Terri Schiavo ist tot!!

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MFauli
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Beitrag von MFauli »

Also, mir ist ja diese Frau piepegal bei den Massen an Menschen, die täglich krepieren, ABER:

Wieso verhungern lassen?
Das KANN nicht angenehm gewesen sein.
Und Schmerzmittel gibt es dagegen wohl auch kaum, da das Verhungern an sich kein normaler Schmerz ist.
Warum dann nicht Schlafmittel einflößen, bis sie tot ist, oder sonst irgendwie auf einmal töten?
Dieses dahinsiechen lassen kann doch gar nicht human gewesen sein.
Wobei, der Mensch ist ein Arschloch, von daher wars wohl human ;-)
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Tom
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Beitrag von Tom »

Also es gibt viele Berichte und viele davon widersprechen sich und wahrscheinlich wird erst die Obduktion wirklich zeigen was stimmt, aber angeblich soll als sie ins Koma fiel ihre Hirnrinde stark geschädigt worden sein. Und:
In der Hirnrinde befinden sich die komplexen Zellstrukturen, die Gedanken, Empfindungen, Erinnerungen und Gefühle kontrollieren.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,349074,00.html

Also selbst wenn ihr Körper Schmerzen hatte: Sie hat davon nichts mitbekommen!
Zudem hat sie ne Menge Valium gekriegt, ich denke das ist nicht dasselbe wie irgendwelche Schmerzmittel, die man mal vom Hausarzt verschrieben bekommen hat.

Und meiner Meinung nach war sie nur noch ein dahinvegetierendes Stück Feisch (wenn das mit der Hirnrinde stimmt).
Keine Gedanken, keine Gefühle, keine Erinnerungen. Wo ist das bitte ein Leben?
Man hätte die Maschinen schon vor 10 jahren abstellen sollen, oder früher.

Also zumindest würde ich das so wollen, wenn mir mal sowas passieren sollte.[/quote]
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Morku
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Beitrag von Morku »

War sie das etwa mal?
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Vater Unser
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Beitrag von Vater Unser »

naja, wenn sie nichts gespürt hat, hätte man sie genau so gut erschießen können, da wäre die Tötungsmethode egal gewesen..da fänd ich nen "natürlichen" Tod besser für die ewige Ruhe...

ich hab ehrlich gesagt zu viel Angst vor dem Tod, als dass ich sofort sowas entscheiden könnte...aber nach 15 Jahren (das ist in Etwa so lange wie ich bis jetzt lebe, und das ist schon verdammt lang), würd ich mir sicher auch den Tod wünschen, falls ich zu dem Zeitpunkt überhaupt noch "gelebt" hätte...allerdings bezweifle ich, dass die jemals wieder erwacht wäre, nach 15 Jahren gibt's da eigentlich so gut wie keine Hoffnung mehr....außerdem ist es auch ne ständige Belastung für die Familie, wenn man immer hofft, dass sie wieder aufwacht
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Ich kenn wie viele hier auch nicht die Einzelheiten und bin schon gar kein Hirnmediziner. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass kaum einer nachvollziehen kann, was es heißt, wenn der/die eigene Partner 15 Jahre oder länger im Wachkoma liegt und nachweislich kaum oder gar keine Hirnfunktionen mehr hat. Man kann es dem Ehemann daher nicht übel nehmen, wenn er aufgrund der bekannten Medizinerberichte und Diagnosen dann irgendwann auch selber für sich einen Weg finden muß. Das ist doch wie Tod auf Raten, wenn man auch noch zuschauen muß, wie der Partner rumliegt und Stück für Stück aufgibt bzw. zerfällt. Allerdings finde ich diese aktive Sterbehilfe nicht gut, man hätte durchaus mit Medikamenten für ein schnelles Ende sorgen können.

Was die Meinung angeht, dass ein Einzelschicksal uninteressant ist, weil es doch so viel anderes Leid gibt auf der Welt....also das kapier ich nicht. Nur an den Einzelschicksalen kann man im Ansatz doch nachvollziehen, was Tod und Krankheit heißt. Wenn bei eine Tsunami rund 280 000 Menschen sterben ist das doch dennoch nur eine Zahl - sieht man aber vor sich konkrete Menschen, wird einem erst der Umfang bewußt.
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Beitrag von Raptile »

Ich schreib hier ja auch nicht irgend ein Bericht, sondern meine Meinung zu der Sache, und die ist eben emotional.

