Die Bilder zu diesem Test wurden mit einem Capture Board der Firma Fast erstellt.

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Testteil 2!

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Mega Star

So langsam nimmt die Prozentanzeige eine gewisse Dimension an, die es mir sinnvoll erscheinen läßt den zweiten Testteil zu Donkey Kong zu machen. Mittlerweile habe ich sogar an manchen Stellen gedacht das man zu DK auch ein Tagebuch hätte machen können. Wäre das erste mal das ein Jump'n Run so getestet werden würde. Doch was rede ich hier eigentlich. Jump'n Run ist ja fast schon ein Beleidigung für den guten alten Donkey. Denn eines zeigten die letzten Welten auch überdeutlich. Der sich langsam abzeichnende wirkliche Umfang des Spiels, der erahnen läßt das es noch ein bischen dauern kann ehe in der Prozentanzeige die 100% steht. Aber ich denke positiv und glaube schon die 100 % noch zu sehen. :-) Auf jeden Fall erfüllt Donkey Kong bis zu diesem Zeitpunkt voll und ganz meine Erwartungen. Man fühlt sich oft ein bißchen wie in Mario oder Banjo. Besonders dann wenn man eigentlich seine Spielesession beenden will und dann doch einfach nicht aufhören kann. Irgendwas gibt es immer zu tun. Ich denke mal das geht nicht nur mir so. Im ersten Testteil war das Ende im Aztekenlevel und mir fehlte noch eine Spielfigur. Also ging es danach ab in die nächste Welt, die Frantic Factory. Hier spielt sich nun alles in einer überdimensionalen Fabrik für Spielzeug ab und eines der Ziele war hier den letzten aus der 5er Riege zu befreien, den stärksten von allen - Chunky . Dieser Junge sollte hier ganz neue Fähigkeiten bekommen, die wiederum neue Aspekte im Spiel eröffnen.
Also war der erste Weg auch mit ihm zu Cranky, zu dem man im Anschluß gleich nochmal konnte. Denn gleich 2 Fähigkeiten konnte man für Chunky erwerben. Zum einen war er jetzt in der Lage mit einem Power Move Gitter und Wände einzuschlagen, und zum anderen konnte er beim finden eines entsprechenden Fasses eine überdimensionale Größe annehmen. Doch auch die anderen mußten erneut zu einem Antrittsbesuch zu Cranky. Das gefällt mir sehr das man die Charaktere immer wieder updaten konnte, oder zumindest deren Fähigkeiten. Denn an einigen Stellen fragte man sich schon wie man es eigentlich bewerkstelligen sollte. So z.b. die großen Hebel , die jetzt nur von Donkey Kong umgelegt werden konnten. Das hat auch Sinn. Denn nur so gelingt es euch den originalen Spielautomaten von DK aus dem Jahre 1981 zu spielen. Und entgegen der weitläufigen Meinung das Spielchen wäre nur Gimmick wird man sich umschauen. Wer nämlich die Nintendo Münze im Spiel haben möchte sollte hier ein paar Highscores schaffen. Genauso findet man hier in dieser Welt die riesige Maschine, die allerdings nicht arbeitet. Dafür gibt es einen Hebel, der sie in Gang setzt. Man sieht am Anfang in luftigen Höhen Bananen über Bananen und kommt nicht hin. Bis man diesen Hebel findet. Ich liebe diese Abhängigkeiten. Danach warteten auch die ersten ernstzunehmenden Jump'n Run Einlagen, die bisher eigentlich kaum und dann auch nicht besonders schwer waren. Auf der einen Seite eigentlich sehr gut gelöst von Rare. Der Spieler wird durch diese Dinge eigentlich nie gefrustet. Denn die Hauptaufgabe liegt dann doch im lösen der vielen kleinen Rätsel um die Bananen zu finden. Selbst bei den Endgegnern ist das so. Ich habe zwar selber ein paar Versuche gebraucht ehe ich in der Factory dahintergestiegen bin wie er eigentlich zu besiegen ist. Aber dann geht es eigentlich. Hier z.b. mit Tiny nur durch ihren neuen Helicopter Move mit dem sie für eine kurze Zeit fliegen kann.
Es sind oft kleine Dinge die eine große Wirkung haben. Aber auch witzige Einlagen sind immer wieder reichlich vorhanden. Wenn ich da an das Rülpsspielchen mit Lanky denke, bei dem man ein cooles Gedächtnistraining hinter sich bringen muß. Grafisch zeigt sich die Frantic Factory eher von einer gediegenen Seite. Nicht jede Welt ist ein grafisches Feuerwerk. Dafür wird man in der Welt danach wieder mit neuen Effekten verwöhnt. In Gloomey Galleo bekommt man es mit dem Element Wasser reichlich zu tun. 2 riesige Areale laden hier zu einigen Tauchversuchen ein. Dabei glänzt die Grafik hier mit einzigartigen Transparenzeffekten. Eine feines Flimmern des Wassers veredelt den Anblick hier. Hier kommt nun ein weiterer Aspekt des Spiels zum tragen. Nicht nur Cranky kann updaten, sondern auch Candy und Funky. In den Welten kann man nun die Anzahl an Munition und die Instrumentennutzung erhöhen. Immer wieder kostet es Geld diese Dinge zu erwerben. Die Münzen bleiben also weiterhin wichtig. Und noch eine ganz andere Münzengeschichte erlebt