Die Bilder zu diesem Test wurden mit einem Capture Board der Firma Fast erstellt.

Box Champions
2000

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Electronic Arts

Nachdem Henry Maske in Deutschland das Boxen wieder gesellschaftsfähig gemacht hat und wir auch wieder viele echte Champions haben, kann Box Champions 2000 genau den richtigen Nerv der Leute treffen. Boxen ist wieder "in". Und in Box Champions 2000 kann man gegen die größten der Großen antreten und sie vom Weltmeister Thron stoßen. Doch im Leicht-, Mittel- und Schwergewicht warten 25 der weltbesten Boxer . Dabei sind äGranaten" wie der legendäre Muhammed Ali, "Smoking" Joe Frazier, Lennox Lewis oder auch "Sugar" Ray Leonard. Doch fangen wir am Anfang an. Vom Hauptmenu aus kann man auswählen, wonach einem der Sinn steht. Entweden man steigt im Quickmatch sofort in den Ring und kämpft mit einem Boxer, den der Computer ausgesucht hat. Hier kann man sich schon mal ein Auge holen, was einen erwartet wenn es hart auf Hart kommt. Im Slugfest kommen die Arcadefans voll auf ihre Kosten. Entweder man sucht sich seinen Lieblingsboxer aus oder verwendet seinen selber erstellten. Im Create Boxer kann man seine Kampfmaschine selber konstruieren. Hierbei kann man nicht soviel einstellen, wie zum Bsp. bei einem Wrestlinggame. Aber trotzdem reicht es auf jeden Fall, denn die wichtigsten Sachen sind dabei. Denn neben der Hautfarbe, der Frisur und der Haar- und Bartfarbe - die man Nuancenweise per Schieberegler einstellen kann - kann man auch die Farben der Shorts, Schuhe und Handschuhe einstellen. Aber was bei einem Boxer das wichtigste ist, wie zum Bsp. ob Links- oder Rechtsausleger, wie groß und vorallem wie schwer er sein soll. Was auch jeder Boxer braucht, sind für ihn typische Schlagkombinationen.
Pro Boxer sind vier Kombinationen vorgesehen, die man aus vielen aussuchen kann. Der Boxer zeigt dann beim Schattenboxen, wie die Kombies aussehen. Und jeder sollte seinem Kämpfer diese vier Kombies spendieren, da sie sich als sehr wirkungsvoll erweisen. Natürlich kann man ihm auch ein Gesicht verpassen, was nicht Boxertypisch ist. Apropos Gesichter - fast alle Gesichter sind mit dem Boxer identisch. Also einen Ali, Lewis oder Holyfield erkennt man am Gesicht. Hat man seinen Boxer fertig gestellt, kann man sich entscheiden wo man beginnen will. Entweder man stürtz sich ins Slugfest oder man startet seine Karriere . Dabei muß man sich vom 20´sten Platz des Verbandes nach oben kämpfen und seine Kontrahenten ausknocken oder auch normal besiegen. Bevor man aber in den Ring steigt, kann man noch eine kurze Trainingseinheit absolvieren, die Statistik seines Gegner ansehen oder vorher absaven. Die Trainingseinheit unterteilt sich in Angriff, Verteidigung oder man überläßt dem Rechner die Wahl. Beim Angriff muß man 30 Schläge in 30 sek. anbringen. In der Defense blockt man 30 Schläge in 30 sek. Je nachdem wieviel man trifft oder blockt bekommt man Punkte, die man dann seinem Fighter zuteilen kann. So kann man ihn schneller, stärker oder ausdauernder machen. Natürlich nur Stück für Stück, aber dafür vor jedem Kampf. Dann kann es losgehen. Man bekommt zuerst die körperlichen Maße der Boxer zu sehen und kann schon heraussehen, ob man von der Reichweite her Vorteile hat. Dann noch die Kampfstatistiken eines jeden und der erste Gong kann kommen. Die Rundenzahl ist bei den ersten Kämpfen auf vier begrenzt. Im Arcademodus kann man in den Options bis zu 10 Runden einstellen. Doch so lange steht keiner auf den Beinen. Ich persönlich habe in x Kämpfen nur einmal die vierte Runde beendet und nach Punkten gewonnen. Die Philosophie eines jeden Boxers ist eh vorzeitig "auszumachen". Also durch ko. Und bei Box Champions 2000 sowieso. Hier gilt es viele Punkte in den Runden zu sammeln um auf der Karriereleiter voran zu kommen. So gibt es für jeden Niederschlag, gelandete Kombietreffer, vorzeitig beendete Runden u.s.w. Punkte. Daraus ergibt sich euer nächster Sprung in der Rangliste. Doch bevor es soweit ist, muß man erst einmal die Runden und den Gegner überstehen.
