Die bösen "Killerspiele"

Rund um Videospiele im allgemeinen Sinne (Events, Konzerte, Kunst etc.).
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Raptile
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Raptile »

So, meine Aktion hatte die erste Rückmeldung:
Sehr geehrter Herr ----,

vielen Dank für ihre Email vom 20. Februar, auf die ich gerne Bezug nehmen möchte. Computerspiele und andere interaktive Unterhaltungsmedien (Video-, Konsolen-, Online- und Handyspiele) haben in den letzten Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Der Computer- und Videospielemarkt verzeichnet in Deutschland einen Umsatz von 2 Milliarden Euro, weltweit von 30 Milliarden Euro, und ist damit vergleichbar mit anderen Medienzweigen wie der Musik- oder Filmindustrie.

Die Union setzt sich für eine stärkere Förderung der Computerspielebranche ein. Dieser schnell wachsende Zweig der Kultur- und Medienwirtschaft kann durch einen Computerspielepreis oder die Einrichtung einer Stiftung für interaktive Unterhaltungsmedien gestärkt werden. Aber auch bereits existierende Förderprogramme des Wirtschafts- und Forschungsministeriums sind geeignet, diese dynamische Branche weiter nach vorn zu bringen.

Jedoch müssen Trägermedien, ob Computer, Film, CD oder Fernsehen, wenn Jungendliche durch Text, Bild oder Tönen zum Rassenhass zur Gewaltanwendung, Gewalttätigkeit oder zu Verbrechen aufgestachelt werden, mit einem eindeutigen Verbot rechnen. Und so geschieht es auch. Der Jugendmedienschutz in Deutschland funktioniert. Neue Verbote sind nicht nötig, wenn man die Möglichkeiten des Jugendmedienschutzes nutzt. Im tatsächlichen Vollzug liegt oft noch das Defizit. Das gilt auch für die sogenannten Killerspiele.

Unsere Kinder und Jugendlichen können vor Medieninhalten, die sie in ihrer Entwicklung gefährden, wirksam geschützt werden. Dabei stehen nicht nur die in letzter Zeit in Verruf gekommenen sogenannten Killerspiele im Focus der Bundesprüfstelle.
Die Bundesprüfstelle leistet einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag. Indizierte Medien dürfen nicht mehr beworben werden. Damit wird sichergestellt, dass diese Medien keinen breiten Bekanntheitsgrad erlangen können. Doch dabei bleibt es nicht. Seit 2005 ist die Bundesprüfstelle um den medienpädagogischen Bereich erweitert worden. Die Förderung wertorientierter Medienanwendung wird verstärkt. Positive Beispiele für Jugendliche setzen ist der richtige Weg. Außerdem müssen Eltern besser informiert und Pädagogen im Bereich Neue Medien fortgebildet werden.

Die Prüfstelle kann nur auf Veranlassung einer Behörde tätig werden. Meinungs-, Wissenschafts- und Kunstfreiheit sind Grundrechte, deren Garantie mit der ebenfalls im Grundgesetz verankerten Aufgabe des Jugendschutzes in Einklang gebracht werden muss. Der Jugendmedienschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, keine alleinige von Prüfstellen oder Strafverfolgungsbehörden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind daher aufgerufen, Medien bei Verdacht auf Jugendgefährdung einer Behörde oder einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe zu melden. Nur auf diesem Wege können Inhalte geprüft und gegebenenfalls indiziert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Annette Widmann-Mauz

--


Annette Widmann-Mauz MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Tel. 030/227-77217
Fax. 030/227-76749
e-mail: annette.widmann-mauz@bundestag.de

http://www.widmann-mauz.de
Gleich heute morgen gekommen (gestern Abend die Mail weggeschickt). Ob sie das selbst geschrieben hat? Sandor, was meinst du?

Soll ich was zurück schreiben? :ugly:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Sandor »

@Raptile: Ganz ehrlich ? Sie hat deine email/Brief nicht mal gelesen. Hart aber ich glaub daran nicht. Du bist wohl nicht der erste Bürger, der diesbezüglich bei ihr anfrägt und dieser Brief ist wohl eine Standardantwort. Typisch "Partei" lobt man sich erst mal selber für Dinge wie Förderung und Investition etc. .

