Die bösen "Killerspiele"

Rund um Videospiele im allgemeinen Sinne (Events, Konzerte, Kunst etc.).
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Doedelhai
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Beitrag von Doedelhai »

mich interessiert das als 20 jähriger sowieso nich ich krieg alles was ich haben will ob nun in deutschland oder ausm ausland...verbote würden mich niemlas hindern meinen konsum zu befriedigen! :D
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Runner Otrich
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Beitrag von Runner Otrich »

Polizei verhindert Amoklauf in Berlin

Wenige Tage nach dem blutigen Amoklauf eines Schülers im münsterländischen Emsdetten konnte die Polizei in Berlin ein ähnliches Verbrechen verhindern. Schüler hatten auf einen Verdächtigen hingewiesen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurde die Polizei fündig.

Der 17-Jährige soll einen Massenmord geplant haben

Die Polizei hat in Berlin den Amoklauf eines 17-Jährigen an einer Schule verhindert. Derzeit wird der junge Mann bei der Mordkommission vernommen, die Behörden nehmen den Zwischenfall ernst.

Zuvor hatten sich Mitschüler des Verdächtigen an die Lehrer der Bertha-von-Suttner-Oberschule in Reinickendorf gewandt, weil der 17-Jährige von einem geplanten Massenmord gesprochen haben soll. Bereits seit August soll er mit dieser Tat gedroht haben.

Laut Informationen von Morgenpost.de wurde bei einer Wohnungsdurchsuchung tatsächlich eine Liste mit Namen von Schülern entdeckt, die der 17-Jährige töten oder verschonen wolle. Zudem seien verschiedene so genannte Softair-Waffen beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen dauern an. Der Jugendliche ist bislang polizeilich nicht auffällig geworden. Er soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der festgenommene Gymnasiast ist nach Angaben eines langjährigen Mitschülers kultiviert, intelligent und nicht aggressiv. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. „Er ist kein Psycho. Ich bin mir als sein Freund hundertprozentig sicher, dass er so etwas niemals machen würde“, sagte ein 18-Jähriger aus der zwölften Klasse der Bertha-von-Suttner-Oberschule. Der Mitschüler, der seinen Namen gegenüber der Presse nicht nennen wollte, sagte weiter, der Festgenommene sei kein Außenseiter. „Er ist ziemlich ruhig, spielt viel Computer, trägt normale Klamotten und geht nicht auf die Sonnenbank.“ Ein Verbrechen würde er ihm nicht zutrauen, jedoch sei sein Bekannter für seinen schwarzen Humor bekannt. Der 18-Jährige kennt den Verdächtigen seit der ersten Klasse.

Das 1908 als Mädchenschule gegründete Gymnasium hat derzeit 1.310 Schüler. Es gibt 115 Lehrer. Besucht wird es überwiegend von Kindern und Jugendlichen aus dem Bezirk Reinickendorf, aber auch aus den Nachbarbezirken Pankow und Mitte. Die Schulleitung war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Na wollen wir hoffen das sie nicht zu viele "Computerspiele" finden. Bild
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Raptile
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Beitrag von Raptile »

Die werden sicher "Killerspiele" finden :lol:
over and out
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the new nightmare
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Beitrag von the new nightmare »

Das müßte aber nur verboten werden wenn derjenige sein Opfer zwingen würde sich zu Tode zu trinken :wink:
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
Die Chance durch das Rauchen Lungenkrebs zu bekommen liegt bei 1:1000 und Millionen Leute sagen sich "hey, warum sollte es ausgerechnet mich treffen".
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the new nightmare
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Beitrag von the new nightmare »

Tja, und in den Kommentaren regen sich die Zocker (imo zurecht) darüber auf, daß diese kleine Entschuldigung in einem Forum niemals den Schaden gutmachen kann den der Typ mit seiner Sendung angerichtet hat, da wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Zuschauer der Sendung diese "Entschulding" lesen wird :twisted:
Die Chance den Jackpott im Lotto zu gewinnen liegt bei 1:140000000 und Millionen Leute sagen sich "hey, es könnte ja mich treffen".
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phaseshifter
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Beitrag von phaseshifter »

Es kann eigentlich bald nur noch als nächste Stufe das Einfuhr-Verbot für Ballerspiele kommen, wenn sie nicht gerade hier entwickelt wurden... Irgendwann wird es soweit sein. Dann sollte man als Spieler mit Hang zu Erwachsenen-Software definitiv über das Auswandern nachdenken. Spätestens wenn selbst Importe - wie auch immer das gehen soll - strafbar werden...
Hab das auch schon in einem Forum gepostet, irgendwie sehe ich da gar nicht mehr so die Gefahr. Artikel:
Politiker und Forscher gegen pauschale Computerspiele-Kritik

