Die Bilder zu diesem Test wurden mit einem Capture Board der Firma Fast erstellt.

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Spielfigur Carrie

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Mega Star.

Wer von den Nintendo Besitzer kennt sie nicht, die Belmont Familie. Die Castlevania Reihe ist eine der wenigen die schon ewig Bestand hat und eigentlich nur mit Nintendo's eigenen Spieleserien mithalten kann. Schon Ende der achtziger gab es die ersten Abenteuer rund um Castlevania. Ich persönlich bin seit dem Super Nintendo Auftritt ein großer Fan dieser Serie. Nachdem die Castlevania Spiele mittlerweile auch auf anderen Plattformen erschienen sind, war man doch gespannt auf das Erscheinen der Nintendo 64 Version. Denn mit ihr sollte ein neues Capitel um die Vampirjägersaga eingeläutet werden. Nämlich der Sprung von einer 2D Perspektive hin zur 3D Version. Doch auch Castlevania machte im Reigen der Verschiebungen keine Ausnahme. Auch hier mußten wir uns lange gedulden bis es endlich soweit war. Nachdem nun die US Version erschienen ist geht ab April auch in Deutschland Castlevania an den Start. Im Vorfeld waren auch zu Castlevania die skurilsten Gerüchte im Umlauf. So war ursprünglich mal geplant das 4 Charaktere an den Start gehen sollten. Unter anderem auch mit einem Skelett. Aber dieses wurde verworfen und schlußendlich packten die Programmierer von Konami 2 unterschiedliche Charaktere in das Spiel. Auch hierbei ging man einen völlig neuen Weg. Anstatt vielleicht, wie beim demnächst erscheinenden Goemon 2 mit 2 Charakteren gleichzeitig zu spielen kann man dieses Abenteuer auf unterschiedlichen Wegen bestreiten. Und das mit jeder der beiden Charaktere. Die Besonderheit daran ist das sich dabei die Wege im Spiel zu Teil unterscheiden. Dies war auch der Grund zu Castlevania kein Tagebuch zu machen. Doch auch hierfür haben wir einen Weg gefunden und präsentieren den Doppeltest. Ich für meinen Teil habe die kleine Carrie durch das Spiel geführt und Oliver Mühleisen den Reinhardt. So könnt Ihr sicher sein das jede Location besprochen werden kann. Dabei exestiert schon zu beginn für jede der beiden Charaktere eine eigene Hintergrundstory. Wieder befinden wir uns in Draculas Reich, der die Ländereien unterworfen hat und mit seiner dunklen Macht herrscht. Carrie Fernandez ist ein kleines Mädchen dessen Mutter von Dracula getötet wurde und die sich nun auf den Weg macht dieses Verbrechen zu rächen. Diese kleine Geschichte wird euch zu beginn in voller, hier noch englischer Sprachausgabe präsentiert. Bin gespannt ob Konami in der dt. Version diese Geschichte übersetzt. Sobald die dt. Version bei uns erschienen ist gibt es dazu noch einen Nachbericht was die Unterschiede angeht.
