Da sich neben den Metallern und Hoppern nun seit längerem auch eine dritte "Front" herauskristallisiert hat, was musikalische Geschmäcker angeht, brauchts nen Topic wo man sich ungestört auslassen kann und vor allem wo die anderen beiden Fraktionen nicht belästigt werden.
Also, wer interessiert sich aus dem mag denn noch für den Lifestyle bzw. die Musik des Emo-/Emocore? Vor allem wie hat das ganze angefangen? Mit welchen Bands? Macht sich im Freundeskreis ein Trend bemerkbar? Ist das ganze bei euch in der Gegend verbreitet bzw. wird es unterstützt?
Ich denke bei mir fing alles so richtig mit dem Album AFI - Sing the Sorrow aus 2003 an, wobei damals der Begriff "Emo" noch nicht gefallen ist und auch dieser ganze Style hier in meinem Umfeld kaum verbreitet gewesen ist. Mittlerweile hat sich das geändert. Beinahe wöchentlich gibt es im nahen Umkreis Konzerte kleinerer und auch größerer Emocore-Bands. Kollegen von mir tingeln seit 2005 nach Belgien zum Groezrock Open Air, das in den letzten Jahren mit Genregrößen wie Taking Back Sunday, Silverstein, From Autumn To Ashes, UnderOATH, BoySetsFire etc. aufwarten konnte. Wenns nicht wieder auf das Erste-mai-Wochenende fällt, werd ich mich bei nem coolen LineUp 2007 vielleicht auch mal dorthin begeben.
Im November stehen jedoch erstmal Events wie die Taste of Chaos Tour an mit Taking Back Sunday, UnderOATH, den grenzdebil genialen Saosin, sowie Senses Fail und Anti-Flag an. Werd die Veranstaltung am 08.11. in Köln besuchen. Vielleicht begegnet man da ja dem ein oder anderen.
Des Weiteren steht mit disco war gestern ! der zweite Teil unser eigens veranstalteten "Szene-Party" für Genrefans an. Die erste Party war ein voller Erfolg. Nicht nur für uns, sondern in erster Linie auch für die Verbreitung der Kultur. Emocore hat jedenfalls seitdem ne Menge neue Fans aus dem Umkreis dazugewonnen. Gut, dort wird man sicherlich keinen der hiesigen erblicken dürfen, dabei hätt ich mir die Werbung auch sparen können, aber vielleicht regt es den ein oder anderen ja an, mit ein paar Kumpels ein ähnliches Projekt auf die Beine zu stellen. Bei uns haben sich jedenfalls ruckzuck massig freiwillige Helfer gefunden, die an dem Projekt teilhaben wollten, dass kürzlich sogar ein Verein gegründet wurde und weitere Parties bzw. Konzerte in Angriff genommen wurden.
Man sieht, die Akzeptanz ist da und man konnte auf der letzten "disco war gestern" sogar nen Haufen Metalfans erblicken, denen das ganze recht ordentlich gefallen hat und die sich gern davon überzeugen ließen, dass nicht jeder Emofan Selbstmordgedanken schmiedet, sich abends regelmäßig in den Schlaf weint oder aussieht wie Tokio Bill.