Nach dem Amoklauf von Emsdetten vielerorts auf der Suche nach einfachen Antworten sind besonders Computerspiele zum zentralen Gegenstand der Kritik geworden. Am gestrigen Mittwochabend haben sich dagegen Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Berlin getroffen und vorgeführt, wie man sich auch angesichts weithin aufgepeitschter Stimmungen um eine nüchterne und differenzierte Sicht des Mediums Computerspiel bemühen kann. Eingeladen hatte der deutsche Zweig des Spieleherstellers Electronic Arts, der sich seit geraumer Zeit um die Zusammenarbeit mit Medienpädagogik und Politik bemüht ? und der natürlich ein verstärktes Eigeninteresse daran hat, Computerspiele nicht weiteren staatlichen Regulierungen zu unterwerfen.

Unter der Leitfrage "Verbot oder Selbstregulierung?" diskutierte man in den Räumen der hessischen Landesvertretung miteinander über verschiedene Aspekte von Gewalt in Spielen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob der Staat stärker als bisher regulierend ins Spielebusiness eingreifen muss, wie es aktuell vor allem Politiker aus den Bundesländern gefordert haben.

Mit dabei waren unter anderem Klaus Uwe Benneter (SPD), MdB und stellvertretender Vorsitzender der Medienkommission des Parteivorstandes, sowie Thomas Jarzombek (CDU), Landtagsabgeordneter in NRW und Schirmherr des Arbeitskreises Games NRW. Beinahe einvernehmlich bekundeten die beiden Politiker ihre Sympathie für Computerspiele, deren Hersteller und die Spieler. Benneter lobte darüber hinaus auch die Arbeit der Unterhaltungsssoftware-Selbstkontrolle (USK), deren Alterseinstufungen zuletzt von mehreren Seiten stark kritisiert worden waren.

Eine stärkere Regulierung des Spielemarktes hält der SPD-Politiker für unnötig. Die Kommentare, die einige Parteigenossen in den letzten Tagen abgegeben hatten, bezeichnete er als "Schnellschüsse" ? wobei er insbesondere auf den Vorstoß von Dieter Wiefelspütz einging.

Noch deutlicher wurde Jarzombek bei seiner Kritik. Er wies darauf hin, dass es sich bei den Politikern, die im Moment am meisten über das Thema "Gewalt in Spielen" reden, samt und sonders um Innenpolitiker handle ? eigentlich sei das Thema jedoch im Zuständigkeitsbereich des Familienministeriums angesiedelt. Ganz abseits der Gewaltdiskussion will der CDU-Mann vor allem die enormen Chancen des stetig wachsenden Spielemarktes nicht aus dem Blick verlieren. Entgegen dem gegenwärtig eher spürbaren Trend zum Spiele-Bashing spricht er sich vielmehr dafür aus, Maßnahmen zur Förderung von Computerspieleentwicklern in Deutschland zu ergreifen.

Eröffnet wurde der Abend durch Prof. Dr. Winfried Kaminski von der Fachhochschule Köln, der in seinem Vortrag besonderen Wert auf die Wechselwirkung zwischen Spielen und ihren Konsumenten legte. Seiner Ansicht nach darf die Kernfrage in der Spielediskussion nicht sein "Was wird gespielt?", sondern "Wie wird gespielt?".