Oben habt ihr eure Gesundheitsleiste, sowie die eures Gegenübers. So habt ihr den vollen Durchblick. Daneben die Anzeige für den Spezialschlag. Mit jedem harten und genauen Treffer füllt sich die Leiste. Ist sie voll und blinkt könnt ihr einen "Hammer" auspacken. Wenn er trifft, sieht man den Gegner im schönsten Salto oder Flic Flac auf die Bretter fliegen. Natürlich kann der andere das auch. Also vorsicht. Ist man selber auf die Bretter geschickt worden, muß man den Analog Stick hin und her bewegen wie beim Paddel Gedaddel (Mario Party). Je öfter ihr getroffen werdet, desto schwerer fällt es eurem Matador wieder auf die Beine zu kommen. Bei 10 ist Schluß. Dann ist der Kampf gelaufen und ihr verliert eure Position in der Rangliste an einen oder ein paar andere. Nach jeder Runde kommt eine Kampfstatistik . Kurz aber aussagekräftig. Gesamte Schläge, Treffer und die daraus resultierende Quote. Ich bin zum Bsp. ein Vielschläger. Das heißt ich habe pro Runde in etwa 140 Schläge verabreicht. Hatte aber nur eine Qutoe im Schnitt von 38%. Aber auch das kann reichen um zu siegen. Das Ziel ist es den Champ heraus zu fordern und ihn zu schlagen. Jetzt seid Ihr erstmalig Champion . Danach seid ihr aber noch nicht durch ... !!! Die Schläge sind reichhaltig und dabei nicht schwer zu praktizieren. Die Hauptschläge mit Schlag- und Führungshand werden nur mit A und B geschlagen. Nun kommen noch Varianten mit der R-Taste und dem Stick dazu und schon kann man aus den vollen schöpfen. Nun kommen die Uppercuts, Cross Punch´s und Haken von ganz allein. Die Deckung ist der Z Trigger und Stick gekoppelt. Hohe Deckung, Körperdeckung und das abducken und pendeln. Nur müßte man es schneller hinbekommen.
Im Pausenmenu kann man seine "Best Punch´s" noch einmal im Replay betrachten und Stolz auf sich sein. Die anwählbaren Kameraperspektiven sind nicht unbedingt dem Fight zuträglich. Von der Corner Kamera aus zum Bsp. kann ich nicht kämpfen. Die Schulterperspective ist sicherlich gewöhnungsbedürftig aber die Game Camera ist definitiv die beste. Damit hat man alles im Blick. In den Karriere Events werden zwar jedesmal ein Referee vorgestellt, der aber nirgends im Ring zu sehen ist. Dabei gibt es Boxer, die es lieben unerlaubte Schläge (Tiefschläge) auszuteilen. Aber die Antwort auf so etwas, gibt man besser selbst im Ring. Immer feste auf die Glocke !!! Der Multiplayer Modus ist normal für zwei Spieler und nicht wie uns EA weis machen will, für vier. Was machen dann bitte schön die anderen beiden. Der eine macht den Gong, während der zweite das Runden Girl steuert ??? Naja, zumindest haben die beiden kämpfenden Partner viel Spaß im Ring. Wir haben noch einmal den WM Fight Lewis gegen Holyfield nachempfunden und haben zig Re Matches nachgelegt. Man konnte einfach nicht verlieren. Es macht unheimlich viel Spaß. Die Grafik ist sehr weich und detailiert, was man an den Boxern und deren Bewegungen sehen kann. Ich sprach schon oben die Sachen mit den Gesichtern an. Auch das ausschütteln der Arme, die Siegerposen u.s.w. Die Geräuschkulisse ist wunderbar. Vom jubelnden Publikum über die gute Stimmenwiedergabe der Kommentatoren bis hin zum typischen "Pfffff" der Boxer bei jedem Schlag, wenn sie die Luft aus den Lungen pressen. Doch was das für uns genialste war, die Soundtracks. Feister amerikanischer Hip Hop und Rap. Das ist Balsam für die Ohren. Man könnte das Demo stundenlang laufen lassen.
Was EA als erstes Box Game für das N64 auf den Markt gebracht hat ist schon ein gutes Game. Auch wenn die Karriereleiter zu kurz ist und man noch einiges hätte einbauen können, kann man im großen und ganzen zufrieden sein. Box Champions 2000 wird den einzelnen sicher nicht all zu lange fesseln, aber als zwei Spieler Game ist es immer eine Wahl. So kann man immer Zwistigkeiten unter einander auf die zivilisierte, kultivierte Art mit einer gestochenen links - rechts - links Kombination regeln. Und dabei viel Spaß.

Cheats zu Box Champions 2000

Highscore Wettbewerb zu Box Champions 2000

Wertung

Jens Morgenschweiss
(25.11.1999)

Magazin64@aol.com