Dennoch wird sie darüber informiert werden. Im Rahmen von "briefings" erfährt sie (und andere Abgeordnete) durchaus, dass ein Herr Y oder eine Frau X geschrieben hat bzw. wieviele zu diesem Thema sich gemeldet haben und a) für bzw. b) gegen eine Verschärfung sind . Von daher ist Dein Brief nicht (!) umsonst gewesen. Ein Abgeordneter bekommt täglich zig Schreiben, Faxe, Briefe etc. und bis auf exemplarische Schreiben liest kein Abgeordneter alles oder beantwortet gar alles. Wenn er antwortet, diktiert er Grundzüge oder Stichworte und läßt ausformulieren, unterschreibt das dann später. Meist laufen solche Briefings im Auto ab oder auf Reisen, um die Fahrzeit zu nutzen. Wer den Eindruck hat, die Abgeordneten würden sich das deswegen nicht zu Herzen nehmen irrt. Je nach Thematik denken diese schon darüber nach und sind auch offen für Argumente. Daher ist jede Wortmeldung der Bürger wichtig, denn ohne Rückläufer leben Politiker in einer "Parallelwelt" zwangsläufig.

Neben dem "Pofalla-Gerede", was mir seit Monaten auf den Wecker geht - und ich bekomm tägliche Pressemeldungen von dem - gibt es inhaltlich doch einiges, was ich begrüßenswert finde. Zum Einen ein Haltung der UNION, dass die bisherigen Regelungen ausreichen und nur die bestehenden Regelungen konsequenter genutzt werden. Ebenso gut ist, dass man diesen Wirtschaftszweig fördern will oder es auch tut. Schön auch, dass man den Vollzug bestehender Regelungen verbessern möchte und nicht die Regeln ändern will. Insoweit kann ich dem nur zustimmen. Mir pers. ist die Verantwortung der Eltern und des Umfelds zu wenig betont - aber politisch ist das derzeit eher "Selbstmord", daher ist es wohl nicht drin.

ABER - und da kann weder Deine noch mein Abgeordneter was machen - am Ende ist dies eine politische Mehrheitsentscheidung und an diesem runden Tisch sitzen m.E. zu viele. Praktische Politik auf Bundesebene ist in manchen Teilen vergleichbar wie auf dem arabischen Basar. "Gibst du mir, geb ich dir". Je mehr Themen hierbei Verhandlungsmasse sind, umso mehr werden eher stimmentechnisch unwichtigere Themen oder "Überzeugungen" geopfert. Mir sagte man, dass es nur so gehen würde - ich pers. halte dies, vielleicht aus Naivität heraus, für falsch. Der große Tenor ist "Kompromiss mit dem alle Seiten leben können und welcher doch irgendwie gut ist für alle". Zudem die Praxis bei Videospielen - siehe aktuelle games und Vorgänge - meiner Meinung nach nicht unbedingt mit den Ausführungen im Einklang stehen. Vielleicht müßte man hier auch mal die Verfahrensleut und die Verwaltung entsprechend schulen und aufklären.

Abschließend aber find ich es gut, dass man auch mal ne andere CDU sieht wie in den Medien - nicht die Verbieter vor dem Herrn oder die "Spaßkiller" sondern diese Stimmen sind parteiübergreifend vorhanden, wenn auch mehrheitlich eher bei den konservativen Parteien. Doch mir zeigt das deutlich, dass diese besonders laute Stimmen für Verbote etc. NICHT die Mehrheit sind und nur zur Mehrheit werden, wenn man sie läßt.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von rainbow six »

szer0x hat geschrieben:Man, man, man...meinetwegen sollen sie doch die Jugend schützen - kein Problem. Meinetwegen sollen sie jedem Spiel in dem auch nur ansatzweise Gewalt dargestellt wird direkt den roten Sticker verpassen...aber: Dann sollen sie dies bitte auf einem Wege machen der mir als erwachsenen, steuerzahlenden Bürger dieses Landes weiterhin ermöglicht diesen "verrohenden Mist" zu konsumieren - alles andere ist Zensur.
Genau so seh ich das auch. Ich hab nichts dagegen wenn gewisse Spiele keine Jugendfreigabe bekommen. Aber in dem Falle sollte ich doch als "Erwachsener" in der Lage sein das Spiel ohne Probleme kaufen zu können.