man. Da man hier jetzt 15 Medaillen haben sollte kann man nun bei Cranky ein 2. Arcadespielchen spielen und so die andere Münze, die Rare Münze erspielen. Neben diesen Dingen wird der Spieler aber immer wieder auf's neue überrascht. Hier muß man z.b. einen Leuchtturm aktivieren um in den Hafen ein Schiff einfahren zu lassen. Danach erst kann man bestimmte Bananen erreichen. Oder man muß immer wieder den Wasserpegel in einem Areal heben und senken um bestimmte Ort zu erreichen. Eines der fetzigeren Rätsel war hier ein Donkey Kong Stern, der über der Wasseroberfläche schwebte. Dieser verschloß eine unterirdische Tür zu einem neuen Bereich. Wie also rankommen. Dranspringen brachte nichts. Die Lösung war wie im ersten Level die Verwandlung eines Charakters. Lanky, der sich hier zu einem Hai verwandeln konnte war die Lösung. Mit ihm konnte man in Flippermanier aus dem Wasser springen und dabei diesen Stern erreichen.
Dabei hat man ihm eine lustiges Gesicht verpaßt und mit geschmeidigen Bewegungen versehen. Besonders wenn er aus dem Wasser sprang. So kam dann immer eins zum anderen. Man aktiviert mit einem Charakter irgendwas und kann es mit einem anderen nutzen. Man erfüllt mittlerweile auch Aufträge. Wie z.b. die Perlen einer kleinen Nixe zu finden oder eine Robbe aus eine Käfig befreien, gegen die man danach noch ein cooles Rennen bestreiten kann. Immer wieder diese kleinen Spiele. Neben den Rennspielen wie z.b. in der Frantic Factory mit Tiny oder hier mit Donkey Kong. Spaßig und Herausfordernd sind sie immer. Ich denke mal auf irgendeinem Wege sind alle diese kleinen Spielchen am Ende anwählbar. Die angesprochenen Fehlermeldungen die man aus den USA hört kamen mir aber auch mal kurz in der Wasserwelt in Erinnerung. Eine der goldenen Bananen für Chunky fand man im inneren des fahrenden Schiffes. Hatte man sie geholt fing das Bild an zu vibrieren und die Steuerung war verkehrt herum. Hatte ich den Raum verlassen war alles normal. Es kann natürlich auch sein das dies so geplant ist. Trotzdem war es schon komisch. Meine momentane Welt ist der Fungi Forest in dem wieder neue Dinge den Spieler erwarten. Hier kann man an einer riesigen Uhr die Zeit auf Nacht oder Tag stellen. Der Sinn dabei ist das man viele Stellen hier findet die mit einem Mond oder Sonnensymbol versehen sind. Also nur zu der angezeigten Tageszeit begehbar sind. Auch grafisch ist diese Welt neben dem Azteken Level die bisher schönste. Eine toll aussehende Mühle fällt mir da sofort ein. Hier wird dem Charaktertauschen ebenfalls noch eins draufgesetzt. In einem riesigen Turm findet man bald auf jeder Etage Sachen für einen anderen Charakter. Ebenso nehmen die Fundorte für kleinen Feen immer mehr zu. Mehr als 10 Feen gab es bisher zu sehen. Sehen übrigens sehr niedlich aus wenn man mal eine für kurze Zeit aus der Nähe zu sehen bekommt. Auch stellt man langsam einen leicht ansteigenden Schwierigkeitsgrad in einigen Minispielen fest. So bei DK's Faßschießen, bei dem jetzt immer mehrere mögliche Wege auf den Spieler warten. Testet man hier nicht alles aus sucht man sich unter Umständen nach 5 fehlenden normalen Bananen dumm und dämlich.
Oder die Slot Machine, die bei ersten Kontakt kein Problem war, da die Rollen sehr langsam liefen. Mittlerweile macht man das Spielchen mehrmals hintereinander und muß dabei jetzt feststellen das die Rollen immer schneller werden. Da immer eine goldene Banane am Ende will man auch nicht aufgeben. Auch werden die Zeitabstände immer kürzer. Zwar immer nur um Sekunden. Aber noch liegen ja ein paar Welten vor einem. Also noch genug Zeit für eine Verschärfung der Regeln. Überhaupt ist man jetzt immer mehr gespannt was noch alles kommen mag. An Rätseln wie an grafischen Dingen. So z.b. auch ein cooler Kampf gegen Killertomaten , die man nur mit einem Update der Waffen besiegt. Imposant finde ich gerade hier in einem Bereich herumfliegendes Laub, das nicht nur in Form kleiner Pixel durch die Luft fliegt, sondern in richtigen großen Blättern. Es gibt immer wieder solche Stellen, die DK das gewisse grafische Extra geben. Nicht durchgehend, aber doch in regelmäßigen Abständen. Stoff zum schreiben bietet DK allemal noch genug. 3 komplette Welten und der Außenbereich, den ich mir für den Schluß aufhebe werden dafür schon sorgen. Aber auch bis jetzt ist DK64 das Spiel das man erwartet hat. Abwechslung und Motivation bis zum umfallen. Es ist auch wieder so ein Spiel wo man sich wünscht sich Freitag abend mal einzuschließen und erst Montag morgen wieder aufzuhören. :-) Bis zum nächsten Testteil.

Komplettlösung zu Donkey Kong 64

Matthias Engert
(20.12.1999)

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