Kane & Lynch Entwickler: Online-Koop spielt eh keiner!
Die Entwickler von Kane & Lynch: Dead Men zeigten uns ihr neues Actionspiel gestern hinter verschlossenen Türen auf der Games Convention, wobei natürlich auch der Mehrspielerpart nicht unkommentiert blieb. Auf unsere Nachfrage hin, ob der eigentlich auf lokalen Splitscreen beschränkte Koop-Modus seine Funktionalität eventuell nachträglich aufs Onlinespielen ausweiten könnte, bekamen wir eine überraschende Antwort:
IO Interactive: "Wir betrachten den Offline- und den Onlinepart praktisch als getrennte Segmente, die unabhängig voneinander entwickelt werden. Die Kampagnenerfahrung wird daher speziell auf Offline-Spaß ausgelegt sein."
AreaGames: Aber ihr wisst ja, die Leute schreien immer nach Online-Koop. Es besteht also nicht mal im Ansatz die Möglichkeit, dass ihr da was nachliefert, per Patch zum Beispiel?
IO Interactive: "Nein, wir haben Kane & Lynch wirklich von Anfang an so entwickelt, wie es jetzt herauskommen wird und darauf Wert gelegt, dass Online und Offline Gameplay keine müden Varianten voneinander, sondern vollwertige und optimal umgesetzte Komponenten des Gesamtpakets werden."
AreaGames: Wir verstehen ja was ihr meint. Es ist nur so, dass unsere Leser spätestens wenn das Spiel mit Offline-Koop im Handel erscheint, erfahrungsgemäß danach fragen werden. Wir dürfen zu diesem Thema also eine definitive Antwort geben?
IO Interactive: "
Tut uns leid, so ist es. Ein Koop-Mode übers Internet wird auf keinen Fall kommen. Natürlich wird so etwas im Internet immer gefordert, aber die Wahrheit ist doch, dass niemand diesen Modus letztendlich spielt. So sieht es nämlich aus."
Sonstige Eindrücke und Beobachtungen zum Spiel, fassen wir hier in der Übersicht zusammen:
* Die aus den Hitman Spielen bekannten Menschenmassen schauen in Kane & Lynch dank Next-Gen Hardware noch mal ein ganzes Stück beeindruckender aus. Jeder der meist panisch durcheinanderlaufenden Unschuldigen kann ermordet werden, hier werkeln also keine fassadenartigen Grafik-Tricks, sondern individuell behandelte 3D Figuren. Besonders schön kam dies während einer Schießerei in einer Diskothek zur Geltung, wo Blitzlichteffekte und Glitzerkugeln für aufgewühlte Stimmung sorgten. Die Grafik war während der Vorführung bereits nahezu final.
* Ist man mit Kollegen unterwegs, dienen diese nicht nur als Schmuckwerk. Per direkten Befehlen lassen sie sich ohne Umstände durchs Level dirigieren, aber auch so folgen sie selbstständig. Taktiken wie Flankieren sind genau so möglich, wie simples Feuerschutz geben. "Natürlich könnt ihr eure Teamkameraden über links schicken und selber über rechts stürmen, aber vielleicht wollt ihr sie ja als Munitionslieferanten bei euch haben?", erklären die Entwickler. Zwar begrenzt, aber als Notnagel mehr als brauchbar, kann man sich bei Bedarf nämlich von den Kollegen Patronen stecken lassen. Außerdem lässt sich das Inventar von Verbündeten in der Nähe aufrufen, falls man Waffen austauschen möchte. "Schließlich wollt ihr das Snipergewehr weder auf dem Boden liegen lassen, noch den ganzen Level über benutzen müssen." Darüber, ob K.I. Figuren Waffen vom Boden aufheben, waren sich IO Interactive nicht ganz einig. Der eine sagte "Nein.", der andere "Wenn sie selber keine Munition mehr haben." und schließlich kam noch die Variante "Nur Maschinengewehre." hinzu. Letztendlich war man sich aber augenzwinkernd einig: "Ist eigentlich auch nicht sooo wichtig."
* Der Schwierigkeitsgrad von Kane & Lynch scheint schwer zu definieren. Schon im Trainingslevel gehen Berufs-Rambos im Kugelhagel unter, denn hier muss man sich wenn möglich, wie auch in vielen späteren Teilen des Spiels, hinter seinen befreundeten Einheiten halten und taktisch klug vorgehen. Andererseits verzeiht das Spiel Fehltritte recht großzügig. Auch wenn man also mit blindem Sturm kaum vorankommt, hat man doch immer genug Zeit, sich aus dem Dauerfeuer der Gegner zurückzuziehen und die nur durch verschwommene Sicht und rote Bildschirmfärbung dargestellte Lebensanzeige wieder auffüllen zu lassen. Wird ein verbündeter Mitstreiter allerdings niedergeschossen, muss er innerhalb eines Zeitlimits wiederbelebt werden. Geht man selber zu Grunde, wird man erst einmal von den K.I. Kollegen zurück ins Leben geholt, bei wiederholtem Versagen kurz hintereinander, zum letzten Speicherpunkt zurückgesetzt. Mit Hinsicht auf die vielen Bildschirmtode der Entwickler beim Vorspielen auf niedrigerer Anforderungsstufe, fragten wir, ob das Spiel eher fortgeschrittenen Gamern zu empfehlen sei. Die Antwort, natürlich: "Das Spiel ist leicht zu erlernen und hat eine konstant ansteigende Lernkurve. Hat man das Prinzip sowie das Kontrollschema einmal drauf, ist es eigentlich kein Problem. Wir konzentrieren uns darauf, dichte Atmosphäre und ein packendes Spielerlebnis zu schaffen, ohne dass es zu hohe Anforderungen an die Spieler stellt. Die hier gezeigten Level sind schon aus dem letzten Drittel des Spiels. Bis man hier angekommen ist, hat man die nötige Grundlage sie zu meistern. Und wie gesagt, das Spiel verzeiht viele gegnerische Treffer und selbst im Falle eines Ablebens, kann man es praktisch an gleicher Stelle erneut probieren."
* Wie z.B. auch in The Darkness, werden Ladezeiten zur Stärkung der Atmosphäre genutzt. Hier hört man Kane und Lynch reden, womit Gameplay und Story ohne Unterbrechung von Level zu Level fortgeführt werden.
* Ein bei Bedarf auf den ganzen Bildschirm vergrößerbares Radar, zeigt stets unmissverständlich an, wo es als nächstes hingeht. Auch Kollegen in Not werden hier lokalisiert. Ebenfalls komfortabel: Wird man von einem Sniper ins Visier genommen, bekommt man seine Sicht eingeblendet und kann damit dessen Position erahnen.
quelle:
areagames.de
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na prima!
