nFreaks.de kommentiert die (sehr wahrscheinlichen) Hardware-Daten des Revolution:
Gehen wir davon aus, dass das System so gefertigt wird wie es diese Daten beschreiben.
Die CPU mag als Einzelstück mit seinen im Vergleich zu Pentium 4 CPUs popeligen 2,5 Ghz als Bremsklotz des Systems gelten.
Auch ist ohne Zweifel klar, das sauber programmierte Spiele welche die vielen Kerne der Konkurrenz richtig ausnutzen auf ein enormes Leistungspotential zurückgreifen können, von dem man bis vor kurzem nur träumen konnte und die dem Revolution von der Rohleistung her um einiges überlegen ist.
Aber - und das ist der Punkt - ist das was die neuen Spiele ausmacht, in allererster Linie die Grafik und die Physik und keine nackten Leistungsdaten.
Diese wird zum allergrößten Teil von der GPU sowie dem CPU befeuert, es sei denn man hat einen Prozessor eingebaut der sich alleine um sämtliche Physikberechnungen kümmert und somit die CPU extrem entlastet.
Wenn wir uns daran erinnern, womit die Multi-CPU Konsolen immer angepriesen wurden und werden - nämlich besonders komplexe KI und Physikberechnungen durchzuführen -, dann wird schnell klar das Nintendo (wir erinnern uns an das WENN es stimmt) dort schlau mitgedacht und durch die Integration eines Physikprozessors den angeblichen Flaschenhals CPU zumindest zu einem großen Teil eleminiert hat.
Auch darf man nicht vergessen, das die im Revolution wie auch allen anderen Konsolen benutzte PowerPC Architektur pro Takt ein gutes Stück mehr Arbeit effizienter verrichtet und somit schneller ist als vergleichbare Pentium Chips (ausgenommen der kommende Pentium M) aus dem PC Sektor die zwar locker 3,2 Ghz und mehr fahren, in der Leistung pro Takt der PowerPC Architektur um einiges unterlegen sind.
Die 2,5 Ghz sind also im direkten Vergleich nicht wirklich wenig sondern angemessen, zumal Physikberechnungen komplett wegfallen und eine KI wohl kaum 100% der Leistung für sich beanspruchen wird.
Um den Sound kümmert sich erneut eine eigene APU welche 16 MB Speicher zur Seite gestellt bekommt und Dolby Digital in 5.1 und DTS in 7.1 beherrscht, der hier dedizierte Speicher entlastet wie beim GameCube das Hauptsystem und minimiert Datentransfers über den Systembus.
Bei der Grafikkarte ist besonders die Angabe interessant, das man 2 Kerne verwendet welche im Verbund zusammenarbeiten.
Diese Technik ist nicht neu, bereits 1998 konnte man per -natürlich analogem- sogenanntem "SLI" 2 3D Beschleuniger (3dfx Voodoo 2) zusammen "stecken" und wurde mit einem deutlich spürbarem Plus an Leistung belohnt.
Heute bieten nVidia und auch ATi diese weiterentwickelte, digitale Form der Leistungssteigerung unter den Namen SLi und Crossfire an.
Da es sich um 2 Kerne handelt, die Shaderpipelines mit 32 in total angegeben werden und die Taktrate bei 600 Mhz liegen soll kann man davon ausgehen das es sich um 2 Kerne mit jeweils 16 pipelines handelt, welche ihre Wurzeln in der PC Version ATis neuer Kartengeneration welche in kürze auf den PC Markt kommt, haben und in einer Art Crossfire mode arbeiten dürften.
Die GPU hat wie die der PS3 ihren eigenen Speicher, und der ist nicht nur mit 1,2 nanosekunden Zugriffszeit voll auf der Höhe der Zeit, sondern mit 256 MB auch noch sehr üppig dimensioniert, sehr detallierte Texturen, Kantenglättung und extrem detailreichen Modellen (zum Beispiel Pferde die nicht wie aus Holz geschnitzt aussehen..

) steht vom Platz her nichts im wege.
Dazu gesellen sich 512 MB DDR Speicher mit 700 Mhz Taktfrequenz welche dem System, also CPU zur Verfügung stehen.
Auch hier ist der Speicher mehr als üppig dimensioniert, sehr viel Zeit geht meistens durch das Nachladen von Platte oder Disc verloren, je mehr Daten im RAM untergebracht werden können desto schneller und flüssiger arbeitet das System.
Zusätzlich fällt ins Auge, dass das Speichersystem ähnlich wie das der PS3 sehr durchdacht aufgebaut ist.
Das System teilt sich nicht wie die XBOX 360 einen Speicherpool für CPU, Grafik, Sound und Systemoperationen sondern hat für alles getrennte Speichersysteme.
Wir haben also 512 MB für das Hauptsystem, 256 MB NUR für die Grafikeinheit, 16 MB NUR für den Sound und 32 MB NUR für den Physikprozessor.
Selbst wenn man die 48 MB von Sound und Physik dem Systemspeicher ankreidet, so verfügt der Revolution immernoch über deutlich mehr Speicher als die Xbox360 und die Playstation 3.
Das ganze ist natürlich basierend auf den uns vorliegenden Infos beurteilt worden...wird der Revolution tatsächlich mit diesen Speichermengen und in dieser Konfiguration gebaut werden, dann hat Nintendo ein technisch erstklassiges Gerät im Ärmel, welches trotz seiner einzelnen CPU Grafisch und von der Komplexität her kaum den anderen Geräten hinterherhinken wird.
Als kleiner Denkanstoß zum Thema große Zahlen möchte ich erwähnen das die PS2 bereits eine Grafikeinheit mit 16 Pipelines hatte und damit damals Lichtjahre voraus war, diese aber derart kompliziert und umständlich zu programmieren sind, dass bis heute nur wenige Spiele wirklich Nutzen daraus ziehen und eine 4 Pipe XBox GPU die PS2 grafisch locker in den Schatten stellt.
[Quelle:
nFreaks.de]