Erst kürzlich ist mir die Zensur in unserem Land wieder äußerst bitter aufgestoßen. Hab mir Unreal Tournament 3 bei Amazon bestellt und musste feststellen, dass das Spiel, um eine USK18 zu umgehen, einfach komplett ohne Blut und sonstige Effekte kommt. Hinzu kommt auch noch, dass das komplette Spiel wortwörtlich eingedeutscht wurde (das typische "First Blood!" des Sprechers beim ersten Frag heißt in der Deutschen Version "Erstes Blut!", ich hätte weinen können...). Zum Glück ist es grade bei diesem Titel relativ einfach die Zensur zu entfernen doch ich hätte es mehr gewünscht einfach direkt eine 18er Version kaufen zu können. Es gibt halt Spiele, und UT3 gehört dazu, die muss man unzensiert und in der Originalsprache spielen.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Fabicom »

rainbow six hat geschrieben: Ich hab nichts dagegen wenn gewisse Spiele keine Jugendfreigabe bekommen. Aber in dem Falle sollte ich doch als "Erwachsener" in der Lage sein das Spiel ohne Probleme kaufen zu können.
Sehe ich genauso. Ruhig n Spiel eher ab 18 mit nem dicken Aufkleber "Nur an volljährige", "nix für Kinder", etc drauf, aber es trotzdem uncuit herausbringen. Man kann nem erwachsenen Menschen sowas doch zutrauen und bei dem dicken Warnhinweis sollten es sich Eltern, die ihren Kindern einfach ohne weiteres n Spiel kaufen, wenigstens n paar Gedanken vorher machen, ob sie das wirklich kaufen sollten. Die Lösung fände ich vollkommen fair und man bräuchte nicht ne extra cut-version zu programmieren
:mario:Bild :mario:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von rainbow six »

Man könnte Spiele ohne Jugendfreigabe z.B. klar kennzeichnen indem sie mit roter, undurchsichtigem Plastik umhüllt sind. Darauf steht dann lediglich der Name des Spiels, evtl der Publisher und n dicker Hinweis "Keine Jugendfreigabe". Evtl noch genauere Details warum (z.B. Sprache, Gewalt).

Somit würden Kinder die versuchen son Spiel zu kaufen an der Kasse direkt auffallen. Eltern, die gebeten worden sind das Spiel zu holen, direkt stutzig werden und es sich evtl anders überlegen.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Fabicom »

Jo. So einfach wäre das, simpel umzusetzen, klar erkennbar und auch abschreckend. Wo also liegt das Problem?
-> Ich glaube, wir sollten die Mag64-Partei gründen :)
:mario:Bild :mario:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von SeniorDingDong »

rainbow six hat geschrieben:Man könnte Spiele ohne Jugendfreigabe z.B. klar kennzeichnen indem sie mit roter, undurchsichtigem Plastik umhüllt sind. Darauf steht dann lediglich der Name des Spiels, evtl der Publisher und n dicker Hinweis "Keine Jugendfreigabe". Evtl noch genauere Details warum (z.B. Sprache, Gewalt).

Somit würden Kinder die versuchen son Spiel zu kaufen an der Kasse direkt auffallen. Eltern, die gebeten worden sind das Spiel zu holen, direkt stutzig werden und es sich evtl anders überlegen.
Also das würde ich als Publisher doch als krasse Einschränkung der Werbemöglichkeit sehen und als Verstoss gegen den uneingeschränkten Wettbewerb.

- mit den Idizierungen aufhören, das ist schlichtweg Zensur von weltfremden Gutmenschen und technophobischen Populisten
- PEGI System übernehmen, "ab 18" Titeln als Warnung für Eltern und Verkäufer einen roten Streifen auf den Boxen verpassen (ähnlich wie der blaue Balken bei Blu Ray Disc Boxen)
- die Geschäfte sollten eine "ab 18 Ecke" wie in den Videotheken einrichten

@ Fabicom : nehmt mich als Realisten auf, oder ich gründe eine Gegen-Partei :ugly:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Fabicom »

@SDD: Ich find deine Maßnahmen ja auch gut.
Ich frage mich sowieso, wieso in Europa alles Einheitlich sein soll, die Deutschen aber anstelle der PEGI immer ne eigene Prüfstelle brauchen :|
:mario:Bild :mario:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von SeniorDingDong »

Nun, falls die EU mal fertig ist den krümmungsgrad von Gurken zu bestimmen dann könnten die ja mal ein einheitliches "Jugendschutzsystem" durchbringen, es kann dann nur weniger streng sein als es das Deutsche jetzt ist... dann sollte man praktischer weise gleich das meiner Meinung nach weit überlegene PEGI System übernehmen. Vorallem weil es auf simple art den Eltern hilft zu erahnen was in dem Spiel vorkommen wird. (Gewalt, Horror, Drogen etc)
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Cubestar2003™ »

