeile?), kann man sich mit ein wenig Basiswissen auch nicht beschweren. Bei mir war es Wahlfach, also konnte man dem auch entgehen.
- Chemie: Wenn man sich einmal eine Zutatenliste einer Tütensuppe anschaut, kommt man ohne Chemie auch nicht weit. Auch nett, wenn man weiß warum man im Winter Salz auf die Straße streut. Oder warum man mit großen Mengen Salz ganz schnell ein Sorbet zaubern kann.
- Physik: Finde ich genauso wichtig wie Mathe. Mit Physik kann man so schnell und einfach die kleinen Wunder des Alltags erklären, wenn man ein wenig aufgepasst hat. Warum man in einer engen Kurve nicht so schnell fahren kann wie in einer weiten. Oder sich in einem Löffel falschrum sehen kann. Warum werde ich im Wellenbad nicht ans Ende des Beckens gespült, die Wellen kommen doch auf mich zu? Ich fand es auch witzig, wie leicht man die Erde wiegen kann und erstaunlich, wieviel Masse die Sonne in jeder Sekunde verliert. Den praktischen Nutzen von Hebeln und Flaschenzügen brauch ich hier ja nicht zu nennen. Und das ein kiloschwerer Holzklotz (ist ja nur Holz) Menschen töten kann, sollte man vielleicht auch wissen.
- Deutsch: Über die ersten Jahre Deutsch muss ich ja kein Wort verlieren. Dann aber ab der Mittelstufe rhetorische Figuren, Werbe-, Gedichts- und Romananalysen, Charakterisierungen.... Täglich wird man mit Werbung bombadiert, authentischen Charaktere in Filmen und im Gegensatz dazu durchgeknallten Personen bei Gerichtssendungen berieselt und was deutet in den Büchern darauf hin, das Harry Potter schwul ist?
So, jetzt hab ich erstmal keine Lust mehr. Ich finde es aber erschreckend für wie unnötig manche den Schulstoff halten.