Gespannt war ich im Vorfeld natürlich auch was die soundmäßige Untermalung im Spiel angeht. Schon zu beginn bekommt man einen kleinen Vorgeschmack was einen erwartet. In einem tollen Vorbeiflug am Schloß von Dracula hört man mystische eindringliche Geräusche die in einem tollen Geigensolo enden, das Ihr ja in unserer Soundecke downloaden konntet. Ist diese Szene vorbei präsentiert sich der Hauptbildschirm von Castlevania. Hier könnt Ihr entweder sofort ein Spiel beginnen oder die Options anwählen. Hier könnt Ihr neben der Soundkonfiguration das Controller Menu anwählen. Hier habt Ihr vorgefertigte Möglichkeiten der Tastenbelegung bei denen Ihr eine für euch passende auswählen könnt. Habt Ihr euch hier für eure Einstellungen entschieden könnt Ihr das eigentliche Spiel starten. Beim ersten Einschalten der Konsole wird dabei die Memorycard formatiert und vorberreitet. So stehen euch auf einer 256k Memory Card 4 Speicherplätze zur Verfügung. Bei eurem ersten Kontakt mit dem Spiel entscheidet Ihr euch jetzt für eine Spielfigur . Diese wählt Ihr für das gesamte Spiel und kann im Spiel nicht gewechselt werden. Habt Ihr euch für eine Person entschieden, im meinem Falle Carrie beginnt für euch die Jagd nach dem Bösewicht Dracula. Zu beginn des Spieles gleichen sich die Wege der beiden Charaktere noch. Aber wie man auch in der Komplettlösung jeder Person sehen kann bleibt das nicht so. Der Anfang des Spiels erinnert mich ein wenig an Goldeneye (Satellitenlevel). Weniger grafisch, sondern von der Machart her. Ein Vorspann fliegt die nähere Umgebung ab um dann auf Carrie zu zoomen die jetzt Ihr Abenteuer beginnt. Schon hier am Anfang wird die mystische Atmosphäre deutlich. Regen, Donner und Blitzeinschläge in den Bäumen die einen schon richtig einstimmen. Von nun an ist es Carrie's Ziel 10 Level zu durchqueren um am Ende auf den Oberschurken Dracula zu treffen. Der Weg dorthin ist gepflastert mit Hindernissen die aus Castlevania ein Jump'n Run gepaart mit Action macht. Auf dem Weg erwarten euch neben diesen Hindernissen eine Unmenge an Gegnern. Um diesen Herr zu werden haben die Programmierer einige Dinge in das Spiel gepackt die Carrie auf ihrem Weg unterstützen. Die meisten davon findet Ihr als Anzeigen auf dem Spielbildschirm. Die wichtigste davon ist natürlich die Lebensleiste der Heldin. Diese ist oberhalb im Bild und sollte nicht aus den Augen verloren werden. Denn in Castlevania gibt es keine vorgeschriebene Anzahl an Leben. Sondern nur eines davon. Dies mag im ersten Moment etwas frustierend klingen, wird aber durch 2 wichtige Dinge relativiert.
Zum einen gibt es im Spiel unendlich viele Countinues. Und zum anderen ist die Möglichkeit des Speicherns relativ oft gegeben. So findet Ihr an vielen Stellen in den Leveln sogenannte Speicherjuwelen an denen Ihr jederzeit speichern könnt. Der Vorteil daran ist das man sie immer wieder benutzen kann. Hat man z.b. nach einem Speicherpunkt eine schwere Passage gemeistert muß man nicht bis zum nächsten Speicherpunkt laufen sondern kann wieder zurück und den letzten nutzen. Nachteil ist natürlich, sollte man etwas entfernt von einem ein Leben verlieren das man dann am letzten Speicherpunkt wieder beginnt. Da diese Punkte aber wiegesagt relativ häufig sind empfinde ich diese Variante eher als Vorteil. Ganz rechts im Bildschirm habt Ihr ein Kästchen das für Carrie's Sekundärwaffe da ist. Die Primärwaffen der kleinen Carrie sind 2 Schlagringe die Ihr mittels der C-links Taste bedient und magischen Feuerbällen die Ihr mit der B-Taste aktiviert. Diese magischen Feuerbälle sind entweder kleine Geschosse, die durch ein kurzes drücken abgeschossen werden oder wirksame große Feuerbälle die Ihr feuern könnt indem Ihr die B-Taste gedrückt haltet. Jetzt läuft Carrie mit einem Feuerball in ihrer Hand herum die aber eine starke Wirkung haben. Die Wirkung dieser Feuerbälle könnt Ihr noch verstärken indem Ihr sogenannte Power Up Symbole findet. Mit ihnen verändert sich die Farbe der Bälle und deren Wirkung. Nebenden Power Up's exestieren noch weitere Items in Castlevania. Die meisten davon sind wiegesagt die Sekundärwaffen die oben rechts in dem Kästchen angezeigt werden. Hierfür exestieren ein Messer, eine Axt, Weihwasser und ein Cross Wurfgeschoss. Diese Items findet Ihr entweder an bestimmten Stellen im Spiel, unter Fackeln und Kerzenständern die man zerschlagen kann oder indem man Gegner erledigt, die dann diese Items hinterlassen. Allerdings kann man nicht alle Sekundärwaffen sammeln und sie dann benutzen wenn man möchte . Sondern man hat immer die zur Verfügung die man als letztes gefunden hat. Das wäre ja nicht weiter schlimm. Aber alle diese Waffen besitzen eine unterschiedliche Stärke und haben bei den verschiedenen Gegner auch unterschiedliche Wirkungen. Um diese Waffen zu nutzen benötigt Carrie ebenfalls Magie. Diese erhält Carrie durch sogenannte rote Juwelen die man zum nutzen der Sekundärwaffen braucht. Der momentane Wert dieser Magie steht direkt unter dem Kästchen und beträgt hächstens 99. Ein gefundenes rotes Juwel hat den Wert von 9 Punkten. Je nachdem welche Waffe Ihr nutzt wird euch davon Energie abgezogen. Gerade für schwerere Gegner sind diese Waffen sehr gut.