Glaub das Problem bei solchen Schnitten liegt eben genau darin, dass man die USK18-Plakette umgehen will... aus rein kommerziellen Gründen. Schließlich spricht ein 16er ne breitere Käuferschicht an, als ein 18er, der für Minderjährige nicht oder nur schwer erreichbar ist.
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SoulBringer
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von SoulBringer »

Ich wollte auf http://www.schnittberichte.de gerade was nachschauen und was muss ich sehen? Die Seite ist tot. -.-

Weiß jemand ob die deutschen Teile von Syphon Filter für PS1 geschnitten sind?
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Raptile
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Raptile »

SoulBringer hat geschrieben:Ich wollte auf http://www.schnittberichte.de gerade was nachschauen und was muss ich sehen? Die Seite ist tot. -.-

Weiß jemand ob die deutschen Teile von Syphon Filter für PS1 geschnitten sind?
http://www.schnittberichte.com ;)
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SoulBringer
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von SoulBringer »

Achso :ugly:
Danke für den Link^^
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Garrett
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Garrett »

Naja, ich finde die "Popkultur" sollte es sich nicht so einfach machen, und den schwarzen Peter auf die selbe unreflektierte Art und Weise an die Waffenlobby weiterreichen. Gewalt ist ein gesamt-mediales Problem, sowohl in Stephen-King-Büchern existent wie auch in Filmen oder Videospielen.

Richtig ist aber, das gerade ein Land wie die USA mit einem verbrieften Waffenrecht und einem arg weit ausgelgten Konzept der Selbstverteidigung seine Gesellschaft von Staats wegen für Gewalt gefügig macht. Wenn eine Art Selbstverständnis existiert, das es unter bestimmten Möglichkeiten einer Privatperson erlaubt ist, einer anderen Privatperson Gewalt anzutun und sich dafür auch breitfächerige Trainingsmöglichkeiten bieten, ist es logisch, das Spiele diese Thematik irgendwann mit dem gleichen Selbstverständnis aufgreifen.

Im Grunde genommen hat er dennoch nicht Unrecht: Verhindert, das Jugendliche (genauso wie jede andere Privatperson) an Waffen gelangen können, und es wäre schon viel getan. Bietet dann noch vernünftige Nachmittagsveranstaltungen für Jugendliche, und sie vergessen bei der Aktivität ganz schnell, warum sie mal Drogen genommen oder Waffen cool gefunden haben.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von P.E% »

Garrett hat geschrieben:Naja, ich finde die "Popkultur" sollte es sich nicht so einfach machen, und den schwarzen Peter auf die selbe unreflektierte Art und Weise an die Waffenlobby weiterreichen. Gewalt ist ein gesamt-mediales Problem, sowohl in Stephen-King-Büchern existent wie auch in Filmen oder Videospielen.
Ich finde nicht, dass es überhaupt ein mediales Problem gibt. Nicht einmal Mario oder Nachmittagssendungen kommen ohne Gewalt aus. Solange es beim Virtuellen bleibt (ob Buch, Film, Videospiel oder TV), sehe ich kein Problem, außer bei Minderjährigen. Ich denke sogar, dass schlimme Gewaltszenen eine abschreckende Wirkung haben und keine motivierende. So geht´s mir zumindest.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von the new nightmare »

Jep, mich ekelts vor überzogener Gewaltdarstellung (Horrorfilme etc) im Fernsehen auch viel eher (auch wenn ich weiß, daß das nur Schminke und von Schauspielern gespielt ist) als wie wenn ich z.B. Resident Evil & Co einlege, bei dem mich das Gezeigte nicht halb so abstößt. :asd:
Das eine sind halt doch reale Menschen (auch wenn viel Ketchup im Spiel ist) während man beim anderen eben sieht, daß das ein Videospiel ist. Die Grenze wird vielleicht mal verschwinden wenn die virtuellen Menschen wirklich mal haargenau so darstellbar sind wie in Echt. Solange man dem Spiel aber noch ansieht daß es ein Speil ist, tangiert mich das wie gesagt nicht.
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Tobak »

Die Grenze wird vielleicht mal verschwinden wenn die virtuellen Menschen wirklich mal haargenau so darstellbar sind wie in Echt.
Ich frag mich auch immer was passiert, wenn Graphik wie Echt aussieht. Absolut wie echt. In 10 oder 20 oder sogar erst 30 Jahren. Vielleicht sogar erst in 40 oder 50 Jahre. Aber ich meine dann absolut super mega realistisch, sogar realistischer als die wirklich Welt, realisitisch echt.