Einigkeit herrschte bei den Beteiligten in der Einschätzung, dass vor allem Eltern und Lehrern aufgefordert seien, ihre Medienkompetenz im Bereich Computerspiele deutlich zu verbessern: Schlussendlich sind es diejenigen, die in der erzieherischen Praxis stehen, die als erste die Chance haben, ein aufkommendes Problem bei einem Jugendlichen zu erkennen und ihm zu helfen, bevor er sich in eine seelische Sackgasse hineinmanövriert.
Wenn man das Ganze jetzt nachdem sich die Wogen etwas geglättet haben mal richtig analysiert, stellt man fest, das es eigentlich immer die gleichen 3 oder 4 Politiker sind die nach Verboten schreien. (Beckstein wollte sogar Strategiespiele verbieten, weil diese zu zeitraubend seien) Wie der obige Bericht zeigt, steht aber weder die gesamte CDU noch die SPD geschlossen hinter den eindeutig populistischen Forderungen dieser Herren und Damen. Die Opposition spricht sich sowieso deutlich gegen eine solches Verbot aus, also haben wir wahrscheinlich gar nichts zu befürchten. Die Kritik an der USK ist ungerechtfertigt, genauso wie der Ruf nach einer eigenen staatlichen Behörde für Altersfreigaben. Was unsere geliebten Populisten scheinbar nicht wissen ist, das die USK bereits staatlich kontrolliert wird, bzw. auch aus Mitgliedern staatlicher Institutionen besteht. Vielleicht hätten sie sich besser informieren sollen. Die EU hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden, auch wenn der Herr Stoiber das vielleicht nicht wahrhaben möchte. Dazu kommt noch das wenn die große Koalition über irgendwas verhandelt, dabei sowieso nur halbgare Kompromisse herauskommen.
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Doedelhai hat geschrieben:mich interessiert das als 20 jähriger sowieso nich ich krieg alles was ich haben will ob nun in deutschland oder ausm ausland...verbote würden mich niemlas hindern meinen konsum zu befriedigen! :D
LOL - das ist mal die richtige Einstellung. Tja, in der JVA wirste dann genügend Möglichkeiten haben, genau über so einen Spruch nachzudenken, falls solche Gesetze kommen sollten und dies vom Strafmaß her dem Besitz von kinderpornographischen Medien gleichgesetzt werden würde.
http://gamercard.xbox.com/Gamersandor.card[/iframe360]
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phaseshifter
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Beitrag von phaseshifter »

LOL - das ist mal die richtige Einstellung. Tja, in der JVA wirste dann genügend Möglichkeiten haben, genau über so einen Spruch nachzudenken, falls solche Gesetze kommen sollten und dies vom Strafmaß her dem Besitz von kinderpornographischen Medien gleichgesetzt werden würde.
Sorry, aber dieser Kinderporno Vergleich ist IMO das Lächerlichste was je ein Politiker zu dem Thema von sich gegeben hat und so etwas wird niemals durchkommen. Zum Glück gibt es in CDU und SPD auch noch andere, halbwegs vernünftige Stimmen, jenseits von Beckstein, Stoiber und Co. Abgesehen davon haben die sowieso nur auf Landesebene was zu melden.
Sollte so ein Gesetz dennoch kommen, was ich mir allerdingd gar nicht vorstellen kann und will, müssen wir dann halt als Gamer geschlossen gegen uns selbst Strafanzeige stellen, mal schauen wohin sie die ganzen Zocker dann sperren wollen :lol:
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MFauli
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Beitrag von MFauli »

Ich hab ehrlich gesagt keinen Bock, auf diese Diskussion einzugehen (nicht eure hier, sondern die Thema-Gebende ^^).
Es ist von hinten bis vorne lächerlich.
Wie spike u.a. schon genannt hat, die Spiele sind ab 16 oder 18, Jüngere kommen da nicht ran...es sei dennm, Händler oder eltern verletzen ihre Pflichten. Mein Vater ist in der Hinsicht genau so ein Volldepp wie die betreffenden Politiker. Mein jüngster Bruder, 15, zockt jeden Tag bis 24 Uhr Counterstrike, Unreal Tournament, Wolfenstein, sonstwas, und meinen Eltern ist es egal. Letztens beim Abendessen, als bei "Quer" wieder gehetzt wurde gegen Spiele, hab ich ein Widerwort eingelegt (ja, dumm, hätte mir klar sein sollen), und mein Vater schreit mich an, man solle diese Drecks-Spiele alle verbieten. Genauso die Politiker. Sie kennen sich einen Scheissdreck aus, aber hypen das Thema, um von anderen, schlimmeren Missständen abzulenken. Wieso wird nicht erstmal Rauchen verboten? Daran sterben sicher jährlich mehr Menschen als an Amokläufen.
Und dann diese absichtliche Blindheit. Es wird stets die Interaktivität von Spielen in den Vordergrund gestellt. Hey, wenn ein 12-Jähriger in einem stinknormalen Action-Film tagein tagaus eignetrichtet bekommt, wie toll das ist, dass der Held die Gegner in Massen niederballert, ist das besser? Wenn in Talkshows am Nachmittag dauernd Nackte zu sehen sind, ist das gut fürs Kind?
Aber Videospiele, an die diese Kinder faktisch nicht herankommen, sollen verboten werden? Alles klar...