Neben den Waffenitems exestieren aber noch weitere Items im Spiel. So z.b kleine Fleischstücken um die Lebensenergie wieder aufzufrischen. Auch diese findet Ihr an den unterschiedlichsten Stellen im Spiel. Im Unterschied zu den Sekundärwaffen könnt Ihr diese aber sammeln. Dafür exestiert ein Itemmenu , das Ihr durch drücken der Starttaste aufruft. Sollte eure Lebensenergie mal zur Neige gehen könnt Ihr hier, sofern Ihr ein entsprechendes Item habt diese wieder auffüllen. In diesem Itemmenu werden im Verlauf des Spiels noch weitere Items gesammelt. Dazu gehören die sogenannten Sun- und Moon Cards, die für ein ganz spezielles Feature verantwortlich sind. Wie bei Zelda auch vergeht in Castlevania die Zeit in Echtzeit. Allerdings wesentlich langsamer als in Zelda. Diese beiden Cards sind nun dafür da ein bischen zu tricksen und Zeit entweder vor oder zurückzustellen. Und das nicht ohne Sinn. Denn einige Locations, Personen und Gegner bekommt Ihr nur zu Gesicht wenn Ihr eine bestimmte Tageszeit habt. Die momentane Zeit seht Ihr links oben in Form einer Uhr und eines entsprechenden Symbols für Tag und Nacht. Auch das sind noch lange nicht alle. So werdet Ihr im Verlauf des Spiels in Kämpfe mit kleinen Saurierähnlichen Gegnern und Vampiren verwickelt. Bei diesen kann es passieren das sie euren Gesundheitszustand verändern. Im Normalfall steht oben im Bild "GOOD" für normale Gesundheit. Erwischt euch aber ein Vampir und nagt sich in euch fest erscheint dort die Anzeige "VAMP". Die Saurierähnlichen Gegner spucken nach euch. Treffen sie euch ein paar mal erscheint die Anzeige "POISON" für vergiftet. Bei beiden Zuständen verändert sich Carrie's Gesichtsfarbe. Das diese Zustände nicht von Vorteil sind könnt Ihr euch denken. Deshalb exestieren auch hierfür Items, von denen Ihr einige finden solltet. Für den Fall das Ihr von einem Item nichts mehr habt könnt Ihr auch welche kaufen. Das Geld dafür findet Ihr in Form von kleinen Geldsäcken ebenfalls unter Fackeln u.s.w. Habt Ihr genug Geld gesammelt könnt Ihr einen Händler aufsuchen, der euch all diese Dinge natürlich teuer verkauft. Der bessere Weg ist aber die Items so zu finden. Ganz selten findet Ihr im Spiel sogenannte Special Items. Diese überaus gut versteckten Items sind erst nach dem erstmaligen durchspielen wichtig. Mit dem einen könnt Ihr Carrie's Aussehen ändern und mit dem anderen könnt Ihr bei einem Neustart den Schwierigkeitsgrad HARD anwählen. Aber wiegesagt. Erst müßt Ihr Castlevania im Normal durchgespielt und gewonnen haben. Und wartet vor allem den Abspann ab. Erst nach dem Abspann könnt Ihr nochmal speichern und diese Einstellungen sichern.