Sandor hat recht. Der Tot ist schon normal geworden heut zu Tage. Da kann in den Nachrichten z.B. 50 Tote im Irak kommen, was denkt der Mensch: "50 Tote, aha." Mehr nicht. Dann versetz dich doch mal in die mehr als 50 Schicksale der Verwandte, Kinder, Ehefrauen/männer, ... Dann wirst du erst sehen das jedes einzelne Schiksal eine Tragödie ist. Und an einem einzelnem Fall sieht man das einfach besser, weswegen genau der groß in den Medien ist.

MFauli hat auch recht. Dem Patient zuerst mal Schlafmittel verpassen und dann den Kreislauf lahm legen, völlig Schmerzfrei ist das und für alle Beteiligten scherlich angenehmer als 13 Tage lang verhungern lassen.

Achja, und wenn das mit dem recht in den USA so ist und ihr gleich, dann muss man das eben nicht nur in den USA ändern.

Und wenn ich 15 Jahre da gelegen wäre, dann will ich noch weitere 15 Jahre daliegen. Zumindest so lange bis meine Eltern, Freunde, Brüder, Kinder, Ehefrau, Freundin, ... mich nicht mehr besuchen kommen. Denn ich meine, dass man die Anwesenheit von anderen spürt.

Und jetzt versetzt ihr euch mal in die Lage, viele sagen dann: "Ja, dass wäre ja was anderes."
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MFauli
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Beitrag von MFauli »

Tom hat geschrieben:Und meiner Meinung nach war sie nur noch ein dahinvegetierendes Stück Feisch (wenn das mit der Hirnrinde stimmt).
Keine Gedanken, keine Gefühle, keine Erinnerungen. Wo ist das bitte ein Leben?
Perfekte Überleitung ;-)

Dann macht den Menschen also doch sein Geist aus, oder?
Also wäre die perfekte KI AUCH eim Mensch, denn nicht der Körper, sondern der Geist macht den Mensch zum Mensch.

(okay, etwas off-topic, aber ich konnte mich nicht zurückhalten ;-))
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Cubestar2003™
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Beitrag von Cubestar2003™ »

Raptile hat geschrieben: Und wenn ich 15 Jahre da gelegen wäre, dann will ich noch weitere 15 Jahre daliegen. Zumindest so lange bis meine Eltern, Freunde, Brüder, Kinder, Ehefrau, Freundin, ... mich nicht mehr besuchen kommen. Denn ich meine, dass man die Anwesenheit von anderen spürt.
Sowas egoistisches hab ich lang nich mehr gelesen. Vor allem deine Eltern werden dich NIE vergessen können und werden IMMER, egal wann, dich in diesem Zustand besuchen kommen.
Und wie VU schon sagte, quält man die Verwandten nur unnötig mit dieser Ungewissheit.
Vor allem die Freundin, die wird ihres Lebens auch nicht mehr glücklich, wenn sie 30 jahre an deinem Bett wacht. :roll:
Sowas kann man nich verlangen IMO...
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Böass
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Beitrag von Böass »

War sie das etwa mal?
Jo, war wohl magersüchtig, was wohl einer der Gründe für ihr Wachkoma war...
Raptile
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Beitrag von Raptile »

Cubestar2003™ hat geschrieben:
Raptile hat geschrieben: Und wenn ich 15 Jahre da gelegen wäre, dann will ich noch weitere 15 Jahre daliegen. Zumindest so lange bis meine Eltern, Freunde, Brüder, Kinder, Ehefrau, Freundin, ... mich nicht mehr besuchen kommen. Denn ich meine, dass man die Anwesenheit von anderen spürt.
Sowas egoistisches hab ich lang nich mehr gelesen. Vor allem deine Eltern werden dich NIE vergessen können und werden IMMER, egal wann, dich in diesem Zustand besuchen kommen.
Und wie VU schon sagte, quält man die Verwandten nur unnötig mit dieser Ungewissheit.
Vor allem die Freundin, die wird ihres Lebens auch nicht mehr glücklich, wenn sie 30 jahre an deinem Bett wacht. :roll:
Sowas kann man nich verlangen IMO...
Meine Meinung hat in diesem Falle nicht den Anspruch ein objektiver Bericht zu sein. Es ist meine subjektive Meinung. Mehr brauch ich dazu wohl nicht sagen.