Bitte, ich WILL, dass Spiele verboten werden. Dann gehen die Amokläufe nämlich weiter, und plötzlich...weiss man nicht, woran es denn jetzt liegt. DANN sind wahrscheinlich Filme schuld, anschließend Comics, und dann Bücher.

Seltsam, dass NUR Deutschland SOLCHE "Probleme" hat.
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die Unruhe
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Beitrag von die Unruhe »

MFauli hat geschrieben:Wieso wird nicht erstmal Rauchen verboten? Daran sterben sicher jährlich mehr Menschen als an Amokläufen.
Ja, und am besten auch gleich das Auto-Fahren !!111eins
Apfel vs. Birne ? :o
Wenn in Talkshows am Nachmittag dauernd Nackte zu sehen sind, ist das gut fürs Kind?
Sexualität = Gewalt ? Interessant....
Hey, wenn ein 12-Jähriger in einem stinknormalen Action-Film tagein tagaus eignetrichtet bekommt, wie toll das ist, dass der Held die Gegner in Massen niederballert, ist das besser?
Hier geb ich dir vollkommen recht - ist natürlich beides nicht erstrebenswert.
Ich kann mir allerdings genauso wenig vorstellen, dass die "Experten"/Politiker in besprochenen Sendungen Befürwörter von Splatter-Filmen sind ;). Und das Medium Film als Gesamtes kann man heutzutage nichtmehr anprangern.
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Spike
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Beitrag von Spike »

die Unruhe hat geschrieben:
MFauli hat geschrieben:Wieso wird nicht erstmal Rauchen verboten? Daran sterben sicher jährlich mehr Menschen als an Amokläufen.
Ja, und am besten auch gleich das Auto-Fahren !!111eins
Apfel vs. Birne ? :o
Der Vergleich an sich ist aber schön, denn er zeigt wie widersprüchlich man mit Verboten umgeht. Rauchen tötet viel mehr Leute als Killerspiele, leider bringt das aber mehr Geld in die Staatskasse und hat (noch) eine größere Lobby.
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Beitrag von die Unruhe »

Spike hat geschrieben: Der Vergleich an sich ist aber schön, denn er zeigt wie widersprüchlich man mit Verboten umgeht. Rauchen tötet viel mehr Leute als Killerspiele, leider bringt das aber mehr Geld in die Staatskasse und hat (noch) eine größere Lobby.
Es geht doch nicht um eine plumpe Zahl als Bilanz "Welches Produkt tötet mehr Leute in weniger Zeit".
Den sogenannten 'Killerspielen' wird Gewaltverherrlichung und Menschenverachtung vorgeworfen, Zigaretten 'nur' Gesundheitsschädigung.
Ich halte den Schrei nach Verbot in beiden Fällen für gleichermaßen sinnlos und unüberlegt.

Lustig btw. dass du hier schreibst "tötet viel mehr Leute als Killerspiele" - etwas unglücklich formuliert ;)
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MFauli
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Beitrag von MFauli »

Ja, und am besten auch gleich das Auto-Fahren !!111eins
Apfel vs. Birne ? :o
Siehe Spike, er hat´s verstanden ;-)
Sexualität = Gewalt ? Interessant....
Ich kann nur für mich sprechen, aber als ich 10-12 Jahre alt war, gab es am Vor- und Nachmittag keine Nackten im Fernsehen zu sehen. Da hab´ ich Saber Rider, der 100.000 Dollar-Mann oder inen Tierfilm geguckt. Und wenn ich mir das gesellschaftliche Gebahren heute und damals angucke...scheint es nicht gut zu tun, das heute am Vor- und Nachmittag über Fremdgehen, Intimpiercings gesprochen und dabei Brüste und Penisse präsentiert werden...zu Zeiten, in denen Kinder durchaus vor der Glotze hängen. Und wenn du jetzt sagst "da haben die Eltern aufzupassen" sind wir wieder bei Videospielen ^^
Und das Medium Film als Gesamtes kann man heutzutage nichtmehr anprangern.
Genauso wie das Medium PC/Videospiel als Gesamtes? Da macht man es aber.
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Bommle
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Beitrag von Bommle »

Wer hat es gesehen? Erst mal mein Kommentar zu Focus TV.

http://www.focus.de/magazin/tv/sendung/ ... 26075.html

Langsam hab ich mich wieder eingekriegt. Ich hätte nie gedacht das Menschen so naiv sein können. Ja.. wirklich.. kein Scherz... Focus TV hat als Beweis ihrer These, Computerspiele seien die Ursache für all die Amokläufe, mit dem Video vom ,,Echten Gangster vorm' PC'' begründet.