Für das spielen selber exestieren 3 verschiedene Viewpoints die Ihr in ruhigen Situationen verstellen könnt. Bei Boss Kämpfen schaltet sie automatisch von der Normalansicht in die Boss Ansicht um. Der Unterschied ist aber wenig ersichtlich. Die Normale ist aber am ruhigsten. Die anderen beiden fahren gerne mal hektisch hin und her. Allerdings hat die Kamera auch ab und zu einen kleinen Aussetzer was aber immer wieder in 3D Spielen der Fall ist. Außer bei Zelda. :-) Sehr oft im Spiel kommt Ihr an Sprungpassagen bei denen man gerne mal graue Haare bekommen kann. Denn oft ist dort die Kamera nicht verstellbar und Ihr müßt so klarkommen. Dabei verspringt Ihr euch gerne mal, was auf Dauer etwas nervt. Einziger Trost sind die Speicherpunkte die Gottseidank immer in der Nähe sind. Auch in der Luft ist ein korrigieren sehr schwer. Hier reagiert die gute Carrie etwas träge. Ihr solltet also gleich richtig springen. Es sind überhaupt relativ viele Sprungeinlagen in Castlevania enthalten. Ich will euch schonmal auf das Eislevel (Tower of Sorcery) vorberreiten. Hier müßt Ihr nur springen. Holt euch am besten gleich ein Frustbleistift mit dazu. :-) Dafür ist es nicht das längste Level. Die Länge der Level ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Villa z.b. und das innere des Schlosses sind irre lang und voller Rätsel. Dagegen gibt es Bereiche die man relativ schnell durch hat. Sehr schön finde ich dabei die Übergänge der Level die ineinander übergehen. Betritt man dabei ein neues Level wird die Lebensenergie immer voll aufgeladen. So hat man mit keinen Altlasten zu kämpfen. Was man ebenfalls sehr früh merkt sind die für ein N64 ungewöhnlich vielen Zwischensequenzen die der Atmosphäre sehr zuträglich sind und einen gewissen roten Faden durch das Spiel ziehen. Sie kommen immer überraschend und enden oft in Zwischen- und Endkämpfen. Auch hier gibt es eklatante Unterschiede bei beiden Charakteren. So bekommt Carrie bestimmte Gegner garnicht zu Gesicht die der gute Reinhardt zu bekämpfen hat. Und umgekehrt. Was den Reiz mit beiden mal zu spielen erhöht. Allerdings hätte den Sequenzen ein bischen mehr Mimik besser zu Gesicht gestanden. Wie sowas aussieht haben wir bei Zelda gesehen. Deswegen verstehe ich manche Magazine nicht die dieses Feature verschweigen. Auch wundert mich die oft gelesene Aussage das Castlevania einen irren Schwierigkeitsgrad hätte. Megaschwer oder gar unfair ist Castlevania auf keinen Fall. Man spielt es zwar auch nicht an einem Nachmittag durch, aber lösbar ist alles allemal. Die Einschränkung gilt dabei wirklich nur den manchmal ungünstigen Sprüngen die oft mal zum Verlust eines Lebens führen. Ebenso verstehe ich manche Kritik nicht was den Sound angeht. Sicher ist dieser Geschmackssache, aber dennoch gefällt er in Castlevania. Er ist immer dem Level und er momentanen Action angepaßt. Recht gebe ich den Kritikern aber beim Vergleich mit früheren Titeln. An die Soundvielfalt der SNES Version, von der es ja eine eigene CD gab kommt die Musik hier nicht heran.