Dann sind "Killerspiele" vielleicht doch ne Gefahr für manche Psyche. Dann wird es doch nen Unterschied zum Fernseh und Film geben.. passive realistische Gewalt in Movies und aktive !realistische! Gewalt in Games...

Jetzt erkennt man vielleicht noch den Unterschied zwischen Realität und Spiel ... aber ich frag mich wirklich was ist.. wenn man diesen Unterschied wirlkich nicht mehr erkennt..
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Sandor »

Auch dann wird es nicht unbedingt zum Problem werden. Die Menschen (sollten) sich ja weiter entwickeln. Ein 5 Jähriger geht heute mit Computer und DVD Recorder um oder bedient ihn zum Teil, kennt Handy und Mikrowelle, kennt Abstandswarner und Navi-Geräte. Auch ein Holo-Deck mit "echten" Gegnern würde nichts anderes bedeuten als eine Weiterentwicklung. Sollte so eine Technik mal zur Verfügung stehen, würden alle Gesellschaftsteile Probleme haben - neben den Vorteilen. Alte Menschen, die in der künstlichen Vergangenheit nur noch sich aufhalten oder kranke Menschen, die ihre Krankheit dort ausleben oder Eheprobleme, weil der werte Gatte sich eine Top-Frau downloadet und sich nur noch im Holo-Deck mit ihr trifft. Dennoch wird es auch - wie immer bei der Technologie - Vorteile geben.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von the new nightmare »

Echt schlimm, mehr fällt einem dazu schon gar nicht mehr ein :evil: . Aber der Überwachungsstaat ist schön längst Realität, siehe neuer BND Skandal.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von SeniorDingDong »

Das Einzige was Ich da jetzt rauslesen kann ist :

1. es wird schneller und umfassender indiziert (besorgt Euch mal lieber rechtzeitig GTA4 ;) )
2. das USK Zeichen wird größer/anders

Mit dem zweiten Punkt kann ich leben, da ich das USK Zeichen dem PEGI System eh als unterlegen empfinde. Wenn sich die angleichen - ok warum nicht. Ist CoD4 "nur" realistisch brutal oder gibt es dort auch Drogenmißbrauch, Horror oder Diskriminierung ? Mit nem einfach draufgeklatschten "18" in der Ecke weiß man das ja nicht.

Nur der erste Punkt ist doch total schwammig. Kusierte hier nicht mal vor ein paar Monate ne neue indizierungs Liste mit so lächerlichen Gründen wie unredlich ? omg... Erinnert mich an diese gefakten Konservativ-Christen-Seiten, nur waren die eigentlich als Satire gedacht :ugly:

Naja, schauen wir mal. Das Gesetz muss ja immer noch durch Bundesrat & Bundestag. Ich hoffe bis dahin wird das mit ein bischen Restintelligenz gestoppt, genau so war es ja auch bei den "Bücherverbrennungen 2.0" Gesetzt was sich die Trachtenluschen (aka CSU) nach Erfurth ausgedacht haben.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Sandor »

ich bin immer wieder schockiert, wie so eine Menge Hass und Abneigung in eine Volksgruppe (Bayern) in Worte gefaßt werden kann und wie sofort Nazivergleiche einem scheinbar leicht "von den Lippen" kommen können :disappointment:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von the new nightmare »

Gut, in der Wortwahl hat sich der gute SDD vielleicht etwas vergriffen, im Prinzip hat er aber Recht (und das sage ich als Bayer :!: ). Ich mein, als rauchender Videospieler der gern ein Studium machen möchte biste in Bayern derzeit ziemlich am Arsch :wink: . Es wird echt allerhöchste Zeit, daß die CSU nicht mehr alleine in Bayern entscheiden kann sondern nen Koalitionspartner zur Seite gestellt bekommt der das Schlimmste das die da ständig ausbrüten wenigstens etwas abschwächen kann. :asd:
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Spike »

Apropos GTA IV:
http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeu ... 08,00.html

Stellt euch mal darauf ein das dieses Spiel das neue Stigma der Videospiele wird.
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von the new nightmare »

Wurde ja auch Zeit daß nach dem ollen Counterstrike mal Ersatz gefunden wurde, denn mit diesem Beispiel für Gewalt in Videogames machten sich die Möchtegernzensoren ja nur noch lächerlich :lol: .
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
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Re: Die bösen "Killerspiele"

Beitrag von Sandor »

Wobei bei einigen Szenen und Animationen sowie Möglichkeiten ich mich schon frage, wieso ein R6 oder CoD als uncut Version kein USK Siegel erhalten hat, ein GTA IV aber schon.
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