Leute.. ich bin vom Stuhl gefallen.. wenn ich nur daran denke, das Menschen diese Satire in Bild und Ton auch noch glauben ist total am Ende. Der echte Gangster ist in Wahrheit ein Künstler, der uns zeigt wie lächerlich Gangster eigentlich sind. Er zeigt es uns so übertrieben, das wir uns darüber Urteile erlauben, wie dumm Gangster bzw. er in seiner schauspielerischen Rolle eigentlich ist. Naja .. soviel dazu.. Nur um die Sache mit dem echten Gangster mal aufzuklären und ihn als Beweis für die Begründung des Bösen der Videospiele zu streichen.

Nun gehen wir rüber zu 'hart und fair' auf dem Sender 'WDR'. Dort werden Computerspieler, die sogenannte Ballerspiele zocken, schon vor Augenkontakt als kranke bezeichnet, was in meinen Augen eine Unterstellung sowie Beleidigung höchsten Masses ist. Dann werden auch noch Gäste eingeladen, die Spiele wie Counter Strike noch nie gesehen haben, selbst noch nie gespielt haben und somit die psychische Wirkung dieser Spiele im eigenen ,,Ich'' gar nicht beurteilen können.

Nein, sie fangen an die Apostel zu spielen. Andere hingegen fangen mit Wunschkonzerten an. Friede Freude Eierkuchen. Kindergarten Stylez in Hauptschulen mit Wunschdenken voran kommen. Meinungen von Zockern, werden gar nicht ernst genommen. Ein Psychologe hat es sogar nötig, einen Patienten einzuladen, der nur positive Änderungen (angebliche) berichtet, seit er bei ihm in Therapie ist. Das ist doch Ego-pusherei... naja ich könnt mich stundenlang damit befassen..

http://www.wdr.de/themen/global/webmedi ... ?p=4&b=138

hier der 95min. Bericht für euch.

Was meint ihr dazu?
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Daniel
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Beitrag von Daniel »

Gerade jetzt läuft im ZDF WISO an. Ich hab nur im Vorspann unter den geplantetn Beiträgen in dieser Sendung "Erschreckend: Jugendliche und Gewaltspiele" gehört. Vielleicht schaut sich ja jemand von euch die Sendung an, ich muss jetzt leider aus dem Haus.
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Beitrag von Player »

Wieder 14-Jährige die angeblich Doom 3 kauften. Conrad (oder so) will Gewaltverherrlichende Titel aus seinem Sortiment streichen. Na, dann... Die Kernaussage war, dass die Verkäufer (in dem Fall Karstadt) mehr auf Alters-Checks geschult werden müssten, um keine Dooms mehr an Knilche zu verkaufen. Dann wäre alles jut, da sich das System alles in allem in den letzten 3 Jahren bewährt haben soll. Ein Verbot können die bei dem Milliarden Markt eh nicht mehr durchdrücken. Und wenn mal wieder was geschnitten ist, wird eh wie bisher zum Import gegriffen. So einfach ist das.
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Beitrag von phaseshifter »

Die Diskussion um Killerspiele nimmt langsam seltsame Auswüchse an. In den News von Consolewars war heute folgendes zu lesen:

Erlischt die Garantie, wenn man indizierte Importspiele spielt?

Eine merkwürdige Aussage bekam einer unserer User an der telefonischen Supporthotline von Microsoft für die XBOX 360, als er dort anrief, um ein defektes Headset austauschen zu lassen. Nachdem der kostenlose Austausch des Headsets geklärt war und dies von Microsoft ohne Probleme gemacht wird, kam es zu einem kleinen Smalltalk mit dem Supportmitarbeiter und als unser User über Gears Of War sprach, unterbrach der Supportmitarbeiter ihn um ihn auf folgendes hinzuweisen:

Der Mitarbeiter sagte, dass bei Konsolen auf der Importspiele wie z.B Dead Rising, Gears of War oder die Uncut Version von Saint's Row gespielt worden sind, im Falle eines Defektes keine Garantie mehr gewährt wird. Auf die Verwunderung des Users hin erzählte der Supportmitarbeiter ihm, dass angeblich die deutsche Regierung sich an Microsoft USA gewandt hatte, mit genau dieser Forderung. Andernfalls würde Microsoft beihilfe zu einer Straftat begehen. Weiter hätte der Supportmitarbeiter behauptet, dass Microsoft sogar zur Herausgabe der Daten über die Spieler von Gears of War
aufgefordert wurde, sie dies aber aus Datenschutzgründen ablehnen konnten.