Ein weiterer wichtiger Punkt in einem Spiel wie Castlevania ist natürlich die Grafik. Da das Expansion Pak nicht unterstützt wird sollte man keine HiRes Grafik erwarten. Trotzdem empfinde ich die Grafik als gelungen. Vor allem gefallen hat mir die Abwechslung der Level und Locations. Besonders hervorzuheben sind hier vielleicht die Villa und das Schloßinnere. Man entdeckt immer neue Dinge. Auch kleinigkeiten wie möblierte Zimmer sind enthalten. Zwar wirkt die Grafik bei sehr nahem stehen an einem Objekt etwas verwaschen, allerdings ist das selten der Fall. Beim normalen View ist sie relativ klar und detailliert. Sehr schön finde ich die Umsetzung des Weihwassers oder wenn man eine Fackel zerstört. Sehr schöne Transparenzeffekte bekommt man hier zu sehen. Carrie selber ist ebenfalls gut animiert, könnte aber wiegesagt etwas mehr Mimik vertragen. Highlight sind natürlich die Endkämpfe mit den 3 Draculas . Ja Ihr habt richtig gelesen. Dreimal müßt Ihr Dracula in unterschiedlichen Versionen besiegen. Imposant ist dabei natürlich der letzte Kampf mit dem riesigen Drachen. Dieser ist schwer, aber sehr schön grafisch umgesetzt. Auch die vielen unterschiedlichen Zwischengegner im Spiel unterscheiden sich alle und gehören auch zum Spiel und haben eine Bedeutung auf dem Weg zur Lösung. Für jeden gibt es eine Taktik. Was auch hier wieder heißt, Castlevania ist nicht unfair. Laßt euch sowas nicht einreden. Gepaart mit den vielen Sequenzen zwischendurch wird man auf alles eingestimmt und motiviert. Man entwickelt sehr oft eine Spannung wie es denn nun weitergeht. Auch wenn man manchmal wie in der Villa ein wenig Zeit braucht um das Ende zu finden. Auch das gefällt mir sehr. Hier mal eine geschlossene Tür und dort eine Person die man trifft. Man rennt eben nicht nur herum und haut alles um was einen in den Weg kommt. Auch die eigene Logik wird gefordert. Ganz besonders im Schloßinneren wo man magische Siegel und bröcklige Wände zerstören muß. Ehe man aber alles beisammen hat vergeht schon etwas Zeit. Was aber auch auffällt und mir weniger gefallen hat ist der doch an einigen Stellen sichtbare Nebel. In der Nacht mag es noch gehen. Wird es aber hell kann er schonmal recht deutlich sein. Hier hätte eine Expansion Pak Unterstützung sicher abhilfe geschaffen. Die Grafik in Zelda erreicht Castlevania nicht. Dafür unterstützt die Grafik die sehr düstere und mystische Atmosphäre die nunmal zu Castlevania dazugehört. Dafür bekommt man aber auch Feinheiten geboten die man sehr selten bis jetzt gesehen hat. So die transparenten Gegner in der Villa auf dem langen Gang.
Zusammenfassend möchte ich sagen das man Castlevania wirklich empfehlen kann. Grund dafür ist vor allem das spielerische in Castlevania das lange begeistern kann. Obwohl ein paar Level mehr vielleicht auch nicht geschadet hätten. Aber dafür hat man den Anreiz verschiedene Wege mit verschiedenen Personen zu spielen, was bis jetzt einmalig ist. Auch der Lohn in Form des Hard Modus spornt zusätzlich an. Das unbedingte Gewinnen im Normal Modus macht daraus eine Belohnung wie sie der Spieler bekommen sollte. Aber auch die vielen Zwischensequenzen tragen zum sehr guten Gesamtbild bei. Schaut nicht immer nur auf die Grafik, die sehr schön ist, aber mit Expansion Pak noch besser hätte sein können. Ein weiterer Aspekt sind die vielen Items und vor allem der Tag-Nacht Modus der wie bei Zelda etwas besonderes darstellt. Für mich persönlich waren aber die Abwechslungen zwischen normalen Jumper Teilen, einigen Rätseln und jeder Menge Zwischengegnerkämpfe das faszinierende. Man wird gefordert ohne dabei Frustgefühle zu bekommen. Allerdings hat man Carrie mit Ihrer zielsuchenden Magie auch eine etwas leichtere Möglichkeit gegeben zu gewinnen als bei Reinhardt. Aber ich denke Konami wollte mit den beiden Spielfiguren auch die weibliche Kundschaft ansprechen, die mit einer weiblichen Heldin eine gewisse Identifikation bekommen sollen. Kritik verdient Castlevania für die manchmal schlechte Kamerführung die gerade bei manchen Sprungpassagen einen gewissen "nicht schon wieder" Faktor hervorrufen. Am Sound gibt es wiegesagt wenig zu meckern. Vom Skelettgeklapper bis zu den Umgebungsgeräuschen hat man sich Mühe gegeben. Auf jeden Fall bekommt Ihr ein Spiel geboten das von der Atmosphäre und der Abwechslung lebt. Merkt euch also Castlevania im April vor.

Die Komplettlösung zur Spielfigur Carrie

Wertung

Matthias Engert
(12.03.1999)

Magazin64@aol.com