@MFauli: Gute Überlegung, aber eine so ausgereifte KI wird man wohl niemals hinbekommen.
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Beitrag von Dolphin5 »

Morku hat geschrieben:War sie das etwa mal?
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Jep... Die war wirklich mal hübsch. :( Für mich läutet Ihr Tod eine neue Ära ein, denn ab jetzt werden wohl die Gerichte entscheiden, wie lange noch jemand leben soll oder nicht... Bei knappen Gesundheitskassen eher fatal, finde ich. :?
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Sandor
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Beitrag von Sandor »

Sorry Dolphin - aber das ist nun echt ein wenig zu heftig überzogen, dieses statement.

Hier entschiedet erstmal keiner sowas - es ist sogar streng verboten. Das Thema Sterbehilfe ist in Deutschland stark vorbelastet. Nur mit einer Patientenverfügung kann passiv "gehandelt" werden und selbst dann müssen strenge Bedingungen erfüllt sein.

Und der Fall in den USA zeigt meiner Meinung nach zwei Seiten: der Mensch lebt nicht nur, weil die Zellen leben, sondern weil es den Geist/Seele gibt und der Satz "ich denke, also bin ich" kommt da stark in den Vordergrund. Zweitens zeigt die Streiterei vor Gericht klar und deutlich, dass man sogar m.E. quälend jemanden verdursten lassen kann, statt ihn mit einer Spritze zu erlösen. Letzteres schockt mich ehrlich gesagt mehr.

Man kann auch nach 15 Jahren Rettungsversuchen etc. nicht davon sprechen, dass jemand per Beschluss getötet wird oder sowas. Das Gesundheitssystem bei uns ist zwar bereits schon kollabiert, jedoch ist die Notversorgung noch intakt in den meisten Fällen. Allerdings verschlechtert sich das immer mehr.
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Plube
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Beitrag von Plube »

MFauli hat geschrieben:Dann macht den Menschen also doch sein Geist aus, oder?
Also wäre die perfekte KI AUCH eim Mensch, denn nicht der Körper, sondern der Geist macht den Mensch zum Mensch.
Moment mal. Dann hätte die perfekte KI zwar ein LEben aber wäre noch kein Mensch. Ich überleg gerade ob Tiere Erinnerungen haben.... :?: Wenn nicht, dann wär sie ein Mensch, wenn doch dann halt ein Tier :) Zur Not einigt man sich halt auf Lebewesen :)
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Beitrag von Nakira »

Ich weiß gar nicht warum hier soviel diskutiert wird.
Niemand kann wirklich sagen ob sie
1) jemals wieder aus dem Koma erwacht wäre
2) ob sie noch irgendwas gespürt hat (schmerzen usw.)
3) ob sie selbst so weiterleben hätte wollen

schlimm finde ich an der ganzen sache nur dieser assoziale medienrummel.
andauernd die bilder von ihr, das ging mir terilweise schon auf den kecks.
ich kann die trauer der eltern verstehen und die hoffnung, das sie nocheinmal aufwacht, denn die hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Andererseits weiß der Ehemann vielleicht besser was sie sich selbst gewünscht hätte und vielleicht war er einfach nur realistisch und hat gesehen, das es keine chance mehr gab.
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Tim
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Beitrag von Tim »

Ich wäre in solchen Fällen auf jeden Fall FÜR aktive Sterbehilfe, dann wäre sie einfach an ner Überdosis von irgendwas gestorben, bei dem sie keine Schmerzen haben kann (Dafür gibt's ja die richtigen Mittel.), aber so weiß man's natürlich nicht...

Peace

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Beitrag von meister »

Na ja, fand den medienaufwand um die irgendwie lächerlich...
So vielen Menschen passiert das, und die hier kommt jeden abend in den ARD Nachrichten. Nicht, dass ich so ein Schicksal nicht bemitleidenswert finde, aber warum auf einmal so einen Stress darum?
Nach 15 Jahren Versorgung kann man davon ausgehen, dass ein Aufwachen sehr unwahrscheinlich ist, gab ja schon alles, aber eben in einem von einer Million Fällen. Man sieht einem solchen menschen an, dass er kein leben im Sinne eines normalen Lebens führt, ich würde ein solches "Leben" nicht Leben wollen, und wäre jedem Dankbar, der mich davon erlöst.

Und am lustigsten sind die Leute, die vorm Krankenhaus flennen, obwohl sie die Frau nicht kennen, und groß "Mörder" auf ihren Schildern stehen haben. Höchstens ist sowas unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge, weil von alleine Leben kann diese Frau nicht mehr, und der Rest ist nur interpretation, inwieweit man diesen zustand "Leben" nennt.

Ich bin absolut dafür, Leute im Wachkoma 3 bis 5 Jahre wachzuhalten, da wachen ja noch einige auf, aber 15 Jahre und mehr, na ja.
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