Diese ganze Aussage des Mitarbeiters ergibt natürlich wenig Sinn, da wir nicht den Zusammenhang zwischen indizierten Spielen auf der Konsole spielen und der Erlöschung der Garantie herstellen können.

Wohl ein Fall für die Mythbusters. :lol:
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Beitrag von Ty »

Und wenn du jetzt sagst "da haben die Eltern aufzupassen"
Das klappt auch nicht wirklich. Hier weiß jeder wie ich zu dem Thema stehe, aber immer aufpassen klappt beim TV einfach nicht! Bei Spielen aber schon ;)

LG Ty
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Beitrag von Spike »

Ty hat geschrieben:Das klappt auch nicht wirklich. Hier weiß jeder wie ich zu dem Thema stehe, aber immer aufpassen klappt beim TV einfach nicht! Bei Spielen aber schon ;)
Kommt auf die Hilfsmittel an. Digitalreceiver z.B. bieten auch Jugendschutz an, da muss man z.B. für jede Sendung ab 16 einen Code eingeben. Konsolen der aktuellen Generation bieten das ja auch an. Nur müssen sich die Eltern damit beschäftigen und das auch aktivieren ... hier scheitert es ja bereits. Die meisten Eltern werden ihren Kindern wohl nur die Konsole kaufen und diese "machen lassen", weil sie sich nicht damit beschäftigen wollen.

Aber mal was lustiges (eigentlich ist es ja eher traurig):
http://www.bildblog.de/?p=1848
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Beitrag von Ty »

Kommt auf die Hilfsmittel an. Digitalreceiver z.B. bieten auch Jugendschutz an
Ja klar, das haben wir ja auch bei unserem, aber leider läuft im "normal" Programm solch ein Mist :(
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Beitrag von Spike »

Tja, die Qualität kann der leider nicht kontrollieren :D
Bei uns kann man aber z.B. auch die Zeiten einstellen, wo überhaupt Fernsehen geguckt werden darf. Insofern kann man wenigstens den übermäßigen Konsum an sich schon einschränken.
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Beitrag von TheSmashmaster »

Spike hat geschrieben: Aber mal was lustiges (eigentlich ist es ja eher traurig):
http://www.bildblog.de/?p=1848
Dass damals alle Medien auf Counterstrike rumgehackt haben unterstreicht nochmal ihre Unwissenheit. Selbst Bond-FILME sind brutaler als Counterstrike. :roll:
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Beitrag von Doedelhai »

Sandor hat geschrieben:
Tja, in der JVA wirste dann genügend Möglichkeiten haben, genau über so einen Spruch nachzudenken, falls solche Gesetze kommen sollten und dies vom Strafmaß her dem Besitz von kinderpornographischen Medien gleichgesetzt werden würde.
Ey soviel Mist in einem Satz hab ich noch nie gelesen...tut mir Leid aber solange ich für diese Spielchen bezahle is IMO noch alles in Ordnung...also Gesetzeshüter Sandor spiel mir keinen Moralapostel! Und Kinderpornographie mit "Killerspielen" zu vergleichen auch vor dem Gesetz ist noch größerer Schwachsinn...man sollte eher in den Knast kommen wenn man Blödsinn labert und da wärst du der Erste und würdest gleichmal ein dutzend Mal lebenslänglich bekommen...! :P :)
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Beitrag von TheSmashmaster »

Das hat nicht er sich ausgedacht, sondern Beckstein (bay. Innenminister) oder so.
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Beitrag von Dicker »

Ich glaub, es war nicht Beckstein, bin mir aber nicht sicher.
Hab das Interview aber gesehen und da vergleicht er Killerspiele nicht direkt mit Kinderpornographie, sondern antwortet auf die Frage, wie man denn ein Verbot von Killerspielen im Zeitalter des Internets durchsetzten will, mit den Worten (nur ungefährer Wortlaut): "Wir haben schon Erfahrung bei Kinderpornographie gemacht und können diese Mechanismen auch auf Killerspiele anwenden."
Er vergleicht also nur die Art der möglichen Strafverfolgung bei einem Verbot von Killerspielen mit der bei Kinderpornographie. Soviel dazu.

Das das ganze trotzdem Schwachsinn ist, brauch ich glaub ich nicht zu erwähnen :roll:
Alles, das erfunden werden kann, ist erfunden worden!
(C. H. Duell, Direktor des US-Patentamts, 1899)
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